Mainzer Verkehrsgesellschaft will Straßenbahn bis auf den Lerchenberg führen

  • Zitat

    In wie weit müsste da weiter eingleisig es laufen? (hab mir Luftbild angeschaut....)


    Allein der jetzig eingleisige Abschnitt der 52 bliebe eingleisig, platzmässig kann die Albert-Stohr-Str sowie am Südring zweigleisig gebaut werden. Einzig die Parkmöglichkeiten im Straßenbereich würden wegfallen, im Bereich Südring wäre es verschmerzbar, da ein Großteil der Anwohner Garagen hat und in den Seitenstraßen Parkmöglichkeiten bestehen. Nur eben auf dem Abschnitt Bahnstrasse zur IGS hoch hat es keine alternativen Parkmöglichkeiten. Die Steigung der A-Stohr-Straße entspricht ungefähr der Gaugasse. Da die 52 derzeit an der Bahnstrasse wendet, bestünde auch kaum Gefahr einer Begegnung, diese wäre nach dem Ausbau ungefähr auf Höhe der IGS. Außerhalb der HVZ könnte man die 52 dann an der (bereits für Busse vorhandenen) Wendeschleife enden lassen, in der HVZ dann weiterführen bis Lerchenberg oder eine andere Endstelle im vorhandenen Streckenverlauf der Mainzelbahn.

    Lunatic-Driver/Luna Dorian
    "Das Leben ist ein Schatten und der wandert,
    ein armer Spieler nur, der seine Stunde auf einer Bühne auf- und abgeht und sich quält,
    und dann ist er verscholln.

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  • Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber die Haltestelle Stadion ist doch die heutige Haltestelle Kisselberg? Die muss doch sicherlich mindestens für die ganzen Wohneheime, die jenseits der Saarstraße entstanden sind, erhalten bleiben.
    Da könnte man eher Plaza weglassen...

    Siehe z.B. http://www.mvg-mainzelbahn.de/planung/haltestellen/
    Die Haltestelle Stadion ist nur als Bedarfshaltestelle für den Veranstaltungsverkehr geplant. Die Haltestelle Kisselberg bleibt für die Busse ja auch weiterhin erhalten, da ändert sich nichts. Und Plaza soll ja irgendwann mal mitten in der Bebauung liegen , Stichwort 2. Bauabschnitt Fachhochschule - wann auch immer der kommen mag.

  • Gestern war Jochen Erlhof zu Gast:


    - Erster Spatenstich ist am 3.5.
    - Lerchenberg wird so ziemlich der erste Bauabschnitt sein. Das Einkaufszentrum will man bis zum "Weihnachtsgeschäft" wieder frei haben, den Rest bis Frühjahr, so dass die Schienen dann auf dem Lerchenberg noch 1,5 Jahr ungenutzt auf die erste Bahn warten.
    - Die Strecke ist zwar grundsätzlich (zumindest streckenweise?) auf 70 km/h ausgelegt, man plant aber nur mit 50 km/h Spitzengeschwindigkeit, so dass es auch bei der bisherigen Abregelung der Straßenbahnfahrzeuge bleibt.
    - Es bleibt nach aktuellem Stand dabei, dass die 54 ab Hebbelstraße weiter nach Ober-Olm/Klein-Winternheim fährt. Von einer zusätzliche Schleife über Hindemithstraße/Lortzingstraße auf diesem Weg hällt die MVG gar nichts wegen der zusätzlichen Kosten für geringen (finanziellen) Nutzen.
    - Von einer Verlängerung der 47 von Gonsenheim auf den Lerchenberg (zur Erschließung der Relationen innerhalb des Lerchenbergs und nach Drais-Friedhof) ist man derzeit wieder abgekommen!
    - Aktuell gehen die Überlegungen eher wieder dahin die 70 oder 71 nun doch weiter bis (mindestens) zum Lerchenberg fahren zu lassen, evtl mit Verlängerung nach Drais/Finthen. Angedacht ist dabei derzeit in Finthen ein Anschluss an die dortige Straßenbahn-Endhaltestelle. Das hat den Vorteil, dass man damit besser die Schülerströme einschließt, mehr potentielle Ziele entlang der Strecke liegen, evtl. dadurch das Gutenbergcenter angebunden werden kann (die Straßenbahn lässt das ja aus...) oder/und man dann kein Problem mit einer möglichen Musendhaltestelle im viel zu engen Marienborn hat. Außerdem bedeutet das dann laut Erlhof eine 20minütige Verbindung auch innerhalb des Lerchenbergs, statt der max 30minütigen wie es mit der 47 mal überlegt wurde.
    - Der Anschluss der Regionallinien aus dem Umland an die Straßenbahn ist übrigens an der Haltestelle Erich-Dombrowski-Straße mit einer Umsteigehaltestelle geplant!
    - Den Bedarf für einen größeren P+R-Parkplatz in diesem Bereich sieht Erlehof eher nicht, wobei das aber auch nicht seine Aufgabe wäre.
    - Kisselberg soll für die Straßenbahn tatsächlich immer noch nur eine Sonderhaltestelle werden (wird daher übrigens auch nicht bezuschusst) und nur bei Fußballspielen angefahren, damit Straßenbahn und Shuttelbusse quasi an der gleichen Stelle abfahren. Dafür werden mindestens zu Spielende die dem Stadioen näher liegenden Haltestellen ohne Halt durchfahren (wer würde sonst auch noch nach vorne ans Busterminal laufen...) Man schätzt, dass die Straßenbahn dann ca 20-30% der Fans ab/hintransportiert und der Rest wie gehabt über die Busse läuft.
    - Die Wendeschleife in Marienborn ist eine reine Betriebswendeschleife. Palnmäßig werden hier keine Bahnen verkehren, verkürzte Fahrten nur bis Marienborn hat Erlhof auf absehbare Zeit ausgeschlossen.
    - Die Wendeschleife Bretzenheim ist dagegen schon eher auch für den Regelbetrieb eingeplant. Dabei ist nicht mal so stark an das Stadion gedacht, als eher ein weitere Linie, die einen Teil der heutigen 69 übernehmen würde.
    - Eine weitere Neubaustrecke klang für Erlhof schon als ziemlich sicher gesetzt. "Die paar Meter Gleise" (ca 800m) in den Zollhafen wolle man noch bauen. Das ergäbe dann eine Zusatzlinie Zollhafen-Wendeschliefe Bretzenheim, die nicht nur den Zollhafen anbindet, sondern die ganz starken Bereiche Neustadt, Hbf, Uni, FH und Wohnheime miteinander verbindet und damit weitgehend die Aufgabe der heutigen 69 übernehmen würde (auf der man den Bedarf ja deutlich sieht...).

  • - Von einer Verlängerung der 47 von Gonsenheim auf den Lerchenberg (zur Erschließung der Relationen innerhalb des Lerchenbergs und nach Drais-Friedhof) ist man derzeit wieder abgekommen!
    - Aktuell gehen die Überlegungen eher wieder dahin die 70 oder 71 nun doch weiter bis (mindestens) zum Lerchenberg fahren zu lassen, evtl mit Verlängerung nach Drais/Finthen. Angedacht ist dabei derzeit in Finthen ein Anschluss an die dortige Straßenbahn-Endhaltestelle. Das hat den Vorteil, dass man damit besser die Schülerströme einschließt, mehr potentielle Ziele entlang der Strecke liegen, evtl. dadurch das Gutenbergcenter angebunden werden kann (die Straßenbahn lässt das ja aus...) oder/und man dann kein Problem mit einer möglichen Musendhaltestelle im viel zu engen Marienborn hat. Außerdem bedeutet das dann laut Erlhof eine 20minütige Verbindung auch innerhalb des Lerchenbergs, statt der max 30minütigen wie es mit der 47 mal überlegt wurde.


    Hmm. es bleibt aber dabei, daß man den Lerchenbergern die Straßenbahn auch mit einem Bus zum Wiesbadener Kurhaus schmackhaft gemacht hat.



    Derzeit gibt es um 13:26 und 16:16 übrigens Busse von der Bruchspitze über Poststraße zur Hindemithstraße.


    Gruß, ULF

  • Die Verlängerung der 47 ist bereits beschlossen. Nur ob die jetzt zum Lerchenberg oder gar nach Klein-Winternheim fahren wird, eben noch nicht. Übrigens, weils grade passt. Die MVG hat drei ESWE-MAN NG 313 gekauft, welche bis zum Start der Mainzelbahn 2017 in Mainz auf allen möglichen Linien fahren werden ;),

  • Eine Trasse von der Bahnstraße zum Südring lässt sich nicht umsetzen. Allein baulich wäre das nicht durchführbar. Es gab ältere Planungen an den Römersteinen eine Verlängerung zum Lerchenberg von der bestehenden Strecke abzweigen zu lassen in Richtung Universität, aber diese Planungen aus den 1970er Jahren (?) wurden nicht weiter verfolgt.

  • Hat jemand neueste Informationen zum Mainzer Liniennetz nach der Eröffnung der Mainzelbahn, möglicherweise aus den letzten Veranstaltungen?


    Wenn es sicher ist, wie hier gesagt wurde, dass die 47 zukünftig zum Lerchenberg fahren wird (war auch meine letzte Information), bringt das allerdings auch einige Nachteile mit sich. 1. würde die Linie 47 einen sehr langen Laufweg haben (ca. 1:10min.) und wäre nicht nur wegen des Autobahnabschnittes auf der Schiersteiner Brücke verspätungsanfällig. Andererseits sieht der Plan nach meinem letzten Kenntnisstand aus, dass die 47 ab Wilhelm-Raabe-Straße über Mainzer Straße, Gonsenheim Bahnhof, Finthen Katzenberg und Drais Heßlerweg zum Lerchenberg fahren würde. Das bedeutet für Finthen, wie schon heute mit der 70, eine nicht allzu gute Anbindung. Auch wäre die Haltestellensituation am Katzenberg nicht einfach. Würde man allerdings durch Finthen fahren, gäbe es auf dem Abschnitt Kapellenstraße - Poststraße eine "Konkurrenz". Es stellt sich auch als Problem heraus, dass dann die Breite Straße als oft gewünschtes Ziel wegfallen würde; schließlich würde man ab Kapellenstraße direkt nach Finthen fahren. Oder man streicht "Am Sportfeld" (hier steigen aus meinen Erfahrungen am meisten Fahrgäste zu!) und co und fährt ab Krongarten über Canisiusstraße, Wilhelm-Raabe-Straße und Nerotalstraße zur Kapellenstraße. Dritte Möglichkeit wäre ein Schlenker über Wildpark - hieße aber auch eine längere Fahrzeit.
    Ich persönlich würde die 47 ab Wilhelm-Raabe-Straße über Mainzer Straße und Koblenzer Straße zur FH verlängern, dort mit Anschluss an die Mainzelbahn und somit nach Bretzenheim, Marienborn und zum Lerchenberg. Hierbei ergäbe sich eine schnelle Verbindung Gonsenheim - FH/Westliche Universität/Stadion und mit Umstieg auch nach Bretzenheim - schneller als über den HBF oder die Universität wäre das auf jeden Fall! Einzig Gonsenheim - Gutenberg-Center würde noch fehlen, aber hier kann eine weitere, weiter unten erwähnte Tagentialverbindung Abhilfe schaffen.


    Jetzt will ich die Methode 70/71 aufgreifen. Bisher war ja angedacht, die 71 zukünftig zu streichen. Nur noch die 70 würde die Achse Altstadt - Bretzenheim bedienen. Was die Fahrgastzahlen angeht, ist das sicherlich nicht ganz verkehrt. Für Hauptbahnhof - Landwehrweg hätte man eine neue Linie gesucht. Ich würde jetzt aber bei der 71 bleiben - eventuell mit angepasstem Laufweg in der Innenstadt. Zukünftig würde sie nach meinen Plänen immer über die Haltestelle direkt am Gutenberg-Center fahren und danach weiter über das ZDF-Gelände zur Hindemithstraße. Ab dann durch Lerchenberg nach Drais, dort entweder über Heßlerweg oder Curt-Goetz-Straße, Daniel-Brendel-Straße zum Bezirksfriedhof und weiter über Katzenberg, Markthalle zur Poststraße mit Anschluss zur 51. Eine Strecke über die Straßen Katzenberg und An der Steige wäre sicherlich auch interessant, doch dürfte das straßenmäßig zu eng sein.
    Vorteile hier wären, dass eine gute Tagentialverbindung Finthen - Lerchenberg bestehen würde mit Straßenbahnanschlüssen an beiden Enden. Zudem würde es weiterhin die schnelle Direktverbindung Lerchenberg - Oberstadt - Altstadt geben, deren Wegfall oft kritisiert wird.


    Was findet ihr besser?


    Es ist sowieso wahrscheinlich, dass das zukünftige Liniennetz sowieso noch nicht komplett durchgeplant ist und man möglicherweise erst ausprobieren wird. Zudem soll es diesen Winter schon Änderungen im Nachtnetz geben, auch ist im aktuellen Nahverkehrsplan der Stadt Mainz eine Tagentialverbindung Gonsenheim - Bretzenheim - Hechtsheim - Laubenheim/Weisenau erwünscht. Vielleicht wird diese im Zuge der Mainzelbahn ja auch realisiert?

  • Also, dass die Idee mit der 47 durch die Autobahn nicht ganz so toll ist, stimme ich dir zu. Ich finde die Idee mit der Linie 71 sehr gut, denn mit der Verlegung der 68 wird die ja erst vor kurzem gebaute behindertenfreundliche ZDF-Haltestelle schon nicht mehr bedient.


    Noch eine kurze Anmerkung: Die 70 soll nach derzeitigem Plan bis Marienborn Bahnhof fahren ;)

  • Soeben ist der Thementag zur Mainzelbahn auf Antenne Mainz gestartet. Wer zuhören möchte: 106,6 oder per Webradio. Aktuell weisen auch Laufschriften auf allen DFIs auf den Thementag hin.

  • Naja, ich glaube im Nahverkehrsplan stand, dass die 6A bzw. dort 7 genannt, über Pariser Tor nach Bretzenheim fahren soll. Ist man von diesen Plänen wieder abgekommen?

    2 Mal editiert, zuletzt von FabiMZ ()

  • Naja, ich glaube im Nahverkehrsplan stand, dass die 6A bzw. dort 7 genannt, über Pariser Tor nach Bretzenheim fahren soll. Ist man von diesen Plänen wieder abgekommen?


    Erlhoff erklärte im Mainzer Ortsbeirat, man werde keine Hsaltestellen und man wollen auch keine Linien einstellen.


    Derweil fuhr eben MZ-RN 246 Linie 68 von Pfeiffer-Weg nach Hbf West in Vorwegnahme der Rampensperrung ohne Uni auf Ansage, Fahrerdisplay oder Fahrerkarte. Das Innenraumdisplay war außer Betrieb. Immerhin wurde an der Uni gehalten, was ich bei der ORN auch schon anders erlebt und (ohne Reaktion) auch bei der ORN beanstandet hatte.


    Gruß, ULF

  • Es wäre ja sinnvoll, die Sperrungen an der Uni nicht gerade im Wintersemester zu beginnen. Vielleicht meinte Herr Erlhoff mit den Busumleitungen von März bis Juli 2015 den Bereich um dieUniversität (in der AZ)?

  • Es wäre ja sinnvoll, die Sperrungen an der Uni nicht gerade im Wintersemester zu beginnen. Vielleicht meinte Herr Erlhoff mit den Busumleitungen von März bis Juli 2015 den Bereich um dieUniversität (in der AZ)?


    Ich schätze, er meinte welche wegen des Trassenbaus in der eigentlichen Ortslage Bretzenheim. Und ja, es wäre schön, würde die Rampe Uni stadteinwärts nur während der vorlesungsfreien Zeit gesperrt. Sollte mich allerdings wundern, wenn das mit der Zeit hinkäme.


    Gruß, ULF