wie schnell doch der böse lange CO2-intensive Tunnelbau kein Problem mehr ist...
Ginnheimer Kurve
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...es wird ja mit Naturstein und Lehm die Tunnelwand gebaut.... xD
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Die Linke will auch zustimmen, damit hat die Campus-Lösung nun eine Mehrheit von über 80 Prozent in der STVV:
Was nützt eine Zustimmung von >80%, wenn z.B. die Rosa Luxemburg Straßenbrücke kaputt ist, und das Projekt daran scheitert? Weniger Spektakel und mehr seriöse Stadtplanung, und das schließt an dieser Stelle bei einer 50 Jahren alten Spannbetonbrücke auch deren Ersatz mit ein, wäre an dieser Stelle besser.
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Was nützt eine Zustimmung von >80%, wenn z.B. die Rosa Luxemburg Straßenbrücke kaputt ist, und das Projekt daran scheitert?
Weder den Zusammenhang (politische Entscheidung Lückenschluss vs. kaputte RLS), noch die Schlussfolgerung (Lückenschluss würde nicht realisiert wegen vermeintlich kaputter RLS) verstehe ich. Das musst du bitte genauer erklären.
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Weder den Zusammenhang (politische Entscheidung Lückenschluss vs. kaputte RLS), noch die Schlussfolgerung (Lückenschluss würde nicht realisiert wegen vermeintlich kaputter RLS) verstehe ich. Das musst du bitte genauer erklären.
Die RLB ist am Ende ihrer Lebensdauer (siehe diverse Brückenschäden) und wird ersetzt werden müssen, da man sie auf Grund der Bauweise auch nicht sanieren kann, da die Spannseile einbetoniert sind und deren Zustand technisch nicht geprüft werden kann. Beispiele dafür Dresden Carolabrücke und noch viel besser passend Ludwigshafen Hochstraße Süd (die Straßenbahn durfte über ein Jahr nicht unter der Brücke durchfahren!). D.h. die STVV wird sich zeitnah mit dem Problem befassen müssen, spätestens wenn die Prüfingenieure den Daumen senken. Da die Trasse des D-Lückenschlusses direkt darunter verlaufen soll, wird das zwangsweise zu einem Problem werden.
Sinnvoll wäre es daher beide Probleme gleichzeitig anzugehen, und eine städtebauliche Lösung zu finden. Ich nehme nicht an, dass man weiter in Frankfurt eine Hochstraße haben will. Sprich die Trasse der D2 wird anders verlaufen und man erspart sich hohe Umbaukosten, wenn man das jetzt gleich sinnvoll beides neu plant.
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Deine Ausführungen verstehe ich und teile sie auch großteils prinzipiell. Aber erklär doch bitte auch noch, welchen Zusammenhang du da zur akuten politischen Entscheidung siehst.
Die RLB ist am Ende ihrer Lebensdauer [...]
Da weißt du offenbar mehr und Konkreteres als die Öffentlichkeit und kannst sicher einen Beleg ergänzen.
D.h. die STVV wird sich zeitnah mit dem Problem befassen müssen, spätestens wenn die Prüfingenieure den Daumen senken.
Was bedeutet denn zeitnah? Heute Nachmittag, im Sommer oder 2035? Und warum sollte deswegen der Variantenentscheid für eine Streckenführung an ganz anderer Stelle (weitgehend nicht im Bereich der RLS) zurückgestellt werden?
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Deine Ausführungen verstehe ich und teile sie auch großteils prinzipiell. Aber erklär doch bitte auch noch, welchen Zusammenhang du da zur akuten politischen Entscheidung siehst.
Spannbetonbrücken haben allgemein formuliert eine garantierte Standfestigkeit von 50 Jahren (wenn sie korrekt gebaut wurden). Danach wird es schwierig. Wie schnell sie dann kaputt sind hänt davon ab, wie viel Wasser in der Vergangenheit eingedrungen ist. Da es eine Straßenbrücke ist, ist der Aspekt Streusalz vorhanden. Was man als Normalbürger weiß ist, dass die RLB in den vergangenen Jahren immer wieder Blowups hatte, weil sich im Sommer Wasser unter der Asphaltdeckschicht erhitzte und diese nach oben drückte. D.h. in die Brücke ist definitiv Wasser eingedrungen. Was man als Normalbürger ebenfalls beobachten kann, sind die Geschwindigkeitslimitierungen bzw. Fahrspursperrungen auf der Brücke in der letzten Zeit. D.h. es gibt diverse Brückenschäden.
Was man nicht kennt ist der Prüfbericht der Prüfigenieure, den kennt nur die Stadt, und daher weiß man nicht, ob es bereits zu Verformungen gekommen ist, die auf eine Schädigung der Spannseile hinweist. Aber im Vergleich mit anderen Projekten (siehe Ludwigshafen Hochstraße Süd) kann man abschätzen, dass diese Brücke am Ende ist. Wahrscheinlich wird sie keine 10 Jahre Restlebensdauer mehr haben. Wie schlecht es aussieht, kann man nur dem Prüfbericht entnehmen.
Und warum sollte deswegen der Variantenentscheid für eine Streckenführung an ganz anderer Stelle (weitgehend nicht im Bereich der RLS) zurückgestellt werden?
Ich schrieb davon, dass man beides hätte abarbeiten müssen. So läut man Gefahr D-II zu bauen, und dann die Strecke nur bis zur Platenstraße betreiben zu können, weil die RLB einsturzgefährdet ist.
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Von der anderen Richtung im Fall der Fälle aus nur bis Niddapark oder Römerstadt.
Wenn die Brücke(n) ernste Probleme hat, besteht nicht nur für die U-Bahn ein massives Problem.
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Ich schrieb davon, dass man beides hätte abarbeiten müssen. So läut man Gefahr D-II zu bauen, und dann die Strecke nur bis zur Platenstraße betreiben zu können, weil die RLB einsturzgefährdet ist.
Soweit bin ich volle bei Dir, das man das Thema RLB hätte mit bearbeiten sollen. Was man vielleicht getan hat (ohne Bekanntgabe) oder auch nicht.
Was spricht aber dagegen die Planungen und Entscheidungen für die Ginnheimer Kurve zügig weiterzuführen, so dass baldigst (träum
) mit dem Bau begonnen werden kann. Für den Fall das der worst-case eintritt und die RLS abgerissen werden muss, so kann wenigstens der Aufwendigste und teuerste Abschnitt bis Platenstr. schon gebaut werden. Der Rest im Bereich RLS ist möglicherweise anschließend schneller und mit Verzögerung herstellbar. Hängt natürlich auch von der Art der Lösung ab.Außerdem bin ich mir sicher das bei einem Kollaps der RLS die Politik sehr schnell eine Lösung für die Strasse hat und nicht 20 Jahre oder mehr ins Land streichen lässt, bis ein Ersatz geschaffen wird.
Die Alternative (die ich aus Deinen Post´s rauslese) wäre: Wir machen erstmal ein Cut bei den Planungen und Entscheidungen zur Ginnheimer Kurve. Warten ab, was die Politik irgentwann in 5 Jahren (wenn es präsiert) zur RLS entscheidet und machen dann weiter. In diesem Fall befürchte ich das die Planungen wieder neu aufgerollt werden müssen und alles von Vorne anfängt. Ich glaube das dies keine wünschenswerte Lösung ist. Außer für gewisse Gruppierungen.
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"Traurig" wären die Planer von DII sicherlich nicht, wenn die RLS abgerissen und tiefergelegt würde, oder zumindest so umgestaltet würde, dass
die U-Bahn dorthin passt.
Frankfurt liebt ja dauerhafte Provisorien, was den U-Bahnbau anbelangt. Sollte sich keine endgültige Lösung für die RLS abzeichnen, bis die Planungen / Bagger an der Platenstraße sind, wäre doch ein provisorischer Lückenschluss zwischen Platenstraße und Niddapark möglich.
Irgendwie sollten sich doch zwei Gleise unterbringen lassen.
Oooder,- die Bahn verschwindet gleich nach "Niddapark" im Tunnel, kostet zwar ein paar Euro mehr, wenn die Tunnelbohrmaschine doch schonmal unterwegs ist........
Die Stationen "Ginnheim Mitte" und "Platenstraße" werden dann halt zu einer Station zusammengefasst.Außerdem bin ich mir sicher das bei einem Kollaps der RLS die Politik sehr schnell eine Lösung für die Strasse hat und nicht 20 Jahre oder mehr ins Land streichen lässt, bis ein Ersatz geschaffen wird.
Siehe Omega Brücke in Griesheim,- das kann dauern. Vor allem,- die RLS ist schon etwas komplexer.
Interessant wäre es zu wissen, ob Pläne für die RLS bereits in den Schubladen liegen. -
John2, forder doch den Prüfbericht über Frag den Staat an - dann brauchst du nicht so viel herumzuphilosphieren.
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Warum wird davon ausgegangen, dass der Abriss der RLS nicht Teil des Projektes sein wird? Ein Provisorium unter einer potentiell jederzeit einsturzgefährdeten Hochstraße wird man ja sicher nicht umsetzen. Der Abriss Tieferlegung und Verschlankung der RLS ist dann eben Teil der Planung des nördlichen Abschnitts eventuell sogar ein Ersatzneubau der Brücke über die Main-Weserbahn...
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Warum wird davon ausgegangen, dass der Abriss der RLS nicht Teil des Projektes sein wird?
Zumindest ist aktuell darüber nichts bekannt, ausser den Plänen von vor X Jahren.
Wären das rein "juristisch" nicht "zwei Paar Schuhe".Gut wäre es sicherlich,- dann aber bitte ran ans Werk ihr lieben Verantwortlichen!
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Zumindest ist aktuell darüber nichts bekannt, ausser den Plänen von vor X Jahren.
Wären das rein "juristisch" nicht "zwei Paar Schuhe".Gut wäre es sicherlich,- dann aber bitte ran ans Werk ihr lieben Verantwortlichen!
Jedes größere Projekt "berührt" doch die Belange unterschiedlichster Aufgabenträger und Hessen Mobil ist dann eben einer von diesen neben z.B. dem Grünflächenamt oder der Stadtentwässerung. Ich denke Hessen Mobil wird eher dankbar sein wenn sich ein Teil des notwendigen Budgets für die Anpassung der RLS sich über das Projektbudgets des Lückenschlusses abwickeln lässt...
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Jedes größere Projekt "berührt" doch die Belange unterschiedlichster Aufgabenträger und Hessen Mobil ist dann eben einer von diesen neben z.B. dem Grünflächenamt oder der Stadtentwässerung. Ich denke Hessen Mobil wird eher dankbar sein wenn sich ein Teil des notwendigen Budgets für die Anpassung der RLS sich über das Projektbudgets des Lückenschlusses abwickeln lässt...
Es wäre rechtlich nicht zulässig, wenn die Stadt Kosten des Landes übernähme.
Ich verstehe aber auch die Entwicklung dieser Diskussion gerade nicht mehr. Sonst wird der Politik doch bei jeder Gelegenheiten vorgeworfen, Projekte zu sehr auszubremsen. Und nun fordern einige hier genau das, und zwar wegen eines derzeit überhaupt nicht betroffenen Projektabschnitts und just in dem Moment, zu dem ein wichtiger Schritt voran endlich erfolgen soll. Ist das nicht zutiefst schizophren? Oder was verstehe ich falsch?
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Es wäre rechtlich nicht zulässig, wenn die Stadt Kosten des Landes übernähme.
Ich meine mich zu erinnern, dass es hier so was wie ein Verursacherprinzip gilt (vielleicht kann tunnelklick hier ja ein wenig aufklären). Kosten, die durch ein Projekt bei einem Infrastrukturbetrieb entstehen werden entsprechen aus dem Projektbudget erstattet und die Leistungsfähigkeit der beeinträchtigten Infrastruktur muss höchstens bis zum vorherigen Zustand wieder hergestellt werden. Nur Kosten für Extrawürste wie z.B. größere Entwässserungskanäle muss der entsprechende Aufgabenträger selber tragen. Wäre ja eigentlich ja auch logisch, da sonst jegliche Maßnahmen im städtischen Raum dazu führen, dass bei dutzenden Aufgabenträgern dafür Budget freigemacht werden muss.
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Oder was verstehe ich falsch?
Ja: Mit dem Ausbau des ÖPNV auf dieser Achse gibt es eine Ausrede weniger, das eigene Auto zu verwenden. Oder man könnte gar auf die Idee kommen, IV-Trassen zu reduzieren. Und das geht selbstverständlich nicht.
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Oder man könnte gar auf die Idee kommen, IV-Trassen zu reduzieren. Und das geht selbstverständlich nicht.
Das wird in Frankfurt sogar umfangreich gemacht.
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sind die Geschwindigkeitslimitierungen bzw. Fahrspursperrungen auf der Brücke in der letzten Zeit
Im Bereich Ginnheim wurden unlängst Dehnungsfugen saniert. Okay. Das muß hin und wieder mal gemacht werden.
Aber bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen - die 60 im Bereich Ginnheim sind dort schon, so lange ich diese Straße kenne, und dürften wohl eher dem Lärmschutz geschuldet sein. Lediglich im Bereich der mittlerweileweitestgehendfertigen S-Bahn-Baustelle wurden die Spuren verengt nd die 60er Zone in diese Richtung verlängert. Ich würde aber eher drauf tippen, daß das noch mit den Bauarbeiten zusammenhängt, und irgendwann wieder aufgehoben wird. Tieferlegung ist da aber wohl eher nicht drin - in diesem Bereich ist eine Brücke wohl unerlässlich*, man wird wohl kaum einen Bahnübergang dort bauen können...

Wo es mit Schäden wohl ernster ist, ist bei den Anschlüssen am NWZ.
*) Nicht nur für den IV, sondern auch für die U-Bahn-Trasse -
Sowohl die Rosa-Luxemburg-Straße mit allen Brücken als auch die Stadtbahnlinie sind rein städtische Veranstaltungen. Die Straße gehört der Stadt und Vorhabenträger der Stadtbahn ist zwar eine stadteigene Gesellschaft, aber letztlich auch die Stadt. Der Umstand, dass die Straße als Landesstraße L3004 klassifiziert ist, ändert daran nichts.
Träger der Straßenbaulast von Landesstraßen ist nach dem HessStrG zwar im Prinzip das Land, aber für die Ortsdurchfahrten von Orten mit mehr als 30.000 EW trägt die jeweilige Gemeinde die Straßenbaulast. Inwieweit das Land Zuschüsse gewährt steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist aber, dass die Rosa-Luxemburg-Straße eine rein städtische Angelegenheit ist.