Bad Homburg: Verlängerung der U2

  • Ist wirklich ein interessanter FAZ-Artikel... Mit anderen Worten, man hat im Prinzip weder Baurecht, Geld und womöglich auch nicht die Unterstützung der Stadt Bad Homburg für den Tunnelbau und fängt schon mal an, die Verkehrsinfrastruktur in Gonzenheim stillzulegen. Und man kennt es von früher, was erstmal zerstört ist, kommt meist nicht wieder. Wird spannend, wie es in Bad Homburg weiter geht...

  • Und man kennt es von früher, was erstmal zerstört ist, kommt meist nicht wieder. Wird spannend, wie es in Bad Homburg weiter geht...

    In Frankfurt hat es Tradition Unfug zu planen, und noch mehr Unfug zu bauen. Sollte diese Verlängerung kommen wie geplant, und erfolgreich sein, scheitert sie an sich selbst. Wenn Bad Homburg nicht mitspielt, hat man die Strecke noch ein Stück weiter zurückgebaut.

  • Der Rückbau in Gonzenheim ist doch Teil des Gesamtprojekts. Wenn es dafür kein Geld geben sollte (was ich für faktenfreies Geunke halte), wäre auch für den Rückbau des Bestandes kein Geld da. Dann würde die Betriebspflicht für den genehmigten Bestand erzwingen, dass Gonzenheim weiter bedient wird. Es liegt nicht im Belieben der VGF, der Stadt Bad Homburg oder sonstwem, mal eben einen Streckenabschnitt stillzulegen.

  • Ist wirklich ein interessanter FAZ-Artikel... Mit anderen Worten, man hat im Prinzip weder Baurecht, Geld und womöglich auch nicht die Unterstützung der Stadt Bad Homburg für den Tunnelbau und fängt schon mal an, die Verkehrsinfrastruktur in Gonzenheim stillzulegen.


    Was für ein Unsinn! Abgesehen davon, dass der Link auf einen FNP-Artikel verweist, eine Finanzierungsvereinbarung liegt bereits seit 2020 vor. Der PFB, der das Baurecht vermittelt, wurde am 25.1.2016 erlassen, er besteht fort und wird lediglich in zwei Punkten (Wasserrecht und bauzeitliche Auflassung der Station Gonzenheim) geändert. Die Stadt Bad Homburg ist durch die Finanzierungsvereinbarung und den mit der Stadt Frankfurt/VGF geschlossenen Vertrag jedenfalls so lange gebunden, wie diese Verträge bestehen. Dass die Stadt Bad Homburg davon zurücktreten möchte, steht nicht in Rede. Es ist derartigs auch nicht zu erwarten, weil die Stadt Bad Homburg von Kostensteigerungen nicht betroffen sein wird. Ihr Kostenanteil ist auf 20,89 Mio € gedeckelt und dafür wurde eine Rücklage gebildet.

  • Wenn es dafür kein Geld geben sollte (was ich für faktenfreies Geunke halte), wäre auch für den Rückbau des Bestandes kein Geld da.

    Na ja, Fakt ist, dass die Verlängerung oder besser gesagt die zurück Verlängerung der Bahn von Gonzenheim nach Bad Homburg (zumindest bis zum Bahnhof) seit Mitte der 1980er Jahre geplant, umgeplant, verworfen wird und man sich dann 2005 auf eine Vorzugstrasse geeinigt hat. Deren Planung wurde 2011 beim RP eingereicht und 2016 erging der Planfeststellungsbeschluss, der wiederum beklagt wurde. Zwischen Planfeststellungsbeschluss und heute sind schon wieder 9 Jahre vergangen. Wäre von allen Seiten das Interesse größer, hätte man doch schon viel früher bauen können. Wenn also aktuell einerseits kein endgültiger PFB, andererseits seitens der Stadt Bad Homburg die Zusage von Mitteln für den Bau, von der Verabschiedung des eigenen Haushalts und der Zusage von Bund und Land zur Bereitstellung von Fördermitteln abhängt, was wiederum von einer immer noch nicht vorliegenden NKU abhängt, ist die Finanzierung mitnichten gesichert. Wenn Sie das als "faktenfreies Geunke" bezeichnen, weiß ich nicht so recht, wie ich das einordnen soll, zumal aktuell die Gelder seitens des BMV für die Generalsanierungen der DB um mindestens 5 Jahre gestreckt werden. Und falls sich der eigentliche Baubeginn weiter verzögern sollte, dabei die politischen Kräfte andere werden (Kommunalwahl 2026) kann sich die Umsetzung auch ganz schnell mal bis zum St. Nimmerleinstag verschieben. Und die Betriebspflicht kann bei fehlender Infrastruktur wohl kaum mit Schienenfahrzeugen eingefordert werden. Schließlich fährt man also bis zum verschobenen Baubeginn SEV - Who cares? Würden Sie ihr Haus abreißen, wenn Sie für den geplanten Neubau weder Baugenehmigung, noch Geld sicher haben?

    Einmal editiert, zuletzt von U24ever ()

  • Wer sagt, das es keinen vollziehbaren („gültigen“) PFB gibt? Baurecht gibt es seit 2016, seit dem Bürgerentscheid in 2019 ist auch klar, das die Stadt HG „im Boot“ ist.
    Was in aller Welt haben die Bahnsanierungen mit der U2 zu tun?


    Eine NKU liegt natürlich auch vor, nur ist es üblich, diese nach Jahren zu aktualisieren. Da sich durch die Planänderungen nicht das Vorhaben ändert, sondern nur eine bauzeitliche Verkürzung der Strecke und ein wasserrechtlicher Belang, wird eine aktualisierte NKU nichts an der Förderfähigkeit ändern.

  • Wenn es dafür kein Geld geben sollte (was ich für faktenfreies Geunke halte), wäre auch für den Rückbau des Bestandes kein Geld da.

    Das Problem ist: Wie geht es mit dem eigentlichen Neubau weiter? Wenn das ganze nicht in trockenen Tüchern ist (PFB reicht da leider nicht aus), läuft man Gefahr, dass man hier mittendrin aufhört. Dann fehlt möglicherweise das Geld, um den Zustand davor wiederherzustellen.

  • Das Problem ist:

    Du liest nicht richtig. Wenn es kein Geld gibt, gibt es auch keinen Rückbau. Wenn es Geld gibt und angefangen wird, sind trockene Tücher vorhanden und das Projekt darinnen.


    Aber wo ich dabei bin:

    Sollte diese Verlängerung kommen wie geplant, und erfolgreich sein, scheitert sie an sich selbst.

    Das ist wahrscheinlich eine Wiederholung deiner schon früher getroffenen Falschaussage (hier z.B.), dass die aktuelle Planung keine Taktverdichtung < 15 Minuten zuließe. Ist aber immer noch eine Falschaussage. (Siehe z.B: hier.)

  • Die Frage von U24ever, ob ich mein Haus abreißen würde, wenn ich für den geplanten Neubau weder Baugenehmigung, noch Geld sicher hätte, kann ich klar beantworten: nein würde ich nicht. Muss ich aber auch gar nicht. Übertragen auf die U2-Verlängerung ist es nämlich so, dass sowohl die Baugenehmigung als auch die Finanzierung "in trockenen Tüchern" sind.


    Wirft man mal einen Blick in den Haushaltsplan der Stadt Bad Homburg für die Jahre 2025 und 2026 (beschlossen am 19.12.2024), findet man darin ab S. 903 die Wirtschaftspläne der Bad Homburger Eigenbetriebe und Eigengesellschaften, wie z.B. der Stadtwerke, des Betriebshofes, der Kurbetriebe, des Seedamm-Bades und eben auch der SBHG (ab S. 1190).


    Darin lesen wir, dass die SBHG für ihren eigenen (sehr kleinen) Geschäftsbetrieb, die Geschäftsbesorgnung durch die RTW, Gutachterkosten usw. im Jahr 2025 rd. 8,8 Mio € ausgegeben darf und wird. Wir lesen ferner den Mittelbedarf in der 5-Jahresplanung (S. 1195), wonach ausgegeben werden in


    2025: 8.820.286 €

    2026: 20.082.775 €

    2027: 35.091.209 €

    2028: 41.458.991 €

    2029: 37.535.896 €


    Man kann dort auch lesen, woher diese Mittel kommen, nämlich vom einzigen Gesellschafter der SBHG, der Stadt Bad Homburg, deren Einzahlungen zu 95% aus Fördermitteln bezuschusst werden. Wir lesen ferner, dass in diesem Jahr bereits 1,3 Mio € an Baukosten verausgabt wurden (sind in besagten rd. 8,8 Mio enthalten).


    Also Leute, entspannt euch mal.

    3 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Übertragen auf die U2-Verlängerung ist es nämlich so, dass sowohl die Baugenehmigung als auch die Finanzierung "in trockenen Tüchern" sind.

    D-II war auch komplett in trockenen Tüchern, und es wurde nicht gebaut. Wenn nun beständig Meldungen aufkommen, dass Zweifel angemeldet werden, oder bestimmte Gruppen unzufrieden sind, dann kann das schnell auch anders ausgehen. Das Risiko ist real.

  • Bereits am 5.11. titelte die FNP U-Bahn-Verlängerung: Spatenstich am 9. Dezember. Kernpunkt ist die Beschleunigung des Gesamtvorhabens (Hervorhebung von mir):

    Zitat

    Nicht nur die Bad Homburger Politik wartete gespannt auf das Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) für den beschlossenen Weiterbau der U-Bahn von Gonzenheim zum Bad Homburger Bahnhof. Die Untersuchung – beziehungsweise das Vorliegen der Förderbescheide – ist eine der Voraussetzungen dafür, dass das Stadtparlament endgültig grünes Licht für das Projekt geben kann.


    Nachdem der Magistrat am Montag zugestimmt hat, kommt nun eine Vorlage in die Gremien, die diesen Beschluss anpasst und einen früheren Baubeginn ermöglichen soll. Denn die Zielgerade, auf der sich die NKU seit mehreren Monaten befindet, ist offensichtlich länger als zunächst angenommen.

    Soweit zum politischen Interesse.


    Ferner liest man zum Umbau Ober-Eschbach (mit Bezug auf 7./10.11.):

    Zitat

    Am Freitag endet die Frist, in der sich Firmen für Weicheneinbau und Kabeltiefbau vor der provisorischen Endhaltestelle melden können. Bis Montag können Angebote für den Oberleitungsbau und die Weichenheizung abgegeben werden.

  • Zitat

    FNP:

    Ein Spatenstich bedeutet jedoch nicht, dass sofort mit dem Tunnelbau begonnen wird. Zunächst wird eine Versorgungsleitung des Wasserbeschaffungsverbands in Gonzenheim verlegt; außerdem stehen vorbereitende Arbeiten in Ober-Eschbach an.

    Das kann dauern, wie man an der Baustelle der RTW nördlich von Praunheim sieht, seit fast 3 Jahren wird dort an der Verlegung der Wasserleitung gebaut.

    Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

  • Am 6.2.2026 beginnt in Gonzenheim der Rückbau der bestehenden Endhaltstelle mit Einrichtung der Baustelle und ein paar Vorarbeiten (Beweissicherung z.B.), ab März dann werden die Bahnsteige, Fahrleitung, Fundamente, Oberbau und Planum ab- und ausgebaut, d.h. im Mai ist nichts mehr von der Haltestelle zu sehen.