Ginnheimer Kurve

  • Es ist zwar noch keine Entscheidung über die Streckenführung gefallen, aber die NIMBYs formieren sich vorsichtshalber schon mal.


    FAZ: Widerstand gegen U-Bahn-Tunnel


    Man wolle keinen Tunnel unter dem Grüneburgpark, weil dann alle Bäume stürben. :rolleyes: Außerdem sei die Uni über die A-Strecke bereits fürstlich angeschlossen, zehn Minuten Fußweg könne man den Studenten wohl zumuten. Ggf. können man ja einen Fußgängertunnel von der Station Holzhausenstraße zur Uni graben, damit keiner mehr über die Straße muss.

    Zitat


    Der Beteuerung des verkehrspolitischen Sprechers der SPD, Eugen Emmerling, dass die Grünanlagen weitgehend geschont würden, trauen die Tunnelgegner indes nicht.

    So langsam bin ich echt dafür, Bürgerbeteiligung und Rechtsweg bei Schienenbauprojekten künftig komplett zu streichen...

  • Also das übliche Geschwätz wie in anderen Städten auch. Mein Tip: Den Leuten, die sowas vorschlagen, einfach umgekehrt vorschlagen, daß sie doch künftig ihr Auto 1000 Meter weiter vom Haus entfernt parken müssen, weil zehn Minuten Fußweg sind ja zumutbar...

    Da stehen aber schon die Gurken aus dem Nachbarviertel.

  • Derselbe User hatte das in diesem Forum sinngemäß auch schon mal geschrieben: klick


    Im Zuge der Planung von S21 sind die Auswirkungen auf den Baumbestand gutachterlich untersucht worden. In einem dieser Gutachten war zu lesen, dass der Baumbestand selbst dann keinen Schaden nehmen müsste, wenn man gewzungen wäre, punktuell das Grundwasser abzusenken, etwa zum Bau eines Notausstiegs. Man muss die Bodenfeuchte messen und überwachen und stets auf demselben Niveau halten, was auch durch eine künstliche Bewässerung während der Bauzeit gewährleistet werden kann.

  • Also das übliche Geschwätz wie in anderen Städten auch. Mein Tip: Den Leuten, die sowas vorschlagen, einfach umgekehrt vorschlagen, daß sie doch künftig ihr Auto 1000 Meter weiter vom Haus entfernt parken müssen, weil zehn Minuten Fußweg sind ja zumutbar...

    OT ON:
    Das löst man so: Zentrale Quartiers Tiefgaragen, kein Parken mehr auf der Straße vor dem Haus.^^
    Da ist dann Platz für Radler und Flaneure.
    OT OFF

  • FAZ:

    Zitat

    Aktionsgemeinschaft Westend und der Bürgerinitiative Grüneburgpark.


    Sind das die gleichen Menschen, die schon vor zehn Jahren gegen die ursprüngliche Variante der Ginnheimer Kurve agitiert haben?

    Ich denke eher nicht, falls Du die Personen um Gietinger meinst. Abgesandte dieser Initiative trafen sich mit der "Ginnheimer Kurve" und waren beruhigt, als wie darlegen konnten, dass ihr "heiliges Villenviertel" nicht tangiert wird.

    Die unsägliche Frau Becker ist Mitglied der "Bürgerinitiative Grüneburgpark." Sie hatte seinerzeit auch stichhaltige und fundierte Argumente gegen die U5.:rolleyes: Null Sachverstand aber einfach dagegen.X(
    Der Eine oder die Andere wird Frau Becker sicherlich kennen und ins Herz geschlossen haben.;)

  • Es gibt eben Leute, die einfach gegen alles sind und es schaffen die Politik einzuschüchtern. Dadurch verzögern sich leider immer mehr Projekt um Jahre, siehe auch U2 Gonzenheim- Bad Homburg Bahnhof. Da hilft auch eine Bürgerbefragung mit eindeutigem Votum wie am Beispiel Bad Homburg weiter.

  • Ja, nee, ich meinte Frau Becker. Ich hatte sie schon damals ins Herz geschlossen:

    Gestern habe ich am Rande einer Veranstaltung mit Frau Becker von der Fraktion "Die Linke" über die neue Variante gesprochen. Leider hat die Dame mich nicht überrascht, weder was ihren Sachverstand von Verkehrsdingen (dabei sitzt sie im Verkehrsausschuss) noch was ihre Meinung angeht.


    "Die wollen da weiterhin Tunnel bauen? Nein, das kann ich auf keinen Fall unterstützen. Ich bin auf jeden Fall gegen Tunnel!" (Nicht-ganz-wörtliches Zitat).


    Wollen wir hoffen, dass das die anderen Fraktionen eher positiv sehen, und dass Frau Becker sich nach eingehenderer Untersuchung von den Vorteilen überzeugen lässt.

    Hoffnung vergebens, scheint's.

  • Dadurch verzögern sich leider immer mehr Projekt um Jahre, siehe auch U2 Gonzenheim- Bad Homburg Bahnhof.

    Jein. Wenn das Projekt mal rollt, haben reine Anti-Bürgerinitativen meist keine Chance mehr, weil sie keine echten Argumente vorweisen können. Das kannst Du Dir in diversen Planfeststellungsbeschlüssen immer wieder ansehen. Du erkennst trotz Anonymisierung ("Einwender 185") meist sofort, wer "BI-gesteuert" ist. Diejenigen liefern üblicherweise nur das typische "hier ist unser Einwendungstext, schicken Sie ihn an das RP" ab und dann kannst Du im Beschluß nachlesen, daß die Einwender 101-187 alle den (fast) gleichen Text abgeliefert haben und die Planfeststellungsbehörde bei den meisten Beschlüssen diese Einwendungen fast komplett als nicht zutreffend bewerten. Nur wirklich selten findest Du individuelle Einwände und davon dann noch seltener solche, die eine Berücksichtigung im PFB finden. Was aber mit Sicherheit auch damit zu tun hat, daß Leute, die konstruktive Kritik üben, von den Planern auch ernstgenommen werden und die Vorschläge dann bereits in die Planung mit aufgenommen sind.

  • Zitat von baeuchle
    Hoffnung vergebens, scheint's.

    Doch, ein ernsthaftes Argument gibt es ^^: Da die gute Dame besonders in Radfahrern/Innen in Parkanlagen eine Gefahr sieht, könnte man ihr entgegenhalten, dass während der Bauarbeiten auch der Radverkehr im Grüneburgpark eingeschränkt würde. ^^

  • Als erste wird Frau Gisela Becker in dem heutigen FR Artikel "Gegen den U-Bahn-Tunnel unter dem Grüneburgpark regt sich Protest" erwähnt.:rolleyes:


    Edit hat da noch eine Frage zu:

    Zitat


    FR/ Becker:Der Doppel-Tunnel würde den Boden aufheizen,

    Das versteht Edit nicht, wie ein unterirdischer Tunnel den Boden aufheizt? Selbst wenn,- auch Pflanzen mögen warme Füße.

  • In dem FR-Artikel findet sich auch der Hinweis auf eine Sondersitzung des Ortsbeirats 2, in der Verkehrsdezernent Oesterling die möglichen Varianten vorstellen möchte.

    Montag, 10. Februar, 19:00 Uhr

    Foyer des Präsidiums- und Administrationsgebäudes, Helmut-Coing-Weg.

  • Das versteht Edit nicht, wie ein unterirdischer Tunnel den Boden aufheizt?


    Das kann man auch nicht verstehen, weil es Unfug ist. Richtig ist, dass das Erdreich je nach geologischen Verhältnissen je tiefer man gräbt umso wärmer wird. Diese Erdwärme (Geothermie) macht man sich zum Heizen und Kühlen von Gebäuden zunutze, fast alle neuen Großbauten in Frankfurt, vor allem die Hochhäuser nutzen Erdwärme. Das Erdreich ist also bereits warm und wird durch den U-Bahntunnel nicht aufgeheizt, weil der keinerlei Wärmequelle enthält, die Wärme an den Beton der Röhre und das umgebende Erdreich abgeben könnte. Das Gegenteil dürfte der Fall sein, die in den Hohlraum des Tunnel einstrahelnde Erdwärme dürfte durch den von den Zügen erzeugten Luftstrom abgeführt werden, d.h. das Erdreich wird tendenziell kälter.


    Richtig ist, dass der Grüneburgpark Landschaftsschutzgebiet ist, und zwar Zone I (das ist die weniger restringierte Zone), aber nicht zum Grüngürtel gehört. Das ergibt sich aus der "Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Grüngürtel und Grünzüge in der Stadt Frankfurt am Main“ vom 12. Mai 2010.


    Der Schutzzweck für Flächen in der Zone I ergibt sich aus § 2 Abs. 1 der VO und bezieht sich ebenso wie die Verbote und Genehmigungsvorbehalte gem. §§ 3 und 4 nur auf die äußere Gestalt und die Oberfläche, nicht auf das Erdreich in 15-20 m Tiefe. Wenn weder Tunnelbau noch der fertige Tunnel auf die Oberflächengestalt einwirken, was gutachtlich nachzuweisen ist, ist der Landschaftsschutz jedenfalls kein ko-Kriterium.

    3 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Das blöde an derartigen Behauptungen, egal wie schwachsinnig, ist, das die sich irgendwie festsetzen, vor allem wenn sie oft und prominent platziert werden. Das funktioniert in Politik genauso gut in interkulturellen Angelegenheiten oder Werbung.

    Das wird sicherlich noch öfter zu hören sein.

  • Das versteht Edit nicht, wie ein unterirdischer Tunnel den Boden aufheizt? Selbst wenn,- auch Pflanzen mögen warme Füße.

    Du verstehst das nicht. Der Grüneburgpark hat Permafrostboden. :D

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.