Sicherheit an der Eschersheimer Landstraße (war: 23.08.2010 - Unfall )

  • Ist ist unglaublich, was sich so mancher ausdenkt 8o


    Es ist leider jemand umgekommen, durch den "Zusammenstoß" mit einer Stadtbahn.


    Das Opfer war in diesem Fall 91(!) Jahre, schon mal *irgendwie* bedacht?


    Ich frage mich, wann der erste auf die Idee kommt an jeden Überweg einen Schrankenwart o.ä. zu stellen.


    Die Strecke ist meist gerade, übersichichtlich und mit Ampel geregelt.


    DIE DAME hat einen Fehler gemacht, in dem sie die Gleise bei Rot betreten hat. Von dieser "Sorte" Mensch (verzeiht den Ausdruck) hat's jede Menge auf dieser Welt, die einen Fehler machen, fahrt doch mal mit jemandem in Auto durch die Stadt (oder stellt euch an die Galluswarte).


    Was Fußgänger hier bewusst (!) für Fehler machen und dann das Auto zu Verwantwortung ziehen wollen... Die Straßenbahn steht hier oder fährt aufgrund der Station langsam, sonst wäre auch sie "die Dumme".


    Egal, was hier bei den Beiträgen der MIV mit ins Spiel kommen muss, das wissen bestimmt nicht mal die Verfasser der Beiträge.

  • Zitat

    Original von LJL
    Durch den geringeren Querschnitt der Kfz-Spuren würde auch die Geschwindigkeit des MIV sinken.


    Haha, glaubst aber auch nur Du. Auf der Mainzer Landstraße fährt auch niemand langsamer als 50km/h weil es keine echten zwei Fahrspuren gibt. Da wird nur einspurig gefahren, wenn ein LKW oder Bus unterwegs ist, sonst zweispurig und im sehr geringen Abstand zur anderen Fahrspur. In Autobahnbaustellen wird auch regelmäßig schneller als 80km/h gefahren, obwohl die linke Fahrspur nur 2m breit ist.

    Zitat

    Original von LJL
    Somit wäre eine Überquerung der Eschersheimer an fast jeder Stelle möglich, wodurch Umwege entfallen würden.


    Und das bedingt zwangsläufig, daß die Fahrgeschwindigkeit der Stadtbahn reduziert werden muß, da es sonst deutlich mehr Tote gibt. Der Gitterverschlag ist nicht grundlos installiert worden.

  • Zitat

    Original von addy75
    [...] Das Opfer war in diesem Fall 91(!) Jahre, schon mal *irgendwie* bedacht?[...]


    Ja, nämlich in dem Sinne, dass man in diesem Altern von keinem Menschen mehr eine uneingeschränkte Aufmerksam für den Verkehr erwarten kann. Daher finde ich Deinen Vergleich mit jedem x-beliebigen Menschen, der bei Rot über den Fußgängerüberweg rennt, unangemessen und unangebracht.

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...

  • Zitat

    Original von Condor


    Graben im warsten Sinn, denn für ein Böschung reicht der Platz nicht.
    Also ein nach oben offener Tunnel, benötigt vermutlich dann Querstreben und Brücken.
    Macht wohl keinen Sinn.


    Ich stelle mir jetzt mal das Geschrei (Anwohner, Geschäftsleute, OBR, FDP, FR etc.) vor, falls wirklich ein Tunnel gebaut werden sollte. Wenn schon die letzten Gleisbauarbeiten in den Sommerferien und SL 18 Proteste und obskure Forderungen hervorgebracht haben... Und das wäre nur ein kleiner Bruchteil der zu erwartenden Behinderungen.


    Es muss ja nicht der Tunnel in der Atombunkerbauweise der originalen A-Strecke sein, bei die Tunnelsohle über 12 Meter unter der Erde liegt. Die wurde übrigens in offener Bauweise erstellt (ich weiß, dass Ihr das alle wisst).


    Wie wäre es mit einem Tunnel mit bogenförmiger Decke (wie die S-Bahn Stationen in Offenbach), bei dem die Decke so nah an der Oberfläche verläuft, dass sie mit Oberlichtern durchbrochen werden kann. Damit kommt man bei der Frankfurter Tunnelhöhe auf nur etwa die Hälfte an Bautiefe mit entsprechend geringeren Kosten und es entstehen keine B-Ebenen mit langen unterirdischen Verkehrswegen und hohen Unterhaltskosten.


    Dabei entsteht an der Oberfläche ein breiter bepflanzter Mittelstreifen um diese Oberlichter herum. Die Haltestellen werden als Mittelbahnsteige angelegt und mit Treppen und Aufzügen von diesem Mittelstreifen her erreicht.


    An jedem der drei Zugänge (Bahnsteigenden und mittiger Aufzug mit jeweils 70 Metern Abstand wegen 100m Bahnsteiglänge + Länge der Zugänge) ist dann eine Querungsmöglichkeit der Straße vorzusehen.


    An der Hügelstraße wird die Station wohl unter der Kreuzung liegen müssen. Am weißen Stein kann die Station ein Stück nach Norden verschoben werden und damit eine bessere Anbindung zur S-Bahn schaffen.


    Die Fahrbahn wird dabei geringfügig zur Straßenmitte verschoben, wodurch breitere Gehwege und/oder ordentliche Fahrradstreifen möglich werden.

  • Hi



    Ja und? Was ist die Intention deiner Aussage? Sind ältere Menschen jetzt klar Menschen zweiter Klasse, nur weil man denkt das sie net mehr richtig sehen, gehen und hören können. Meine Großmutter ist mit 84 Jahren von einem Auto totgefahren worden und Schuld war nicht sie, im allgemeinen würde ich behaupten sie war fiter und agiler als du und ich zusammen.


    Jetzt mal von meiner Großmutter weg...es ist einfach wieder ein Unfall auf der A-Strecke, auf der es gehäuft zu Unfällen kommt. Und jetzt nicht bitte wieder eine Statistik und ein Vergleich mit Unfällen auf dem Flughafen in Bongding oder Unfällen mit dem IV in Sauhousen. Es geht ganz konkret um die A-Strecke!


    Und es geht auch noch um viel mehr. Die A-Strecke zerschneidet einfach verschiedene Stadteile und die Überquerung dauert wirklich lange und ist meinem subjektiven Empfinden nach sehr unangenehm. Für den Fußgänger wirkt der Übergang wirklich sehr bedrohlich, das liegt auch oder gerade am schnellen IV.


    Und die Strecke ist potthässlich. Von 1-10 auf der Ekelskala erreicht die ganze Eschersheimer Ldstr. ne glatte 9. Hier könnte man städtebaulich so viel machen, mit oder ohne Tunnel. Dabei soll die Eschersheimer vor Urzeiten mal ganz schniecke gewesen sein ;-)


    Zitat

    Original von addy75
    DIE DAME hat einen Fehler gemacht, in dem sie die Gleise bei Rot betreten hat. Von dieser "Sorte" Mensch (verzeiht den Ausdruck) hat's jede Menge auf dieser Welt, die einen Fehler machen, fahrt doch mal mit jemandem in Auto durch die Stadt (oder stellt euch an die Galluswarte).


    Was Fußgänger hier bewusst (!) für Fehler machen und dann das Auto zu Verwantwortung ziehen wollen... Die Straßenbahn steht hier oder fährt aufgrund der Station langsam, sonst wäre auch sie "die Dumme".


    Was ist das für eine beschränkte Aussage? Ich darf doch mehr um Feinheit bei der Ausformulierung bitten!


    Ich mache jeden Tag tausende Fehler, da beginnt mit dem Aufstehen und dem Frühstück und hört mit dem zu Bett gehen auf. So geht es allen Menschen, keiner ist perfekt. Und insoweit machen Autofahrer genausoviele Fehler wie Fußgänger!

  • Trenn doch mal die Argumentationsketten.


    1. Ja, die Strecke ist eine städtebauliche Katastrophe, sie sieht scheußlich aus.


    2. Es gibt keine ernsthafte Alternative zur Eschersheimer Landstraße als Nord-Süd-Verbindung zur Innenstadt, da die untere Eckenheimer Landstraße Automassen nicht aufnehmen könnte.


    3. Die Übergänge sind so angelegt, dass niemand versehentlich auf die Gleise läuft. Es ist schlicht nicht möglich, von der Straße kommend in gerader Linie auf die Gleise zu laufen, dabei rennt man gegen die Gitter. Wenn wir jetzt noch die Variante auslassen, dass jemand beim Überqueren der Gleise bei Grün gestürzt wäre (kein Fall belegt), sind alle, die überfahren wurden, vorsätzlich bei Rot aufs Gleis gelaufen. Deutsches Sprichwort: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!". Was das Verhältnis zwischen Aufmerksamkeit und körperlicher Leistungsfähigkeit angeht: Wie viele Kinder und Jugendliche wurden dort überfahren? Die Unfallursache ist Hektik, Eile, Ungeduld und Selbstüberschätzung von Erwachsenen. Und wer bloß den Kick braucht soll 'ne Runde "Frogger" spielen, falls das noch wer kennt.


    Die Argumentation für eine Untertunnelung muss, wenn sie Erfolg haben soll an den ersten beiden Punkten ansetzen - dass es dann auch keine Gleislatscher mehr gibt (Mittelbahnsteige!) wird dann ein positiver Nebeneffekt sein.

  • Über die Eschersheimer und die Stadtbahn wird ja wohl offensichtlich schon diskutiert, seit das "Provisorium" besteht. Die Argumente sind seit dieser Zeit immer gleich und hier bereits mehrfach genannt.
    Was mich mal interessieren würde: Passieren denn auf diesem Streckenabschnitt wirklich soviel mehr Unfälle, als auch anderen Streckenabschnitten, wo sich Schiene und IV die Ebene teilen müssen?
    Klar ist natürlich, daß bei einem Unfall mit der Stadtbahn die Folgen spürbar sind - drei Linien schaffen halt doch ne Menge Passagiere weg :-)

  • Zitat

    Original von 420 281-8


    Ja, nämlich in dem Sinne, dass man in diesem Altern von keinem Menschen mehr eine uneingeschränkte Aufmerksam für den Verkehr erwarten kann. Daher finde ich Deinen Vergleich mit jedem x-beliebigen Menschen, der bei Rot über den Fußgängerüberweg rennt, unangemessen und unangebracht.


    So so, habe ich hier mit x-beliebigen Menschen verglichen ?


    Also mal etwas aufgedröselt:
    Die Dame war älter, ob sie geistig fit war o.ä. liegt nicht in dem Breiche dessen, über was wir urteilen können und dürfen!
    Sie hat die Straße überquert und hat dann bei rot die Schienen überquert.
    Was hat diese Aktion mit dem IV, der so hohen Geschwindigkeit, der Schönheit der Strecke zu tun? NICHTS!


    SIE hat einen Fehler gemacht, den sie leider mit dem Leben bezahlt hat und kein MIV-Fahrer.


    Zu den"X-beliebigen Menschen". Zu beachten ist, dass die Dame schon älter war, daher ist's etwas mit Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Mainzer Ldstr am Güterplatz. Da läuft morgens eine Horde Schüler quer über die Straße, kommt es zu einem Unfall ist der MIV Schuld.
    Aus dem Bus an der Galluswarte in Richrtung Innenstadt kommt ein Schwung Fahrgäste, läuft vorne um den Bus und läuft über die Straße, kommt es zum Unfall ist der MIV Schuld.
    => Es ist egal, oder der Fußgänger alt /jung, "dumm"/schlau, selbst einen Führerschein bestitz oder nicht, der MIV trägt IMMER eine Mitschuld.


    Mir hat man als Kind beigebracht nicht bei Rot die Straße zu überqueren und auch am Zebrastreifen zu schauen, ja selbst an der Ampel zu schauen, ob das Auto mich/ die Ampel sieht, da man gegenüber der Bahn/ dem MIV IMMER den kürzeren zieht.
    Die Gesetzeslage hat sich aber so geändert, dass der MIV immer irgendwie Mitschuld hat, selbst wenn der Fußgänger grob fahrlässig handelt.



    Zu dem vorliegenden Fall:
    Wieso fängt man nun ein Diskussion an, in dem wieder der MIV beteiligt ist, er hat doch damit gar nichts zu tun?
    Wie soll man die Strecke denn noch sichern, soll man jedem das Denken abnehmen?
    Die Dame war Älter, das macht das ganze komplexer, ändert aber nichts an dem Punkt, dass sie ihre Aktion absichtlich getätigt hat!




    Zitat

    Original von Itchy
    Hi



    ...sind ältere Menschen jetzt klar Menschen zweiter Klasse....


    Ich hatte mir vorgenommen mit dir nicht mehr zu diskutieren, beberschst du die Kunst des Worte verdrehen doch perfekt.
    WO habe ich ältere Menschen zu zweitklassigen Personen degradiert?


    Zitat

    Original von Itchy
    ...es ist einfach wieder ein Unfall auf der A-Strecke, auf der es gehäuft zu Unfällen kommt. Und jetzt nicht bitte wieder eine Statistik und ein Vergleich mit Unfällen auf dem Flughafen in Bongding oder Unfällen mit dem IV in Sauhousen. Es geht ganz konkret um die A-Strecke!


    Joh, das ist es... Stimmt eine Statistik der "Toten" auf der Eschersheimer <-> A-Strecke (Eschersheimer) wäre nicht nur makaber...sie würde auch nicht in dein Bild passen


    Zitat

    Original von Itchy
    Und es geht auch noch um viel mehr. Die A-Strecke zerschneidet einfach verschiedene Stadteile und die Überquerung dauert wirklich lange und ist meinem subjektiven Empfinden nach sehr unangenehm. Für den Fußgänger wirkt der Übergang wirklich sehr bedrohlich, das liegt auch oder gerade am schnellen IV!


    Ja, schön ist die Strecke nicht.
    Was hat die Überquerung dieser wieder mit dem so schnellen MIV zu tun, der wie die Bahn auch ~50km/h fährt?


    Zitat

    Original von Itchy


    Was ist das für eine beschränkte Aussage? Ich darf doch mehr um Feinheit bei der Ausformulierung bitten!


    Ich mache jeden Tag tausende Fehler, da beginnt mit dem Aufstehen und dem Frühstück und hört mit dem zu Bett gehen auf. So geht es allen Menschen, keiner ist perfekt. Und insoweit machen Autofahrer genausoviele Fehler wie Fußgänger!


    Kommst du irgendwie mit der Aussage nicht klar, soll ich sie dir erklären?


    Es geht nicht darum ob Menschen Fehler machen oder auch nicht.
    Der Fehler der Dame war bei rot zu laufen, was hat der MIV damit zu tun?


    Die gegenseitige Rücksichtnahme wird immer weniger. Als Fußgänger besteht man auf seinem Recht, die Fehler des MIV sind nicht akzeptabel (ja sie sich auch weitaus schwerwiegender), im gleichen Atemzug sind die bewußten Aktionen der Fußgänger (Fehler, nicht am Zebrastreifen die Straße überqueren, bei Rot über die Ampel, vor dem Bus, zwischenn den Autos durch...) durch den MIV zu tollerieren und zu egalisieren.


    An der Galluswarte rennen die Leute über die Straße, ihr Fehler, dummerweise kommt es zum Unfall, ich bin involviert und es wird ein Fehler, an dem ich beteiligt und mitschuldig bin. Es ist wieder der böse MIV.
    Ich hoffe du konntest folgen....

    2 Mal editiert, zuletzt von addy75 ()

  • Sag mal addy, besteht Dein Leben nur aus 100 % iger Einhalten aller Regeln ?


    Wenn schon, dann bitte noch eine dazu : § 1 StVO - gegenseitige Rücksichtnahme !


    Heißt: Fährst Du, egal ob mit Auto oder auch Fahrrad, durch eine Straße, wo Kinder in der Nähe spielen: Geschwindigkeit ´runter ! Kann immer mal ein Kind vorhuschen oder ein Ball ans Fahrrad dotzen.


    Heißt: Bist Du im Bereich einer Haltestelle, und dort hält gerade ein Bus oder Bahn: Geschwindigkeit ´runter, da können Fahrgäste ein- und aussteigen oder vor oder hinter dem Fahrzeug plötzlich hervorlaufen.


    Kommt es dann infolge der Unachtsamkeit eines Fußgängers zum Unfall, haben Auto- oder Radfahrer meist zu Recht Mitschuld, weil sie sich nicht auf die Situation eingestellt haben, heißt anzuhalten oder langsamer gefahren sind. Springt mir jemand bei Tempo 10 vors Fahrrad oder Dir bei Tempo 20 vors Auto, dürften die Folgen dann auch für alle Beteiligten eher zu verschmerzen sein - im wahrsten Sinne des Wortes - als bei Tempo 25 (Rad) oder 50 (Auto).


    Und wenn regelmäßig bestimmte Regeln mißachtet werden, sollten vielleicht die Regeln überprüft werden. Falschparken von Autos wird zumindest faktisch allgemein toleriert, und jeder Autofahrer, der sich über ein Knöllchen beschwert, ist sich zumindest des Mitgefühls der anderen sicher.


    Wenn Fußgänger massenhaft bei Rot laufen, dann sollte eben überprüft werden, ob nicht Umwege und Wartezeiten zu lang sind und die Situationen überhaupt überschaubar sind. Und da besteht durchaus ein gewisses Missverhältnis: Um eine Kreuzung an der Eschersheimer als Fußgänger regelkonform zu überqueuren, braucht man etwa ähnlich lange wie für die Fahrt mit der U-Bahn zur Hauptwache.

  • >es ist einfach wieder ein Unfall auf der A-Strecke, auf der es gehäuft zu
    >Unfällen kommt


    Es wäre ja auch erstaunlich, wenn es auf der Bremer Straße zu Unfällen mit
    Stadtbahnfahrzeugen käme :rolleyes:


    >die Überquerung dauert wirklich lange


    Ich war in Köln vor kurzem unterwegs und habe da auch an Kreuzungen der
    Hauptstraßen auch schweinisch lange gestanden. Das ist keine Spezialität der
    Eschersheimer Landstrasse. Besuch mal Aachener Straße/Gürtel. Lauf mal
    den Bereich Westkopf Severisnbrücke ab.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Alles andere als eine Untertunnelung, und einer damit dauerhaft verbundenden Verkehrsberuhigung (30 km/h Zone und Grünraumgestaltung) wäre nur wieder eines der vielen Frankfurter Provisiorien.


    Andernfalls müsste man wohl beides, den Individualverkehr und den Bahnverkehr auf ein mögliches Minimum verlangsamen um


    a) Sicherheit für Fußgänger zu schaffen
    b) Die Wohnsituation für Anrainer zu verbessern


    Wenn die Politik in Frankfurt nicht in der Lage ist DIESES Projekt gefördert zu bekommen dann könnte man auch ein Äffchen ins Bürgermeisteramt setzten. Man sieht ja was der Bund alles fördert (siehe Stuttgart 21)

  • Zitat

    Original von exit


    Wenn die Politik in Frankfurt nicht in der Lage ist DIESES Projekt gefördert zu bekommen dann könnte man auch ein Äffchen ins Bürgermeisteramt setzten.


    Also, so wuerde ich die Dame nun wirklich nicht nennen!


    ;-)


    Wann beginnt die Stadt Frankfurt endlich Lotto zu spielen? Nur wenige hundert Sechser mit Zusatzzahl und schon ist die U-Bahn bezahlt. Dauert moeglicherweise weniger als tausend Jahre, wenn man genug Geld einsetzt. Und wenn die FDPler sich bis dahin an den Haltestellenzugaengen mit der Sammelbuechse hinstellen, kommen auch noch ein paar Mark zusammen. Gleichzeitig koennen sie ja die vorwiegend erwachsenen (!!) Gleisquerer ermahnen.


    Und das Warten auf eine Loesung ist ja eine typisch Frankfurter Loesungsweise. Wunder dauern bekanntlich etwas laenger.


    Noch en Gude aus Eschnem,
    Manfred

    "Genießt das Leben in vollen Zügen !"

  • Zitat

    Original von Ost-West-Express
    Sag mal addy, besteht Dein Leben nur aus 100 % iger Einhalten aller Regeln ?


    Nein, natürlich nicht. Darum ging es ja auch net.


    Zitat

    Original von Ost-West-Express
    Heißt: Fährst Du, egal ob mit Auto oder auch Fahrrad, durch eine Straße, wo Kinder in der Nähe spielen: Geschwindigkeit ´runter ! Kann immer mal ein Kind vorhuschen oder ein Ball ans Fahrrad dotzen.


    Das ist doch selbstverständlich. Da stimme ich dir auch 100%.


    Zitat

    Original von Ost-West-Express
    Heißt: Bist Du im Bereich einer Haltestelle, und dort hält gerade ein Bus oder Bahn: Geschwindigkeit ´runter, da können Fahrgäste ein- und aussteigen oder vor oder hinter dem Fahrzeug plötzlich hervorlaufen.


    Hier geht es ja nicht um einen sondern um mehrer. Klar fährt man langsamer und achtet auch die Fehler der Fußgänger, aber warum ist das nötig?
    Die Fußgänger machen den Fehler die Straße, meist ohne Rücksicht zu betreten.


    Zitat

    Original von Ost-West-Express
    Kommt es dann infolge der Unachtsamkeit eines Fußgängers zum Unfall, haben Auto- oder Radfahrer meist zu Recht Mitschuld, weil sie sich nicht auf die Situation eingestellt haben, heißt anzuhalten oder langsamer gefahren sind. Springt mir jemand bei Tempo 10 vors Fahrrad oder Dir bei Tempo 20 vors Auto, dürften die Folgen dann auch für alle Beteiligten eher zu verschmerzen sein - im wahrsten Sinne des Wortes - als bei Tempo 25 (Rad) oder 50 (Auto).


    Hier muss man sich Fragen wieso? Ein Fußgänger hat auf einer Straße, außer an den Stellen wo es vorhergesehen ist, nichts zu suchen. Er begeht wissentlich einen Fehler / Regelverstoß, warum muss dafür ein Beteiligter mithaften? Viele, die dann schreihen, haben selbst einen Führerschein und kennen die Regeln, daran kann es nicht liegen. Wie oft passiert es mir, dass an der Weilburger Straße jemand über die Straße läuft, mit Handy am Ohr o.ä. und dann noch die Klappe aufreist, obwohl es rot ist. Wieso dreht man die Sache nicht mal um: Der Fußgänger muss damit rechnen, dass ein Auto auf der Straße kommen kann?


    Zitat

    Original von Ost-West-Express
    Wenn Fußgänger massenhaft bei Rot laufen, dann sollte eben überprüft werden, ob nicht Umwege und Wartezeiten zu lang sind und die Situationen überhaupt überschaubar sind.


    Klar kann man das Prüfen aber wieso muss man das tolerieren?
    Weil die Anzahl an Schwarzfahrern steigt kommt ja auch niemand auf den Gedanken die Fahrpreise zu senken

  • Zitat

    Original von addy75
    Hier muss man sich Fragen wieso? Ein Fußgänger hat auf einer Straße, außer an den Stellen wo es vorhergesehen ist, nichts zu suchen. Er begeht wissentlich einen Fehler / Regelverstoß, warum muss dafür ein Beteiligter mithaften? Viele, die dann schreihen, haben selbst einen Führerschein und kennen die Regeln, daran kann es nicht liegen. Wie oft passiert es mir, dass an der Weilburger Straße jemand über die Straße läuft, mit Handy am Ohr o.ä. und dann noch die Klappe aufreist, obwohl es rot ist. Wieso dreht man die Sache nicht mal um: Der Fußgänger muss damit rechnen, dass ein Auto auf der Straße kommen kann?


    Das ganze nennt sich Gefährungshaftung, weil von einem Kraftfahrzeug schon rein aus dem Vorhandensein und der Benutzung sich eine Gefährdung ergibt. Außerdem ist der MIV gegenüber dem Fußgänger der stärkere Verkehrsteilnehmer.


    Im Gegenzug stellt sich da die Frage, warum parken viele Autofahrer dort, wo sie nichts zu suchen haben, z.B. auf Gehwegen, auf Radwegen, direkt an Einmündungen u.s.w.? Sich dann über Fußgänger beschweren, die sich ihren Weg suchen (müssen) ist m.E. scheinheilig. Wie schon in einem vorigen Posting beschrieben, wird falschparken z.T. toleriert, aber Fußgängerfehlverhalten soll es nicht nach dem Motto, der Fußgänger ist selbst Schuld? Häufig fehlt halt doch gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme. Scheint aber ein Problem unserer modernen Ellenbogengesellschaft - auch von der FDP und CDU propagiert - zu sein: Platz da, jetzt komm ich und ich bin stärker/schneller/besser/klüger (Bitte passendes Attribut aussuchen).


    Letztendlich ist es so, dass es dem Fußgänger, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, erlaubt ist, eine Staße überall zu überqueren. Gehe ich an einer Fußgängerampel bei rot, kanns ein Knöllchen geben, mache ich das gleiche 10 Meter weiter, kann mir keiner was anhaben. Aber diese Diskussion hatten wir ja auch schon im Thread "Fußgängerampeln und Wartezeit".


    Zum Thema selbst denke ich, dass es zwar zu wünschen ist, wenn die U-Bahn auf der Eschersheimer untertunnelt werden könnte, auf der anderen Seite der MIV auf de Eschersheimer einen weit aus größeren Faktor spielt, von wegen der Verkehrsdichte und der zum Großteil gefahrenen Geschwindigkeiten.


    Ich bin der Ansicht, dass es sich bei den Todesopfern unter den Fußgänern mit U-Bahn-Zusammenstößen auch hauptsächlich um Folgen der Benachteiligung der Fußgänger gegenüber dem MIV (Stichwort Wartezeit an Ampeln) handelt. Langes Warten verleitet in Folge zum Beeilen und ggf. Mißsachten von Risiken, nämlich den weiteren ggf. roten Fußgängerampeln. Und da der MIV am ehesten belastend wirkt (Verkehrsdichte, gefahrene Geschwindigkeit, Umweltbeleastung) sehe ich als kurz- bis mittelfristige primäre Lösung erst mal eine Reduzierung des MIV und Begünstigung der Fußgänger vor dem MIV. Langfristig wäre auch eine Untertunnelung de U-Bahn vielleicht nicht ganz das schlechteste, womit aber bis auf weiteres erst mal nicht zu rechnen ist.


    Schön wäre in diesem Zusammenhang halt auch, wenn sich der eine oder andere motorisierte Verkehrsteilnehmer auch selbst mehr an die Regeln halten würde. Vielleicht färbts dann auch auf die Radfahrer und Fußgänger ab, sich eher an die Regeln zu halten. Ich will hier keinem persönlich etwas vorwerfen, aber da müssen wir uns alle auch an die eigene Nase fassen.


    Edith sagte, fehlende Worte ergänzen und nach Rechtschreibung gucken. Wer jetzt noch Tippfehler findet, darf sie behalten :]

  • Zitat

    Original von Chrizzz95
    Und da der MIV am ehesten belastend wirkt (Verkehrsdichte, gefahrene Geschwindigkeit, Umweltbeleastung) sehe ich als kurz- bis mittelfristige primäre Lösung erst mal eine Reduzierung des MIV und Begünstigung der Fußgänger vor dem MIV.


    Das sehe ich genauso und deswegen auch der Vorschlag meinerseits zur Einrichtung von Zebrastreifen. Notfalls muss die Eschersheimer Landstraße eben einspurig werden... Die Wegnahme von Fahrstreifen für den Autoverkehr hat in Frankreich bisher auch gut funktioniert!

    X
    X
    X

  • Hi


    Nochmal allgemein zur Kulturgeschichte des Menschen, was ob man es jetzt für lächerlich hält oder nicht, dies ist der hauptauschlagebende Punkt für viele Unfälle ist. Vor Jahrtausenden wandelten unsere Vorfahren auf der Erde umher und konnten jedes Fleckchen für sich in Anspruch nehmen, ob es Wiese, Wald oder Feld war, alles war zu Fuß begehbar und man konnte auch überall ein Päuschen machen, wenn einem danach war. Ausnahmen waren klar gefährliche Orte wie Abgründe oder Vulkane etc. die einem schon sichtbar als Gefahrquelle erscheinen.
    Vor knapp 100 Jahren sogar war der Straßenraum unserer mitteleuropäischen Städte das Refugium der Fußgänger, zwar gab es Kutschen und Straßenbahnen, aber so etwas wie einen Bürgersteig und eine Asphaltdecke war absolut unbekannt, alles war so etwas wie ein "Shared Space".


    Heutezutage ist es doch so das der größte Flächenteil zugunsten des MIV ausfällt, während der Bürgersteig meistens auf ein Minimum zugeschnitten ist, wie gesagt nicht überall aber doch realtiv häufig. Die Bewegungsfreiheit ist entgegen unserer Natur auf einen kleinen Streifen zugeschnitten, der manchmal auch einengend wirkt und von uns daher als Bedrohung aufgefasst wird. In Verkehrsräumen wie etwa großen Kreuzungen herrscht massiver Streß aller Verkehrsbeteiligter, fast keiner schlendert relaxt gemütlich über eine große Kreuzung, alle sind bemüht da so schnell wie nur möglich rüberzulatschen, denn Relaxtheit führt zur Unachtsamkeit und diese wiederum kann zum Unfall führen. Jedoch kann kein Mensch den ganzen Tag immer konzentriert sein, besonders gegen abend wo man nach der Arbeit oder verrichteter Dinge müde wird.


    Und genau das ist das Problem auf der Eschersheimer, dort ist der Bürgersteig ab Dornbusch bis Weißer Stein, sehr schmal, während der MIV 4 Fahrspuren hat. Der zweitgrößte Bereich wird von der oberirdischen U-Bahntrasse eingenommen, ist aber halb so wild da in der Mitte. Dann geht nochmal ein großer Teil der Straßenfläche für die parkenden Autos drauf. Man fühlt sich als Fußgänger eingesperrt wie in einer Hasenkiste, teilweise können auf dem Bürgersteig nur 2 Fußgänger nebeneinander laufen, während der MIV mit 50 km/h und meistens weit mehr an ihnen vorbeirauscht. Die Situation ist sehr beklemmend und wirkt auf die Fußgänger sehr bedrohlich.


    Besonders an den schmal gepflasterten Bahnübergängen rauschen an der Straße die Autos vorbei während vor einem wartend die relativ massige U-Bahn reinrollt. Zwar gibt es keine wirkliche Gefährdung, psychologisch ist es aber ein mulmiges Gefühl. Ich habe selber viele Jahre ab und zu diese Übergänge überquert und habe mich als erwachsener und gestandener Mann leicht unwohl gefühlt, nicht etwa das ich panische Angst hatte aber eher ein Gefühl "komischer und blöder Ort der garantiert nicht zum Aufenthalt einlädt". Wenn Menschen eben in dieser Situation sind wollen sie da ganz schnell weg und da ist ne rote Ampel kein wirkliches Hinderniss.


    Das weitere größte Problem ist die Frequentierung der A-Strecke. Die ist nämlich sehr groß und alleine vom Fahraufkommen der U-Bahnwagen auf der Strecke dürfte es keinen einzigen Fußgängerüberweg geben, den allzu oft muß die U-Bahn auch auf das Signal zum Weiterfahren warten. Und statistisch ist die Chance einfach höher an einem Bahnübergang zu verunglücken wo alle 1:30 Minuten eine Bahn vorüberfährt als an einem Übergang wo sie alle 5 min rüberfährt, das muß einem schon klar sein.


    Problem auch das es sich beim Einzugsbereich der Eschersheimer fast auschließlich um ein Wohngebiet handelt, während es auf der vergleichbaren Borsigallee es sich nur um Kunden des Hessencenters und des Zentrums direkt gegenübers handelt. Hier ist die optisch kürzeste Strecke auch der U-Bahnübergang und man muß meisten nur selten lange warten, da die Strecke jetzt nicht übermäßig frequentiert ist. Auf der A-Strecke gibt es viele natürlich Wegstrecken die eben durch den MIV und die A-Strecke zerschnitten wurden. Mich würde es auch aufregen, wenn der Bäcker gegenüber nur 20 m Luftlinie entfernt ist, ich aber erstmal einen halben Kilometer laufen muß um an meine Brötchen zu kommen. Hier kommt nämlich der Menschenverstand ins Spiel. Man fühlt sich verarscht und will einfach direkt schnell rüber, besonders da man sich in der Lage fühlt die Situation zu meistern und das kann in die Hose gehen.


    Mal ne Frage am Rande was ist logischer, für ne 20 m Direktstrecke die A-Trasse illegal zu überqueren oder einem Umweg von 500 m zu laufen??? Die Gesetzestreuen sagen klar der Umweg, die Pragmatiker würden sagen einfach drüberhopsen wird schon gut gehen...


    Bevor man sich großartige Gedanken über neue Stadtbahnstrecken macht die in jede Ecke Frankfurts führen, sollte man sich erstmal Gedanken machen die bestehenden Schwachstellen auszumerzen. Das ist man den Bürgern von Frankfurt schuldig, besonders da die bestehende A-Strecke zum Teil nur als ein Provisorium gedacht war und man den Bürgern lange Zeit den Tunnel versprochen hat. Die Anwohner fühlen sich doch auch verarscht, wenn es hier öfter knallt und man gleichzeitig kund tut ne den Tunnel gibt es nicht obwohl wir ihn euch 30 Jahre versprochen haben.


    Städtebaulich birgt ein Tunnel viele Chancen. Wer mal ne ordentlich geplante schöne Straße sehen will, der soll man ins Europaviertel, hier braust der MIV wie wild und die Fußgänger haben jede Menge Platz und irgendwann kommt die Verlängerung der U5. Die Bockenheimer Ldstr. ist auch eine schön gestaltete Straße, leider gibts hier nichts von Interesse außer Büros ;-D *lol*


    Also es geht auch anders wenn man will!


    Zitat

    Original von Combino
    Das sehe ich genauso und deswegen auch der Vorschlag meinerseits zur Einrichtung von Zebrastreifen. Notfalls muss die Eschersheimer Landstraße eben einspurig werden... Die Wegnahme von Fahrstreifen für den Autoverkehr hat in Frankreich bisher auch gut funktioniert!


    Wenn der Tunnel nicht kommt, so ist dies der einzig gangbare weg, der Mehrraum sollte den Fußgängern und einer optisch schöneren Gestaltung der A-Strecke zugeschlagen werden.


    Die Idealllösung wäre der Tunnel und trotzdem nur 1 1/2 Fahrspuren für die Eschersheimer. Der Rest der Fläche für Natur, Fußgänger und Radfahrer


    Zitat

    Original von exit
    Wenn die Politik in Frankfurt nicht in der Lage ist DIESES Projekt gefördert zu bekommen dann könnte man auch ein Äffchen ins Bürgermeisteramt setzten. Man sieht ja was der Bund alles fördert (siehe Stuttgart 21)


    Genialer Spruch X-D *lol*


    Mir persönlich wätre das Äffchen lieber, das wäre sympathischer und würde nach dem Zufallsprinzip öfters richtiger ligen als unsere OB ;-D *lol*


    Zitat

    Original von Chrizzz95
    Zum Thema selbst denke ich, dass es zwar zu wünschen ist, wenn die U-Bahn auf der Eschersheimer untertunnelt werden könnte, auf der anderen Seite der MIV auf de Eschersheimer einen weit aus größeren Faktor spielt, von wegen der Verkehrsdichte und der zum Großteil gefahrenen Geschwindigkeiten.


    Ich bin der Ansicht, dass es sich bei den Todesopfern unter den Fußgänern mit U-Bahn-Zusammenstößen auch hauptsächlich um Folgen der Benachteiligung der Fußgänger gegenüber dem MIV (Stichwort Wartezeit an Ampeln) handelt. Langes Warten verleitet in Folge zum Beeilen und ggf. Mißsachten von Risiken, nämlich den weiteren ggf. roten Fußgängerampeln. Und da der MIV am ehesten belastend wirkt (Verkehrsdichte, gefahrene Geschwindigkeit, Umweltbeleastung) sehe ich als kurz- bis mittelfristige primäre Lösung erst mal eine Reduzierung des MIV und Begünstigung der Fußgänger vor dem MIV. Langfristig wäre auch eine Untertunnelung de U-Bahn vielleicht nicht ganz das schlechteste, womit aber bis auf weiteres erst mal nicht zu rechnen ist.


    Genau, absolute Zustimmung. Ich hätte auch gern mal eine Statistik gesehen in der die Unfälle mit ÖPNV und MIV aufaddiert werden, hier würde man vielleicht ein viel erschreckenders Bild erleben, denn nicht alle Unfälle gehen auf die Kosten der Stadtbahntrasse. Die Gesamtsituation ist wie schon beschrieben suboptimal auf der Eschersheimer.

    2 Mal editiert, zuletzt von Itchy ()

  • Zitat

    Original von addy75
    Hier muss man sich Fragen wieso? Ein Fußgänger hat auf einer Straße, außer an den Stellen wo es vorhergesehen ist, nichts zu suchen. Er begeht wissentlich einen Fehler / Regelverstoß, warum muss dafür ein Beteiligter mithaften? Viele, die dann schreihen, haben selbst einen Führerschein und kennen die Regeln, daran kann es nicht liegen. Wie oft passiert es mir, dass an der Weilburger Straße jemand über die Straße läuft, mit Handy am Ohr o.ä. und dann noch die Klappe aufreist, obwohl es rot ist. Wieso dreht man die Sache nicht mal um: Der Fußgänger muss damit rechnen, dass ein Auto auf der Straße kommen kann?


    Diese Regeln wurden von einer Lobby aufgestellt und durchgesetzt die denn unbegrenzten schnellen MIV wollte. Die Bedürfnisse der Fußgänger waren unerheblich, dabei hat man gerade als Fußgänger mehr Bedürfnisse als jemand der in seinem Auto sitzt. Als Fußgänger will man flanieren und genießen, sich ab und zu hinsetzten und auch eventuell unkompliziert an sein Ziel gelangen, während der Autofahrer Umwege locker in Kauf nehmen kann, da er sie mit der Geschwindigkeit seines Vehikels wettmacht. Du bist also nichts weiter als ein Anhänger dieser Lobby die uns die Berliner Straße und die laute A661 beschert hat und damit den Anwohner der Stadt nicht unbedingt was Gutes.


    Und im übrigen ist man als Fußgänger der schwächere Teilnehmer aber auch der agilere und kann sich dann manchmal mehr rausnehmen. Wenn ich bei rot über die Straße gehe, dann ist das mein persönliches Risiko, der Autofahrer wird zu 99,99% nicht zu schaden kommen. Wenn ein Autofahrer bei rot über die Straße rast, dann kann er eine ganze Gruppe von Fußgängern töten und verletzen, da sieht man die Relation.


    Der Fußgänger rechnet nicht damit das ein Auto kommen kann, er weiß es. Ein Autofahrer seinerseits muß aber immer damit rechnen das auch ein Fußgänger auf die Straße kann oder meistens auch muß. Wo es keine Ampeln und Zebrastreifen gibt, nämlich zu einem großen Teil in den Vorten von Frankfurt und sogar in verkersreichen Straßen, da treffen Autos und Fußgänger automatisch zusammen ohne das ein Fußgänger irgendwelche Regeln bricht und genau dort passieren verdammt viele Unfälle besonders mit Kindern.


    Wenn du mal in London, Paris oder Rom warst, dann musst du als Fußgänger dreist über die Straße marschieren, andernfalls hast du keine Chance die großen Straßen dort zu überqueren, denn die Autofahrer halten dort nicht wenn du am Zebrastreifen, also den dortigen Überquerungsvarianten, wartest. Ich habe einmal sage und schreibe 10 min in London an einer Straße gewartet bis es mir zu bunt wurde und ich in den Verkehr reingelaufen bin ;-D *lol*

    2 Mal editiert, zuletzt von Itchy ()

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    Original von addy75
    Klar kann man das Prüfen aber wieso muss man das tolerieren?
    Weil die Anzahl an Schwarzfahrern steigt kommt ja auch niemand auf den Gedanken die Fahrpreise zu senken


    Noch eine kleine Anmerkung dazu...


    Von etwa 50-100 Fahrgästen ist einer eventuell ein Schwarzfahrer, viele sogar unabsichtlich weil sie Touristen sind und sich nicht ausreichend informiert haben oder weil man das mit der Anschlußticket oder den Zonen nicht so ganz gepeilt hat.


    Naja in Gegenden und Viertel ergeben sich einfach bestimmte Wegrelationen, die sich auch ändern können, so kann in einer Wohngegend ein neuer Supermarkt aufmachen der viele Kunden anlockt. Und über eine Straße gehen ist keine Straftat, ja nicht mal ein Kavaliersdelikt, nur über rot gehen kostet seine 5€, wenn ich mich nicht irre. Diese Regeln gelten eben nur für die Bereiche die mit Ampeln oder Zebrastreifen markiert werden, da hier ein erhöhtes Gefährdungspotential auftritt. Und man muß eben diesen kontinuierlichen Veränderungen Rechnung tragen, da der Mensch kein Roboter ist und seine Logik ihn eben den kürzesten und einfachsten Weg suchen lässt, insoweit verhalten sich Menschen wie Strom und Wasser X-D *lol* Du kannst dem Regen auch nicht verbieten von oben nach unten zu fallen nur weil du es nicht magst naß zu werden ;-D *lol*


    Also eine Kriminalisierung von Menschn die über die Straße gehen ist echt nicht dienlich, bei Schwarzfahrer handelt es sich ja um Menschen die für eine erbrachte Dienstleistung nichts bezahlen, also de facto um Betrug. Wobei soll es sich um Menschen handeln die über gewöhnliche Straße gehen und niemanden direkt gefährden, etwa um Schwerkriminelle?

  • Am Ende baut man noch eine aufgeständerte Hochbahntrasse mit einere 6 Spurigen Zubringerautobahn und ein Kreuz am Alleenring. Damit verbunden natürlich die Möglichkeit von der linken Seite des Stadtteils richtung Hauptwache und von der anderen richtung Riedberg zu fahren weil es ja aus Sicherheitsgründen keine Überquerung der Autobahn mehr geben kann und Seitenbahnsteige um 2Euro40Cent billiger waren. Um die Grüne Fraktion zu beruhigen kann man ja noch überlegen auf den Bahnsteigen vandalismussichere Blumentöpfe zu installieren. Auf der Autobahn wird dann noch eine PriorityLane für Fahrer mit amtlichen Kennzeichen beginnend mit HG eingerichtet und 20 Polizisten zur Umsetzung und Überwachung abgestellt. Somit wären auch die Stimmen der FDP gesichert.


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    Irgendwann muss die Politk einfach Stärke zeigen und über irgendeine Interessensgruppe hinweg entscheiden. Sonst wird in 100 Jahren noch diskutiert... Am Ende werden sich und da bin ich mir sicher, alle über einen verlängerten A-Tunnel freuen.


    Und wenn ich schon diese ganzen Vorschläge lese, Schranken, blinkende Zebrastreifen, Warnsignale....(bitte den Satz selbsttätig weiterführen). Kann man überhaupt abschätzen wie viel Geld ein 'sauberer bewohnbarer' Stadtteil der Stadt bringen würde? Ich denke dass sich so ein Projekt über lange Zeit immer rechnet. (Alleine schon durch eine Aufwertung der Wohnanlagen).


    Lasst uns doch die Gemeinschaft ... Rettet die Vernunft/ Endlich im Tunnel nach Heddernheim! gründen...

    Einmal editiert, zuletzt von exit ()

  • Um eines vorweg mal klar zu stellen: ich bn kein Dogmatiker, der das Auto grundweg verteufelt. Ich selbst habe zwar keinen Führerschein, bin aber je nach Situation froh, auch (als Beifahrer) auch im PKW fahren zu dürfen bzw. den PKW zu nutzen. Ansonsten nutze ich auch die Fortbewegungsmöglichkeiten zu Fuß (rege mich über ignorante Fahrradfahrer und Autofahrer auf), per Fahrrad (ärgere mich über Fußgänger und Autofahrer) und ÖPNV. Also alle Reisemittel sind mir nicht fremd.


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    Original von Itchy
    Diese Regeln wurden von einer Lobby aufgestellt und durchgesetzt die denn unbegrenzten schnellen MIV wollte. Die Bedürfnisse der Fußgänger waren unerheblich, dabei hat man gerade als Fußgänger mehr Bedürfnisse als jemand der in seinem Auto sitzt. Als Fußgänger will man flanieren und genießen, sich ab und zu hinsetzten und auch eventuell unkompliziert an sein Ziel gelangen, während der Autofahrer Umwege locker in Kauf nehmen kann, da er sie mit der Geschwindigkeit seines Vehikels wettmacht. Du bist also nichts weiter als ein Anhänger dieser Lobby die uns die Berliner Straße und die laute A661 beschert hat und damit den Anwohner der Stadt nicht unbedingt was Gutes.


    Nicht ganz. Die Regeln wurden vor knapp hundert Jahren aufgestellt, um eben Fußgänger und langsame Fuhrwerke vor dem neuen Transportmittel Auto zu schützen. Daher ja auch noch die Freiheit für Fußgänger, dass man eine Straße (eigentlich) überqueren kann, wo man will, eben weil die Straße vor über hundert Jahren noch den Fußgängern und Ffuhrwerken gehörte. Erst im Laufe der Zeit hat sich m.E. diese eigentliche "Eingrenzung" durch Reglementierung eher zu einem Privileg des MIV geführt, wodurch sich im Laufe der Zeit durch a ) Massenmotorisierung, b ) Leistungssteigerung des MIV und c ) Entwicklung im Sinne der Konkurenzgesellschaft ein vermeintliches Vorrecht des Stärkeren entwickelt hat. folge hieraus war die Entwicklung in den Metropolen zur Beschleunigung des MIV zu Lasten anderer: Schienenverkehr unter die Erde, Rückbau von Fußgängerbereichen und an Fahrradwege hat schon gar niemand gedacht. Und wer kein Auto fährt ist von vornherein schon weniger wert und hat es zu nichts gebracht, weil, der kann sich ja kein Auto leisten.


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    Original von Itchy
    Und im übrigen ist man als Fußgänger der schwächere Teilnehmer aber auch der agilere und kann sich dann manchmal mehr rausnehmen. Wenn ich bei rot über die Straße gehe, dann ist das mein persönliches Risiko, der Autofahrer wird zu 99,99% nicht zu schaden kommen. Wenn ein Autofahrer bei rot über die Straße rast, dann kann er eine ganze Gruppe von Fußgängern töten und verletzen, da sieht man die Relation.


    Stimmt. Man ist sogar der schwächste aller Verkehrsteilnehmer, aber auch der agilere - bis zu einer gewissen natürlichen Grenze nach unten und oben. Ich vermute mal, auch die jetz verunglückte Dame wusste dies. Aus welchen Gründen sie dennoch bei rot auf den Bahnüberweg gelaufen ist, können wir nicht mehr nachvollziehen. Wir können nur Vermutungen anstellen und versuchen, Lösungen zu finden, das so etwas weniger passiert. Lösungen müssen aber auch in Relation stehen und im Gesamten gesehen werden, d.h. wird jemand Schwächeres geschützt geht dies naturgemäß zu Lasten des "Stärkeren". Und wenn ich für die Folge eines Problems (rot an der Bahnfurt ignorieren/übersehen) eine andere Ursache (gefühlte ewige lange Wartezeiten an den Straßenüberwegen) sehe, muss die Lösung halt zu Lasten eines vermeintlich nicht am Problem beteiligten Dritten gehen.


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    Original von Itchy
    Wenn du mal in London, Paris oder Rom warst, dann musst du als Fußgänger dreist über die Straße marschieren, andernfalls hast du keine Chance die großen Straßen dort zu überqueren, denn die Autofahrer halten dort nicht wenn du am Zebrastreifen, also den dortigen Überquerungsvarianten, wartest. Ich habe einmal sage und schreibe 10 min in London an einer Straße gewartet bis es mir zu bunt wurde und ich in den Verkehr reingelaufen bin ;-D *lol*


    Metropolenphänomen, scheint (bin aber da eher unwissend) wohl eher schon weltweit zu sein, zumindes dort, wo viel Autoverkehr ist. Je Kleiner die Stadt und je weniger der Verkehr, desto unpoblematischer läuft wohl auch das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Fortbewegungsarten.


    Noch mal zur Eschersheimer. Ich glaube, die Gegend recht gut zu kennen. Meinen Beobachtungen nach sinkt die Verkehrsbelastung nach Norden hin bzw. steigt nach Süden hin kontinuierlich. Nur, beileibe ist sie nicht mehr die Einfallstraße wie noch vor 30 Jahren, als es noch keine Rosa-Luxemburg-Straße und keine Ausfahrt an der Friedberger Landstraße gab. Im Gegensatz zur schon erwähnten Friedberger Landstraße oder der Hanauer Landstraße, die ja auch noch direkte Nachbarorte wie Bad Vilbel oder Maintal mit Frankfurt vverbinden. Allein schon aus diesem Grund sollte man den Gedanken eines rückbaus der Eschersheimer nicht so weit weg schieben. Aber ich lasse mich (mit Argumenten - keine Dogmen) gerne eines besseren belehren.