Upps, sorry, das habe ich übersehen ... :O
Sicherheit an der Eschersheimer Landstraße (war: 23.08.2010 - Unfall )
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"Andererseits ist mir der Seitenblick an den Übergängen inzwischen so in Fleisch und Blut übergegangen das ich ihn auch bei Grün werfe... 20 Jahre Konditinierungen hinterlassen dann doch Spuren... "
Irgendwie finde ich die Diskussion lustig - wer sagt mir, dass ich dann nicht mal an einem schlechten Tag umgekehrt funktioniere? Ich hätte mich ein paar mal schon fast dabei erwischt - aus Routine....
Wie ich hier schon mal geschrieben habe, bleibt die Ampel über die U-Bahn-Gleise noch mehr als 10 Sekunden rot, obwohl die U-Bahn durchgefahren ist und keine andere U-Bahn in Sicht. Bei der Vias geht die Schranke gleich nach Zugdurchfahrt wieder hoch.Und wirklich ärgerlich sind auch die ewig langen Ampelzeiten für die zwei Spuren der Eschersheimer. Kein Auto in Sicht, aber man muß trotzdem fast 90 Sekunden warten und das zweimal zusätzlich zur U-Bahn Ampel. Da verliert man die Geduld und das Verständnis für die Sicherheitsaspekte. Da wird hochgerechnet, wie viel länger die U-Bahnfahrt wegen der Langsamfahrt von 30 km/h braucht. Setzt das doch mal in Relation zum Brötchenholen und der Zeit, die man dafür wegen der Ampelschaltung braucht.
Es wurde auch gesagt, man solle doch mehr Zeit mitbringen, indem man früher aufbricht. Ich kann das leider nicht, da ich meinen Arbeitsplatz erst zu einer bestimmten Zeit verlassen darf, aber noch meinen Zug im Hauptbahnhof kriegen muß und das ist jeden Abend superknapp. Das kann ich mir nicht aussuchen, das hat der RMV so festgelegt. Da muss ich zumindest die Eschersheimer oft bei Rot überqueren, sonst verpasse ich meinen Zug. Und das wir dann zur Routine. Oder wenn ich in meiner knappen Mittagspause etwas erledigen muss auf der anderen Seite der Eschersheimer. Ich wünschte mir ja auch, das wäre alles anders, aber das ist es eben nicht und ich denke, man kann dafür am besten etwas tun, wenn man den Fußgängern mehr Rechte zugesteht. Dann ist auch das Gefühl vielleicht nicht mehr da, sich gegen die Regeln wenden zu müssen, weil man sich extrem benachteiligt fühlt.
Klar können die Konsequenzen für jeden Füßgänger schlimm sein, wenn er sich nicht an die von oben gesetzten Regeln hält, aber es gibt so Sekundenbruchteile, da denkt man eben nicht dran und das eben nicht immer aus Dummheit oder Risikobereitschaft. Bitte verurteilt die armen Opfern nicht noch nachträglich, das finde ich menschenverachtend.
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Wie ich früher schon schrieb, Zeiten werden unterschiedlich wahrgenommen.
W a r t e zeiten werden normalerweise immer als unangenehm empfunden und als deutlich länger wahrgenommen. Coffeebox verbringt von seinen 30 Minuten Mittagspause gefühlte 90 Minuten vor den roten Ampeln, während die Bahnfahrt im realen Zeitverhältnis vergeht und vielleicht sogar bei einer charmanten Mitreisenden oder beim Blick aus dem Führerstand
doppelt so schnell.Das wäre doch d e r Lösungsvorschlag, der gleichzeitig die Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland auf 0,0 % bringt: Für alle Ampeln an der Eschersheimer werden eigens Ampel-Hostessen und Ampel-Steward eingestellt, deren einzige Aufgabe darin besteht, den an den Ampeln wartenden Fußgängern und Radfahrern die Wartezeit so angenehm wie möglich zu gestalten und sie damit zum Beachten der Lichtsignale zu bringen.
Natürlich braucht man stets mehr Hostessen und Stewards als es Wartende gibt, um allen möglichen Bedürfnissen nach Alter, Geschlecht, kulturellem Hintergrund etc. gerecht zu werden.
Möglicherweise wird der eine oder die andere unter den Wartenden in Hostess oder Steward den Traumpartner fürs Leben entdecken - gut fürs soziale und kulturelle Image der Stadt!
Teuer ? Die Kosten dürften sich ziemlich genau mit denen einer Tunnelstrecke die Waage halten:
500 Leute werden eingestellt, kosten pro Jahr etwa 30.000 € - also 15 Mio. im Jahr. Nach 20 Jahren sind etwa die Kosten des Tunnelbaus erreicht. Nur der kostet ja auch zusätzliche Unterhaltskosten (z.B. für die Aufzüge etc.) und braucht auch Rücklagen für die nach einigen Jahrzehnten anstehende Grunderneuerung.Die Ampellotsen dagegen erfordern keine zusätzliche Kosten, bringen sogar noch Geld zurück in die Sozialversicherungen und Steuerkassen. Und kosten kein Hart IV mehr. Nebenbei: Auch die Vandalismus-Schäden dürften gegen 0 gehen.

Also: Nur Vorteile !
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>Vom Padanoster fahren zwischen Heddernheim und Südbahnhof
Ahhhhjaaaaa......wusste bisher gar nicht, daß das die A-Strecke ein Hochhaus
ist.....http://de.wikipedia.org/wiki/Paternosteraufzug
>Das wäre doch d e r Lösungsvorschlag, der gleichzeitig die Arbeitslosigkeit in
>ganz Deutschland auf 0,0 % bringt: Für alle Ampeln an der Eschersheimer
>werden eigens Ampel-Hostessen und Ampel-Steward eingestellt, deren
>einzige Aufgabe darin besteht, den an den Ampeln wartenden Fußgängern
>und Radfahrern die Wartezeit so angenehm wie möglich zu gestalten und
>sie damit zum Beachten der Lichtsignale zu bringen.Wozu? Mit dem Personal kann man die Ampeln ausschalten und dann
übernehmen die die Verkehrsregelung in dieser Rangfolge:-Stadtbahn
-Fußgänger
-PKW -
Die FR berichtet in ihrer heutigen Online-Ausgabe erneut über den Umbau der Station Am Lindenbaum mit dem Ziel, (tödliche) Unfälle von Fußgängern in Zukunft zu vermeiden:
http://www.fr-online.de/frankf…2798/4661948/-/index.html -
Und wieder berichtet die FR über die Eschersheimer:
Todesstrecke Eschersheimer Landstraße
Die Ideen liegen auf der StraßeZum angesprochenen Thema der rot Phasen:
Von der Borsigallee kenne ich es nur so, dass immer grün ist, außer die Bahn kommt gerade. Aber auch da wäre es gestern Abend fast zum Unfall gekommen, weil eine Frau die Bahn Richtung Stadt noch erreichen wollte, aber noch jene in Richtung Enkheim vorbeilassen musste, dann wollte sie losrennen (es war rot!), aber da kam gerade die Bahn Richtung Stadt und konnte die Frau nur durch hupen aufhalten.Daher glaube ich auch nicht, dass sowas auf der Eschersheimer mehr bringen würde, so lange die Leute bei rot losgehen.
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Im ersten Zeitungsartikel heißt es "Das ständige Rot solle weg, und damit verbunden auch die rund 25 Prozent der Frankfurter jeden Alters, die über rote Ampeln laufen – wie das Verkehrsdezernat unlängst statistisch erfasste."
Meiner Meinung nach laufen eher 90% aller Frankfurter im Bereich von U- und Straßenbahnen über rote Ampeln.
Man wird allerdings auch dazu erzogen.
Beispiel: Frankfurt West Richtung Messe (mein Arbeitsweg). Um die Gleise an der Hamburger Allee zu überqueren, muss man nach Drücken des Knopfes bis zu einer Minute warten, bis die Ampel auf Grün schaltet - obwohl weit und breit keine Straßenbahn zu sehen ist.
So nimmt man die Rotphasen nicht mehr Ernst. Das ist genauso wie mit Tempo 30 auf gut ausgebauten Straßen. Autofahrer ignorieren das Tempolimit dadurch, auch wenn es mal sehr sinnvoll sein sollte.
Die Idee, dass Fußgängerampeln an Gleisübergängen nur dann auf Rot schalten, wenn eine Bahn einfährt, finde ich daher sehr gut. Ein Countdown ist auch eine schöne Idee. -
Die FR berichtet weiter über die Eschersheimer:
Vorfahrt für KinderDas Foto in dem Artikel finde ich nicht gut, suggeriert es doch, dass die Passanten trotz - angeblich - heranfahrender Bahn über den Bahnsteig laufen. Auch wenn es in den Kontext des Artikels passt: Das muss nicht sein!
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Zitat
Original von 420 281-8
Das Foto in dem Artikel finde ich nicht gut, suggeriert es doch, dass die Passanten trotz - angeblich - heranfahrender Bahn über den Bahnsteig laufen.
Noch herrscht in Deutschland Rechtsverkehr. -
Zitat
Original von John2
Noch herrscht in Deutschland Rechtsverkehr.
Ich muss trotzdem 420 281-8 zustimmen. Das Bild suggeriert bei flüchtigem Betrachten - offensichtlich gewollt - eine (tatsächlich nicht bestehende) Gefahrensituation. -
Zitat
Original von axs
Im ersten Zeitungsartikel heißt es "Das ständige Rot solle weg,Bin mal gespannt, wie das gehen soll: im nachmittäglichen Berufsverkehr wird jeder Übergang von 24 Zügen pro Richtung, insgesamt also von 48 Zügen passiert; rein rechnerisch also von 1 Zug alle 1,25 Minuten. Das bedeutet für die Fußgänger, es ist eigentlich immer rot. Die Varianate wie an der Borsigallee, immer grün ausser wenn ein Zug kommt, geht hier tagsüber gar nicht.
Sag doch mal einer, wo die längeren Grünphasen herkommen sollen.
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Zitat
Original von tunnelklick
Bin mal gespannt, wie das gehen soll: im nachmittäglichen Berufsverkehr wird jeder Übergang von 24 Zügen pro Richtung, insgesamt also von 48 Zügen passiert; rein rechnerisch also von 1 Zug alle 1,25 Minuten. Das bedeutet für die Fußgänger, es ist eigentlich immer rot. Die Varianate wie an der Borsigallee, immer grün ausser wenn ein Zug kommt, geht hier tagsüber gar nicht.Sag doch mal einer, wo die längeren Grünphasen herkommen sollen.
Stell dich mal in der HVZ an einen beliebigen Übergang entlang der Eschersheimer und achte darauf, wie lange nach den Zügen noch rot ist, und wieviel Zeit zwischen den Zügen tatsächlich wäre, nochmal grün zu schalten.
Um deine Frage aber zu beantworten: Durch intelligente Schaltungen.
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Zitat
Original von Don Bosco
Ich muss trotzdem 420 281-8 zustimmen. Das Bild suggeriert bei flüchtigem Betrachten - offensichtlich gewollt - eine (tatsächlich nicht bestehende) Gefahrensituation.
Ob man dem Bildjournalisten wirklich einen Vorwurf daraus machen und von ihm verlangen kann, dass er darüber nachdenkt, ob sich jemand an dieser Stelle auskennt oder nicht oder ob der Bildbetrachter logisch denken kann? Abgesehen davon, ob ihm ggf. überhaupt ein anderes Foto von der Stelle zur Auswahl vorlag?Wie John2 schon sagte, herrscht in Deutschland Rechtsverkehr. D. h., unabhängig davon, dass man auf dem Foto nicht erkennen kann, ob die Bahn sich bewegt oder nicht, und unabhängig davon, ob die Fußgängerampel nun grün zeigte oder nicht, lässt sich für jemanden der logisch denken kann daraus keine Gefahrensituation herleiten.
Für den, der sich dort auskennt, ist die Sache ohnehin klar: Das Foto wurde vom Übergang Fritz-Tarnow-Straße in Blickrichtung Hügelstraße aufgenommen. Die Bahn steht also entweder am Bahnsteig oder entfernt sich gerade Richtung Heddernheim. Ich wäre von daher nicht auf die Idee gekommen, mir irgendetwas suggerieren zu lassen. Das hat der Journalist bestimmt auch nicht so gesehen. Das sind schließlich auch nur Menschen und überwiegend keine Hellseher...
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Zitat
Original von tunnelklick
Sag doch mal einer, wo die längeren Grünphasen herkommen sollen.
Das ist doch ganz einfach.
Demnächst wird die Strecke umgebaut, so daß S-Wagen auf ihr fahren können und dann kommt nur noch alle 10 Minuten eine Doppeltraktion durch, die natürlich nur 30km/h auf einem Rasengleis in der Mitte der Straße fährt. Damit die bösen Autofahrer nicht die Fußgänger gefährden wird die gesamte Eschersheimer Landstraße zu einer verkehrsberuhigten Zone umgestaltet, d.h. Schrittgeschwindigkeit statt 50km/h. Alternativ kann man die Straße auch zu einer Fußgängerzone umgestalten, und die PKWs konsequent verdrängen. Hach, wie gut sich doch sinnlose Forderungen anfühlen. -
Wieso fordert eigentlich niemand das Sperren der Eschersheimer für den Autoverkehr?
Auf den Fahrspuren könnte man einen kilometerlangen Park errichten.
Die U-Bahn bleibt, durch den fehlenden Autoverkehr würde sich aber die Warteabschnitte für Fußgänger von 3 (2 Auto, 1 U-Bahn) bzw. bis zu 4-5 an Kreuzungen auf 1 reduzieren.
Weiterhin wären Fußgänger nicht zwischen Bahngleise und Fahrstreifen eingeklemmt.Und da die U-Bahn elektrisch betrieben wird, hätte man auf der Eschersheimer eine abgasfreie grüne Lunge.
Dazu noch schön breite Radwege, genug Platz ist ja dann.Ist die Eschersheimer als Straße wirklich so wichtig, dass man sie nicht sperren könnte?
Wer fährt auf der Eschersheimer, der nicht sein Auto in einem zu bauenden Parkplatz in Heddernheim abstellen könnte und stattdessen mit der U-Bahn fahren könnte?edit: Zwei Beiträge zur gleichen Zeit mit der gleichen Idee, der eine mit, der andere ohne Ironie

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Original von John2
Noch herrscht in Deutschland Rechtsverkehr.Und noch dazu haben Fahrradfahrer ihren Drahtesel über den Überweg zu schieben. Daß es ein Rad-Überweg ist, wäre mir nämlich neu.
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Wie wärs mal mit Springlichtern? So ein statisches Rotlicht lässt sich viel leichter übersehen also zwei gelb blinkende Lichter. Andernorts gibt es auch übergänge mit 48 oder gar 60 ( http://maps.google.de/maps?f=q…0.00066,0.001308&t=k&z=20 ) Fahrten, die wohl noch nicht so viele Tote "erzeugt" haben.
Natürlich passieren dort auch Unfälle, die scheinen aber seltener zu sein. -
Ich wäre für einen Fußgängerschein analog zum Führerschein oder einen Mindestgrad an Fitness und Intelligenz

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Zitat
Original von hansibahn2
Wie wärs mal mit Springlichtern? So ein statisches Rotlicht lässt sich viel leichter übersehen also zwei gelb blinkende Lichter. Andernorts gibt es auch übergänge mit 48 oder gar 60 ( http://maps.google.de/maps?f=q…0.00066,0.001308&t=k&z=20 ) Fahrten, die wohl noch nicht so viele Tote "erzeugt" haben.
Natürlich passieren dort auch Unfälle, die scheinen aber seltener zu sein.Du gehst, wie viele Andere auch, davon aus, dass irgendwelche Hinweise übersehen wurden. Wie sich in den Befragungen der Rotlatscher immer wieder zeigt (siehe auch verlinkte Videobeiträge), sind die sich alle bewusst, dass sie gerade eine rote Ampel passiert haben. Damit sind alle Maßnahmen, die ein vorsätzliches Überqueren der Gleise bei Rotlicht nicht verhindern, gleich wirkungslos.
Dagegen hilft nur, tatsächlich die Übergänge für ein Jahr mit Aufsichten zu versehen, die jedem Rotlatscher das fällige Verwarnungsgeld direkt abknöpfen.
[SIZE=6]Ersatzweise zwei großgewachsene Russen, die Ohrfeigen verteilen - das tut weniger weh als überfahren zu werden und der Lerneffekt ist unvergleichlich schneller als Geldstrafen. Aua, nein ich geh nicht wieder bei Rot! ;-)[/SIZE] -
B)
ZitatOriginal von Xalinai
Du gehst, wie viele Andere auch, davon aus, dass irgendwelche Hinweise übersehen wurden. Wie sich in den Befragungen der Rotlatscher immer wieder zeigt (siehe auch verlinkte Videobeiträge), sind die sich alle bewusst, dass sie gerade eine rote Ampel passiert haben. Damit sind alle Maßnahmen, die ein vorsätzliches Überqueren der Gleise bei Rotlicht nicht verhindern, gleich wirkungslos.
Dagegen hilft nur, tatsächlich die Übergänge für ein Jahr mit Aufsichten zu versehen, die jedem Rotlatscher das fällige Verwarnungsgeld direkt abknöpfen.
DIESE Rotlatscher sind NICHT das Problem, denn das man sie befragen konnte zeigt, dass sie den Rotlauf ueberlebt haben.
DAS Problem sind diejenigen merkbefreiten Blindhuehner jeglichen Alters, die gar nicht auf die Ampel und die Bahn achten. Und das wird halt immer wieder mit dem Tode bestraft, so traurig das fuer Betroffene sein mag.
Ansonsten bin ich der Meinung, das Tempo 30 nichts bringt. Wenn schon, dann Tempo 5, Entfernung aller Zaeune auf der Fussgaengerzone Eschersheimer Landstrasse und auch der Tueren an den Wagen, plus Aufstiegshilfen aka Treppen an denselben. Damit kann man jederzeit und an jeder Stelle auf- oder absteigen und die Diskussion ueber den Umbau der Haltestellen wird unsinnig. Und da die U-Bahn dann vom Weissen Stein zur Hauptwache mehr als eine Stunde braucht, fahren weniger Leute mit und man braucht keine neuen Zuege.

Noch en Gude,
Manfred