Regionaltangente West


  • Die Notwendigkeit für BOStrab-Fähigkeit will mir weiterhin nicht einleuchten. Als Argumente kenne ich bisher:

    • Bahnunterführung Heerstraße. Da das Betriebsgleis zur Zentralwerkstatt ohnehin die Straße quert, kann man es problemlos ein paar Meter straßenbündig führen, das derzeitige Gleis wird RTW-Gleis. Östlich der Unterführung ist eine Trennung überhaupt kein Problem.
    • Mainquerung über die Leunabrücke. Bisher hat mir niemand erklären können, wie das am Höchster Bahnhof angeschlossen werden kann. Die Führung über die Werksbrücke West ist da viel naheliegender.


    Bleibt höchstens eine Einfädelung am NWZ, falls diese überhaupt vorgesehen ist.


    Am besten wäre also, man baut es komplett für S-Bahn-Wagen - oder zumindest S-Bahn-kompatible, aber biegsamere Wagen, falls man engere Kurvenradien braucht.


    Wenn aber nicht, dann ist beachtenswert, dass fast alle angefahrenen S-Bahn-Stationen derzeit noch 76 cm Bahnsteighöhe haben, was mit 80 cm recht gut kompatibel ist. Der Unterschied könnte durch die ohnehin für den Breitenunterschied notwendige Brücke ausgeglichen werden. Problem ist, dass alle S-Bahnen auf 96 cm optimiert sind und man früher oder später wird umbauen wollen. Vielleicht kann man sich dabei mit einem Bahnsteigdrittel begnügen.

    Gu-te Freun-de kann man trennen, sagt der Duden, und Fall kommt vor dem Hochmut.

  • Zitat

    Original von naseweiß
    Ist denn schon klar, für was für ein Fahrzeug geplant wird?


    Ich nehme an, daß für ein Stadtbahn ähnliches Fahrzeug geplant wird. Die Kurvenradien können so kleiner sein.

  • Zitat

    Original von Reinhard
    Die Notwendigkeit für BOStrab-Fähigkeit will mir weiterhin nicht einleuchten.


    Für die bisher geplante Strecke werden hauptsächlich S-Bahn-Strecken, stillgelegte Strecken oder neu zu bauende Strecken benötigt. Aber: Man sollte sich die Erweiterung des Systems (RTO, Volllkreis und Ringbahn) offen halten. Dafür könnte man z.B. in Bad Homburg über die U2 weiterfahren u.v.m.
    Dafür sollte man sich nicht mit einer Fahrzeugentscheidung die Möglichkeiten verbauen.
    Außerdem wurde die Fahrzeugfrage schon einmal in einer Studie untersucht, bei der ein stadtbahnähnliches Fahrzeug am besten abgeschnitten hat. Vielleicht findet man die noch irgendwo im Netz, ansonsten PN an mich, dann kann ich die Datei auch schicken.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

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  • Laut FAZ von heute (Rhein-Main-Zeitung, S. 51) hat der Kreistag am Montag die Übernahme von RTW-Planungskosten von 255.000 € durch den HTK beschlossen. Erwähnt wird, daß Bad Homburg weitere 186.000 € beisteuere, der Taunus also doppelt zur Kasse gebeten werde, offen bleibt aber, ob das schon beschlossen ist.


    Offenbar gehts irgendwie voran, aber es folgt sogleich der Wink mit dem Zaunpfahl: der Landrat des HTK wird dahingehend zitiert, dass die Kostenaufteilung für die Planung auf die späteren eigentlichen Investitionen nicht angewendet werden könne. X(


    Das heißt im Klartext, dass das Projekt eine Hängepartie bleibt, denn wenn schon die schlichte Gründung einer Planungsgesellschaft über drei Jahre braucht, wie soll das erst werden, wenns an die Details geht.

  • Jaaaa, es geht voraaaaaan:


    Zitat

    ....innerhalb der nächsten drei Jahre die Grundlagen für die Planfeststellung und Finanzierung zu schaffen. Bei positiver Entscheidung kann der Baubeginn im Jahr 2014 liegen und die Betriebsaufnahme im Jahr 2018 erfolgen.


    Mal schau'n, ob in 10 Jahren tatsächlich die Eröffnungsfahrt stattfindet.
    Bei den vielen Bremsern die an der zukünftigen Strecke wohnen, sehe ich da eher die Eröffnung in 20 Jahren.


    Da wäre das Teilstück zwischen NWZ und der U6. Ohne, dass eine Entscheidung zur Ortsumgehung Praunheim gefallen ist, passiert da nix.
    Über die Ortsumgehung wird nun bereits seit ca. 40 Jahren diskutiert.
    Die Bewohner des Steinbacher Hohls befürchten zusätzlichen Lärm.
    Im Beriech nördlich von Sossenheim sind doch bereits irgendwelche Naturschützer auf den Plan getreten.
    Jetzt sind wir gerade einmal ca. 15 km weit gekommen, auf dem Rest der Strecke werden sich noch ausreichend Bedenkenträger finden X(

  • Zitat

    Original von K-Wagen
    Da wäre das Teilstück zwischen NWZ und der U6. Ohne, dass eine Entscheidung zur Ortsumgehung Praunheim gefallen ist, passiert da nix.


    Ja, wahrscheinlich wird das so sein.


    Sinnvoll wäre es die Strecke möglichst parallel zur Autobahn zu führen. Notfalls macht man den Anwohner die Sache mit eine Lärmschutzwall schmackhaft, bliebe wieder das leidige Thema Geld. Ich sehe besonders Probleme bei der Anbindung ans NWZ. Mir erscheint es wenig sinnvoll eine Strecke zu bauen, auf der alle halbe Stunde ein Zug in einen Tunnel fährt und sonst nicht genutzt werden kann. Vielleicht wäre eine Umfahrung von Niederursel besser, so daß man von der dort die Strecke der Riedberg U-Bahn ins NWZ nutzen könnte. Es bleibt nur das Problem Urselbachtal übrig, was sich auch nur wieder mit viel Geld lösen ließe.

  • Ich kenne die Streckenführung bei Sossenheim leider nicht, aber schützen wollen die Leute da ein wichtiges grünes Naherholungsgebiet mit relativ natürlichem Gewässer, Spielplatz und Hundewiese - begrenzt von Häusern und Autobahn. Das kann ich verstehen.

  • Zitat

    Original von MdE
    Ich kenne die Streckenführung bei Sossenheim leider nicht, aber schützen wollen die Leute da ein wichtiges grünes Naherholungsgebiet mit relativ natürlichem Gewässer, Spielplatz und Hundewiese - begrenzt von Häusern und Autobahn. Das kann ich verstehen.


    Da soll aber die RTW nicht entlangt geführt werden. Für Sossenheim ist die Trasse der Sodener Bahn vorgesehen. Leider ist diese Strecke nur eingleisig. Südlich von Eschborn gibt es hauptsächlich Felder. Mir fällt nur das Arboretum als schützenswertes Naherholungsgebiet ein, aber das liegt auf Schwalbacher, Eschborner und Sulzbacher Gemarkung.

  • Zitat

    Original von John2
    Südlich von Eschborn gibt es hauptsächlich Felder. Mir fällt nur das Arboretum als schützenswertes Naherholungsgebiet ein, aber das liegt auf Schwalbacher, Eschborner und Sulzbacher Gemarkung.


    Das Arboretum ist von dem Verlauf der geplanten Strecke wie auch von einer Strecke direkt nördlich der A66 deutlich entfernt.

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    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Leider tragen teils fehlende Sachlichkeit, die überstarke Komprimierung aller Bilder und die fehlende Übersicht auf der Webseite nicht zum Verständnis für die BI bei. Allerdings ist gut, dass man dort auch die Antworten von RMV, Planungsverband und Stadt nachlesen kann.
    Nach dem alten Plan und der BI verläuft die Trasse etwas weiter im Grünstreifen, während sie nach der Antwort vom Planungsverband parallel zur Autobahn verlaufen soll. Mit der neuen RTW-Gesellschaft klärt sich das nun hoffentlich.

  • Zitat

    Original von f-zz
    Es geht um den Sossenheimer Nordanschluss, und darum, wie man zur Sodener Strecke kommt.
    Aber seht selbst.


    Danke! Ich wusste schon, welches Gebiet gemeint war, konnte mir aber nicht vorstellen, dass nur so ein dämlicher Schlenker den Unmut erregt.


    Wieso man sich bei diesem lächerlichem Problem nicht einigen kann? Die Trasse direkt bündig an die Autobahn, dadurch verliert man max. einen 10 m breiten Streifen dieses Erholungsgebiets, es wird aber nicht mehr zerschnitten. Auf die Baurechtsänderung für dieses mikrige Grundstück desses Umlandsverbands sollte schleunigst verzichtet werden und für die Autobahnquerung kann man eine Tunnellösung ansetzen, wobei diese Brücke vermutlich das geringste Problem ist. Die Station Michaelstr ist daurch nur knapp 100 m weiter von der Bebauung entfernt. Da sie so und so sich in Randlage befindet ist das ziemlich egal.

  • Zitat

    Original von f-zz
    Es geht um den Sossenheimer Nordanschluss, und darum, wie man zur Sodener Strecke kommt.


    Aber seht selbst.


    Oh je, diese Streckenführung wird meist in den Zeichnungen zur RTW unterschlagen. Ich ging davon aus, daß man die Strecke komplett nördlich der A66 führt und dann die Sodener Bahn benutzt. :( So ist der Unmut zu verstehen.

  • Zitat

    Original von John2
    Ich ging davon aus, daß man die Strecke komplett nördlich der A66 führt und dann die Sodener Bahn benutzt.


    Eine Trasse nördlich der A66 ist schwieriger als es aussieht, weil dort unmittelbar parallel zur Autobahn eine 110 KV-Freileitung, eine Hauptgasleitung und eine Hauptwasserleitung verlaufen; die müssten komplett verlegt oder die RTW-Trasse noch weiter nach Norden verlegt werden, also sehr weit weg vom Ortsrand Sossenheim. Macht das Sinn?