Bauablauf, Zeitpläne und Finanzierung
Am Montag, dem 8.9.2025 hat das Projektteam von DBInfraGO die Öffentlichkeit im PFA Frankfurt über das Vorhaben informiert; nach den schon lange bekannten Daten über das Vorhaben im Allgemeinen, gab es einige Details zum Bauablauf und dem Rahmenterminplan. In Betrieb gehen soll danach die gesamte Strecke Ende 2032. Die gezeigte Präsentation ist seit heute auch online abrufbar.
Die Nordmainische S-Bahn Bürgerinformationsveranstaltung Frankfurt, 08.09.2025
Aus der Beantwortung von Fragen aus dem Publikum ergaben sich noch Informationen, die aus der Präsentation nicht hervorgehen (Seitenangaben beziehen sich auf die Präsentation)
- seit Mitte Juli 2025 gibt es eine rechtsverbindliche Finanzierungsvereinbarung über 2 Mrd. € (Preisstand Juli 2025), der Bund steuert davon rd. 75% aus GFVG-Mitteln bei, das Land Hessen trägt rd. 25% und einen ganz geringen Anteil trägt die Deutsche Bahn;
- die Abfuhr des Abraums aus dem Tunnelvortrieb, der Startbaugrube und der Station, insgesamt rd. 705.000 t, erfolgt zu 17% per LKW über die Ostparkstrasse , zu rd. 83% per Bahn; noch während das Logistikgleis für den Bahntransport gebaut wird, fällt 2026 und 2027 Aushub von den Bergeschächten und der Stationsbaugrube an, die per LKW über die Ostparkstraße zur A661 gelangen sollen (das sind rd. 17% des gesamten Aushubs); der Aushub aus dem Tunnelvortrieb ab Anfang 2028 wird per Bahn abgefahren. Dazu wird von der EÜ Hanauer Landstraße ein Logistikgleis angelegt, das auf Bahngelände bis zur BE-Fläche führt (Höhe Ostparkstraße 37); (Seite 17 und 14)
- die Stationsbaugrube unter dem Danziger Platz wird ab März 2026 abschnittsweise in Deckelbauweise errichtet (Seite 15), die TVM startet östlich des Danziger Platzes und wird, anders als bei der U5 am Güterplatz, durch die dann bereits vollständig ausgehobene Stationsbaugrube gezogen; erst wird der nördliche Tunnel gebaut, dann die Maschine zurückgezogen für den Bau des südlichen Tunnel; es gibt also am Danziger Platz nicht so hoch stehendes Grundwasser mit entsprechendem Auftrieb und Wasserdruck auf den Baugrubenverbau wie am Güterplatz; deshalb kann die TVM durch die offene Stationsbaugrube hindurchgezogen werden.
- die TVM wird in etwa zwei Jahren von der Baufirma Implenia bestellt werden (Fabrikat ist noch offen, kann Herrenknecht sein, aber auch ein ggf. auch chinesisches Konkurrenzprodukt; das entscheidet Implenia nach technischen auf wirtschaftlichen Kriterien); auch der Hersteller der Tübbings steht noch nicht fest;
- im Bereich Riederwald wird es keinen „nordmainischen“ LKW-Verkehr über öffentliche Straßen geben (Am Riederbruch, Am Erlenbruch), die Bahn hat sich von der Parallel-Baustelle Riederwaldtunnel völlig entkoppelt und wickelt ihr Bauvorhaben über Baustrassen auf Bahngelände ab;

- am Ende der Vegetationsperiode im Oktober beginnt die Rodung der Bäume auf und um den Danziger Platz (Seite 16), danach beginnen die Rammarbeiten für den Baugrubenverbau des Bergeschachts und der Station.
- der PFB ist nicht beklagt worden, es hat im PFV auch kaum private Einwendungen gegeben, insgesamt scheint die "Nordmainische" ein "gemochtes Vorhaben" mit hoher Akzeptanz zu sein.
Alle Grafiken: DBInfraGO



