Silvester/Neujahr: Vandalismus in S3


  • Quelle: PM der BPol Frankfurt -> Vandalismus in S3 während Jahreswechsel

    10.02.01-10.02.26: 25 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.26: Elfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Hallo.


    Bereits letztes Wochenende ist mir mal wieder aufgefallen, wie viele ET 420 mit undurchsichtigen Türscheiben durch die Gegend fuhren. Immerhin konnten diese Wagen noch Passagiere befördern. Am Sonntag (30.12.) mussten im Hbf, während ich dort wartete, zwei S-Bahnen mit insgesamt 12 kaputten Türscheiben ausgetauscht werden - eine S8 und eine S3.
    Diese Unsitte hat sich nach der PM über den Jahreswechsel noch erhöht.


    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut ()

  • So schlimm der Vandalismus auch ist - als ich 1991 nach Frankfurt zog, war´s noch deutlich extremer. Da war der beschriebene Zustand der Sylvester-Nacht das ganze Jahr über der Normal-Zustand. X(Damals war ich froh, in einem Wagen mal mehr als einen Sitz unbeschädigt vorzufinden und wenigstens einige Fenster und Türen intakt. :(


    Besser wurde es erst ab etwa 1994 / 95, als die Sicherheitsdienste im Abendverkehr eingeführt wurden.

  • ich wäre dafür, das überall (auch in den S-Bahnen) Überwachungskameras eingeführt werden. Nur so hat man die Möglichkeit an die Täter zu kommen oder könnte bei einer zentralen Überwachung der Kameras auch sofort reagieren.


    Flieg50

  • Zitat

    Original von flieg50
    ich wäre dafür, das überall (auch in den S-Bahnen) Überwachungskameras eingeführt werden. Nur so hat man die Möglichkeit an die Täter zu kommen oder könnte bei einer zentralen Überwachung der Kameras auch sofort reagieren.


    Flieg50


    Wer soll sich denn bitte Bilder aus ALLEN S-Bahnen und ALLEN Winkeln der Bahnhöfe etc. live anschauen? Da bräuchte man ja eine ganze Turnhalle von Überwachungsmonitoren und Personal!

  • Zitat

    Original von flieg50
    Na in den S-Bahnen könnte das doch der TF machen oder?


    Mir wäre wohler, wenn er auf die Gleise gucken würde!

  • Zitat

    Original von Humpty
    Wer soll sich denn bitte Bilder aus ALLEN S-Bahnen und ALLEN Winkeln der Bahnhöfe etc. live anschauen? Da bräuchte man ja eine ganze Turnhalle von Überwachungsmonitoren und Personal!


    Nun ja, die Bilder müssten ja nicht alle live irgendwo angeschaut werden. Reicht ja, wenn alles mitgeschnitten und nur im Schadensfall ausgewertet wird. Die Bilder der Überwachungskameras in Trams beispielsweise werden ja auch nicht live mitverfolgt. Die Kameras an sich wirken dann allerdings schon mal abschreckend, ganz zu schweigen von den mittels ihrer Bilder errungenen Fahndungserfolgen...

    "Es ist besser, den Mund zu halten und für einen Narren gehalten zu werden, als ihn aufzumachen und alle Zweifel zu beseitigen." - Lisa S.


    "Der Krieg ist vorbei. Die Zukunft hat gewonnen. Die Vergangenheit hatte nie eine Chance." - Homer S.

  • Zitat

    Original von bobafe


    Nun ja, die Bilder müssten ja nicht alle live irgendwo angeschaut werden. Reicht ja, wenn alles mitgeschnitten und nur im Schadensfall ausgewertet wird. Die Bilder der Überwachungskameras in Trams beispielsweise werden ja auch nicht live mitverfolgt. Die Kameras an sich wirken dann allerdings schon mal abschreckend, ganz zu schweigen von den mittels ihrer Bilder errungenen Fahndungserfolgen...


    Schon richtig. flieg50 hatte aber auch von sofortigem Eingreifen gesprochen, was natürlich nur bei zeitgleicher Sichtung möglich ist.

  • Aber um sofort eingreifen zu können müsste der Tf ja auch sofort anhalten. Das würde ja wohl kaum gehen. Und wenn man bis zum nächsten Bahnhof fährt ist es genau wie jetzt. Bis man eingreifen kann sind die Randalierer weg.

  • Das Beispiel München ( wo 2 Jugendliche einen Rentner zusammengeschlagen haben) hat doch wieder einmal Bewiesen, wie Wichtig Überwachungs Kameras sein können, denn NUR Aufgrund der Videobilder war die Polizei in der Lage die Täter so schnell zu schnappen.


    Ich lese hier die ganze Zeit etwas von "Wer soll die Bilder anschauen und Man benötigt ne Turnhalle voller Personal um die Kameras zu Überwachen"?? Warum?? Wer sagt das?? Die Überwachungs Kamera Zeichnet Tag Täglich Ihre Bilder auf. Nach 24 oder evtl auch 48 Stunden werden diese Aufnahmen (sofern es zu keinem Zwischenfall kam) wieder gelöscht. Nur wenn es ( wie z.B in München) zu Übergriffen oder sonstigen Straftaten kam werden die Bilder der Kamera ausgewertet. Und das machen in der Regel 1-2 Personen. Meist aber auch die Polizei selbst.


    Der S-Bahnfahrer (nur mal als Beispiel) hat in der Regel damit nichts zu tun. Nur in Ausnahmefall. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt, als zum ersten mal die S-Wagen auf der 12 eingesetzt wurden, mal mit einem Fahrer an der Hugo-Junkers Straße Unterhalten, der mir auch in seiner Kabiene die Stelle gezeigt hat, wo Er "Live" Bilder sehen kann. Er meinte auch, dass Er da eigentlich nur in Ausnahmefällen hinschaut. Als Beispiel meinte Er, wenn vorallem in den Späten Abend/Nachtstunden einige Jugendliche hinten sitzen und Er die Vermutung hat das die da was machen könnten. Dann schaut Er mal hin. Sonst eher selten, denn das Auswerten der Bilder gehört nicht zu seinem Job. Dafür hat die Bahn sowie die VGF mit sicherheit Ihr eigen Personal die das machen.

  • >Besser wurde es erst ab etwa 1994 / 95, als die Sicherheitsdienste im
    >Abendverkehr eingeführt wurden.


    Der jetzige Begleitservice vom BSG im ersten Wagen wurde erst um 98/99
    eingeführt. Genaues Jahr weiß ich auch nicht, aber die Einführung von
    diesem erfolgte einge Monate vor dem Endpunktwechsel der Stundentakt
    S3/4 nach Langen/DA. (S3->Langen/S4->DA)


    >Das Beispiel München ( wo 2 Jugendliche einen Rentner
    >zusammengeschlagen haben) hat doch wieder einmal Bewiesen, wie
    >Wichtig Überwachungs Kameras sein können, denn NUR Aufgrund der
    >Videobilder war die Polizei in der Lage die Täter so schnell zu schnappen.


    Aber das Beispiel zeigt auch, daß es ausreicht diese nur auf Bahnsteige zu beschränken - im Normalfall steigen die Täter bei Vorfällen im Zug an
    bahnsteigen aus - und lassen sich so auch identifizieren.


    >Als Beispiel meinte Er, wenn vorallem in den Späten Abend/Nachtstunden
    >einige Jugendliche hinten sitzen und Er die Vermutung hat das die da was
    >machen könnten. Dann schaut Er mal hin. Sonst eher selten, denn das
    >Auswerten der Bilder gehört nicht zu seinem Job.


    Ich frage mich wieso überhaupt ein Anzeigemonitor beim Fahrer befindet -
    das Nutzen von diesem lenkt von seinem Job ab.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Zitat

    Original von Humpty


    Wer soll sich denn bitte Bilder aus ALLEN S-Bahnen und ALLEN Winkeln der Bahnhöfe etc. live anschauen? Da bräuchte man ja eine ganze Turnhalle von Überwachungsmonitoren und Personal!


    Zitat

    Original von Jörg75
    Ich lese hier die ganze Zeit etwas von "Wer soll die Bilder anschauen und Man benötigt ne Turnhalle voller Personal um die Kameras zu Überwachen"?? Warum?? Wer sagt das?? Die Überwachungs Kamera Zeichnet Tag Täglich Ihre Bilder auf.


    flieg50 schreibt: Kameras auch in S-Bahnen + zentrale Überwachung --> Möglichkeit sofort zu reagieren.


    Ich schreibe: Dazu bräuchte man eine Turnhalle von Personal. Die Möglichkeit der Aufzeichnung habe ich natürlich auch gesehen (vgl. mein Folgeposting); davon war aber zunächst nicht die Rede.


    H.

  • Zitat

    Original von Darkside
    Aber das Beispiel zeigt auch, daß es ausreicht diese nur auf Bahnsteige zu beschränken - im Normalfall steigen die Täter bei Vorfällen im Zug an
    bahnsteigen aus - und lassen sich so auch identifizieren.


    Einspruch - tut es nicht, wenn es um solche Nettigkeiten wie den inzwischen alltäglichen Vandalismus während der Fahrt (Scheiben rauslatschen, Eddinggeschmiere, ...) geht.


    Nehmen wir mal an, die Bahnsteige sind kameraüberwacht - und nur diese. Es kommt ein 420-Kurzzug einher, und aus allen drei Wagen steigen Leute aus. Im Mittelwagen wurden irgendwann während der Fahrt Scheiben rausgelatscht - ja, wer war das nun...? Wenn es "gut" kommt, kann man sich nun die Bahnsteigaufzeichnungen von bis zu 26 Stationen (S8, dürfte die meisten Halte aller 420-befeuerten Linien haben) ansehen - und wenn man dann nicht genau weiß, wann die Scheiben rausgelatscht wurden, ist erstmal jeder verdächtig. Außerdem kann es sein, daß die Vandalen erst einige Stationen nach dem Rauslatschen aussteigen, dann am besten noch in einer Station, wo sowieso viel Ein- und Ausstieg herrscht.... schon hat man sehr, sehr schlechte Karten, wenn man sie identifizieren und ihrer habhaft werden will.


    Analog dazu bei anderen Straftaten während der Fahrt. Auch hier kann es durchaus schwierig werden, mit Bahnsteigaufzeichnungen allein die Richtigen herauszufischen und zu erwischen. Deshalb bin ich für Aufzeichnungen auch in den Fahrzeugen. Mich würde ja interessieren, was Stuttgart mit den Aufzeichnungen im 420+ für Erfahrungen gemacht hat...?


    Den anderen Punkten stimme ich freilich zu. Ein "Fernseher" mit Liveübertragung im Führerstand lenkt ab; eine Aufzeichnungsmöglichkeit allein dagegen nicht. (Monitor meinetwegen auch - aber dann so angebracht, daß er nur im Stand bedient und betrachtet werden kann.)

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Du kannst davon ausgehen, daß dort wo Menschenmassen sind sich die
    Vorfälle eher auf Taschendiebstahl als Vandalismus- oder Gewaltdelikte
    beschränken - ich denke schon, daß Bahnsteigkameras völlig ausreichen
    würden.

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    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Zitat

    Original von Darkside
    Du kannst davon ausgehen, daß dort wo Menschenmassen sind sich die
    Vorfälle eher auf Taschendiebstahl als Vandalismus- oder Gewaltdelikte
    beschränken - ich denke schon, daß Bahnsteigkameras völlig ausreichen
    würden.


    Eben nicht!!! Jemandem beim Aussteigen zu filmen würde wohl kaum als Beweiß gelten, wenn es denn wirklich zu einer Verhandlung wegen Vandalismus kommen sollte.

  • Zitat

    Original von s-bahn_schrauber
    Eben nicht!!! Jemandem beim Aussteigen zu filmen würde wohl kaum als Beweiß gelten, wenn es denn wirklich zu einer Verhandlung wegen Vandalismus kommen sollte.



    So sehe ich das auch!! Das Gericht kann nur nachdem Urteilen, was dem "Täter" nachweisbar ist. Und eine Videoaufzeichnung, wo der Täter "bei der Arbeit" gefilmt wird ist nunmal der Beste Beweis. Wird der Täter allerdings nur beim Aussteigen gefilmt kann ich Ihm absolut gar nichts nachweisen. Was auch??


    Ich habe vor einigen Monaten mal in einer Zeitung gelesen, dass es mittlerweise Bewiesen ist, dass in Videobewachten Räumen/Fahrzeugen die Kriminalität bzw der Vandalismus deutlich geringer ist als in Nicht Überwachten Räumen. Und kommt es trotz Kamera zum Vandalismus werden die Täter meist kurze Zeit später geschnappt, während hier in Frankfurt die BP immer nach Zeugen suchen muss, was sehr schwer sein wird, denn keiner will doch was gesehen haben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Jörg75 ()

  • Zitat

    Original von Jörg75
    Wird der Täter allerdings nur beim Aussteigen gefilmt kann ich Ihm absolut gar nichts nachweisen. Was auch??


    Dass er ALS FAHRGAST mit genau DIESEM ZUG gefahren ist - vorausgesetzt, die Aufnahmen wurden nicht vertauscht... :tongue:



    Zitat

    Ich habe vor einigen Monaten mal in einer Zeitung gelesen, dass es mittlerweile Bewiesen ist, dass in Video bewachten Räumen/Fahrzeugen die Kriminalität bzw der Vandalismus deutlich geringer ist als in Nicht Überwachten Räumen.


    Das steht schon länger fest, derartige Lektüre gibt es auch aus anderen Ländern. Hierzulande jedoch ist man von jeher sehr zögerlich damit, aus solchen Ergebnissen auch konkrete Maßnahmen abzuleiten. Man könnte sich ja allzu leicht dem Vorwurf des "Orwellschen Überwachungsstaates" aussetzen, davor gibt es bei uns leider eine gewisse Phobie - und die ist nach "1000 Jahren" Gestapo und rund 40 Jahren Stasi noch nicht einmal unbegründet! Entsprechende Diskussionen hatten wir hier auch schon öfter, z. B. auch im Zusammenhang mit den Überwachungskameras in den damals neuen S-Wagen der Straßenbahn.


    Dennoch würde ich sowohl aus Gründen der persönlichen Sicherheit der Fahrgäste sowie um die hohen Vandalismus-Schäden an den Fahrzeugen selbst zu reduzieren dafür plädieren, solche Systeme in alle Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs einzubauen.


    Begründung:
    Derzeit schätze ich die Gefahr des "Übergleitens" in einen Überwachungsstaat immer [noch] geringer ein, als die aktuell anfallenden volkswirtschaftlichen Folgekosten von Vandalismus oder gar an verletzten Personen, wie sie die jüngsten Beispiele aus der Münchener U-Bahn zeigen (Wird jemand mutwillig zusammen geschlagen und dadurch arbeitsunfähig, so zahlt letztlich nicht nur er/sie, sondern auch der Arbeitgeber/ die Krankenkasse/ wir alle/ die Zeche).


    Wie aber könnte man nun sicher stellen, dass die Kameras für den Fall des Entstehens eines "4. Reiches" sich selbst etwa lahmlegen oder gar zerstören?

  • Zitat

    Original von Darkside
    Ich frage mich wieso überhaupt ein Anzeigemonitor beim Fahrer befindet -
    das Nutzen von diesem lenkt von seinem Job ab.


    Das tut es nicht, die Monitore in den S-Wagen funktionieren nur im Stand und schalten beim anfahren ab.


    Gruß
    tamperer