Europaviertel: U5-Verlängerung

  • Immer mit der Ruhe! Die dritte und vierte Station werden doch genannt:

    • Dritter Haltepunkt ist der geplante zentrale "Europagarten" im Europaviertel
    • die letzte Station liegt dann am westlichen Ende des "Europa-Boulevards", der zentralen neuen Straße des Stadtteils

    Das "westliche Ende" ist am Messeparkhaus. Dass die Haltestellen noch keine Namen haben können, ist klar, schließlich gibt es im westlichen Teil noch keine offiziellen Straßennamen.


    Die 2 Kilometer dürften ein Fehler sein, ansonsten müsste der Bebauungsplan 850 nochmal geändert werden.

  • Zitat

    Original von Torben
    Immer mit der Ruhe! Die dritte und vierte Station werden doch genannt:

    • Dritter Haltepunkt ist der geplante zentrale "Europagarten" im Europaviertel
    • die letzte Station liegt dann am westlichen Ende des "Europa-Boulevards", der zentralen neuen Straße des Stadtteils

    Das "westliche Ende" ist am Messeparkhaus. Dass die Haltestellen noch keine Namen haben können, ist klar, schließlich gibt es im westlichen Teil noch keine offiziellen Straßennamen.
    ...


    Wenn ich den Rahmenplan Europaviertel richtig interpretiere, hört die dritte Station vor dem Park auf, die letzte beginnt am Ende des Parks. Das würde ja auch passen, da es dann einen Stationsabstand von 400 bis 600 m geben wird, je nach genauer Lage der Stationen.

    Einmal editiert, zuletzt von Ole ()

  • Zitat

    Original von Ole
    Wenn ich den Rahmenplan Europaviertel richtig interpretiere, hört die dritte Station vor dem Park auf, die letzte beginnt am Ende des Parks. Das würde ja auch passen, da es dann einen Stationsabstand von 400 bis 600 m geben wird, je nach genauer Lage der Stationen.


    Mit der dritten Station liegst du richtig. Die vierte liegt wohl eher noch ein Stück weiter westlich und endet in Höhe der Eppenhainer Straße. Gegenüber von der Eppenhainer Straße gibt es auch eine Straße, die dann aber 90 Grad nach Osten abknickt. An dieser Ecke knickt aber auch ca. 45 Grad eine Gehwegverbindung ab, die zum Messeparkhaus führt. Dort wird wohl ein Fußgängerüberweg hinkommen, der Parkhaus und Haltestelle auf kurzem Wege verbindet.


    Wo und weshalb die Strecke an die Oberfläche geführt werden soll, ist mir aber unklar, denn laut Bebauungsplan endet die Strecke unterirdisch. Westlich vom Streckenende gilt der Bebauungsplan auch noch und die dortige Fläche ist komplett als "private Grünfläche (Ausgleichsfläche)" ausgewiesen. Ok, die VGF könnte sich das Grundstück kaufen und Rasengleis pflanzen, dann wären die Bedingungen vielleicht erfüllt. :D

    3 Mal editiert, zuletzt von Torben ()

  • Und so müsste der Verlauf des Tunnels im westlichen Teil aussehen:



    Vergrößerung (ca. 1,1 MB)


    svb = Quelle: Bebauungsplan
    rot = eigene Ergänzungen


    Die beiden Stationen lassen sich nicht wirklich auf den Meter genau positionieren. Aber eines dürfte klar sein: An dem westlichen mit "U-Bahn / metro" beschrifteten grauen Kasten ist defintiv keine Station möglich, da die Tunnelbreite an dieser Stelle nicht ausreichend ist. Außerdem müsste die B-Ebene ziemlich tief liegen, da unmittelbar südlich die Rampe des Straßentunnels liegt. Ich habe mir daher erlaubt, diesen Eingang durchzustreichen.

  • Noch eine Ergänzung: Aufgrund der geringen Breite von nur etwa 12,50 m im Bereich des Parks, ist davon auszugehen, dass der Tunnel dort in offener Bauweise mit rechteckigem Querschnittsprofil entsteht. Eine bergmännisch gebaute Tunnelröhre hat einen Durchmesser von ca. 6,70 m, das passt also nicht. Es könnte sein, dass sich die in der FR erwähnten 2 Kilometer auf die bergmännisch zu bauende Strecke beziehen und 1 Kilometer in offener Bauweise entsteht (das wäre dann der Abschnitt unter dem Park sowie die Stationen). Vielleicht hat der Redakteur den Begriff "offene Bauweise" als "oberirdisch" interpretiert. Nur eine Vermutung...

  • >in einer präsentation nannte ein aurelis mitarbeiter die straße in einem
    >atemzug mit unter den linden und ähnlichem


    Sollen die den Main umleiten....dann können die das mit Venedig gleichsetzen :D


    Naja....sollen die gleich den autoverkehr mit weglassen und eine Fußgänger-
    zone daraus machen....dann kann man die Zeil wieder für den Autoverkehr
    freigeben....neue Innenstadt ist dann im Europaviertel :rolleyes:

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Zitat

    Original von Torben
    Es könnte sein, dass sich die in der FR erwähnten 2 Kilometer auf die bergmännisch zu bauende Strecke beziehen und 1 Kilometer in offener Bauweise entsteht (das wäre dann der Abschnitt unter dem Park sowie die Stationen). Vielleicht hat der Redakteur den Begriff "offene Bauweise" als "oberirdisch" interpretiert. Nur eine Vermutung...


    Das wird es wohl sein.

  • Schöne Visualisierungen, Torben.


    Beim Ostabschnitt gehe ich eigentlich davon aus, dass die Trasse nicht unter den Häuserblocks, sondern unter der Mainzer Landstrasse verläuft und dann den Güterplatz im 45° Winkel von Süd-Ost nach Nord-West unterquert um von dort den Europaboulevard zu erreichen (alles mehr oder weniger den bestehenden Strassen folgend).


    Naja, lassen wir uns mal überraschen.

  • Zitat

    Original von olli77
    Beim Ostabschnitt gehe ich eigentlich davon aus, dass die Trasse nicht unter den Häuserblocks, sondern unter der Mainzer Landstrasse verläuft und dann den Güterplatz im 45° Winkel von Süd-Ost nach Nord-West unterquert um von dort den Europaboulevard zu erreichen (alles mehr oder weniger den bestehenden Strassen folgend).


    Bis zum Beginn der Frankenallee steht der Verlauf ja schon fest, siehe Bebauungspläne 466, 556 und 715 bzw. meine "svb-farbenen" (türkisen) Markierungen im Plan.

  • Zitat

    Original von olli77
    Danke für die Info, Torben. Hätte nicht gedacht, dass man so konsequent unter Häuserblocks baut.


    Der Tunnelstutzen von der Wendeanlage am Hauptbahnhof ist ja schon bis zum Platz der Republik gebaut und zeigt dort nicht in Richtung Mainzer Landstraße, sondern in Richtung des Häuserblocks zwischen Mainzer Landstraße / Hohenstaufenstraße / Friedrich-Ebert-Anlage.


    Westlich vom Güterplatz kann ich nicht sagen, ob die Häuserblocks, die ja gerade erst gebaut wurden bzw. noch werden, unterfahren werden. Aber theoretisch ist es anders nicht möglich.

  • Zitat

    Original von Torben
    Der Tunnelstutzen von der Wendeanlage am Hauptbahnhof ist ja schon bis zum Platz der Republik gebaut und zeigt dort nicht in Richtung Mainzer Landstraße, sondern in Richtung des Häuserblocks zwischen Mainzer Landstraße / Hohenstaufenstraße / Friedrich-Ebert-Anlage.


    Ah ok, dachte der Stutzen würde Richtung Mainzer zeigen. So macht das natürlich Sinn.

  • Wäre es nicht sinnvoll die U-Bahn oberirdisch weiter in den Westen Fankfurts, sprich Höchst, Sossenheim, Unterliederbach, etc. zu verlängern? Der Nutzenfaktor wäre doch dadurch noch wesentlich größer.

  • Zitat

    Original von ucob
    Wäre es nicht sinnvoll die U-Bahn oberirdisch weiter in den Westen Fankfurts, sprich Höchst, Sossenheim, Unterliederbach, etc. zu verlängern?...

    Nun ja, dann wird das Bauwerk, aber sehr viel teurer und müßte sich mit den anderen, bestenden Verkehrsideen (Tram, K-Bahn, RTW) zusammentun und das will unsere luxuriöse U-Bahn nicht, die ist doch exklusiv für die Europaviertler... :D


    Nach Sichten der Pläne (Danke Torben, großartig) wird auch klar, warum es keine Tram ist.


    Das Viertel ist eindeutig auf Autoverkehr ausgelegt, die U ist der luxuriöse Zusatz, ein Wohnen ganz ohne Blech und mit bespielbaren Straßen wird das nicht. Ist wahrscheinlich nicht "sexy" genug um sich teuer verkaufen zu lassen.
    Wie hoch ist eigentlich laut Plan dort die Stellplatzdichte pro Einwohner oder Arbeitsplatz??

    Grüße ins Forum :saint:

  • Zitat

    Original von jockeli
    Wie hoch ist eigentlich laut Plan dort die Stellplatzdichte pro Einwohner oder Arbeitsplatz??


    Das läßt sich abstrakt nicht sagen, es läßt sich nur anhand der konkret vorhandenen Gebäude ermitteln. Grundlage für die Bemessung ist die städtische Stellplatzsatzung und die Stellplatzeinschränkungssatzung.


    Die Stellplatzsatzung legt im Prinzip fest, welche Bauvorhaben wieviel Stellplätze nachweisen müssen, z.B. im Prinzip 1 Sellplatz pro Wohnung, bei Gebäuden ab x Wohnungen noch zusätzliche welche für Besucher. Bei Gewerbebauten sinds im Prinzip 1 Stellplatz pro 35m² Bürofläche usw.


    Die auf diese Weise ermittelte Stellplatzzahl wird durch die Einschränkungssatzung in bestimmten Zonen des Stadtgebietes prozentual eingeschränkt, je nach Zone um 10, 30, 60 oder 80%. Das bedeutet, daß nur 90, 70, 40 oder20% der Stellpätze tatsächlich gebaut werden werden,dürfen, die übrigen % müssen in Geld abgelöst werden. Für die Höhe des Ablösebetrages gibt es wieder zei Zonen, Europaviertel gehört zur Zone I, da wird jeder Stellplatz mit 10.000 € abgelöst.


    Jetz kann man rechnen: wenn z.B. für einen Bürobau ein Bedarf von 1.000 Stellplätzen errechnet wird, aber nur 200 gebaut werden dürfen, wg. Standort in Einschränkungszone 80%, müssen 800 x 10.000 €, also 8 Mio € Ablöse gezahlt werden.


    Diese Stellplatzablöse ist Zweck gebunden für Zwecke des ÖPNV, d.h. diese Beträge werden ohne Umwege in das Schienenprojekt fließen. Einzelheiten kann man im städtische Haushaltsplan nachlesen

  • @ ucob


    So ähnlich waren auch meine Gedanken. Wieso nicht weiter denken, wie man die Linie bauen kann, um sie später sinnvoll noch weiter zu führen.
    Bsp. mit einem 3er Bahnhof unter dem Messeparkhaus.


    Wer im Messeparkhauspark bekommt automatisch eine Fahrkarte hin und Rück bzw. vergünstigung für Gruppen.
    Nutzen des Parkhauses für Pendler.


    /OFF
    Ähnliche Gedanken kann man bei den Tram 17 / 18 anstellen.


    @ jockeli


    Wieso sollten viele Parkplätze einer "intensiven" Nutzung der U-Bahn durch die Anwohner entgegen wirken?
    Ich besitze ein Auto, dass ich irgendwo parken muss, trotzdem würde ich die Bahn nutzen, wenn ....

  • Zitat

    Original von jockeli


    Das Viertel ist eindeutig auf Autoverkehr ausgelegt, die U ist der luxuriöse Zusatz, ein Wohnen ganz ohne Blech und mit bespielbaren Straßen wird das nicht. Ist wahrscheinlich nicht "sexy" genug um sich teuer verkaufen zu lassen.


    In Hamburg, Bremen, Freiburg ect. gibt es teilweise seit Jahrzehnten Projekte des autofreien Wohnens. Gerade das Europaviertel mit seiner relativ zentralen Lage hätte sich für so etwas angeboten, aber in der Bankenmetropole scheinen sich Wohnblöcke mit Blick auf sechsspurige Einfallstraßen und riesigen Tiefgaragen wohl besser zu verkaufen.
    Wo bleibt eigentlich der Einfluss des grünen Koalitionspartners bei Städtebau und Verkehrsplanung? Bis auf fragwürdige Ideen wie konsequente Ausschreibung der Busverkehre und die ursprünglich geplante Kappung der U5 habe ich von denen noch nichts gehört.

  • Zitat

    Original von 0815-Lokführer
    In Hamburg, Bremen, Freiburg ect. gibt es teilweise seit Jahrzehnten Projekte des autofreien Wohnens. [...]


    Das gibt es in Frankfurt auch (http://www.vcd.org/frankfurt-main-taunus/akafw.html), allerdings mit dem Unterschied, dass sich das Projekt immer noch in der Planungsphase befindet.
    Wir haben uns eine Zeitlang für dieses Projekt interessiert, aber da es nie so richtig vorangehen wollte und der Drang nach einer größeren Wohnung schließlich zu groß wurde, haben wir uns eine ganz normale Wohnung in einem ganz normalen Stadtgebiet gemietet. Das autofreie Wohnen wird allerdings in dem Sinne von uns realisiert, dass wir kein Auto besitzen.

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
    Ich bin nicht "das Team" des FNF, PN zu Team-Angelegenheiten werden ignoriert und nicht beantwortet/weitergeleitet.
    Anfragen an das Team bitte an team@frankfurter-nahverkehrsforum.de richten, danke!

  • Ich befürchte, diesen Arbeitskreis gibt es nicht mehr wirklich, habe ihn noch nie in Aktion gesehen. Ich bin aber überzeugt, dass Mathias Biemann gleich wieder aktiv werden würde, wenn es in der Stadt mal eine realitische Chance gäbe, etwas in der Richtung zu tun. Da müssten mal ein paar Politiker begeistert werden können. Daran hapert es wohl.

    fork handles

  • Die Planungsleistungen wurden in mehreren Losen an Bietergemeinschaften aus Köln und Düsseldorf vergeben.


    Zitat

    Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber
    Az: VGF/EU 93/10 - Planungsleistungen Stadtbahnstrecke B, Teilabschnitt 3, Europaviertel.
    Ted: http://ted.europa.eu/udl?uri=T…:141270-2011:TEXT:DE:HTML

    10.02.01-10.02.20: 19 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.20: Fünfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup: