Fernbusse - Konkurrenz für die Bahn ?

  • Die Bahn hatte es ja mal versucht, es gab ja mal einen Interregio Bus. Wie die Verzahnung derzeit zwischen den Konzerneinheiten aussieht (z.B. durchgängige Fahrkarten oder Verbindungssuche) ist mir unbekannt.


    Den IC-Bus (ich denke den meinst du) gibt es weiterhin und der ist seitens der DB durchtarifiert und erscheint auch als Teilstrecke einer Reisekette in der Fahrplanauskunft.
    Suche mal nach Mannheim - Hof oder Mannheim - Prag, da hast du eine hohe Trefferquote auf den IC-Bus Manngeim - Nürnberg - (Prag)

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    Ich passe mich nur dem RMV an :-)

    Einmal editiert, zuletzt von Re465 ()


  • Den IC-Bus (ich denke den meinst du) gibt es weiterhin und der ist seitens der DB durchtarifiert und erscheint auch als Teilstrecke einer Reisekette in der Fahrplanauskunft.
    Suche mal nach Mannheim - Hof oder Mannheim - Prag, da hast du eine hohe Trefferquote auf den IC-Bus Manngeim - Nürnberg - (Prag)


    OT: Nur als Info für Interessierte: Es gab tatsächlich mal einen InterRegioBus. Dieser fuhr wenn ich mich recht erinnere zwischen Würzburg und Heilbronn und wurde mit im IR-weiß/blau lackierten O303 der Regiobus Stuttgart gefahren. Die waren sogar in 1. und 2. Klasse unterteilt.
    Später gab es auch im Norden mal eine Verbindung die nach Cuxhaven fuhr. Ich weiß aber nicht mehr genau, wo die startete (Bremen?).


    Das alles ist aber nicht vergleichbar mit dem heutigen Fernbusgeschäft, da ging's primär darum, unrentable aber dennoch benötigte IR-Verbindungen zu ersetzen. /OT Ende

    Viele Grüße, vöv2000

  • Wundert mich nicht, da speziell Flixbus sich in der letzten Zeit sehr offensiv in den europäischen Fernbus-Markt erweitert hat. Dafür ist durch Übernahme bzw. Ausscheiden fast aller Konkurrenten im innderdeutschen Fernbus-Markt die Anzahl der innerdeutschen Verbindungen, speziell zu eher peripheren Zielen, zurückgegangen. Flixbus hat mit Linien nach Amsterdam, Prag, Italien, Paris vorzugsweise die Tourismus-Linien von Touring / Eurolines bedrängt.


    Ich finde es schade; denn Touring ist ein großes, lange etabliertes seriöses Unternehmen.


    Jetzt können wir darauf warten, dass Flix auch in den Eisenbahn- und Flugverkehrsmarkt drängt - FlixAirBus lehrt RyanAir das Fürchten :D . Und hellgrüne Züge jagen demnächst über das deutsche Schienennetz :D .


    Und DeinBus überlebt und etabliert sich, indem sie ihren Aprilscherz Wirklichkeit werden lassen. Vielleicht wäre das auch noch die Chance für die Deutsche Bahn - etwa 1. Klasse mit Katzen-Schmuse-Komfort. :)

  • Gehe mal wieder auf Fahrrad-und-Öffi-Tour. Gerade habe ich mir ein Ticket bei Flixbus nach Freiburg gekauft. Der braucht genauso lange wie die Züge mit Fahrradmitnahme, fährt aber direkt. Ab Freiburg geht es dann mit der Bahn weiter; bei den Schweizern ist es dann alles unkompliziert und barrierefrei :-). Soviel zur Ausgangsfrage. :D

  • Habe früher auch viele Fahrratouren unternommen (als ich noch jünger war). Damals gab es noch Gepäckwagen und man konnte nur gekennzeichnte Züge (N, E, seltener D) benutzen.


    Ich habe gerade mal bei Flixbus geschaut. Nicht alle Busse haben Fahrradträger. Anscheinend müssen teilweise die Fahrräder in Fahrradtaschen im Gepäckraum verstaut werden. Scheint auch nicht einfach zu sein. Und das Verladen dürfte auch für eine längeren Aufenthalt des Busses an der Haltestelle sorgen.


    Nach Freiburg müsste es doch genügend Züge geben mit Fahrradmitnahme, die im (dchtem) Takt fahren. Evtl. musst Du natürlich noch 2 oder 3 mal umsteigen (je nach Anfangsort/ Bestimmungsziel). Musst Du natürlich wissen, was günstiger ist.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Alf_H:

    Zitat

    Anscheinend müssen teilweise die Fahrräder in Fahrradtaschen im Gepäckraum verstaut werden.


    Macht kein gutes Bauchgefühl was den Zustand des Rades anbelangt, wenn ich es wieder auspacke.
    Scheinwerfer schräg - abgebrochen, Lenker schief......
    Ein Fahrrad in horizontaler Lage transportieren ist nun nicht die schonenste Methode.
    Dann doch lieber umsteigen. OWE als erfahrener Kosmopolit der sich vorwiegend mit dem ÖPV von A nach B bewegt wird schon alle Möglichkeiten ausgelotet haben und als Ergebnis zu dieser Notlösung gekommen sein.

  • Hatte die Moeglichkeiten geprueft. Die einzige gute Verbindung mit nur einmal Umsteigen am Mittag war schon weg. Bei der Bahn ist im Regelfall immer Umsteigen in Mannheim und in Karlsruhe erforderlich. Und Umsteigen heisst bei der Bahn leider meist, das Fahrrad ueber Treppen schleppen. In Sachen Barrierefreiheit ist unsere Bahn halt leider sehr rueckstaendig, was vor allem auf die Politik zurueckzufuehren ist. Die baut lieber Autobahnen und Flughaefen.


    Mannheim hat Aufzuege, Karlruhe theoretisch Auch, aber die wurden im Januar zum Teil modernisiert.


    Und Auch bei funktionierenden Aufzuegen werden knappe Anschluesse nicht immer erreicht. Das ist mir heute Auch in der Schweiz passiert. Da ist dann die Direktverbindung der ausschlaggebende Vorteil, wenn die Fahrzeiten aehnlich sind (jeweils etwa 4 Stunden) und der Preis (etwa 30 Euro) auch.


    Als deutlicher Nachteil erwies sich allerdings die eher schlechtere Luft im Bus, 10 Stunden moechte ich da nicht drinhocken.

  • Als deutlicher Nachteil erwies sich allerdings die eher schlechtere Luft im Bus


    Das gilt insbesondere für die Rücktour von Freiburg nach Frankfurt am Sonntag Nachmittag/Abend, welche ich im Frühjahr 2013 genutzt hatte.
    Der Umgang des Fahrpersonals mit den Fahrgästen und das Verhalten der Fahrgäste. Ich bin freiwillig bei meiner zweiten Rücktour mit der erwähnten Mehrfach-Umsteige-Verbindung der Regio DB nach Frankfurt gefahren, obwohl ich ein Gratis-Ticket für den Bus hatte.


    Vorteil Bahn: Der Zug ist so lang, dass man meist einen Wagen findet, wo es mit anderen Mitreisenden keine Konflikte gibt.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Zitat

    wo es mit anderen Mitreisenden keine Konflikte gibt.


    Das kann durchaus auch an den recht beengten Sitzen liegen; Das letzte Stueck ab Europapark Rust, der mir zielich nah auf der Pelle war - und dann stellte ich fest, dass wir beide gerade unseren eigenen Sitze ausnutzten.

  • ...nur, so lange keine möglichen Stehplätze eingetragen sind...
    Ansonsten sind diese generell von Werk aus für diese Funktion verriegelt.

    MfG Streckentrenner

  • Gibt es überhaupt Reisebusse mit eingetragenen Stehplätzen? Ist mir (zugegeben, ich sehe nur selten welche von innen) noch nie aufgefallen. Zumal... bei Linienbussen gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, sobald Passagiere stehend befördert werden. Das wäre bei Reisebussen doch kontraproduktiv 60(?) satt 100 merkt man im Fahrplan schon, wenn man lange Autobahnabschnitte hat...

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Gibt es, nur dürfen diese nicht im Gelegenheits- oder Fernlinienverkehr beansprucht werden. Definitiv muss aber hierfür die Sitzverstellung gangseitig verriegelt sein.
    Ein Linienbus wiederum ist erst an 60 km/h Regel gebunden, wenn alle Sitzplätze belegt sind und darüber hinaus Fahrgäste stehend befördert werden, wenn jetzt zBsp ein Linienbus 34 eingetragene Sitzplätze hat, aber nur 20 Fahrgäste befördert, darf er, auch wenn alle stehen, schneller als 60 km/h fahren, Gelenkbusse zBsp, sehen von aussen oft voller aus, als sie tatsächlich sind...
    Die Schlußverantwortung trägt im Zweifel aber der Fahrer, den Letzten beißen die Hunde...

    MfG Streckentrenner

  • Danke für die Erklärung! Und gerade letzteres wundert mich (mal wieder) nicht. :(

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Gibt es überhaupt Reisebusse mit eingetragenen Stehplätzen? Ist mir (zugegeben, ich sehe nur selten welche von innen) noch nie aufgefallen. Zumal... bei Linienbussen gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, sobald Passagiere stehend befördert werden. Das wäre bei Reisebussen doch kontraproduktiv 60(?) satt 100 merkt man im Fahrplan schon, wenn man lange Autobahnabschnitte hat...


    Busse werden in drei Kategorien eingeteilt: Klasse I = Busse, die ausschließlich dem Linienverkehr dienen; Klasse II = Busse im Überlandlinienverkehr oder auch Gelegenheitsverkehr (100 km / h Zulassung möglich) und Busse der Klasse III = nur Gelegenheits- bzw. Reiseverkehr. Letztere weisen dann auch keine Stehplätze auf. Nur bei Bussen der Klasse I und II werden auch Stehplätze ausgewiesen. Die Fahrzeuge, die im Fernbuslinienverkehr eingesetzt werden sind ausschließlich Fahrzeuge der Klasse III.

  • Den Thread entstaube ich mal wieder, weil ich gerade bei Spiegel Online diesen Artikel über die Arbeitsbedingungen von Fernbus-Fahrern entdeckt habe:

    https://www.spiegel.de/wirtsch…uf-raedern-a-1274253.html


    Nachtrag: Aktuell versucht sich gerade die französische Mitfahrzentrale BlaBlaCars im Wettbewerb mit einem eigenen Fernbus-Linien-Angebot. Seit Mitte Juli gibt es mehrere tägliche Busfahrten zwischen Frankfurt und München, jeweils ein Fahrtenpaar zwischen Frankfurt und Dortmund - Bremen - Hamburg bzw. Berlin. Diese Woche kommt noch ein Kurspaar München - Frankfurt - Amsterdam dazu und in zwei Wochen ein Fahrtenpaar nach Paris und zurück.

    Es gibt zumindest in den ersten Tagen, wenn die Fahrten in der Webseite eingestellt werden, Kampfpreise auf oder unter RMV-Niveau :P. Die steigen dann auch schon mal auf etwa 30 €. Allerdings wechseln die Fahrpläne auf der Webseite fast öfter als das Wetter ^^. Aber für 1 € von Frankfurt nach München oder für 10 € nach Paris schafft auch FlixBus nicht. ^^ Hier zur Webseite: https://de.blablabus.com/