Regionaltangente West

  • Da bisher noch keiner darauf geantwortet hat, die Diskussion aber weiterläuft, möchte ich meine Frage von gestern wiederholen:


    Der Nordweststadt-Ast hatte doch irgendwas mit dem NKF der RTW zu tun. Wie war das nochmal genau?


    Die RTW hat nur dann einen NKF größer 1, wenn der NW-Ast gebaut wird?
    Falls ja, müsste die aktuelle Situation ja fatale Konsequenzen haben ...


    Oder war das doch irgendwie anders?

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

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  • für ein zusätzliches Signal im U9-Ast reicht angeblich die Gleislänge nicht


    Kann ich als Laie nicht nachvollziehen. Aber vielleicht unterschätze ich die Mindestabstände zwischen dem Signal und der Weiche. Kann da jemand die Vorschriften nennen? Notfalls stellt man die Signale eben so eng, dass ein 4-Wagen-Zug bei Halt am zweiten Signal auch noch den vorigen Blockabschnitt belegt, aber wenigstens würde die U9 die Strecke räumen können (und wenn man die Idee mit Flügelung der RTW nach Bad Soden umsetzt, auch die RTW).


    Aber auch hinter Wiesenau gibt das ein ganz schönes Gequetsche.


    Wieso? Zwischen Herzbergstr. und Rosa-Luxemburg-Str. passen doch locker ein oder zwei genügend lange Gleise auf die Südseite, wenn man den Fußweg entsprechend weiter nach Süden verschiebt.


    Zitat


    In der Hauptsache kann ich mich nur meinen "Vorschreibern" anschließen: Was soll der Quark, die RTW in Niederursel/Wiesenau sozusagen vorzeitig enden zu lassen??!! Dann kann man es auch gleich bleiben lassen, diesen Ast zu bauen.


    Die Hauptabsicht ist, eine Umsteigeverbindung zum Riedberg herzustellen. Auch nach Bonames / Nieder-Eschbach ist es interessant. Trotzdem denke ich, ein Anschluss des NWZ wäre sehr sinnvoll.

    Glaubst Du einem Wörterbuch, in dem man Müll nicht trennen kann, wohl aber gu-te Freun-de?

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  • Notfalls stellt man die Signale eben so eng, dass ein 4-Wagen-Zug bei Halt am zweiten Signal auch noch den vorigen Blockabschnitt belegt, aber wenigstens würde die U9 die Strecke räumen können (und wenn man die Idee mit Flügelung der RTW nach Bad Soden umsetzt, auch die RTW).

    Gibt es dort Blockabschnitte? Ich weiß nicht, welche Stellwerkstechnik dort verbaut ist. Aber da dort normale Fahrsignale ("Balkensignale") stehen, glaube ich nicht, dass dort auf Zugsicherung sondern auf Sicht gefahren wird. Sonst würden dort doch "richtige" Signale stehen wie auf der Strecke zwischen Tunneleinfahrt vom Nordwestzentrum und Ginnheim.

  • Gibt es dort Blockabschnitte? Ich weiß nicht, welche Stellwerkstechnik dort verbaut ist. Aber da dort normale Fahrsignale ("Balkensignale") stehen, glaube ich nicht, dass dort auf Zugsicherung sondern auf Sicht gefahren wird. Sonst würden dort doch "richtige" Signale stehen wie auf der Strecke zwischen Tunneleinfahrt vom Nordwestzentrum und Ginnheim.


    Es wird soweit ich weiß auf Sicht, aber trotzdem mit Zugsicherung gefahren (d.h., die Zugsicherung gibt's zwar, man kann sich aber nicht drauf verlassen. Indizien dafür sind die "Vor"-Signale vor den Abzweigen Niederursel und Kalbach, die auch nur Balkensignale sind, aber genauso wie Blocksignale (etwa das 526 H10 auf der Maybachbrücke) den Halteabschnitt vor dem Stumpf befahrenen Abzweig decken.

  • Am Gleisdreieck wird auch auf Sicht gefahren, daher die Balkensignale ... Absicherung im Prinzip wie an einer Ampel-Kreuzung ... die Magnete für die Fahrsperre sind vielleicht fünf Meter vor den Signalen, die ja ebenfalls kaum mehr als das von den Weichen wegstehen; also von Durchrutschweg kann da definitiv nicht die Rede sein ...


  • Wieso? Zwischen Herzbergstr. und Rosa-Luxemburg-Str. passen doch locker ein oder zwei genügend lange Gleise auf die Südseite, wenn man den Fußweg entsprechend weiter nach Süden verschiebt.


    Dann schau dir das doch mal genau an: Man muss dieses Gleis ja erst mal aus der Strecke ausfädeln, was auch Platz braucht. Insgesamt ist dort in der Länge weniger Platz vorhanden als im Krautgartenweg (hinter Niederursel). Ich sage nicht, dass es nicht geht. Aber dann könnte man genausogut nochmals über Niederursel nachdenken.

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  • Die Hauptabsicht ist, eine Umsteigeverbindung zum Riedberg herzustellen. Auch nach Bonames / Nieder-Eschbach ist es interessant. Trotzdem denke ich, ein Anschluss des NWZ wäre sehr sinnvoll.


    Seit wann? Und wer sagt das? Die Hauptabsicht des Nordweststadt-Astes war es sicherlich nicht, eine Umsteigebeziehung zum Riedberg herzustellen. Das mag allenfalls jetzt für diesen Niederursel-Stummel gelten.


    Und wenn man das wirklich will, dann sollte man lieber überlegen, ob man nicht aus dem Abzweig Niederursel ein Gleisdreieck Niederursel macht, so dass die RTW auf den Riedberg hinauf (und ggf. weiter bis Eschbach) fahren kann. Das hielte ich für weitaus sinnvoller.

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  • multi fragt:


    Zitat

    Seit wann? Und wer sagt das?


    Seit man von der ursprünglichen Trasse abgerückt ist, hat die RTW Gesellschaft ermittelt, dass eine Umsteigemöglichkeit in Niederursel fast mehr Fahrgäste (vom Riedberg) der RTW bringt, wie die ursprüngliche Variante NWZ.


    multi weiter:

    Zitat

    Die Hauptabsicht des Nordweststadt-Astes war es sicherlich nicht, eine Umsteigebeziehung zum Riedberg herzustellen...


    Nein sicherlich nicht. Wahrscheinlich hatte man das Fahrgastpotenzial vom Riedberg gar nicht auf der Rechnung. Nun wird aus der Not eine Tugend gemacht.


    multi schlägt vor:

    Zitat

    , ob man nicht aus dem Abzweig Niederursel ein Gleisdreieck Niederursel macht, so dass die RTW auf den Riedberg hinauf (und ggf. weiter bis Eschbach) fahren kann. Das hielte ich für weitaus sinnvoller.


    Wurde auch schon diskutiert. Es würde die Station "Niederursel" für die RTW entfallen. Topologisch eine Herausforderung für die Inginieure, die sicherlich einen Weg finden würden der richtig was kosten würde. NWZ wäre dann endgültig von der RTW abgehängt.

    Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

  • Topologisch eine Herausforderung für die Inginieure, die sicherlich einen Weg finden würden der richtig was kosten würde.


    Vielleicht doch eher topographisch? ;)


    Was ist aus den Riedberg-Überlegungen für die RTW geworden. Auch schon verworfen?
    Ist davon so gar nix in die Presse gekommen?

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  • >Seit man von der ursprünglichen Trasse abgerückt ist, hat die RTW Gesellschaft ermittelt, dass eine
    >Umsteigemöglichkeit in Niederursel fast mehr Fahrgäste (vom Riedberg) der RTW bringt, wie die ursprüngliche Variante NWZ.


    Da fragt sich ob das auf Basis des Netzes so wie es jetzt ist durchgeführt wurde (Fahrplanlage/Takt der U9) oder
    ob da auch geprüft wurde wie das aussehen würde, wenn es eine Stadtbahnverbindung zwischen Ginnheim und
    Bockenheimer Warte gibt? Dann gibt es einen dichteren (umsteigefreien) Takt zwischen Riedberg und dem NWZ.

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  • Was ist aus den Riedberg-Überlegungen für die RTW geworden. Auch schon verworfen?
    Ist davon so gar nix in die Presse gekommen?

    Es gab einfach nie sinnvolle Varianten. Dreieck Niederursel scheitert daran, dass es

    • Aufwändig ist
    • Die Fördermittel der Riedbergstrecke gefährden könnte
    • Keine Verknüpfung mit der U3 ermöglicht (dazu bräuchte man eine neue Haltestelle westlich Niederursel; dafür wiederum etwa 100 Meter ebene Strecke)


    Die andere "Alternative" war eine neue Urselbachbrücke direkt neben der A5. Das war schon von vorneherein ziemlich albern und wohl nur auf den feuchten TräumenPhantasien der Niederursel-Anreiner basierend (die mehr Lärm befürchten): Zu teuer, keine sinnvolle Anbindung an irgendwas und letztlich mit nicht genug Verkehrsaufkommen.

  • Dreieck Niederursel scheitert daran, dass es

    • Aufwändig ist
    • Die Fördermittel der Riedbergstrecke gefährden könnte
    • Keine Verknüpfung mit der U3 ermöglicht (dazu bräuchte man eine neue Haltestelle westlich Niederursel; dafür wiederum etwa 100 Meter ebene Strecke)


    Danke für die Info. Ein paar Nachfragen und Anmerkungen:


    Zum Aufwand:
    Das ist sicherlich Ermessenssache. Wenn man sowieso schon auf die U3-Strecke einschwenkt (wie derzeit in Überlegung), dann braucht es nur eine Ausfädelung aus dieser Strecke, eine kurze Verbindungskurve zur Riedbergstrecke und eine Einfädelung in diese Strecke, möglichst noch vor der Brücke über die Rosa-Luxenburg-Straße. Das finde ich nicht so viel und nicht so aufwendig. Das Relief, o.k., etwas aufwendiger als auf einer flachen Ebene. - Ach Gott! Wenn ich sehe, was für die RTW andernorts geplant wird: Turmbahnhof in Eschborn Süd, Überwerfungsbauwerke an diversen Stellen, zweites Gleis für den Bahndamm in Höchst usw. Dann sollte diese kleine Spange mit ihren paar Weichen jetzt nicht das große Hindernis sein!


    Zu Födermitteln:
    Ist das deine persönliche Mutmaßung, eine offizielle Befürchtung seitens irgendwelcher Behörden oder eine offizielle Drohung seitens des damaligen Fördermittelgebers? Falls diese Gefahr realistisch sein sollte, ist das mal wieder ein Schildbürgerstreich. Damit würde die Riedbergstrecke doch nur aufgewertet! Ein Projekt, für das man vor einigen Jahren Gelder bekommen hat, wird an einer kleinen Stelle für einen Bruchteil des seinerzeitigen Gesamtbetrages verändert. Und dadurch wird das Projekt noch besser. Und zur Strafe dafür soll man Fördergelder zurückzahlen??!! "Die Spinnen, die Römer!"


    Zur U3-Verknüpfung:
    Die U3-Verknüpfung ist doch komplett entbehrlich. Und wenn ich das sage, will das was heißen (siehe meinen Avatar)! Die RTW bekommt doch einen Homburger Ast mit Halt am Oberurseler Bahnhof. Von der Hohemark kommend steigt man einfach da um. Dürfte auch schneller sein als ein Umstieg in Niederursel (meine Mutmaßung). Von Bommersheim und Weißkirchen Ost dann eben rauf nach Oberursel fahren und nicht runter nach Niederursel. Kommt zeitlich vermutlich etwa auf's Gleiche raus, evtl. 2 Minuten länger (wieder meine Mutmaßung). Also dieses Argument zieht für mich nun überhaupt nicht!

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  • In aller Kürze: Aufwand: Ansichtssache, aber wohl tatsächlich dem Nutzen nicht angemessen (sagt Valussi). Fördermittel: Aussage von Valussi. U3: "Sowas wollen wir auf keinen Fall bauen; wenn wir schon eine betriebliche Verknüpfung haben, muss die auch ordentlich sein". Ebenfalls paraphrasiert von Valussi.

  • Mal eine Frage zum Fahrzeugkonzept:


    - Ist schon bekannt, ob man bei der Variante 15kv Wechselstrom und Diesel bleibt oder hat man sich doch wieder für 15 kv Wechselstrom und 750 Volt Gleichstrom entschieden?

  • Ole:

    Zitat

    ob man bei der Variante 15kv Wechselstrom und Diesel bleibt


    Oh, das ist mir neu. Das würde ein gutes Stück Oberleitungsbau ersparen, die Sache billiger machen.
    Nachteil,- wenn es zu der Niederursel Variante kommen sollte und eine Gleisverknüpfung im Erdbeerfeld U6 / RTW angedacht wäre,
    wäre eine Weiterführung der U6 nach z.B. Niederursel - Heddernheim kaum möglich.
    Wenn das erst die Anwohner in Niederursel erfahren,- "stinkende & dröhnende" Dieselmotoren..... ;)

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  • Wäre eine Ausrüstung für 750 Volt DC und Diesel nicht sinnvoller? Dort wo Strecken gemeinsam genutzt werden sollen, fahren doch bereits jetzt Dieselfahrzeuge oder täusche ich mich?

  • zip-drive:

    Zitat

    Wäre eine Ausrüstung für 750 Volt DC und Diesel nicht sinnvoller?


    Nein, die 15kv Strecken sind bereits alle unter Fahrdraht. Bei den 750 Volt Strecken handelt es sich ausnahmslos um Neubaustrecken.
    Wie ich schrieb, wird es dann preiswerter, wenn man dort Fahrdraht verzichtet.

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  • Was ist das wieder für ein Unfug? Planen die das ernsthaft? Vor einem Jahr bekam ich von der RTW-Leuten ganz viele Infos aus erster Hand. Da war von diesem ganzen Gemurkse noch keine Rede. Und jetzt das:

    • evtl. abschnittsweise Dieselbetrieb
    • Aufgabe eines vorgesehenen Trasse wegen einer "Zwischennutzung", die sich festgefressen hat
    • Aufgabe der Strecke Niederursel---NWZ wegen fehlender Signale im bestehenden Gleisdreieck Wiesenau
    • Angst vor Rückzahlungsforderungen bei Umbauten am Gleisdreieck Wiesenau oder am Abzweig Niederursel
    • evtl. "provisorisches" Ende der RTW im Feld eines künftigen Gewerbegebietes vor den Toren der Stadt

    Tschuldigung, aber sowas macht das Projekt doch zur Lachnummer!


    zip-drive: 750 V + Diesel ist auf jeden Fall weniger sinnvoll, da alle für die RTW vorgesehenen Bestandsstrecken (außer im Bereich Niederursel---NWZ) mit 15 kV ausgerüstet sind. Ich schätze, dass das 70-80% der Gesamtstrecke ausmacht. Da müsste man dann überall mit Diesel fahren mit all den bekannten Nachteilen (schlechte Beschleunigung etc.).

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  • Tschuldigung, aber sowas macht das Projekt doch zur Lachnummer!

    Naja, die RTW ist in meinem Bad Homburger Freundeskreis ohnehin schon eine Lachnummer. Wir sagen dazu: "Die RTW wird in 20 Jahren fertig sein, auch dann wenn wir in Rente gehen."