Liesschestrecke (Riedhof-Oberforsthaus)

  • Eine grundsaetzliche Frage zu der Liesschenstrecke (Riedhof-Oberforsthaus):
    Da fuhr ja mal bis ca. in die 1920-er die Waldbahn aus der Textorstrasse (oder so) ueber die Moerfelder nach Schwanheim, mit Abzweig nach Neu Isenburg.


    Gab es nach Einstellung der Waldbahn irgendwann nochmal regelmaessigen (Straba-)Verkehr auf dieser Strecke?


    Wenn nein, welchen Sinn hatte es, diese Strecke auch weiterhin aufrecht zu erhalten? Denn einmal im Jahr Liesschen hatte ja wohl eher "touristischen" als verkehrtechnischen Wert.


    Noch was: An einem der zwischen der Gleise stehenden Fahrleitungsmasten, in Hoehe des Heimatringes, kurz vor der Eisenbahnunterfuerung, also ca. 20 m bevor die Strecke eingleisig wird, hing jahrelang ein rundes Schild (ca tellergross, rot mit weissem Rand), mit einem Schloss abgesperrt. Auf der Rueckseite war da Schild aber mit gruenem Rand. Fuer mich sah das so wie eine von Hand zu bedienende "Ampel" aus. Also, bevor der Zug in die eingleisige Strecke einfaehrt, schliesst der Fahrer das Schloss auf, haengt das Schild auf die rote Seite um, damit keiner mehr in die eingleisige Strecke reinfaehrt. Bei Verlassen der eingleisigen Strecke stellt der Fahrer das Schild wieder auf die gruene Seite um.
    Hat das Ding mal einer gesehen? Vielleicht haengt es immer noch da...

    2 Mal editiert, zuletzt von robertl ()

  • Guten Morgen,


    Als die Abstellanlage am Stadion noch eine verhältnismäßig geringe Kapazität hatte, wurde das Lieschengleis für die Aufstellung weiterer E-Züge genutzt - natürlich nur, wenn wirklich notwendig. Da ich das selber nie gesehen habe, weiß ich auch nicht, wie der Laufweg dieser E-Züge gewesen ist. Sie standen jedenfalls in Richtung Stadion.


    Außerdem wurde das Gleis gerne für Bremsproben genutzt. Der Straßenverkehr war in den 60ern noch recht unbedeutend.


    Anbei ein Foto von Mt-632 und unbekanntem mt-Beiwagen. Die Peisler-Achse diente der Aufnahme der Bremsweglänge.


    Gruß
    Johannes


  • Zitat

    Original von johannes
    Anbei ein Foto von Mt-632 und unbekanntem mt-Beiwagen. Die Peisler-Achse diente der Aufnahme der Bremsweglänge.


    Wo?

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Er meint warscheinlich "Preislerrad". Es diente früher zum messen von Fahr- und Bremsleistungen. Ist heute von GPS gestützten Systemen abgelöst.


    Das Bild würde mich aber auch interessieren.

  • Hallo zusammen,


    Tut mir leid, dass ich zu viel versprochen habe. Es wäre mein erstes Bild gewesen, aber das mit dem Bildeinstellen scheint alles wesentlich komplizierter zu sein als ich dachte, jedenfalls für so einen alten Knacker wie mich. Bitte habt noch etwas Geduld, bis ich mich in einem ruhigen Moment mal wieder rantraue.


    Gruß
    Johannes

  • Zitat

    Original von johannes
    robertl


    gerne, aber ich mag meine e-mail-Adresse nicht hier bekanntgeben.
    Gruß
    Johannes


    Ich glaube für sowas sind die PN da. Das kann nur die betroffene Person sehen.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

  • Hallo,


    ich habe mal ältere FNVS-Ausgaben studiert und nachgelesen, was über den Wäldchestagsverkehr in früheren Jahren geschrieben wurde:


    Den heute üblichen Pendelverkehr zwischen Riedhof und Oberforsthaus gibt es erst seit 1970. In den ersten Jahren wurde dieser Pendel stets mit einem I-Wagen gefahren. (1970:571, 1971:595, 1972:595, 1973:591 ...) Die Bezeichnung "Lieschen" wird im FNVS nicht benutzt.


    Vor 1970 war die Wäldchestagsstrecke in den Linienverkehr der zwischen Stadion und Lokalbahnhof fahrenden V-Züge eingebunden. Wie das betrieblich genau ablief, konnte ich den Unterlagen nicht entnehmen.


    Gruß Matthias

    Hier ist Walter, wer ruft?

  • Wow klasse, danke!


    Irgendwie wirkt das heute alles wesentlich "zugewachsener" rechts und links der Straße.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Mein lieber johannes, wie wär`s auch mal mit einem etwas längerem historischen Bildbeitrag?


    So wie ich die Sache einschätze, könntest du doch bestimmt einiges zeigen.


    Gruß BeKu

  • ich weiss nicht, ob es noch immer so ist, aber fruher war auf dieser eingleisigen Strecke eine doppelte Fahrleitung. Weiss jemand, warum?


    Ausserdem, an der Haltestelle am Riedhof in der Hoehe des Heimatrings war auf einem der Fahrleitungsmasten, und zwar in Richtung Oberforsthaus, so ein komisches Schild:
    Eine runde Tafel, rot mit weissem Rand. Die war an einem Halter am Mast eingehaengt, unten an der Tafel war ein Vorhaengeschloss. Nach dem Aufschliessen konnte man die Tafel offensichtlich wenden. Denn auf der anderen Seite war sie naemlich gruen.
    Die Tafel wurde zu meiner Zeit allerdings nicht benutzt. Fuer mich sah das immer so wie eine Art "Ampel" zur Sicherung der Strecke ab?!


    Einmal editiert, zuletzt von robertl ()

  • Zitat

    Original von robertl
    ich weiss nicht, ob es noch immer so ist, aber fruher war auf dieser eingleisigen Strecke eine doppelte Fahrleitung. Weiss jemand, warum?


    Ist auch heute noch der Fall, warum das so ist, weiß ich aber auch nicht...


    Gruß
    Spirit

    Beide schaden sich selbst: der zuviel verspricht und der zuviel erwartet. (Lessing)

  • Zitat


    ...ich meine, mich noch gaanz weit dunkel an diese Tanke zu erinnern, kann aber auch sein, das ich das jetzt irgendwie verwechsel, bin ja schliesslich erst 76 nach Frankfurt gezogen. Aber lass mich mal raten:
    Der Triebwagen auf dem Bild ist doch der 105, oder?

    MfG Streckentrenner