Der Streckenbau rückt in greifbare Nähe.
Wollen wir hoffen, dass die Nähe nicht nur greifbar ist, sondern dass auch tatsächlich gegriffen wird…
Der Streckenbau rückt in greifbare Nähe.
Wollen wir hoffen, dass die Nähe nicht nur greifbar ist, sondern dass auch tatsächlich gegriffen wird…
Anlässlich der Info-Veranstaltung der HSF zum Stand der RTW am gestrigen Abend war der Referent, RTW-GF Horst Amann, aus dem Publikum zum Stand der Dinge in Bad Homburg gefragt worden. Die Antwort war ernüchternd: der Baubeginn kommt so spät - und könnte sich auch noch verzögern - weil das Vorhaben so wie bisher genehmigt nicht gebaut werden kann. Im Prinzip bleibt es so, aber in der Bauausführung erwiesen sich etliche Annahmen, vor allem zum Baugrund, als nicht haltbar. Das zieht z.B. tiefere Gründungen, dickere Bohrpfähle nach sich, stabilere Bodenplatten, was sich auf Volumina der Bauwerke auswirkt, auf endlos viele Details, so dass sich am Ende die Frage stellt, ob der PFB Bestand haben kann und Änderungen im Wege der Plangenehmigung möglich sind, oder ein Änderungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich ist. Das wirkt sich natürlich auch auf den Bauablauf aus. Bisher nicht geplant sind Weichenverbindungen auf der Strecke vor Gonzenheim. Es fehlt bisher ein Weichentrapez, das bis vor kurzem noch niemand auf dem Schirm hatte, weil es Änderungen im Betrieb der Endstelle geben muss. Alles hängt mit allem zusammen.
Das ganze geht natürlich mit erheblichen Kostensteigerungen einher (sowieso schon, aber dadurch noch mehr), bei denen sicher die Frage kommt, ob die Zuschussgeber bei der Stange bleiben; die Stadt Bad Homburg ist fein raus, weil ihre Kostenbeteiligung gedeckelt ist, aber offen ist, was das Land sagt (der Wirtschftsminister heißt nicht mehr Al-Wazir). Immerhin sollen die Leitungsverlegungen und Vorarbeiten wie geplant anfangen.
In meiner Wahrnehmung klang das ziemlich dramatisch, obwohl Hr. Amann sonst immer einen unerschütterlichen Optimismus austrahlt.
Danke für die Infos! Auch wenn sich die Planungszeiten inzwischen gefühlt auf geologische Zeiträume ausdehnen, so ein Baugrund ändert sich ja nicht einfach, auch nicht in den letzten Jahrzehnten. Wie kann es da dann zu solchen Irrtümern kommen? Siehe auch Bf Friedrichsdorf.
^ ^ Danke für die Infos.
Sollte ein PFV nicht so etwas verhindern, oder prüft das Regierungspräsidium ob die eingereichte Planung nur konform den Vorschriften ist?
Flexiblerer Betrieb der Endhaltestelle, wurden die betrieblichen Bedarfe nicht ausreichend kommuniziert?
Die Genehmigungsplanung ist weniger als eine Entwurfsplanung; das RP prüft nicht Statik, Bewehrung, Gründungstiefe, Längsneigung von Entwässerungsrohren usw. das alles sind Fragen der Bauausführung und Teil der Werkplanung; früher wurde das noch nicht einmal vom Vorhabenträger erarbeitet, sondern den ausführenden Baufirmen überlassen; heute wird es vom Vorhabenträger weitgehend geplant, um die erforderlichen Mengen und Massen für eine Ausschreibung der Arbeiten ermitteln zu können.
Was die Endstelle angeht, sind betriebliche Änderungen wohl einem anderen Bauablauf (z.B. Zufahrten zur Baustelle, Tiefe von Baugruben, Rückverankerungen usw. geschuldet.
… tunnelklick hat dieses Thema im September 2009 gestartet. 15 Jahre Planung ohne Ergebnis. Das zeigt umso mehr, welche Leistung die Generation unserer Großeltern vollbracht hat. Ohne die Vorleistung in den 60er und 70er Jahren hätte Karlsruhe mehr U-Bahn als Frankfurt (mit Bad Homburg).
Die Politik muss endlich das Thema ÖPNV-Ausbau ernst nehmen und nicht nur Radwege im Oederweg aufmalen.
Ich kann nur die Lektüre von „Stadtbahn Frankfurt am Main“ empfehlen. Da sind die Baufortschritte in kurzer Zeit beschrieben.
… tunnelklick hat dieses Thema im September 2009 gestartet. 15 Jahre Planung ohne Ergebnis.
Populistisches Gebabbel. Die "Planung" ist schon lange durch. Wenn die Stadt Bad Homburg ihr Baurecht nicht unmittelbar wahrnimmt, hat das noch gleich was mit "Planung" zu tun?
Populistisches Gebabbel. Die "Planung" ist schon lange durch. Wenn die Stadt Bad Homburg ihr Baurecht nicht unmittelbar wahrnimmt, hat das noch gleich was mit "Planung" zu tun?
Rhetorische Nebelkerze, wie üblich. Seine Beschwerde verfolgte nicht das Ziel der Reputationsminderung der Planung oder Planer an sich. Leicht erkennbar für jeden, der es erkennen will
Die Politik muss endlich das Thema ÖPNV-Ausbau ernst nehmen
Wenn die Stadt Bad Homburg ihr Baurecht nicht unmittelbar wahrnimmt
Ich glaube, genau darum geht es ihm.
Da wäre der Einstieg in die Debatte mit dem Ziel, die Bremser in der Politik nicht länger ungehindert damit davonkommen zu lassen und politischen Druck auf die auszuüben. Egal ob in HG, aktuell N-I oder Frankfurt.
Für dich dagegen scheint merkwürdigerweise das der Ausstieg, als wenn politische Verschleppung eine Naturerscheinung wäre.
Aber schön: Die Reputation des Begriffs "Planung" hast du heldenhaft vor übler Nachrede gerettet. Heroisch!
Nun, Herr Amann meinte auch, so ganz allgemein "Politik kills Projekt. ![]()
Alles geplant, alles ganz toll, dann kommen die Politiker mit ihren wenns und abers und es dauert eben etwas läääänger.
So werden Steuergelder verschleudert.....Projekt geplant, dann nicht gebaut weil Politiker nichts macht.
Weiss nicht....aber ich wähle nicht damit man die von mir eingezogenen Steuergelder vom Gewählten
sinnlos verschleudert werden.....
-> also bei der nächsten Wahl überlegenwelche Liste man wählt
(Hinweis die "Alternative" schätze ich neber dem anderen Problem das die mit sich bringt genauso
verschwenderisch ein)
Ich weiß nicht, ob das hier der passende Platz ist, aber ich wage mal einen Blick zurück: der PFB Nr. 1 für die A-Strecke von der Humser Str. - bis zum Volksbildungsheim am Eschenheimer Turm umfasst 2 Blatt Papier, keine Anlagen. Der Erläuterungsbericht umfasst sechs Seiten, sechs Lagepläne, 1 Plan Tunnelquerschnitt, keine Anlagen in Gestalt von Gutachten usw.. (ich habe ihn selbst gesehen und bin fast vom Glauben abgefallen...)
Zum Vergleich: der PFB Nr. 78 für die U5 (Pl.d.R - Europaviertel) umfasst 178 Seiten, wovon über 10 Seiten Inhaltsverzeichnis und Abkürzungsverzeichnis sind und stellt Pläne im Umfang von 12 Ordnern fest. Der Erläuterungsbericht umfasst über 220 Seiten. Je größer das Vorhaben, desto umfangreicher das Material, der Ausbaubeschluss für den Frankfurter Flughafen von 2006 umfasst über 4.000 Seiten und Pläne in entsprechendem Umfang fest (60? 80? 100? Leitzordner).
Zwischen PFB Nr. 1 und Nr. 78 liegen rd. 50 Jahre, in denen natürlich allerhand passiert ist. Der Hauptgrund für die Dehnung der Verfahren sind die Anforderungen, die an das Verfahren im allgmeinen gestellt werden. Mit der gesetzlichen Verankerung des Umweltschutzes ab Mitte der 1970er Jahre, mit jedem Schaden, der eingetreten ist, ging sozusagen einher die Einführung des Vorsorgeprinzips (= Vermeidung von Risiken und Gefahren). Bei großen planfestzustellenden Bauvorhaben (betr. Fernstraßen, Wasserstraßen, Eisenbahnen, Straßenbahnen, Kraftwerke aller Art, bestimmte Industrieanlagen u.v.m.) musste überlegt werden, welche Auswirkungen sie auf die gesetzlich geschützten Rechtsgüter haben (Boden, Wasser, Luft, Flora, Fauna, Mensch...) , es mussten zunehmend Risiken ermittelt und abgewogen werden (bestimmte Bauverfahren, verwendete Materialien, technisches Regelwerk zu Elektro, Brandschutz, Bau- und Betrieb der Anlagen,...); all das muss verschriftlicht werden und nachprüfbar sein. Abwägungsfehler hat die Rechtsprechung sanktioniert. Untersucht man die einzelnen gesetzlichen Regelungen, ist jede einzelne für sich grundvernünftig und nachvollziehbar, aber in der Summe erweisen sie sich als so erdrückend, dass man geneigt ist, sie abzuschütteln zu wollen.
Beispiel: der A-Tunnel wurde im Trockenen gebaut, d.h. es wurde auf voller Länge Grundwasser bis auf eine Tiefe von Unterkante Baugrube abgesenkt. In einem Korridor von bis zu ca. 200 m beiderseits der Tunnelachse und auf einer Lä#nge von über 2 km ist es zu massiven Setzungen und Trockungsschäden gekommen. Der Grundwasserspiegel hat sich im Lauf der Jahr zwar wieder normalisiert, aber die Schäden an Gebäuden und Vegetation waren groß. Das Thema hat bei Planung und Bau des A_Tunnels kein Rolle gespielt, aber auch gar keine. Heute ginge das gar nicht, wegen des stark verschärften Wasserrechts ("Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen".
Ein weiterer Grund ist die Öffentlichkeit, die sich damals nicht in dem Maße in das eingemischt hat, was die Verwaltung tat. Heute wird alles hinterfragt, alles ist transparent, jeder fühlt sich berufen "beizutragen", die Verwaltung wird angefeindet, muss sich erklären und rechtfertigen; die ausufernden Verfahren dienen in viel größerem Maße der rechtlichen Absicherung, als das früher der Fall war.
Vor diesem Hintergrund verlangen die Genehmigungsbehörden ein Übermass an Unterlagen für selbst völlig unwichtige und unproblematische Dinge. Im Moment beginnt das Pendel ein bißchen zurückzuschwingen, bestimmte Maßnahmen sind nicht mehr planfeststellungsbedürftig, Verfahren werden gestrafft, der Rechtsschutz verkürzt, der Fachkräftemangel zwingt zu neuen Überlegungen. Aber klar ist, zu den Verhältnissen in der 1960er Jahren kehren wir nicht zurück.
Rhetorische Nebelkerze
Ich finde es schon ironisch, dass mit diesen Worten ein Beitrag verteidigt wird, der in einem Bad Homburger Projekt Fahrradwege im Oeder Weg anbringt. Der OB, der das Projekt in Bad Homburg durch eine völlig unnötige Bürgerbefragung deutlich zurückgeworfen hatte, ist nicht in der Partei, die in Frankfurt Radwege einrichtet (das war dessen Vorgänger, unter dem die heiße Phase des Planfeststellungsverfahren gelaufen ist), sondern in der Partei, die in Frankfurt gerne mal Straßenbahn gegen Kitas ausspielt.
Also, Nebelkerzen aus, bitte.
Rhetorische Nebelkerze, wie üblich.
Nö. Alleine die Aussage "was unsere Großeltern geschafft haben" ist eine komplette Verkennung der Tatsache, dass damals z. B. völlig ohne Rücksicht auf die Umweltauswirkungen (d. h. Natur, Einwohner etc.) gebaut und geplant wurde. Ich weiß daher nicht, was - aus Sicht auf alle Teile - so toll daran sein soll, was diese Generation sich damals so ausgedacht hat. Aber bitte, jeder wie er mag.
tunnelklick besten für Deine Erläuterungen. Habe ich gerne gelesen.
Holger Koetting leider wie so oft im Ton vergriffen. Einfach keine Wertschätzung. Passiert öfter. Haben Sie sich nicht selbst eine Netiquette gewünscht?
Letztlich zählt das Ergebnis. Und das Ergebnis ist schwach bei Ausbau des ÖPNV in Frankfurt. Ich meinte mit „Generation“ unserer Großeltern, sorry für diese Verkürzung, die jeder versteht, dass die Entscheider der 60er und 70er Jahre schnell entschieden haben und schnell zur Umsetzung brachten. Das Thema Planrecht wurde bei Querung Fehrmarnbelt (ja, ich weiß ist nicht Frankfurt) verglichen. Planrechtsbeschluss von Dänemark im Vergleich zum Deutschen. Irgendwas unter 30 Seiten zu um die 1.000.
Ja, es ist schwieriger geworden Großprojekte zu realisieren in Deutschland. Aber andere deutsche Städte (HH, MUC) schaffen es.
Und es ist meine Meinung zum Frankfurter Schienennetz mit Anbindung des Umlandes. Es steht der Ausbau des Radwegenetzes im Vordergrund, nicht Ausbau durch Investitionen für U-/Strassenbahnen.
Wie ich darauf komme: dann schaut Euch die Fortschritte bei den Verlängerungen von U2, U5 und Lückenschluss U1/U4 an.
Zu Bad Homburg. Wie kann eine Planung bis Lph 4 mit PLR komplett untergehen? Wie viele Experten haben da drüber geschaut? Das sind doch alles Profis. Was passt denn nicht mehr?
Heute wird alles hinterfragt, alles ist transparent, jeder fühlt sich berufen "beizutragen", die Verwaltung wird angefeindet, muss sich erklären und rechtfertigen; die ausufernden Verfahren dienen in viel größerem Maße der rechtlichen Absicherung, als das früher der Fall war.
Was ich aber bis auf das Anfeinden und den Absicherunszwang prinzipiell gut finde, in vernünftigem Maße. Kommunikation ist eben wichtig, niemand ist frei von Fehlern und hat perfekte Situationskenntnis (was etwas anderes als Fachwissen ist). Schließlich ist es ja in Niemands Sinne, dass Probleme wie z. B. die erwähnten beim A-Tunnel nochmal passieren.
Ja, es ist schwieriger geworden Großprojekte zu realisieren in Deutschland. Aber andere deutsche Städte (HH, MUC) schaffen es.
Du meinst z. B. die Elbphilharmonie? BER? S21? So als Blick in andere Städte...
Eine Sache, die man nicht vergessen sollte: Ja der Aufwand für ein Planfeststellungsverfahren ist enorm angewachsen und ja es kann sich 2-3 Jahren ziehen um von Beginn des Verfahrens bis zum rechtswirksamen Beschluss zu kommen ABER: Das ist nichts im Vergleich zum "politischen" Vorlauf bevor es überhaupt zu dem Verfahren kommt. Es braucht im Prinzip nichts außer einen Beschluss des Magistrats und eventuell ein Gutachten zur Förderfähigkeit, dass so was teilweise sich Jahrzehntelang hinzieht bis auch die letzte Option keine Entscheidung zu einem Projekt zu treffen zu müssen ausläuft: DAS ist das wirkliche Problem.
Holger Koetting leider wie so oft im Ton vergriffen. Einfach keine Wertschätzung.
Richtig. Da sind wir beim Thema "Wie man in den Wald hineinruft". Ist ja nicht so, dass das nur ein einmaliger Fehlgriff war. Es kommt immer nur die gleiche Platte.
Aber vielleicht missverstehen wir Sie ja komplett. baeuchle hat bereits auf die merkwürdige Verquickung zwischen Radwegsmalerei in Frankfurt und der Verschleppung eines Projekts in Bad Homburg, das mit Frankfurt (außer der angedachten Betriebsführung) rein gar nichts zu tun hat, und das durch Homburger Politiker ausgebremst wird, hingewiesen. Vielleicht erklären Sie uns da einmal den konkreten Zusammenhang (und zwar genau in diesem Kontext, also U2 Bad Homburg und Oeder Weg und nichts anderes). Und wenn Sie das schlüssig erläutern können, warum Radwege in Frankfurt ein ausschließlich durch die Nachbarkommune betriebenes Bauprojekt beeinflussen, werde ich selbstverständlich um Entschuldigung bitten. Wenn nicht, und davon müssen wir wohl ausgehen, bleiben Ihre Beiträge als Trollerei in Erinnerung.
Bei der U2 geht endlich wieder etwas voran.* Neben verschiedenen Artikeln zu digitalen Projekten wird auf der Homepage vermeldet, man habe die Entwurfsplanung fertiggestellt. Zudem hat man die neuen Kosten ermittelt und das Projekt scheint immer noch einen KNF >1 aufzuweisen.
Nun müssen weitere Gelder in der Stadtverordnetenversammlung bewilligt werden und die Anträge an Bund und Land sind offenbar auch schon ´raus.
Ich denke, jetzt, wo es mit der RTW vorangeht, tut dieser (dann) Lückenschluss umso dringender Not. Dass die Leitungspersonen bei RTW und U2 identisch sind, muss da kein Nachteil sein.
*besser gesagt: Man kann endlich von außen einen Fortschritt wahrnehmen.
^ Die Kosten können steigen, wie sie wollen, das ändert das NKV nicht, weil Kosten nicht nach realen Preisen kalkuliert wurden, sondern nach Preisen von 2016; das ist dem Wesen der Standardisierten Bewertung immanent.
Mit etwas Abstand ist mir klar geworden, dass die Bahn auch deshalb teurer werden wird, weil man aufwändigere Bauten vorsehen muss - die Vorschriften und offenbar auch die Verhältnisse an der Strecke haben sich geändert. Das mindert das NKV.