Neues von der Nordmainischen S-Bahn

  • ....und ohne Planfeststellung auch keine Bauarbeitenm irgendeiner Art.....

    ....auch keine "Vorarbeiten"


    Die Schlagzeile präsentiert den Beitrag....der Inhalt ändert nichts an der unpassenden

    Überschrift.

    Richtig, es wird im Moment weitergeplant als wenn der Fernbahntunnel die Nordmainische S-Bahn nicht tangieren würde, aber gleichzeitig wird im Planfeststellungsverfahren die Entscheidung über die östliche Anbindung des Fernbahntunnel und somit unmittelbare Auswirkungen auf die Nordmainische S-Bahn abgewartet - ganz so wie man das von verantwortungsbewussten und dem Allgemeinwohl verpflichteten Aufgabenträgern und Behörden erwarten würde...

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  • aber gleichzeitig wird im Planfeststellungsverfahren die Entscheidung über die östliche Anbindung des Fernbahntunnel und somit unmittelbare Auswirkungen auf die Nordmainische S-Bahn abgewartet

    Bevor wir da wieder lang und breit drüber diskutieren: hast du dafür eine Quelle? Und nur falls das der Fall sein sollte: hast du dafür eine Quelle, die du aber nicht nennen darfst?


    (Und: was heißt es denn, dass geplant wird, aber mit dem Planverfahren gewartet wird?)

  • Die Vorarbeiten am BÜ Frankfurter Straße in Hanau sind Arbeiten nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz, die brauchen kein PFV, weil die Eisenbahnanlage nicht geändert wird, es wird die kreuzende Straße geändert (aus Ebene 0 in Ebene -1).


  • Ich nehme an. das PFV für die Nordmainische dürfte ohne Fernbahntunnel ganz normal zu Ende geführt werden. Sollte der Fernbahntunnel die Nordmainische in irgendeiner Form tangieren, dann wird es später ggf. wieder geändert werden, wenn man genau weiß was wo und wie geändert werden muss; alles ungelegte Eier, kein Grund die Nordmainische nochmal 20 jahre auf Eis zu legen.

  • Bevor wir da wieder lang und breit drüber diskutieren: hast du dafür eine Quelle? Und nur falls das der Fall sein sollte: hast du dafür eine Quelle, die du aber nicht nennen darfst?


    (Und: was heißt es denn, dass geplant wird, aber mit dem Planverfahren gewartet wird?)

    Beide Fragen muss ich leider mit einem klaren "Nein" beantworten, allerdings ist dies auch ein Nebenschauplatz, denn die eigentliche Frage die wir hier seit Monaten diskutieren ist ob die Planung für den Fernbahntunnel (im Falle einer Entscheidung zugunsten einer nordmainischen Anbindung) jene für die Nordmainische S-Bahn tangieren würde (bspw. indem die S-Bahngleise anders angeordnet und angeschlossen werden müssten) und hierzu verweise ich auf folgendes Interview mit Knut Ringat und Volker Sparman in der FNP (vom 21. September 2020):



    Der zentrale Satz ist natürlich "Nein. Nächstes Jahr wird die Machbarkeitsuntersuchung zum Fernbahntunnel vorliegen."


    Das bedeutet für mich dass man eine Abhängigkeit zwischen der Planung für die beiden Projekte (und insbesondere vom Fernbahntunnel auf die Nordmainische S-Bahn) bestätigt (denn ansonsten wäre es für die Planungen der Nordmainischen S-Bahn irrelevant wann die Machbarkeitsuntersuchung zum Fernbahntunnel vorliegt), auch wenn man nicht davon ausgeht dass das Ergebnis ebenjener Untersuchung die Nordmainische S-Bahn verzögern wird, wofür ich drei Erklärungsmöglichkeiten sehe:


    1. Die Planungen zur Nordmainischen S-Bahn sind noch in einem derart frühen Stadium, dass sich das Ergebnis der Machbarkeitsuntersuchung zum Fernbahntunnel noch problemlos einarbeiten lässt, sodass der Planungsprozess bei einer Entscheidung pro nordmainischer Anbindung des Fernbahntunnels nicht zurückgeworfen würde.

    2. Das mögliche Ergebnis (einer nordmainischen Anbindung des Fernbahntunnel) der Machbarkeitsuntersuchung ist bereits in den derzeit verfolgten Planungsszenarien für die Nordmainische S-Bahn berücksichtigt, sodass der Planungsprozess bei einer derartigen Entscheidung nicht zurückgeworfen würde.

    3. Man hat bereits derart eindeutige vorläufige Ergebnisse für die Machbarkeitsuntersuchung erhalten dass man davon ausgehen kann dass die Anbindung des Fernbahntunnel südmainisch erfolgen und somit die Planungen für die Südmainische S-Bahn nicht tangieren wird.


    Ich glaube nicht dass irgendjemand in diesem Forum in der Lage ist uns aufzuklären welche der drei oben genannten Möglichkeiten die zutreffende ist. Somit bleibt uns nur abzuwarten was passiert wenn das Ergebnis zur Machbarkeitsuntersuchung "nächstes Jahr" vorliegt...

    Einmal editiert, zuletzt von Jojo ()

  • Ich nehme den Ball von baeuchle auf und nenne weitere Details zu dieser Baumaßnahme für die Interessierten im FNF.
    Seit September 2020 ist der BÜ bis zur Fertigstellung Mitte 2023 für den Kraftverkehr gesperrt. Für Fußgänger und Radfahrer wurde neben dem Baufeld ein temporärer BÜ errichtet. Nach der Errichtung von Verbauten im Gleisbereich im September, konnten im Oktober dann Bohrpfähle, Pfahlkopfbalken gesetzt werden um darauf die Hilfsbrücken zu lagern auf denen anschließend die Züge während der gesamten Bauarbeiten ungestört verkehren können. Dazu mussten Gleise zeitweise ausgebaut werden und folglich waren zwei Strecksperrungen Anfang und Ende Oktober zw. Freitagabend und Dienstagmorgen notwendig (Quelle 1, Quelle 2). Im groben der weitere zeitliche Ablauf der Arbeiten: Beginn der Herstellung des Trogbauwerkes, Herstellung der Überführungsbauten der EÜ zw. Oktober 2021 und Januar 2022, Querverschub der Überbauten der EÜ im Februar 2022, Herstellung der Fußgänger- und Radfahrerbrücke nördlich der EÜ zw. Oktober 2022 und April 2023 und in etwa parallel dazu die Ausbau- und Straßenbauarbeiten zw. Januar 2023 und Juni 2023. Wenn alles planmäßig verläuft mündet dies in die Rückabwicklung der Baustelle und Verkehrsfreigabe des Bauwerkes im Juni 2023. Die Seiten 9 - 13 zeigen schematisch das fertige Bauwerk: Projektfolien aus dem Oktober 2020.

    Einmal editiert, zuletzt von main1a ()

  • Hin und wieder gibt es doch mal ein Lebenszeichen, das auf Baufortschritt hoffen lässt. In den üblichen Ausschreibungsportalen hat DB Netz eine nichtverbindlich Bekanntmachung für einen Bauauftrag veröffentlicht. Demnach soll am 1.7.2022 der Auftrag für den Bau der Nordmainischen S-Bahn bekanntgemacht werden.



    Das lässt erwarten, dass in absehbarer Zeit der eine oder andere oder alle drei PFB erlassen werden (würde zugleich bedeuten, dass das Projekt Nordmainische S-Bahn mit dem Projekt Fernbahntunnel nichts zu tun hätte.)

    Einmal editiert, zuletzt von Tommy () aus folgendem Grund: Datum korrigiert

  • Sinn und Zweck der Bekanntmachung ist, dass die potenziellen Auftragnehmer sich zu den Startlöchern begeben, ihr Interesse bekunden können und sich auf die eigentliche Ausschreibung vorbereiten können, die dürfte nämlich recht umfangreich ausfallen.

  • Das lässt erwarten, dass in absehbarer Zeit der eine oder andere oder alle drei PFB erlassen werden (würde zugleich bedeuten, dass das Projekt Nordmainische S-Bahn mit dem Projekt Fernbahntunnel nichts zu tun hätte.)

    Sehe ich genauso. Die zeitliche Nähe dieser Vorankündigung zu den erweiterten Ausschreibungen beim Fernbahntunnel (Stichwort Y-Bauwerk) lässt keinen anderen Schluss zu, als dass der 4-gleisige Richtungsbetrieb bei der Nordmainischen endgültig vom Tisch ist und die im PFV befindlichen Planungen zu den beiden getrennten S-Bahngleisen nicht noch einmal aufgedrösselt werden sondern baulich umgesetzt werden sollen.


    Die zeitliche Nähe ist definitiv kein Zufall. Das klingt sehr nach finaler "Freigabe" durch das BMVI für die nordmainische S-Bahn. Damit wissen auch, dass die nordmainische S-Bahn die höhe Hürde der Wirtschaftlichkeit (NKF) gewuppt hat. Dieses Damoklesschwert schwebte ja auch noch über der nordmainischen S-Bahn wegen der hohen Herstellungskosten für den Tunnelabschnitt.

  • Zumal die Leistungen auch sehr konkret beschrieben werden. Das würde man nicht machen, wenn sich an der Planung noch etwas sehr stark ändern würde.