Sicherheit an der Eschersheimer Landstraße (war: 23.08.2010 - Unfall )


  • Mit Tempo 30 für die Stadtbahn hast du fast eine Halbierung der Fortbewegungsgeschwindigkeit. Du glaubst dann doch nicht allen ernstes das noch jemand die Stadtbahn nehmen würde, während nebendran der MIV mit Tempo 50 herumbraust??? O_o


    In die nördlichen Stadtteile ist die A-Strecke die schnellste und unkomplizierteste Verbindung, zwar ist man manchmal mit der S-Bahn und einem kleinen Umstieg schneller, aber auf jedenfall ist das gestreßter und auf keinen Fall barrierefrei.


    Worüber sich die Menschen in dem Thread Gedanken machen ist eine Verbesserung der verkehrlichen Situation auf der A-Strecke, also ÖPNV only. Das diese Vorschläge natürlich zu Lasten des MIV geht, muß man eben respektieren. Ich glaube im Autofahrerforum, falls es sowas überhaupt gibt, würde man anders diskutieren.


    Meine Intention ist es den ÖPNV attraktiver zu machen, ich will den MIV net verbannen, aber in seiner Attraktivität im innerstädtischen Bereich schon einschränken. Im übrigen kann ich Mario Barth auch net abhaben ;-D *lol* "Haste, haste, kennste, kennste????" *würg*


    Ost-West-Express
    Ja für mich haben andere Verkehrsprojekte auch klaren Vorrang. Dazu gehören die D-II, die Verlängerung der U5 ins Europaviertel und zum Frankfurter Berg, die Verlängerung der A-Strecke zur Sachsenhäuser Warte und eventuell zur Stadtgrenze Isenburg, die Überdeckelung der A661, ein Stadtbahnanschluß von Niederrad und Schwanheim usw.


    Aber dat iTüpfelchen, falls man zu viel Schotter übrig haben sollte und man ein Großteil der Projekte komplettiert hat, ja dann kann man die A-Strecke untertunneln, besonders da auch eine Sanierung der alten Tunnelröhre un der Stationen anstehen würde...

    2 Mal editiert, zuletzt von Itchy ()


  • Sorry addy75, aber was machst Du, wenn eine Strecke für die Fahrt mit dem Auto uninteressant ist? Du siehst Die 'ne neue Strecke oder wechselst für diese Strecke das Verkehrsmittel.


    Im Übrigen geht es hier nicht um eine "Bedrohung" durch den MIV im einzelnen, sondern um eine Belastung durch den MIV im Allgemeinen, allein durch die Tatsache, dass in einem PKW auf 7 m² maximal 4 Personen sitzen, im Schnitt denke ich, sind es 1,5 Personen je PKW, aber immer noch 7 m² pro Fahrzeug. Allein schon vom Platzbedarf verbraucht also der MIV also wesentlich mehr Platz als der ÖPNV. Jetzt stell dich mal an die Eschersheimer, so in Höhe Fritz-Tarnow-Straße und versuch mal die Eschersheimer von einer Seite zu anderen zu überqueren. Nimmst Du ordnungsgemäß die Bedarfsampel, denkst Du, Du stehst Dir die Beine in den Bauch, weil Du meinst, unverhältnismäßig lange warten zu müssen.
    Die andere Variante ist, Du passt eine Lücke im Verkehr ab, während die Autos mit 50 bis 60 an Dir vorbei huschen, schließlich will ja die vermeintliche "grüne Welle" abgepasst werden. Machst Du das? Ich glaube, eher nicht. Und hier hast Du Deine "Bedrohung" durch den MIV, nämlich durch die Bevorzugung des MIV.


    Zurück zur ersten Szene: Nehmen wir an, nach vermeintlich langen Warten hast Du grün und gehst strammen Schrittes über die zwei Fahrspuren. Jetzt bist Du auf der Mittelinsel zwischen zwei Fahrspuren und der A-Trasse. Die Lücken zwischen den Bahnen sind taktbedingt um einiges größer, nämlich so um die 1 bis 1 min 20 sek. Hier fällt die Entscheidung, bei rot zu gehen, viel leichter (Du entscheidest dich wahrscheinlich sicherheitshalber für grün). Immerhin musst Du ja noch mal über zwei Fahrspuren. Und da wartest Du wieder an der Bedarfsampel, die auf den MIV ausgerichtet ist, während wieder die Autos in dichter Folge mit 50 bis 60 km/h an. Und wieder wartest Du eine gefühlte Ewigkeit auf grün. Und das ganze stellst Du dir jetzt mal vor, dass Du ein wenig Zeitdruck hast und eventuell regnet es sogar noch, was ja in unseren Breitengraden gar nicht so selten ist. Und jetzt will ich mal von Dir hören, was mehr belastet und Risiken birgt? Ich vermute, als Antwort würde ich hören: die Autos.


    Und jetzt zu dem, was Itchy gesagt hat: nicht er fordert die U-Bahn auf 30 h zu drosseln, sondern tatsächlich Mitglieder des Ortsbeirates. Solange kein Tunnel für Eschersheimer in Aussicht ist gibt es meiner Ansicht nach nur eine Möglichkeit: die Eschersheimer für den MIV uninteressant machen durch weniger Fahrspuren, keine grüne Welle und mehr Übergangsmöglichkeiten für Fußgänger. Momentan ist die Situation diese, dass ich rund 28 Meter mit insgesamt drei ampelgeregelten Übergängen zu überwinden habe, von denen allein zwei auf den "chaotischen" (weil individuell und nur eingeschränkt vorhersehbar) MIV ausgerichtet sind und eine an der U-Bahn, bei der die Signale technisch gesteuert sind. Hier können für die Fußgänger ganz andere Querungszeiten eingeplant werden durch Dauergrün und Rot nur bei Anforderung durch die U-Bahn.


    Dass die Escherheimer hauptsächlich dem Durchgangsverkehr dient sehe ich nach wie vor nicht mehr so. Das mag vor 40-50 Jahren so gewesen sein, als es noch keine Rosa-Luwemburg-Straße und keine A661 gab. Heute erfüllt sie längst nicht mehr diese Aufgabe. Natürlich ist sie noch eine Grundnetzstraße, das ist z.B. der Marbachweg aber auch. Und der ist trotz einer Spur je Fahrtrichtung zwischen Eckenheimer und Eschersheimer eine ziemlich direkte innerstädtische Verbindung zwischen der A661 bzw. der B3a und der A66.


    Ich weiß, dass ich auch ziemlich hartnäckig auf meiner Meinung bestehe, aber ich finde, die Diskussion sollte aber weiterhin sachlich und mit Respekt geführt werden. Vor allem sollten natürlich auch andere Ansichten und Argumente nicht abgebügelt werden mit versteckten Aussagen wie "das war schon immer so und bleibt so und damit basta" oder "bist Du nicht mein Freund, dann bist Du mein Feind". Eine Diskussion bedarf immer, dass man sich bemüht, die Angelegenheit auch von der anderen Seite zu betrachten. Und wer weiß, vielleicht saugt ja auch der eine oder andere politisch Verantwortliche Nektar an diesem Forum des Meinungsaustauschs.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass man mit 300-400 Millionen Euro anderswo mehr Menschenleben retten kann als im Schnitt eins pro Jahr auf der Eschersheimer. Wenn es denn wirklich darum ginge, Menschenleben zu retten.

    fork handles

  • Zitat

    Original von Alf_H
    Wenn die DII-Strecke gebaut wird, welche Linie sollte denn dann auf der Eschersheimer eingestellt oder ausgedünnt werden ?
    Die U1, U2, U3, U8 werden auch dann noch bestehen. Der Riedberg will sicher auch eine direkte Anbindung an die City.


    Wenn man die U8 auf der Eschersheimer belassen will bliebe immer noch die U1, welche man über die D-Strecke führen könnte. Denkbar wäre, die D-Süd-Röhren am HBF zu einer Wendeanlage zusammenzuführen und die U1 dann vom HBF nach Heddernheim Gleis 3 fahren zu lassen. Wenn man die Entstehungsgeschichte der U1 kennt, weiß man daß es ursprünglich sowieso ähnlich geplant war und die jetzige Führung aus der Not heraus geboren wurde.

    Die U5 bleibt Stadtbahn! Jetzt fehlt noch die Stadtbahnstrecke zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte...
    http://www.ginnheimer-kurve.de
    -Ja zur Stadtbahn!-

  • Zitat

    Original von Jörg L
    Ich könnte mir vorstellen, dass man mit 300-400 Millionen Euro anderswo mehr Menschenleben retten kann als im Schnitt eins pro Jahr auf der Eschersheimer. Wenn es denn wirklich darum ginge, Menschenleben zu retten.


    Mit 300-400 Millionen Euro könnte man bestimmt zehntausenden oder sogar hunderttausenden von Menschen in der Dritten Welt das Leben retten, aber darum geht es hier nicht. Wenn es alleine danach ging, dann hätten wir nie auch nur einen Cent in die Infrastruktur oder den Luxus gesteckt, sondern alles gespendet. Ist ne nette Idee, aber die Realität ist nicht so altruistisch anderen Mitmenschen gegenüber.
    Man bedenke auch was Stuttgart21 kostet und wieviele Steuergeschenke den Reichen gemacht werden......


    Nur mal so zur Information...
    In Deutschland fließt mehr Geld, ist mehr Reichtum und Luxus vorhanden als zu allen anderen Zeiten der Geschichte. Unsere Wirtschaftsleistung und Wirtschaftskraft ist viel größer als noch vor Jahrzehnten und unsere Unternehmen haben die höchste Produktivität auf der Welt. Geld ist mehr da als man denkt, aber der Staat will es nicht. Es wird den Reichen und Unternehmen in den Rachen geworfen! Ich frage mich wie man nur in den 60er Jahren eine U-Bahn bauen konnte und wieso das heute obwohl wir besser dastehen als je zuvor nicht mehr geht. Aber das sind bundespolitische Entscheidungen.


    Aber es ist schon eine himmelschreiende Unverschämtheit, dass der Bund die Kommunen immer mehr belastet und das Geld das er spart den Reichen und Supereichen, über Steuergeschenke und Steuerschluplöcher, in den Hals schmeißt. So kann eben eine der reichsten Kommunen Deutschlands, nämlich Frankfurt, die grundlegenden Pflichten gegenüber dem Bürger nur kaum wahrnehmen. Ich hoffe das ändert sich mal und auch eine landesweite Reform bezüglich der Gewerbesteuer wird von der nächsten Landesregierung zügig angenommen, so können die Speckgemeinden um Frankfurt eben die Metropole steurlich nicht mehr dumpen.


    Aber das hat alles hier jetzt nur indirekt mit der Eschersheimer zu tun ;-)

  • baeuchle:

    Zitat

    Was genau forderst du aber für den Wahlkampf? Dass das Europaviertel nicht untertunnelt wird, dafür aber die Eschersheimer? (Ich glaube nicht, dass das kostenneutral wäre).


    thogoe:

    Zitat

    Zumal die Erweiterung der U5 nach Westen ob komplett unterirdisch oder teils oberirdisch auf jeden Fall richtig ist..........
    .........Jede Diskussion über eine geplante und beschlossene Erweiterung des Stadtbahnnetzes halte ich für gefährlich, da dann immer gleich wieder die wesentlich weniger leistungsfähige Straßenbahn ins Spiel gebracht wird.


    Selbstverständlich sollte die "Stadtbahn" in das Europaviertel fahren, eine Systemdiskussion sollte natürlich nicht angestoßen werden.
    Soweit mir bekannt soll sie lediglich aus ästhetischen Gründen im Tunnel geführt werden. Da es nun mal das einzige aktuell geplante Tunnelobjekt ist, für das Mittel bereit stehen wäre es doch eine Überlegung wert, diese Mittel umzuschichten und sie für den dringend unter der Eschersheimer benötigten Tunnel stecken.
    Kostenneutral wäre es sicher nicht aber wo ein Wille ist wäre auch ein Weg
    Mir ist durchaus bekannt, dass die Planungen im Europaviertel so weit fortgeschritten sind, dass ein Umplanen seeeehr große Kreise ziehen würde.
    Für den Wahlkampf könnte ich mir vorstellen, dass die, ich nennen es mal Tieferlegung der Bahn, ein Thema wird mit dem sich die Politiker(innen) bitte einmal kreativ auseinander setzen mögen, sei es auch den Tunnel im Europaviertel zu überdenken und ob es nicht doch "Sondermittel" aus Wiesbaden geben könnte, oder Mittel die für die m.E. überflüssige "Sanierung" der westlichen Heerstraße o.ä. Projekte für die Eschersheimer aufzuwenden.

    Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

  • Zitat

    Original von Chrizzz95
    Und jetzt will ich mal von Dir hören, was mehr belastet und Risiken birgt?


    Die Stadtbahntrasse; da man ohne diese in einem Rutsch die Straße überqueren könnte, wie dies im südlichen Abschnitt der Eschersheimer Landstraße der Fall ist. Dort sind auch die Gehwege breit.

  • Zitat

    Original von John2


    Die Stadtbahntrasse; da man ohne diese in einem Rutsch die Straße überqueren könnte, wie dies im südlichen Abschnitt der Eschersheimer Landstraße der Fall ist. Dort sind auch die Gehwege breit.


    Ich kann da nur teilweise zustimmen. Die Luftbildaufnahmen auf http://www.frankfurt.de zeigen mir halt auch was anderes, beginnend ab Tunnelstrecke. Außerdem habe ich mir mal die Mühe gemacht, die Abstände abzumessen (Angaben gerundet, gemessen Fahrbahnmitte):
    Am Grünhof mit Mittelinsel, 85 m
    Polizeimeister-Kasper-Straße Nord mit Mittelinsel, 191 m bis
    Miquel-/Adickes-Alle Nord und Süd mit Mittelinsel, 410 m bis
    Bremer Straße/Cronstettenstraße Süd mit Mittelinsel und sogar Überführung, 130 m bis
    Holzhausenstraße Nord und Süd ohne Mittelinsel, 207 m bis
    Fürstenberger Straße nur Süd ohne Mittelinsel, 97 m bis
    Wolfsgangstraße nur Süd ohne Mittelinsel, 105 m bis
    Hansaallee Nord mit Mittelinsel, 232 m bis
    Grüneburgweg/Fichardstraße Nord und Süd ohne Mittelinsel, 193 m bis
    Querstraße Nord ohne Mittelinsel, 213 m bis
    Bockenheimer/Eschenheimer Anlage Nord und Süd mit Mittelinsel.


    Der Überweg am Grünhof, na ja, ist ja auch direkt hinter dem Tunnelmund. Lasse ich diesen Überweg außen vor steht das Verhältnis von Überquerungen mit zu ohne Mittelinsel 7:7, also unentschieden. Das Argument, das dort, wo die Tunnelstrecke ist die Eschersheimer in einem Rutsch überquert werden kann, kann so m.E. nicht zählen. Argument akzeptiert?

  • Übrigens: laut statistischem Jahrbuch des Landes Hessen 2008 kamen in Frankfurt in den Jahren 1995 bis 2008 insgesamt 116 Fußgänger im Straßenverkehr bei Unfällen ums Leben und 5875 wurden verletzt. Ich weiß leider nicht, wieviele Opfer in diesen 14 Jahren auf der A-Strecke zu beklagen sind. Natürlich will ich damit nicht schönreden, aber vielleicht sollte man dies auch im Hinterkopf behalten. Allerdings, neben der VGF und dem Verkehrsdezernat hat die Polizei noch die KEBU (Kommission zur Ermittlung und Beseitigung von Unfallschwerpunkten). Anscheinend sieht die KEBU im Bereich der A-Strecke keinen besonderen Handlungsbedarf, zumal wohl alle Personenschäden auf Regelmissachtung der Opfer zurück zu führen ist. Ich denke, bei Unfällen zwischen Fußgängern und dem MIV sieht das Verhältnis etwas anders aus, wobei ich nicht davon ausgehe, dass immer oder meistens die Autofahrer schuld sind. Natürlich will ich damit nicht den MIV grundsätzlich verteufeln. Aber schon bin ich nach wie vor der Ansicht, dass der MIV und die Bevorzugung dessen in der Verkehrsführung und -steuerung nachteilig für die Fußgänger ist und sich auf andere Bereiche des Verkehrs auswirkt.

  • Ich habe hier mal eine Frage an die Eingeweihten des ÖPNV...


    Wo die Diskussion zur Eschersheimer läuft. Die Stadt Frankfurt beschafft doch in mehreren Losen neue Triebwagen vom Typ U5 mit einem Volumen von 300 Millionen € und es gibt keinerlei Zuschüße von Bund und Land, soweit korrekt?
    In Nürnberg ging im Jahre 2008 die Linie U3 als automatisierte U-Bahn in Betrieb. Und wie ich im wiki-Beitrag feststellen muß wurden die Fahrzeuge zu 50% bezuschußt. Wären auf Frankfurt umgerechnet 150 Millionen Euro Ersparniss. Also fast schonmal die Hälfte um auf den Tunnel zu sparen ;-)


    Wieso läuft die Förderung des ÖPNV in Bayern super und bei uns gar nicht?
    Sind die Verantwortlichen der Stadt Frankfurt dumm? Sind die Rahmenbedingungen in Hessen aufgrund eben anderer Landesregierung schlechter? Welchem Landespolitiker muß man den Kopf waschen? Liegt es daran das niemand Frankfurt mag?


    Also ich habe den Eindruck das Frankfurt wirklich zur Melkkuh Hessens degradiert ist. Der Stadt wird viel aufgebürdet aber die Landesregierung bezuschußt hier nichts. Vielleicht auch ein Fehler das Wiesbaden die Landeshauptstadt ist und net Frankfurt, so sind die Politiker weit ab vom Schuß hier, obwohl es die größte Stadt Hessens ist...naja aber eigentlich is scho recht das es Wiesbaden ist ^_^

    Einmal editiert, zuletzt von Itchy ()

  • Chrizzz95, Du hast die Funktion der Eschersheimer Landstraße oberhalb des Alleenrings im Frankfurter Straßennetz offensichtlich nicht verstanden.


    Sie ist (über die östliche Hügelstraße) die schnellste Anbindung an die A661, von der unteren Eschersheimer kommend und obendrein die Verbindung nach Heddernheim, Eschersheim, Ginnheim und noch immer in die Nordweststadt. Über die Dillenburger Straße wird dann auch noch die Rosa-Luxemburg-Straße erreicht, mit der Anbindung von Riedberg, Kalbach und Oberursel ohne Autobahnbenutzung.
    Von der Hügelstraße kommt man dann auch noch via Jean-Monnet-Straße zum Frankfuter Berg und nach Bonames


    Die Akzeptanz der Alternativen ab dem Alleenring - also östlich über Alleenring, Rat-Beil-Straße und (derzeit sowieso nicht) Friedberger Landstraße zur 661 oder über die Gießener Straße nach Bonames, bzw. westlich über Miquelknoten und Rosa-Luxemburg-Straße ist deutlich geringer, zumal gerade die Friedberger Landstraße schon im Normalzustand ihren eigenen Quellverkehr aus der Innenstadt mitbringt.


    Was man machen könnte, wäre z.B. 15 Sekunden nach Beginn der Grünphase über die Gleistrasse eine beidseitige Fußgänger-Grünphase über die Fahrbahnen zu schalten, so dass jeder, der brav gewartet hat, bis es Grün wird, wenigstens auf der gegenüberliegenden Seite auch direkt die Fahrbahnen überqueren kann. Damit reduziert sich die Wartezeit auf ein Mal Warten an der gefährlichsten Stelle


  • :] Danke Xinali, so ist's mir recht: 1. überzeugende Argumente, falls mir etwas fehlt oder ich falsch sehe und 2. Vorschläge, wie man etwas verbessern kann.


    Die Argumente zu den Wegebeziehungen kann ich durchaus nachvollziehen. Klar, dass man nicht den kompletten MIV auf der Eschersheimer "ausschalten" oder wegdiskutieren kann.


    Der Lösungsvorschlag ist m.E. ein guter Ansatz, wenn sich dadurch die Querungszeiten für Fußgänger über die Eschersheimer sprübar reduzieren. Ich könnte mir schon vorstellen, dass dann der Reiz oder Drang, irgendwelche Teilabschnitte bei Rot zu überqueren, sinkt.

  • >Wenn die DII-Strecke gebaut wird, welche Linie sollte denn dann auf der
    >Eschersheimer eingestellt oder ausgedünnt werden ?
    >Die U1, U2, U3, U8 werden auch dann noch bestehen.


    U2 & U3 weiterhin volles Programm, U1 halbes Programm (bis Römerstadt)
    Nieder Eschbach/Riedberg nur via BW, Hbf.


    >In Nürnberg ging im Jahre 2008 die Linie U3 als automatisierte U-Bahn in
    >Betrieb. Und wie ich im wiki-Beitrag feststellen muß wurden die Fahrzeuge
    >zu 50% bezuschußt.
    >Wieso läuft die Förderung des ÖPNV in Bayern super und bei uns gar nicht?


    Wir könne ja mal versuchen fahrerlose U5 Fzg zu ordern und eine Modellstrecke
    für ebenerdigen fahrerlosen Betrieb einrichten.... :D :rolleyes:


    >Welchem Landespolitiker muß man den Kopf waschen? Liegt es daran das
    >niemand Frankfurt mag?


    Hmm...Eschborn mag doch schon immer Farnkfurt nicht...... ;)


    >Vielleicht auch ein Fehler das Wiesbaden die Landeshauptstadt ist und
    >net Frankfurt, so sind die Politiker weit ab vom Schuß hier


    Hat aber nicht zu einem ordentlichen Stadtverkehr geführt (Tram eingestellt)
    Und sonderlich übersichtlich ist das Busnetz auch nicht:


    http://www.eswe-verkehr.de/ima…d/Liniennetzplan_2010.pdf ;)


    ...wer weiß wie es dann Frankfurt ergangen wäre.....

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Zitat

    Original von Darkside
    >Wenn die DII-Strecke gebaut wird, welche Linie sollte denn dann auf der
    >Eschersheimer eingestellt oder ausgedünnt werden ?
    >Die U1, U2, U3, U8 werden auch dann noch bestehen.


    U2 & U3 weiterhin volles Programm, U1 halbes Programm (bis Römerstadt)
    Nieder Eschbach/Riedberg nur via BW, Hbf.


    Also, erstens hatte ich gestern bewusst von "in 20 Jahren" geredet, was jeder zu ignorieren scheint, und zweitens ist die Verbindung Riedberg - Eschersheimer für die Uni sehr wichtig und wird nicht mehr abgeschafft werden. (Es sei denn natürlich, man verwirklicht mit der DII eine dieser zick-zack-Varianten, die man hier letztens irgendwo hat sehen können).


    Also, kurzfristig U1 nur halb, ok. Wenn man wirklich den Verkehr verringern will, wäre auch eine Teilung der U3 zwischen Eschersheimer und Ginnheim denkbar. Aber langfristig - ich wiederhole mich - wird man wieder dahin kommen, die komplette Kapazität auszunutzen, denn der Verkehr wird nicht weniger werden.

  • Zitat

    Original von Xalinai
    Sie ist (über die östliche Hügelstraße) die schnellste Anbindung an die A661, von der unteren Eschersheimer kommend und obendrein die Verbindung nach Heddernheim, Eschersheim, Ginnheim und noch immer in die Nordweststadt. Über die Dillenburger Straße wird dann auch noch die Rosa-Luxemburg-Straße erreicht, mit der Anbindung von Riedberg, Kalbach und Oberursel ohne Autobahnbenutzung. Von der Hügelstraße kommt man dann auch noch via Jean-Monnet-Straße zum Frankfuter Berg und nach Bonames


    Nicht ganz richtig, sie ist nämlich die einzigste Anbindung Eschersheim an die A661! Es ist schon ziemlich gehirnamputiert, dass wenn man von Alt Eschersheim auf die A661 will, man die Eschersheimer runterfahren muß, dann auf die Hügel, die Jean-Monet und dann erst auf die Autobahn kommt, obwohl die Autobahn Eschersheim in Höhe der Sportanlagen streift. Man fährt hier einen Umweg von etwa 3 km, wenn man in dir nördliche Richtung auf die A661 will.


    Ein weiter Autobahnanschluß würde die Eschersheimer massiv entlasten, auch die Jean-Monet müsste besser mit den umliegenden Straßen verknüpft werden.


    Zitat

    Original von Xalinai
    Die Akzeptanz der Alternativen ab dem Alleenring - also östlich über Alleenring, Rat-Beil-Straße und (derzeit sowieso nicht) Friedberger Landstraße zur 661 oder über die Gießener Straße nach Bonames, bzw. westlich über Miquelknoten und Rosa-Luxemburg-Straße ist deutlich geringer, zumal gerade die Friedberger Landstraße schon im Normalzustand ihren eigenen Quellverkehr aus der Innenstadt mitbringt.


    Nein falsch, wenn du von Süden aus der Stadt kommst, dann wirst du dich nie für die Eschersheimer entscheiden, sondern immer für die Rosa-Luxemburg (NWZ und Riedberg) oder die Friedberger und dann die A661 (Riedeberg, Bonames und Co.). Also hat man heute fast keinen Durchgangsverkehr mehr auf der Eschersheimer.


    Die Anwohner des Dornbusches sind eigentlich auch schneller über den Alleenring und die Friedberegr auf der A661 als über die Eschersheimer. Vielleicht führt andauernder Stau dazu, das diese Variante nicht so attraktiv erscheint.



    Man bedenke das die Eschersheimer auch die tolle Straße fast ohne Abbiegemöglichkeiten ist, sie ist von sich aus schon recht unattraktiv für Auswärtige, die hier immer fluchen müssen. Bis man in seine Zielstraße einbiegen kann, muß man eventuell einen kilometer langen Umweg fahren.


    Eine einspurige Führung der Eschersheimer ist ohne Probleme möglich, nur braucht man dann auch eine anltenative Anschlußmöglichkeit für die Eschersheimer Bürger. Auch kann man einfach die zugeparkten Flächen auf dem nördlichen Teil der Eschersheimer einfach räumen und sie einer anderen Nutzung zuschreiben. Wenn ich sehe das hier manchmal Lieferantenlaster zur Rush-Hour parken und der Verkehr trotzdem fließt, dann kann mir keiner erzählen das es eine Fahrspur auch nicht machen würde.


    Zitat

    Original von Darkside
    Wir könne ja mal versuchen fahrerlose U5 Fzg zu ordern und eine Modellstrecke für ebenerdigen fahrerlosen Betrieb einrichten....


    Soweit ich mich entsinne wurde in Frankfurt auf der U4 eben genau das automatisiert Nürnberger Modell getestet. Welch Ironie der Geschichte ;-D *lol*


    Zitat

    Original von Darkside
    Hat aber nicht zu einem ordentlichen Stadtverkehr geführt (Tram eingestellt) Und sonderlich übersichtlich ist das Busnetz auch nicht:


    Da hast du schon recht, da die hessischen Landesfürsten immer ein wenig mehr von der autogrechten Stadt geträumt haben ;-D Insoweit haben wir Glück gehabt X-D *lol*

    Einmal editiert, zuletzt von Itchy ()

  • Zitat

    Nicht ganz richtig, sie ist nämlich die einzigste Anbindung Eschersheim an die A661! Es ist schon ziemlich gehirnamputiert, dass wenn man von Alt Eschersheim auf die A661 will, man die Eschersheimer runterfahren muß, dann auf die Hügel, die Jean-Monet und dann erst auf die Autobahn kommt, obwohl die Autobahn Eschersheim in Höhe der Sportanlagen streift. Man fährt hier einen Umweg von etwa 3 km, wenn man in dir nördliche Richtung auf die A661 will.


    Von Eschersheim auf die A 661 in Richtung Norden geht genau anders herum:
    Maybachbrücke - Dillenburger - Rosa-Luxemburg - Marie-Curie ... und schon bist Du an der Anschlussstelle Heddernheim !


    Vom östlichen Teil Eschersheims geht´s auch über den Berkersheimer Weg zur Homburger Landstraße, diese nach rechts zur AS Eckenheim (Jean-Monet-Straße), und schon geht´s auf die A 661.

  • Zitat

    Da hast du schon recht, da die hessischen Landesfürsten immer ein wenig mehr von der autogrechten Stadt geträumt haben


    Ich befürworte nicht nur deswegen den Anschluss Hessens - oder wenigstens des Rhein-Main-Gebiets - an Bayern. Wir haben davon n u r Vorteile :D :


    1.) Drei Feiertage mehr im Jahr ! ;)
    2.) Eine Landesregierung, die so weit weg ist, dass sie nicht wie die hessische mit Halbwissen über Frankfurt "glänzt". Um München als ihre Landeshauptstadt werden sie immer zwar immer am meisten bemüht sein, aber wenigstens verbocken sie nichts in Frankfurt, um unsere Heimatstadt gegenüber Wiesbaden und Eschborn klein zu halten. :D
    3.) Die Bayern fördern innovative Verkehrsprojekte - wie die erwähnte fahrerlose U-Bahn in Nürnberg und die Einhausung der A 3 bei Aschaffenburg. Da hätte auch die Einhausung der A 661 bei Bornheim Chancen !
    4.) Seht Euch einmal an, in welchem Tempo in München U-Bahnen gebaut werden: In der Zeit, in der in Frankfurt eine Teilstrecke - wie D I - geplant und gebaut wird, gibt es in München eine komplette neue Linie. :D
    5.) Wir kämen in den Genuss des Bayerntickets ! :D
    6.) Falls ganz Hessen aufgelöst wird, sparen die Steuerzahler eine überflüssige Landesregierung ein, die ohnehin wenig für ihre Bürger tut und die ich als Deutschlands rechts-konservativste und am meisten populistische einschätze.
    7.) Und zum Schluss noch die Wirtschaftsförderung: Wir Hessen können endlich unseren Äppelwoi nach ganz Bayern exportieren und erhalten im Gegenzug dafür weit größere Mengen anständiges Bieres (bisher gibt es nur Licher, Glaabs, Pfungstädter und die Frankfurter Lokalbrauereien !) :D

  • Zitat

    7.) Und zum Schluss noch die Wirtschaftsförderung: Wir Hessen können endlich unseren Äppelwoi nach ganz Bayern exportieren und erhalten im Gegenzug dafür weit größere Mengen anständiges Bieres (bisher gibt es nur Licher, Glaabs, Pfungstädter und die Frankfurter Lokalbrauereien !)


    Und Darmstädter! ;)

  • Zitat

    Original von Itchy


    Nicht ganz richtig, sie ist nämlich die einzigste Anbindung Eschersheim an die A661! Es ist schon ziemlich gehirnamputiert, dass wenn man von Alt Eschersheim auf die A661 will, man die Eschersheimer runterfahren muß, dann auf die Hügel, die Jean-Monet und dann erst auf die Autobahn kommt, obwohl die Autobahn Eschersheim in Höhe der Sportanlagen streift. Man fährt hier einen Umweg von etwa 3 km, wenn man in dir nördliche Richtung auf die A661 will.


    Ein weiter Autobahnanschluß würde die Eschersheimer massiv entlasten, auch die Jean-Monet müsste besser mit den umliegenden Straßen verknüpft werden.


    Wenn man die A661 lange genug kennt, dann weiß man, dass sie mal eine Ausfahrt am Berkersheimer Weg hatte - als sie nämlich dort endete.


    Dort wieder einen Autobahnanschluß zu bauen ist aber vermutlich eine der schlechteren Ideen zur Entlastung der Eschersheimer Landstraße, da die Verkehrsanbindung dort u.a.S. ist: Der Berkersheimer Weg endet am Bahnübergang Lachweg und die Zehnmorgenstraße - also Verlängerung des Berkersheimer Weges führt über Schleichwege auch nur zur Eschersheimer Landstraße - was hätten wir also gewonnen?


    Der bessere Weg von Eschersheim Nord zur Autobahn 661/A5 Richtung Norden ist über Dillenburger/Hesse/Olof-Palme zur Auffahrt Heddernheim. Das sind dann 3 km statt 7 km über deine Strecke (von der Batschkkapp aus). Zur A5 Richtung Süden kann man tatsächlich die Eschersheimer durch Dillenburger/Rosa-Luxemburg/Miquelknoten ersetzen, das sind nur 800 m mehr und angenehmer zu fahren.


    Zitat


    Nein falsch, wenn du von Süden aus der Stadt kommst, dann wirst du dich nie für die Eschersheimer entscheiden, sondern immer für die Rosa-Luxemburg (NWZ und Riedberg) oder die Friedberger und dann die A661 (Riedeberg, Bonames und Co.). Also hat man heute fast keinen Durchgangsverkehr mehr auf der Eschersheimer.


    Von der Kreuzung Alleenring/Eschersheimer bis zum Bad Homburger Kreuz ermittelt Google Maps eine Wegstrecke von 9,8 km über Eschersheimer und Hügelstraße und 10.7 km über die Rosa-Luxemburg-Straße - letztere Strecke ist auch deutlich weniger intuitiv erfassbar als einfach geradeaus, einmal rechts, einmal links.

    Zitat


    Die Anwohner des Dornbusches sind eigentlich auch schneller über den Alleenring und die Friedberegr auf der A661 als über die Eschersheimer. Vielleicht führt andauernder Stau dazu, das diese Variante nicht so attraktiv erscheint.


    Was meinte ich wohl mit "eigenem Quellverkehr aus der Innenstadt" und "derzeitige Verkehrssituation"?
    Vom Dornbuschgebiet fährt man aber besser den Marbachweg bis zur Eckenheimer Landstraße, wenn man nach Norden will und wenn man nach Süden will bis zur Homburger Landstraße und dann eine Runde um die Friedberger Warte.

    Zitat


    Man bedenke das die Eschersheimer auch die tolle Straße fast ohne Abbiegemöglichkeiten ist, sie ist von sich aus schon recht unattraktiv für Auswärtige, die hier immer fluchen müssen. Bis man in seine Zielstraße einbiegen kann, muß man eventuell einen kilometer langen Umweg fahren.


    Die Eschersheimer ist eben für den Durchgangsverkehr ausgelegt.


    Das mit dem Finden einer Zielstraße kann ich nicht bewerten, da ich zu lange in der Gegend unterwegs war und auch meinen Führerschein dort gemacht habe - Westentasche, sozusagen.