Die spinne, die Offebäscher!

  • Also entweder bin ich da zu einfach gestrickt, oder zu pedantisch, aber ich denke, wenn schon verschiedene Unternehmen in einer Stadt Busse fahren, sollten sich wenigstens alle an die gleichen Regeln halten.


    Mir geht es dabei besonders um ein Erlebnis aus der Linie 103, die wir Frankfurter gnädigerweise ja aus dem "feindlichen Ausland" in unser Gebiet einfahren lassen. Wenn man allerdings schon hier zu Gast ist, sollte man sich da auch entsprechend verhalten.
    Als ich neulich vom Festplatz zum Kaiserlei fahren wollte, und auf die Idee kam, mal die "feindliche Linie" zu benutzen, mußte ich feststelle, daß es offenbar nicht wichtig ist, wo der Bus fährt, sondern wo er herkommt. Bei meinem Versuch, hinten einzusteigen (es war tagsüber, in Frankfurt kein Problem, sondern zur Unterstützung der Fahrplantreue sogar wünschenswertes Verhalten), wurde ich vom Busfahrer erstmal auf einer mir nicht verständlichen Sprache zusammenstaucht. Irgendwie mischten sich da die Brocken "vorne" und "Fahrkarte" dazwischen. Auf meine Entgegnung, daß es ja noch Mittag sei, und nicht Abend, kamen wieder nur unverständliche Worde.
    Selbst nachdem ich meinen Fahrschein vorgezeigt hatte, ging die Pöbelei noch weiter....


    Sorry liebe Offebäscher, wenn Ihr solche Aushängeschilder als Repräsentanten nach Frankfurt schickt, müßt Ihr Euch nicht über Eure "Beliebtheit" wundern. Hier in Frankfurt wird nunmal nur abends beim Fahrer eingestiegen und die Fahrkarte gezeigt. Tagsüber gibt es das hier nicht! Egal, ob da VGF, Alpina, Sippel oder sonst was auf dem Bus steht! Kann ja sein, daß Ihr das in Eurem kleinen unbeugsamen Dorf macht - aber wir machen es hier nunmal nicht, und dementsprechend ist Otto Normalfahrgast es nicht gewohnt!


    Isch habe fertig.


    [SIZE=7]Wer den in diesem Beitrag mit wahrem Kern in hoher Dosierung enthaltenen Sarkasmus und augenzwinkernden Lokalpatriotismus nicht findet, und jede Formulierung für bare Münze nimmt, ist selbst schuld. Ich habe nichts gegen Offenbach, immerhin kommt der Name dieser Stadt in meiner Adresse vor, und ich war da sogar in der Schule. Aber solche Busfahrer sind trotzdem nicht gut fürs Geschäft. (Außer vielleicht fürs "große Geschäft", aber das gehört hier nicht her. :D[/SIZE]

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Das kenn ich auch von den RKH-Linien auf dem Bündelchen. Selbst der Hinweis, dass "traffiQ" auf dem Bus vorne drauf steht, hilft da nicht, wenn man vorne aussteigen will. "Da is roter Aufkleber, du darfst nicht"... :rolleyes:

  • Hast du den riesen Aufkleber nicht bemerkt, auf dem "Einstieg vorn" steht?
    In Offenbach ist es, wie in Kassel auch, üblich vorne beim Fahrer einzusteigen und seinen Fahrausweis vorzuzeigen, die hinteren Türen sind nur zum aussteigen gedacht. Das soll Schwarzfahrer abschrecken, ich finds zwar auch bescheuert, insbesondere wenn an der 101 am Marktplatz eine Riesenschlange vorm Bus ist, aber da kann man wohl nichts machen. Ist ja wohl auch nich so schlimm für die “armen” Frankfurter, zumal die 103 nur an 4 Haltestellen in Frankfurt hält und sich in diesem Abschnitt auch nie ein Stau an der Einstiegstür bilden wird.

  • Zitat

    Original von mgct-1
    Hast du den riesen Aufkleber nicht bemerkt, auf dem "Einstieg vorn" steht?


    Nö. Das einzige, worauf ich achte, ist, daß es sich um die richtige Linie zum richtigen Ziel handelt. Vielleicht sollte man die Aufkleber leuchtgelb machen, wie die für die Türstörungen. Aber dann würden die ja auch nicht mehr auffallen.


    Zitat

    In Offenbach ist es, wie in Kassel auch, üblich vorne beim Fahrer einzusteigen und seinen Fahrausweis vorzuzeigen, die hinteren Türen sind nur zum aussteigen gedacht.


    Das mag ja sein, daß das in Offenbach so üblich ist. In Frankfurt ist es das aber tagsüber definitiv nicht. Die Haltestelle "Eissporthalle/Festplatz" ist definitiv in Frankfurt. Und wenn ich in Frankfurt in einen Bus einsteige, kann es mir als Normaler ÖPNV-Nutzer herzhaft egal sein, ob der Bus jetzt eigentlich aus Frankfurt, aus Offenbach oder aus Timbuktu kommt. Die können ja "da drüben" gerne machen, was sie wollen, aber in Frankfurt ist die Regelung nunmal eine andere. Immerhin haben "wir" damals ja in "unseren" Straßenbahnen auch "deren" Entwerter mit uns rumgeschleppt und "deren" Fahrscheine verkauft. Man hätte ja auch damals einfach sagen können "Die Straßenbahn ist aus Frankfurt, also brauchste Frankfurter Fahrkarten. Auch wennse auf Offenbacher Gebiet fährt". ;-)

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • ...hmm, also wie hier schon mehrfach angepriesen: ich BUSFAHRER, kein Fahrkartenkontrolleur. Da ich aber auch relativ oft in RKH Fahrzeugen sitze, interessiert mich das aber auch da relativ sekundär, ob die Leute mit oder ohne, vorne, hinten oder von mir aus auch durch die Dachluke einsteigen, egal ob ich in F, OF, DA, HU oder in Hinnerquetschemombach fahre!

    MfG Streckentrenner

  • Zitat

    Original von MainTower
    Das schon, aber traffiQ-Recht bricht OVB-Recht, oder sehe ich da was falsch?


    Ich weiß nicht ob man das so sagen kann.
    In Offenbach verlangt die LNO schließlich auch nicht von den Busunternehmen,
    die die Regionalbuslinien betreiben, nur die vordere Tür als Einstiegstür zu nutzen.
    Außerdem fährt die OVB die Linie 103 ja auch nicht im Auftrag der traffiQ, oder etwa doch?

  • Also die Kreisverkehrsgesellschaft OF hat sich inzwischen (schon seit Wehnert-ETI-Zeiten) der OVB angepasst. Bei allen Regionalbuslinien (Wehnert, Vineta, RKH/ VU ja sowieso) muss man an der ersten Tür einsteigen und die Fahrkarte unaufgefordert vorzeigen.
    Hat sich aber auch so eingebürgert, daß das automatisch geht bei den Fahrgästen, und das im gesamten Kreisgebiet Offenbach, u.a. auch bei Alpina (Neu-Isenburg) oder diversen Stadtbussen.
    Viele Fahrer schauen aber nicht drauf, denen könnte man auch irgendeine Fahrkarte im richtigen Format hinhalten, hauptsache das RMV-Logo ist erkennbar.
    Über den Sinn oder Unsinn an der ersten Tür einzusteigen, kann man natürlich diskutieren. Nur am Frankfurter Südbahnhof öffnen die Fahrer von Wehnert meist die hintere Tür, wenn viel los ist (Berufsverkehr).

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • ... ich denke, man hätte es auch anders schreiben können und nicht in diesem abwertenden Ton.
    Irgendwie scheint der Main in allen Belagen die Meinungen zu teilen (Fussball etc.). Find ich schade und ich bin weder Offenbacher noch Frankfurter und des is auch gud so :-)


    Ich denke dies ist kein Grund sich so aufzuregen, sorry, kann ich nicht verstehn.


    In dem Sinne gutes Vorrankommen in Nahverkehr, ob per Bus oder Bahn oder sonst wie, ob per VGF oder OVB...

    "Die Bahn kommt - besser spät als nie"

  • Zitat

    Original von EiB
    ... ich denke, man hätte es auch anders schreiben können und nicht in diesem abwertenden Ton.


    Lies doch mal das Kleingedruckte! :D


    Zitat

    Irgendwie scheint der Main in allen Belagen die Meinungen zu teilen (Fussball etc.). Find ich schade und ich bin weder Offenbacher noch Frankfurter und des is auch gud so :)


    Zwischen mir und Offenbach liegt nicht der Main Nur die Autobahn. Ich bin Sackhäuser! (Auch wenn ich momentan im Exil bei den "Krautärschen" (Oberrad) wohne... :D

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Zitat

    Original von MainTower
    Horschemal mei Bub. E Frankfodder is e Frankfodder und die tun die Oxxebäscher net leide tun. Des is so und des bleibt so. :D


    Ist doch schön, dass sich Frankfurter und Offenbacher wenigstens darin einig sind, sich gegenseitig nicht leiden zu können :-P

  • Was soll das Geschrei wegen Offenbach - uns beide verbindet doch der Maa´ mit guten Radwegen und den S-Bahn-Linien S 1, S 2 und S 8 / 9, und am Offe´bacher Hafen 2 gehe ich sogar ganz gern mal Kaffee trinken.


    Der wahre Feind Frankfurts ist Eschborn : Schon im 14. Jahrhundert haben Eschborns Raubritter ehrbare Frankfurter Kaufleute überfallen, und seit dem 20. Jahrhundert rauben sie uns die Gewerbesteuerzahler, nur weil sie zufällig am Autobahnkreuz Frankfurt-Nordwest platziert sind. Schließlich schickten sie sogar 1998 Roland Koch nach Wiesbaden, um nicht nur Frankfurt, sondern ganz Hessen zu ruinieren, Groß-Eschborn natürlich ausgenommen. Und zuletzt haben sie uns auch noch die Börse geklaut.


    Also, hört uff´, auf Offe´bach rumzukloppe´ ! Tun wir uns lieber zusamme´und machen gemeinsam Eschborn platt ! :D Eine geeignete Nutzung des Eschborner Gebiets hätte ich auch schon : Betriebshöfe für die OVB, die VGF, Connex-Alpina, Sippel und schließlich noch die geplante RTW ! :D :D :D

  • Och, dann lieber die Fusion zwischen O**enbach und Eschborn erzw..., äh, herbeiführen, damit hätte OF endlich gesunde Finanzen und Eschborn könnte sich auch mal mit einem "Superstar" schmücken. :P

  • Deswegen sagt man ja auch
    Der liebe Gott erschuf im Zorn erst Offebach und dann Eschborn.


    (Oder so ähnlich.)

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Bin neulich auch mit der 103 gefahren, da scheinen mehrere ehemalige OVB-MANs unter Regie von Bonifer zu fahren. Ist wohl eine Maßnahme um Geld zu sparen. Einerseits den alten Bus losbekommen, andererseits aber auch noch Leistungen zu "verkaufen".
    Die Fahrer von Bonifer sind auch nicht das Wahre, vergleichbar mit Alpina .......
    Immerhin sinds aber MAN und keine Volvos oder Sorarien :D :D

  • Ein freundliches Hallo an all die netten Forumsuser,


    na da hat aber jemand Ahnungsloser genau den richtigen Wortlaut gefunden!!!



    Gottseidank arbeiten die Frankfurter - und Offenbacher Verkehrsbetriebe über Jahrzehnte hervorragend kollegial zusammen und verstehen sich bestens.


    Was juckt es die Eichen, wenn sich ein scheinbar armseliges Wildschwein an ihnen kratzt.



    Freundliche Grüße aus Rhein-Main
    Strabusoldino

  • Ich kenne nur vom Schulbus die Aufschrift nach 20 Uhr vorn beim Fahrer einsteigen. In Linienbussen hab ich, egal ob es da zu lesen war, eigentlich immer die Fahrkarte vorgezeigt, meistens wurde das nur mit einem freundlichen "Ja, is gut" abgewiesen. Egal ob in Frankfurt, Wiesbaden oder z.B. Friedrichsdorf. So ein überaus freundlicher Fahrer ist mir zum Glück dabei noch nicht begegnet ;)


    Thema Zuständigkeit und Eigenregelungen: Warum darf eigentlich die VGF die Fahrradmitnahme in der U-Bahn in der HVZ genrell verbieten, auch wenn der Zug total unausgelastet ist (vor allem U2/U3 jenseits Heddernheim), obwohl der RMV die Mitnahme, sofern Platz ist, generell erlaubt? Und bleibt das auch mit den U5-Wagen und deren Mehrzweckbereich so? Wobei dem RMV das wohl egal ist, denn die HLB ist hier der einzige Betreiber, der seine Züge außen mit einem gut sichtbaren Fahrrad markiert.

  • Zitat

    Warum darf eigentlich die VGF die Fahrradmitnahme in der U-Bahn in der HVZ genrell verbieten, auch wenn der Zug total unausgelastet ist (vor allem U2/U3 jenseits Heddernheim), obwohl der RMV die Mitnahme, sofern Platz ist, generell erlaubt?


    Früher gabs in Karben auch Busfahrer die die Fahrradmitnahme verweigert haben. Öffters sogar mit gebrülle und lautem geschrei.