Zukunft Linie 29

  • Zitat

    Original von bernem
    Abschließend kommt man zur Erkenntnis, dass die angestrebte Änderung der Linienführung des Busses 29 erstmal so kommen wird, wie geplant, denn der Fahrplanwechsel erfolgt in bereits sechs Wochen...


    Welch tiefgreifende Erkenntnis... :P


    Hatten die etwa erwartet, so kurzfristig daran noch was ändern zu können? Sicher ist die neue Linienführung der 29 nicht der "Hit", aber welche Alternative hätte es gegeben?


    Eines ist doch klar: Bisher fuhren 3 Buslinien auf den Riedberg, 26, 29 und 251. Ab Dezember kommen noch zwei neue U-Bahnlinien dazu, wonach das Gebiet mit 5 Linien ÖPNV-technisch deutlich überversorgt gewesen wäre. Dadurch musste es konsequenterweise Einschnitte im bisherigen Busverkehr geben. Die 29 konnte man nicht einstellen, weil sie Tangentenfunktion besitzt. Die 251 als Regionalbuslinie ebenfalls nicht, zumal sie den Vordertaunus mit dem NWZ verbindet. Also musste die 26 dran glauben, nach dem Motto "den letzten beißen die Hunde".


    Somit entstand die zum Fahrplanwechsel bevorstehende Lösung, womit man die Erschließung der vorhandenen Haltestellen der Linie 26 erhalten wollte. Sicher hätte man das auch "gerechter" lösen können; dazu hätte allerdings die 251 ihren Laufweg ändern müssen. Denkbar wäre sicher eine 50/50 Lösung gewesen, bei der die eine Linie die Hälfte des Weges der einzustellenden 26 übernimmt, die andere Linie die andere Hälfte. Also 29 über Riedberg/Ost - Bonifatiusbrunnen und weiter direkt zum NWZ, sowie 251 über Lurgiallee - Sandelmühle - Zeilweg zum NWZ. Oder umgekehrt.


    Die 251 wird aber nicht von TraffiQ bestellt, sondern vom RMV bzw. vom VHT. Inwieweit dort eine Bereitschaft zur Kooperation und zu Zugeständnissen bestanden hätte (falls überhaupt, weil sich dann die Fahrzeit der 251 zu Lasten der Fahrgäste aus dem Vordertaunus verlängert hätte und ein zusätzlicher Bus Geld kostet, das man dort bestimmt nicht alleine zu tragen bereit wäre), das wiederum entzieht sich meiner Kenntnis. Es liegt mir fern, TraffiQ zu kritisieren, denke eher, das wird man im Vorwege schon "abgeklopft" haben und eine "Gemeinschaftslösung" nicht in Sicht gewesen sein. Somit dürfte auch dieses Thema mal wieder eine Folge des berühmten "Kirchturmdenkens" im Rhein-Main-Gebiet sein; jedes Dorf und jeder Kreis kocht sein eigenes Süppchen...

  • Zitat

    Original von Jörg L
    Denke bitte daran, wie sehr sich die Angebotsdichte des 251ers von Stadtbusniveau unterscheidet. Oder fährt der jetzt alle 15 Minuten?


    Jörg, ich mache hier keine Verkehrsplanung oder Fahrgaststromanalysen, sondern habe lediglich die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nachgezeichnet.

  • Dein Beitrag liest sich am Ende aber eher nach "Die 29 fährt bald einen Umweg, weil die Vordertaunusgemeinden mauern". Das fand ich etwas weit hergeholt. Deshalb wollte ich sagen, dass ich der 251 auch als Frankfurter nicht gern viele "innerstädtische" Aufgaben übertragen würde.

    fork handles

  • Zitat

    Original von Jörg L
    Dein Beitrag liest sich am Ende aber eher nach "Die 29 fährt bald einen Umweg, weil die Vordertaunusgemeinden mauern". Das fand ich etwas weit hergeholt.


    Wenn Du richtig liest, habe ich geschrieben, dass es sich meiner Kenntnis entzieht, ob da jemand "mauert" oder nicht. Dazu könnte nur TraffiQ genaueres sagen.


    Zitat

    Deshalb wollte ich sagen, dass ich der 251 auch als Frankfurter nicht gern viele "innerstädtische" Aufgaben übertragen würde.


    Das mit dem Kichturmsdenken war nur eine Anmerkung, weil mich dieses allgemein im Rhein-Main-Gebiet stört. Deine Aussage fällt für mich auch in diese Kategorie. Warum sollte eine Regionalbuslinie nicht auch innerörtliche Aufgaben übernehmen können, wo dies sinnvoll erscheint? Dass die 251 (derzeit) nicht im 15-Minutentakt verkehrt, muss kein K.O.-Kriterium sein. Das kann man ändern, wenn man will.


    Um es nochmal klar zu sagen: Mir ging es nur darum, die Kritik an der TraffiQ-Lösung zu relativieren, weil es wahrscheinlich keine bessere, weil sinnvollere Lösung gab.

  • Zitat

    Original von Charly
    Warum sollte eine Regionalbuslinie nicht auch innerörtliche Aufgaben übernehmen können, wo dies sinnvoll erscheint?


    Kann man vielleicht mit Darmstadt vergleichen: Dort verkehren die Regionalbuslinien ab Hauptbahnhof auch bis zum Ostbahnhof (mit Ausnahme der Haltestelle Woog) als innerstädtische Linien...

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  • Man braucht gar nicht so sehr über den Frankfurter Tellerrand hinausschauen, denn im Frankfurter Osten gibt es eine Regionalbuslinie, die innerstädtische Aufgaben übernimmt.


    Die Buslinie 551 (Offenbach Hbf - Fechenheim - Bergen-Enkheim - Bad Vilbel Bahnhof) fährt laut Fahrplan knapp 50 Minuten, davon fährt sie etwa 30 Minuten auf Frankfurter Gebiet.


    Diese Linie, die zumeist im Halbstundentakt fährt, bzw. am Sonntag im Stundentakt übernimmt zwischen Marktstraße und Enkheim U-Bahn bzw. weiter bis Mainkur und Schießhüttenstraße wichtige Querverbindungen entlang der östlichen Frankfurter Peripherie...

    10.02.01-10.02.26: 25 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.26: Elfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Zur Zeit ist die Linie 26 die wichtigste Linie auf dem Riedberg. Sie fährt ja fast einen Rundkurs, naja Halbkreis Heddernheim - NWZ.
    Und erschließt damit das Riedberggebiet gut. Sie hat Anschluß zu mehreren U-Bahn-Linien.
    Wenn die U8/ U9 in Betrieb geht, fällt die Linie weg.
    Irgendwie nachvollziehbar, denn dann hat man ja die U-Bahn.
    Andererseit, warum sollte man die 29 weiterhin zum NWZ führen. Dann hätte man einen Parallelverkehr zwischen Riedberg und NWZ mit der Stadtbahn.
    Gerade die direkte Verbindung nach Heddernheim finde ich wichtig.
    Also sollte die Linie dann schon den Ast der 26 (Riedbergzentrum - Heddernheim) übernehmen. Der Ast muss ja irgendwie bedient werden.
    (Die Linie 253 hat für den Riedberg [Innerstädtisch] nur eine untergeordnete Bedeutung).
    Und da die 29 ja erhalten bleiben muss, finde ich die Entscheidung von traffiQ nur nachvollziehbar und konsequent.


    In Heddernheim hat man Anschluß an 3 U-Bahn-Linien in die Innenstadt mit kurzem Takt. Am NWZ nur in eine Linie (U1).


    Gerade an der Sandelmühle (und am Zeilweg) kann man bequem umsteigen.
    In Heddernheim hat man Treppen (zumindest Stadtauswärts), vom NWZ und seinen langen Umsteige-Wegen ganz zu schweigen.
    (Vorteil NWZ: Man ist bei schlechtem Wetter im Trocknen).


    Für die die direkten Fahrten Innenstadt (Hauptwache) - Riedberg werden dann wohl die meisten Fahrgäste die direkte umsteigefreie Verbindung mit der U8 wählen, und demenstprechend direkt in die U8 einsteigen.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Zitat

    Original von Alf_H


    Lest doch nochmal den Anfang dieses Threads, da (Zukunft Linie 29) steht zum Beispiel, warum der 29 zum Nordwestzentrum keinen Parallelverkehr darstellt.


    Dass die Linie 251 keinen Innerstädtischen Beitrag liefern kann/soll liegt vor allem daran, dass jenseits der Altenhöferallee kein Bedarf jenseits des Stundentaktes vorliegt.

  • OK, aber wenn Du die Linie 29 (weiter) zum NWZ führen willst, musst Du eine Lösung für die 26 (Riedbergzentrum - Sandelmühle - Heddernheim) finden.
    Der 251er scheidet aus. Also bräuchte man wieder eine andere Lösung.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

    Einmal editiert, zuletzt von Alf_H ()

  • Zitat

    Original von Alf_H
    Gerade die direkte Verbindung nach Heddernheim finde ich wichtig.


    Direktverbindung - von wo?


    Zitat

    Also sollte die Linie dann schon den Ast der 26 (Riedbergzentrum - Heddernheim) übernehmen. Der Ast muss ja irgendwie bedient werden.


    Der Ast wird doch bedient, eben durch die Linie 29.


    Zitat

    Für die die direkten Fahrten Innenstadt (Hauptwache) - Riedberg werden dann wohl die meisten Fahrgäste die direkte umsteigefreie Verbindung mit der U8 wählen, und demenstprechend direkt in die U8 einsteigen.


    Wie Du hier selbst sagst, werden die meisten Fahrgäste sich für die Direktverbindung mit der U-Bahn entscheiden. Was für die Innenstadt gilt, trifft für Heddernheim ebenso zu. Außerdem erreicht die 29 an der Sandelmühle die U2, am Zeilweg die Linien U1, U3 und U8. Die 4 Minuten kürzere Fahrzeit bis Zeilweg kompensiert eine evtl. um diese Zeitspanne längere Wartezeit, die dort ggf. durch eine Taktlücke entstehen könnte. Von daher ist eine Weiterfahrt bis Heddernheim nicht zwingend erforderlich. Auch jetzt steigen die meisten Fahrgäste aus der 26 vom Riedberg nicht in Heddernheim, sondern bereits vorher um. Daher ist der Wegfall dieser Verbindung höchstens für den Einzugsbereich "Am Bonifatiusbrunnen" von Nachteil, weil der Fußweg von dort aus zur U-Bahn etwas länger ist.


    Für die Fahrgäste aus Kalbach, Niedereschbach oder Niedererlenbach ist Heddernheim als Umsteigepunkt ohnehin uninteressant. Wer von dort aus in die Stadt will, steigt bereits in Niedereschbach oder Kalbach in die U2 um. Für die Anwohner aus diesen Stadtteilen ist die Direktanbindung an das NWZ mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und sonstiger Infrastruktur (wie Ärzte, Versorgungsamt etc.) insofern wichtiger. Und die bleibt erhalten, wenn auch unter Inkaufnahme einer längeren Fahrzeit, gegen die sich hauptsächlich der Protest richtet.

  • Zitat

    Original von Alf_H
    OK, aber wenn Du die Linie 29 (weiter) zum NWZ führen willst, musst Du eine Lösung für die 26 (Riedbergzentrum - Sandelmühle - Heddernheim) finden.
    Der 251er scheidet aus. Also bräuchte man wieder eine andere Lösung.


    Nein, musst du nicht, denn die Notwendigkeit, heddernheim anzuschließen, entfällt. Und bevor du jetzt was zur Sandelmühle sagst, lese bitte.

  • Zitat

    Original von bernem
    Man braucht gar nicht so sehr über den Frankfurter Tellerrand hinausschauen, denn im Frankfurter Osten gibt es eine Regionalbuslinie, die innerstädtische Aufgaben übernimmt.


    Die Buslinie 551 (Offenbach Hbf - Fechenheim - Bergen-Enkheim - Bad Vilbel Bahnhof) fährt laut Fahrplan knapp 50 Minuten, davon fährt sie etwa 30 Minuten auf Frankfurter Gebiet.


    Was übrigens wenig bekannt ist:
    Diese Linie war (ebenso wie die 251, die ursprünglich als Linie 72 von den Stadtwerken Frankfurt betrieben wurde) anfangs eine städtische Linie. Sie trug von der Eröffnung im September 1950 bis zum 31. August 1957 die Liniennummer 64, wonach die Konzession dann an die DB überging.


    Zu FVV-Zeiten erhielt sie die Regionalbusziffer 940, die vom RMV erst vor einigen Jahren geändert wurde. Die jetztige Linie 64 ist also bereits die vierte, die unter dieser Nummer betrieben wird:


    1: Bad Vilbel - Offenbach
    2: Bad Vilbel - Konstablerwache (bis Mai 1961 noch als L. 57)
    3: U-Bahn Kalbach - Gewerbegebiet Niedereschbach
    4: U-Bahn Ginnheim - U Miquelallee (jetzt Hauptbahnhof)


    Das ist jetzt zwar etwas abseits vom Thema, aber immerhin ist die 3. Linie 64 in der heutigen 29 aufgegangen ;)