Fußgängerampeln mit Wartezeitanzeige |
Ost-West-Express
FNF-User
  

Dabei seit: 25.12.2007
Herkunft: einst : Moskau - Paris, jetzt : Moskau - Basel
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Diese vorgeschlagenen Ampelschaltungen dürften doch nur bei geringem Verkehrsaufkommen möglich sein. Da könnte man sie sich auch ganz sparen.
Vorschläge - auch ans mitlesende Verkehrsdezernat:
1.) Bedarfsampeln - unter Radfahrern auch "Bettelampeln" genannt grundsätzlich abschaffen und nur noch in Ausnahmefällen einsetzen. Fußgänger erhalten grundsätzlich "grün", wenn für die Autos "rot" ist, Räumzeiten natürlich berücksichtigt.
2.) Bei Grunderneuerungen Ampelüberwege auf Gehweg-Niveau hochlegen und farblich markieren. Erstens sind gehbehinderte Fußgänger etwas schneller "drüben", zweitens merken auch die dümmsten Autofahrer, dass sie einen Überweg für Fußgänger und Radfahrer queren und Rücksicht nehmen müssen.
3.) Die Notwendigkeit von Ampelschaltungen grundsätzlich überprüfen. Wenn Fußgänger 80 Sekunden lang die rote Ampel anstarren müssen, und just, wenn die Ampel auf grün umspringt, kommen 3 Autos, die extra anhalten müssen - da kann man sich die Ampel sparen.
4.) Querungen in einem Zug ermöglichen, statt Fußgänger auf schmalen Mizzelinseln unnötig Lärm, Abgasen und Spritzwasser auszusetzen.
5.) Wartezeiten auf maximal 40 Sekunden begrenzen. Sonst lieber beiderseits Kaffeebuden konzessionieren.
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01.08.2010 19:51 |
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Darkside
FNF-VIP
  

Dabei seit: 29.10.2003
Herkunft: Syberia
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>Gut funktioniert es in Darmstadt auf dem City-Ring.
Kommt auf den Abschnitt an. Da wo sich B26 & B3 kreuzen hakelt es immer
von einer Richtung - und zwar da wo die wenigsten Verkehrsteilnehmer auf
den Knoten zu fahren. (Richtung also tageszeitabhängig)
>Bei Grunderneuerungen Ampelüberwege auf Gehweg-Niveau hochlegen
>und farblich markieren.
Kann Kanalbauarbeiten mit sich ziehen, wenn sich abfliessendes Regenwasser
nicht an dem Hindernis stauen soll (oder Anpassung der Straßenoberfläche...
...das Wasser muß von diesem Buckel grundsätzlich wegfliessen)
>Querungen in einem Zug ermöglichen, statt Fußgänger auf schmalen
>Mizzelinseln unnötig Lärm, Abgasen und Spritzwasser auszusetzen.
Kollidiert oft mit der grünen Welleschaltung bzw man setzt die Kapazität der
Straße herab. -> Staubildung
>Wartezeiten auf maximal 40 Sekunden begrenzen.
Da muß man dann die Umlaufzeit aller Ampel auf unter 50 Sekunden setzen.
->Kapazitätsverlust da viel Zeit auf Räumzeiten draufgeht und wenig für
den Verkehr über bleibt.
__________________ Das Konzept ist, keines zu haben - Frankfurter Nahverkehrspolitik.
Das Gehirn ist keine Erfindung Gottes, sondern Gott ist eine Erfindung des Gehirnes.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert
Gestern Tiananmen - Heute Tibet - Morgen Taiwan?
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01.08.2010 21:48 |
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Tatrafan
FNF-VIP
  

Dabei seit: 23.10.2004
Herkunft: Br nd rsg te
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Original von Ost-West-Express
1.) Bedarfsampeln - unter Radfahrern auch "Bettelampeln" genannt grundsätzlich abschaffen und nur noch in Ausnahmefällen einsetzen. Fußgänger erhalten grundsätzlich "grün", wenn für die Autos "rot" ist, Räumzeiten natürlich berücksichtigt. |
Notwendig sind solche Dinger aber da, wo es überhaupt keine einmündende Straße gibt, wo sie praktisch nur zur Fußgänger-/Radfahrer-Querung dichtbefahrener Straßen dienen. Oder an Kreuzungen, wo die Querstraße selber keine Ampel hat, siehe mein Beispiel aus Lohnde (auch wenn die Schaltung dort natürlich Quark ist). An manchen Kreuzungen ist das dann gerade zur HVZ für Autofahrer, die eben aus der Seitenstraße kommen, auch die einzige Chance, auf die Hauptstraße zu kommen oder diese zu queren - wenn Fußgänger per Anforderung der Hauptstraße eine Rotpause verordnen.
| Zitat: |
| 2.) Bei Grunderneuerungen Ampelüberwege auf Gehweg-Niveau hochlegen und farblich markieren. |
Oh. Zu radikal, finde ich, als Straßenbenutzer jedweder Art hat man davon schnell die Nase voll.
Selber gesehen hab ich eben diesen Vorschlag umgesetzt auf Menorca. Nun fahren auf den Straßen aber nicht nur Autofahrer, sondern auch Busse... egal ob Linien- oder Reisebus, das war einfach nur ein massiv unangenehmes Gefahre: fahren - runterbremsen - hups, über den Buckel drüber - wieder beschleunigen - wieder bremsen - rums, der nächste Buckel... sehr unangenehm. Außerdem wird durch das ständige Gasgeben / Bremsen sinnlos Sprit verkachelt, die Bauteile der Fahrzeuge (v.a. Stoßdämpfer / Federung, aber auch Bremsen) nutzen sich unnötig schnell ab - wie gesagt, solche künstlichen Buckel wünscht man sich sehr schnell weg. Zumal es ja, wie gesagt, alle Straßenfahrzeuge - also auch Nutzfahrzeuge - betrifft, und, wie gesagt, Busfahren wird dadurch auch nicht eben angenehmer.
Beim Rest sind wir uns einig. - Die Kaffeebuden müssen aber auch subventioniert werden, sonst wird zu Fuß gehen sehr bald ein sehr teurer Spaß
__________________ "Look upon my Works, ye Mighty, and despair!" - Trifft nicht nur auf Ozymandias zu...
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02.08.2010 02:51 |
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Auf der Eschersheimer Landstraße sind die Fußgängerampeln bei der Stadtbahn fußgänger-freundlich geschaltet, nämlich auf Grün. Beim Autoverkehr sollte die Wartezeit mal fußgänger-freundlicher werden.
__________________ Hessen und NRW - zwei schöne Bahnländer und noch mehr ...
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02.08.2010 08:40 |
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LJL
FNF-User
  

Dabei seit: 04.10.2005
Herkunft: Darmstadt -> Odenwald -> Dresden
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Original von Germanium
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Original von LJL
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Original von Colaholiker
Vom ökologischen Gesichtspunkt her sind vorbeifahrende Autos mit wartenden Fußgängern also besser als andersherum. |
Falsch. Jemand der dreimal seine Bahn verpasst hat, weil er als Fußgänger nicht über die Straße gekommen ist, wird in Zukunft mit dem Auto fahren. |
Ich denke nicht, dass dies das ausschlaggebende Argument für die Abwägung zwischen ÖPNV und MIV ist.
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Insgesamt gesehen schon. In den 60er Jahren wurde nur das Auto durch die Verkehrsplaner betrachtet und Verhaltensweise des Menschen als nicht beeinflussbar angesehen.
Heute nimmt man an, dass man menschliches Verhalten durch die Vorgabe entsprechender Randbedingungen umweltgerechter und stadtverträglicher gestalten kann. Zu diesen Randbedinungen zählt auch ein gutes Fußwegenetz. Eine andere Maßnahme ist es, dem Kfz-Verkehr weniger Fläche zur Verfügung zu stellen. In Ortsdurchfahrten beispielsweise nur 5,5 Meter breite, statt 6,5 Meter breiter Straßen. LKWs und Busse können sich immer noch begegnen, allerdings fahren die Leute dort eher 40 als 60, auch wenn 50 erlaubt sind. Mit dieser langsameren Höchstgeschwindigkeit kann man dann den Kfz-Verkehr auch eine grüne Welle spendieren, da man dann den Verkehr nur verstetigt, aber nicht beschleunigt. Sprich Ampeloptimierung ohne weitere Maßnahmen ist schlecht. Mit weiteren Maßnahmen, damit sich die Reisegeschwindigkeit nicht ändert, sind sehr zu begrüßen.
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Original von 420 281-8
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Original von LJL
Falsch. Jemand der dreimal seine Bahn verpasst hat, weil er als Fußgänger nicht über die Straße gekommen ist, wird in Zukunft mit dem Auto fahren. |
Diese Schlussfolgerung entspricht Deiner Denkweise. Ich würde aus so einer Situation die Lehre ziehen, dass ich mich eben eher auf den Weg machen muss, will ich nicht die Schlusslichter meiner Bahn sehen - allein schon, weil mir die Alternative "Auto" nicht zur Verfügung steht. |
Deine Einstellung in allen Ehren. Spätestens wenn man zwei Pflichttermine hintereinander hat, kann man nicht mehr so einfach eine Bahn früher nehmen. Ich schätze dich jetzt auch nicht mit massig Punkten in Flensburg ein. Sprich der Umstieg aufs Auto steht dir jeder Zeit frei, da er nur eine Zeit und Kostenfrage ist. Nehme mal das Extrem an. Sämtliche Geh- und Radwege werden abgerissen. Der ÖPNV wird eingestellt. Da musst du irgendwie reagieren! Und du wirst irgendwie reagieren. Wie ist ungewiss. Das könnte von mitmachen (=Autofahren), bis wegziehen reichen.
Und so wie du reagierst, reagieren auch andere. Und da man weiß, dass der Fußgänger empfindlich für Umwege und lange Wartezeiten sind und dann aufs Auto umsteigt, sollte man beides vermeiden.
| Zitat: |
Original von Darkside
>Bei Grunderneuerungen Ampelüberwege auf Gehweg-Niveau hochlegen
>und farblich markieren.
Kann Kanalbauarbeiten mit sich ziehen, wenn sich abfliessendes Regenwasser
nicht an dem Hindernis stauen soll (oder Anpassung der Straßenoberfläche...
...das Wasser muß von diesem Buckel grundsätzlich wegfliessen) |
Sehe ich aus dem selben Grund wie Tatrafan als negativ an. Der Kfz-Verkehr soll ja nicht verteufelt werden. Was sinnvoll sein könnte, wäre den Überweg optisch deutlicher hervorzuheben.
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>Querungen in einem Zug ermöglichen, statt Fußgänger auf schmalen
>Mizzelinseln unnötig Lärm, Abgasen und Spritzwasser auszusetzen.
Kollidiert oft mit der grünen Welleschaltung bzw man setzt die Kapazität der
Straße herab. -> Staubildung |
Wenn die Mittelinseln entsprechend dimensioniert sind, sind Wartezeiten auf diesen auch hinnehmbar. Zum Beispiel die Ampel am Fritz-Förster-Platz (=TUD) in Dresden. Der Bus 61 hält hinter der Ampel. Auf dem Weg zum Vorlesungsgebäude müssen die Studenten erst eine Rechtsabbiegerampel überqueren. Wenn diese auf grün schaltet, ist die Ampel über die erste Straßenhälfte noch rot, bei normaler Gehgeschwindigkeit schaltet sie aber auf Grün. Dies trifft auch auf die zweite Straßenhälfte zu. Sprich man kann als Fußgänger ohne Wartezeit die Kreuzung in Richtung TU überqueren. In der anderen Richtung geht das übrigens auch. Lediglich, wenn man dann mit seinem Weg beginnt, wenn die erste zu überquerende Straßenhälfte auf rot umschaltet hat man eine Wartezeit in der Straßenmitte. (Wer mit meinen Ausführungen zur Ampelschaltung nix anfangen kann, dem male ich es auch auf. Das würde aber erst Ende August soweit sein.)
| Zitat: |
>Wartezeiten auf maximal 40 Sekunden begrenzen.
Da muß man dann die Umlaufzeit aller Ampel auf unter 50 Sekunden setzen.
->Kapazitätsverlust da viel Zeit auf Räumzeiten draufgeht und wenig für
den Verkehr über bleibt. |
Nicht zwingend. Gesamtverkehr Strecke AB grün. -> Gesamter Fußverkehr grün -> Gesamtverkehr CD grün -> Gesamter Fußverkehr grün -> Gesamtverkehr AB grün ...
Natürlich geht so eine Schaltung nicht an jeder Kreuzung.
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02.08.2010 13:06 |
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DeusDeorum
FNF-User
  
Dabei seit: 13.07.2007
Themenstarter
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Zum Thema Mittelinsel finde ich diese schon sehr sinnvoll, weil sie es helfen die Lage zu vereinfachen und übersichtlicher zu machen. Man muss sich nämlich nur auf eine Richtung konzentrieren und nicht auf beide. Entsprechend weniger Fehleinschätzungen gibt es vor allem an Übergängen ohne Ampelregelung. Und auch wenn die Übergänge/Kreuzung mit einer Ampel gesichert sind, kann man den Fußgängern öfter Grün einräumen ohne den KFzverkehr zu benachteiligen. Das Stehen mitten im Verkehr und in den Abgasen ist natürlich alles andere als gesund. Es wird endlich Zeit, dass auf Elektroantrieb umgestellt wird...
Und auch beim verbotenen "Rotgehen" entschärfen die Mittelinseln die Situation. Der typische Rotgeher geht eher nicht einfach blind bei Rot, sondern schaut sehr bewusst nach dem Verkehr. Fehleinschätzungen passieren natürlich und dann kann es zu Unfällen - oft sehr tragisch -kommen. Durch eine Mittelinsel werden die Fehleinschätzungen verringert, weil man auf viel weniger Autos achten muss. Sie schützen also auch die Rotgeher, die bewusst gegen die Regeln verstoßen. Denn ein Rotgeher hat es immer noch nicht verdient von einem Auto überfahren zu werden, nur weil er ein Rotgeher ist.
Mittelinseln haben also meiner Meinung nach ihre Daseinsberechtigung und sollten eher ausgebaut als abgeschafft werden.
| Zitat: |
Sehe ich aus dem selben Grund wie Tatrafan als negativ an. Der Kfz-Verkehr soll ja nicht verteufelt werden. Was sinnvoll sein könnte, wäre den Überweg optisch deutlicher hervorzuheben.
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genau das geht mir bei Bedarfsampeln oft durch den Kopf. Man drückt, bekommt relativ schnell ohne Wartezeit grün, huscht über die Straße und ist innerhalb von 4 Sekunden von der Straße wieder runter. Oft habe ich schon beobachtet, dass während dieser Zeit kein Auto zu sehen war. Sehr oft kam dann allerdings nachdem ich bereits die Straße längst verlassen hatte, ein Auto, was an der Bedarfsampel dann sinnlos die Zeit abwarten musste, bis ein hypothetischer Gehbinderter die Straße überquert hat.
Entsprechend fühlte ich mich schuldig, dass ich den Knopf gedrückt habe und damit den Kft-Verkehr vollkommen sinnlos ausgebremst und zum sinnlosen Warten verdonnert habe.
Ich als gesunder, sportlicher Mensch hätte die Straße auch ohne Ampel überqueren können. Und wenn im Berufsverkehr so viele Autos fahren, dass ich ohne Ampel nicht queren kann, kann ich immer noch die Ampel drücken. Nur der Gesetzgeber schiebt dem durch die Bußgelder einen Riegel vor. Denn bevor ich 5 Euro zahle, drücke ich dann doch lieber die Ampel...
Ich finde es sehr gut wie hier im Thread verschiedene Vorschläge gemacht und diskutiert werden, wie man die Verkehrsplanung von Fußgängerampeln verbessern kann. Ich hoffe davon werden einige Ideen auch aus diesem Forum herausgetragen.
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02.08.2010 14:11 |
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kolkus
FNF-User
  

Dabei seit: 20.01.2006
Herkunft: FFM
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| unkommentiert aus PARLIS: "Countdown-Ampeln" in FFM |
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S A C H S T A N D :
Frage vom 03.07.2007, F 389
In anderen Städten, wie beispielsweise Hamburg, hat man mit sogenannten „Countdown-Ampeln“, also mit Ampeln, die die verbleibenden Restsekunden bis zur nächsten Grün- beziehungsweise Rotphase anzeigen, gute Erfahrungen gemacht. Durch diese Ampeln kann sowohl der Verkehrsfluss optimiert wie auch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden.
Ich frage daher den Magistrat:
Beabsichtigt der Magistrat, Countdown-Ampeln auch in Frankfurt zu installieren?
Antwort des Magistrats:
Stadtrat Lutz Sikorski:
Herr Vorsteher,
meine Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Stadtverordnete Rinn!
Das Straßenverkehrsamt und somit auch ich verfolgen mit großem Interesse die Fortentwicklung der Lichtsignalsteuerung in der Bundesrepublik und in Europa. Nach Aussage eines führenden Lichtsignalanlagenherstellers kostet die Umrüstung einer einzigen Ampelanlage im Schnitt 15.000 Euro. Da wir in Frankfurt jedoch das Bestreben haben, mit kurzen Fußgängerwartezeiten den Fußgängerverkehr zu steuern, und angesichts der wirklich sehr hohen Kosten ist der Einsatz einer derartigen Restzeitanzeige in Frankfurt nicht geplant.
Stellvertretender
Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier:
Es gibt eine Zusatzfrage von Frau Rinn. Bitte sehr!
Stadtverordnete Annette Rinn, FDP:
(Zusatzfrage)
Sie sprechen nur von einer Nachrüstung, aber ich meine gehört zu haben, dass, wenn man neue Ampeln installiert, diese Ampeln nicht wesentlich teurer sind als die konventionellen. Man könnte also darüber nachdenken, wenn Ampeln erneuert werden, solche Ampeln einzusetzen.
Stadtrat Lutz Sikorski:
(fortfahrend)
Frau Rinn, ich weiß um Ihre Liebe, sich damit zu beschäftigen, aber ich weise darauf hin, dass der Kostenfaktor ungeheuerlich ist. Ob ein besonderes Maß an Verkehrssicherheit entsteht, wenn man weiß, wie viele Restsekunden bis zur nächsten Grün- oder Rotphase bleiben, ist auch in der Wissenschaft umstritten. Ich habe mir solche Ampeln auch schon selbst angeschaut, aber ich glaube, wir sind in Frankfurt gut beraten, wenn wir auf die Ausgabe dieses Geldes verzichten.
Antragstellende Person(en):
Stadtv. Annette Rinn
Vertraulichkeit: Nein
__________________ NV vor IV !
derzeit meine
S1 S2 11 21 59 52 54
bald meine
U1 U2 U3
S6
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02.08.2010 15:30 |
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420 281-8

FNF-Team
  

Dabei seit: 15.06.2004
Herkunft: 127.0.0.1
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| Zitat: |
Original von LJL
[...] Spätestens wenn man zwei Pflichttermine hintereinander hat, kann man nicht mehr so einfach eine Bahn früher nehmen. [...] |
Termine sind planbar. Das gilt sogar für Pflichttermine.
| Zitat: |
Original von LJL
[...] Nehme mal das Extrem an. [...] |
An abstrakten und an den Haaren herbeigezogenen Gedankengängen zur Untermauerung der eigenen Thesen beteilige ich mich nicht.
__________________ Gruß, 420 281-8
Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
Frankfurt-Rödelheim - Ein Bahnhof wird umgebaut
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02.08.2010 16:37 |
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Chrizzz95
FNF-User
  

Dabei seit: 29.01.2009
Herkunft: Dribbdebach, jetzt Hibbdebach
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| Zitat: |
Original von 420 281-8
Termine sind planbar. Das gilt sogar für Pflichttermine.
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Stimme ich voll zu
.... Aber .... zum einen dürfte ja schon feststehen, dass nicht alle Eventualitäten und Möglichkeiten im "multimodalen Verkehr" (z.B. kombiniert erst Fahrt zum Bahnhof mit Kfz, Weiterfahrt mit der Bahn und zwischendorch und/oder zum Schluss noch diverse Fußwege) berücksichtigt werden können. Klar sollte wohl sein, dass je weiter der Weg und/oder je mehr unterschiedliche Fortbewegungsmittel, desto größer sollte der Zeitpuffer eingeplant werden. Zum anderen muss ich aber nicht mit den aberwitzigsten oder unwahrscheinlichsten Ereignissen rechnen - auch wenn Sie hier passieren können.
| Zitat: |
Original von 420 281-8
An abstrakten und an den Haaren herbeigezogenen Gedankengängen zur Untermauerung der eigenen Thesen beteilige ich mich nicht. |
IMHO scheint dieser Vergleich nur gezogen worden zu sein - so abstrakt er auch ist - um mögliche Gedankengänge und Wege der Entscheidungsfindung darzulegen. Natürlich ist das Beispiel sehr abstrakt, daher gehe ich für mich auch nur von möglichen und wahrscheinlichen Umständen aus. Wenn ich Erfahrungen sammle, fließen dies auch in meine Entscheidungen ein, wie und mit welchem Zeitfaktor ich bestimmte Wege zurücklege .
Edit meinte, ich sollte doch die Zitate richtig formatieren.
__________________ Möge der Saft mit Eurch sein
Lord Helmchen lässt grüßen
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Chrizzz95: 02.08.2010 17:01.
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02.08.2010 17:00 |
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Darkside
FNF-VIP
  

Dabei seit: 29.10.2003
Herkunft: Syberia
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>In den 60er Jahren wurde nur das Auto durch die Verkehrsplaner betrachtet
Ich befürchte, daß da so geplant wurde, daß auch "um-die-Ecke"-Wege
mit diesem zurück gelegt werden...
>Nicht zwingend. Gesamtverkehr Strecke AB grün. -> Gesamter
>Fußverkehr grün -> Gesamtverkehr CD grün -> Gesamter Fußverkehr
>grün -> Gesamtverkehr AB grün ...
>Natürlich geht so eine Schaltung nicht an jeder Kreuzung.
So gut wie bei keiner wo hohes IV Aufkommen ist.
Und da wo es nicht so hoch ist, da hat man dann eigentlich auch nicht so
die Wartezeiten (außer in der Programmierung wurde was verhauen - aber
da kann man sich ja beim Straßenbauamt mal kurzschliessen), um die es
geht.
>Und auch wenn die Übergänge/Kreuzung mit einer Ampel gesichert sind,
>kann man den Fußgängern öfter Grün einräumen ohne den KFzverkehr
>zu benachteiligen.
Wirklich öfter oder doch nur länger? (Räumzeiten bedenken!)
>Es wird endlich Zeit, dass auf Elektroantrieb umgestellt wird...
...oder E100...nur müsste die Motoren dazu noch deutlich bessere
Wirkungsgrade erreichen.
__________________ Das Konzept ist, keines zu haben - Frankfurter Nahverkehrspolitik.
Das Gehirn ist keine Erfindung Gottes, sondern Gott ist eine Erfindung des Gehirnes.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert
Gestern Tiananmen - Heute Tibet - Morgen Taiwan?
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03.08.2010 01:10 |
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| RE: Fußgängerampeln mit Wartezeitanzeige |
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Die Fußgängerampeln an Schulen haben die kürzeste Anforderungszeit für Fußgänger-Grün. Ein Beispiel aus Frankfurt-Höchst ist die Fußgängerampel Zuckschwerdtstraße Ecke Gerlachstraße. Ansonsten ist warten - mehr oder weniger lang - angesagt.
__________________ Hessen und NRW - zwei schöne Bahnländer und noch mehr ...
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03.08.2010 09:33 |
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Germanium
FNF-User
  

Dabei seit: 06.01.2006
Herkunft: Rhein-Neckar
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Gerade habe ich in Rotterdam eine gute Lösung für Ampeln mit Wartezeitanzeige gesehen:
Es handelt sich um LED-Ampeln, die während der Rotphase in der Grünanzeige einen Kreis aus LED´s zeigen, der sich bis zur Grünphase abgebaut hat.
Da neue Ampeln meistens sowieso auf LED-Technik basieren, müsste somit nichtmal eine dritte Anzeige installiert werden und die Kosten würden vermutlich nichteinmal größer sein.
__________________ Dieser Beitrag wurde 1.254.777 mal editiert, zum letzten Mal von Germanium: Morgen, 33:66.
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19.08.2010 12:39 |
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Darkside
FNF-VIP
  

Dabei seit: 29.10.2003
Herkunft: Syberia
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Die LEDs müssen aber für so etwas einzeln ansteuerbar sein.
Regulär werden diese parallel geschaltet.
__________________ Das Konzept ist, keines zu haben - Frankfurter Nahverkehrspolitik.
Das Gehirn ist keine Erfindung Gottes, sondern Gott ist eine Erfindung des Gehirnes.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert
Gestern Tiananmen - Heute Tibet - Morgen Taiwan?
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19.08.2010 16:10 |
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