Ringstraßenbahn

  • [quote='Condor','index.php?page=Thread&postID=350164#post350164']Wenn irgendwann wirklich die Straßenbahn nach Bad Vilbel käme, müsste man über das Stück über die Dortelweiler Straße wieder neu nachdenken.


    (Das wird zwar langsam off-topic, aber das Naheliegendste wäre dann wohl, den 103er bis zur Friedberger Warte zu verlängern und den Takt (ggf. nur auf dem Bornheimer Abschnitt) aufzustocken.)

  • Ich denke, damit meinst Du vor allem die Dortelweiler Straße vorbei am Bornheimer Friedhof. Daran hatte ich auch schon gedacht und die Lösung liegt für mich auf der Hand:


    Wenn die neue Ringstraßenbahn neben der 18 auch die östliche Friedberger Landstraße bedient, könnte der 30er dann von Bad Vilbel bzw. Unfallklinik kommend ab Friedberger Warte den 34er-Ast nach Bornheim Mitte übernehmen.
    In Sachsenhausen verstärkt man den 36er mit Zusatzfahrten Hainer Weg <--> Eschenheimer Tor, wie es bereits jetzt abends und Sonntags der Fall ist.


    Wenn irgendwann wirklich die Straßenbahn nach Bad Vilbel käme, müsste man über das Stück über die Dortelweiler Straße wieder neu nachdenken.

    Nein, ich meine den Abschnitt in der Ginnheimer Landstraße zwischen Uni Sportanlagen und Schönhof / Industriehof.
    Schönhof und Kirchplatz sind durch die U-Bahn gut erschlossen, aber Sophienstraße und die Sportanlagen generieren doch zeitweise ein erhebliches Aufkommen, zumal die Sportanlagen erweitert werden sollen.



    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Zitat

    Dreiviertel-Ring von Neu Isenburg zur Hugo-Junkers-Straße


    Gibt es nicht schon die Option der Verlängerung der "12" bis ins Gewerbegebiet Fechenheim Süd ? Und gibt es nicht - auch außerhalb des Forums - schon Gedankenspiele von Straßenbahnverbindungen nach Offenbach, einmal über die Carl-Ullrich-Brücke bzw. eine parallele Mainquerung und einmal auf der alten Trasse der "16". wenn beide verwirklicht werden, hätten wir auch einen kompletten Ring, wenngleich der Ringschluss dann an der Louisa ist.

  • Zitat

    Nein, ich meine den Abschnitt in der Ginnheimer Landstraße zwischen Uni Sportanlagen und Schönhof / Industriehof.


    Das ist ja schon diskutiert worden. In der Schloßstraße ist ja bereits auch eine (Betriebs-) Strecke der Straßenbahn vorhanden, nebst Anbindung des Westbahnhofs. :) Schwierig wird aber die Durchfahrt durch den engen Ortskern von Alt Bockenheim im Bereich Rödelheimer Straße - Ginnheimer Straße - Ginnheimer Landstraße. In der Ginnheimer Straße ist auch das Elisabethen-Krankenhaus, dessen Rettungswagen auch eine adäquate, sprich staufreie, Anbindung benötigen. Und die Häuser stehen da zum Teil sehr eng an der Straße, da reicht es kaum für einen Gehweg.


    Natürlich gibt es verschiedene denkbare Lösungen. Aber bevor die alle durchgeprüft und durchdekliniert werden, ist es einfacher, die Ringlinie über die bestehende Trasse der "16" zu führen und sich später über mögliche Alternativen Gedanken zu machen. Die "16" bis Ginnheim dürfte ja unabhängig davon erhalten bleiben, sofern eine der beiden Varianten der "Ginnheimer Kurve" für die D-Strecke kommt.


    Eine denkbare Alternative wäre z.B. die Ringlinie über Kurfürstenplatz - Juliusstraße zur Franz-Rücker-Allee zu führen. Da ist es zwar auch eng, aber die Straßen haben für den Auto- und Rettungswagenverkehr (die Feuewache Schwälmer Straße wurde ja aufgegeben) eine geringere Bedeutung. Die Strecke würde direkt das Herz Bockenheims an der Leipziger Straße anbinden (Übergang zur Stadtbahn) und an der Juliusstraße an die Bestandsstrewcke anschließen.


    Die Studentenheime und die Uni-Sportanlagen sind übrigens sehr gut über die Haltestelle "Frauenfriedenskirche" der 16 angebunden.

  • In der Ginnheimer Straße ist auch das Elisabethen-Krankenhaus, dessen Rettungswagen auch eine adäquate, sprich staufreie, Anbindung benötigen.


    Nicht nur: Es ist neuerdings (seit Ende Juni 2018 ) auch ein Notarzt-Standort, von dem aus das NEF zügig ausrücken können muss.
    Quelle: http://www.feuerwehr-frankfurt…furt-bockenheim-eroeffnet


    (die Feuewache Schwälmer Straße wurde ja aufgegeben)


    Nicht so ganz: Als "BLW 2a" - also eine Außenstelle der BLW 2 in der Heinrichstraße (Güterplatz / Frankenallee) - ist sie immer noch ein wichtiger Standort für zwei (plus eins) Fahrzeuge der Johanniter. Ohne diese Außenwache würde es in Bockenheim ziemlich eng mit der Versorgung der Leipziger Straße und umliegend (Westbahnhof, City West), da die nächstliegenden Wachen entweder Heinrichstraße wären (Gallus, Westend, Skyline Plaza; wahrscheinlich auch Europaviertel) oder eben Sossenheim an der A648.


    Von daher: Haltet mir bei den Planungen bitte die Ausfahrt Eli und den Standort Schwälmer Straße offen, sonst wird's medizinisch zappenduster in Bockenheim... wir haben ja noch nicht mal 'ne eigene FF, geschweige denn einen First Responder.

  • Zitat von Ost-West-Express

    Die "16" bis Ginnheim dürfte ja unabhängig davon erhalten bleiben, sofern eine der beiden Varianten der "Ginnheimer Kurve" für die D-Strecke kommt.


    Warum das? Ich denke, der Abschnitt Markus-Krankenhaus > Ginnheim wird auf jeden Fall obsolet, egal welche D-II-Variante letztlich kommt, wofür sollen diese 350 m im "Ringlinienfall" noch gut sein?

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Nein, ich meine den Abschnitt in der Ginnheimer Landstraße zwischen Uni Sportanlagen und Schönhof / Industriehof.
    Schönhof und Kirchplatz sind durch die U-Bahn gut erschlossen, aber Sophienstraße und die Sportanlagen generieren doch zeitweise ein erhebliches Aufkommen, zumal die Sportanlagen erweitert werden sollen.


    Ach so, da haben wir aneinander vorbei gedacht. ;)


    Zu Sophienstraße und Unisportanlagen gebe ich Dir Recht. Da würde ich spontan an eine Verlängerung des 39er bis Industriehof denken, der könnte das übernehmen. Irgendwo müsste der 34er-Rest von der Mönchhofstraße kommend ja auch enden, da könnte es ggf. auch einen Linienübergang 34 <--> 39 geben.


    Aber Bernemer hat Recht, wir sollten die "Busplanungen" hier besser rauslassen, sonst wird's wohl wirklich zu Off-topic.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Ich denke auch, dass die Linienführung via Kirchplatz nicht kommen wird. Dafür ist die Engstelle ausgerechnet am Krankhaus zu extrem, um dort ohne Not eine Tram durchzupressen. Kosten und wahrscheinliche Klagen würdn das Projekt nur unnötig verzögern. Schließlich sind von der Sportuni bis zum Kirchplatz alle Gebiete auch so sehr gut erschlossen. Im Zuge der fortschreitenden Planung des neuen Wohngebiets zwischen Sbahn und Rödelheimer Landstraße, könnte ich mir vorstellen, dass die Tram dorthin zurückkehrt, indem man die Betriebsstrecke über den Schönhof reaktiviert und dann rechts in die Rödelheimer abbiegt.

  • Naja, passen tut es schon. Nur das Problem mit den dort parkenden PKW, Lieferungverkehr u.a. für die Großküche oder Müllabfuhr wird schwierig. Lösbar schon, aber aufwendig und kostenintensiv.


    Das gleiche trifft auch auf Rödelheim zu.


    Aber grundsätzlich werden noch einige Gedanken zu zukünftigen Strecken investiert werden müssen.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Stimmt schon, machbar ist es. Allerdings ist es jetzt schon eng und bei einem Komplettumbau werden sich an so einer Engstelle sicherlich genau diese Fragen stellen plus ausreichende Verkehrsflächen für Radler und Fußgänger.

  • Ihr meint also, die Ringstraßenbahn soll im Westen zunächst die 16 ersetzen, dann aber nach Neu-Isenburg fahren? Die 17 würde dann vom Rebstockbad nach Offenbach fahren? Im Osten würde sie die 12 zur Hugo-Junkers-Straße fahren, und die 12 dann vielleicht zur Unfallklinik?

    fork handles

  • Nein, von Neu Isenburg über Hbf - Bockenheim - Markus-Krankenhaus - Dornbusch - Marbachweg - Homburger Ldstr. - Friedberger Ldstr. - Bornheim zur Hugo-Junkers-Straße bzw. zum Zoo.
    Unter welcher Nummer diese Linie dann verkehrt, werden wir sehen, wenn´s soweit ist.

  • Zu dem Thema Ginnheimer Straße gibt es in der Machbarkeitsstudie
    eine Empfehlung. S. 65:



    Dies hatten wir alles bereits so ab Beitrag 42 diskutiert. ;)

  • Warum soll die Ringstraßenbahn denn keinen vollen Ring fahren? Was spricht dagegen? Was dafür?


    Ich sehe im Moment nichts, was dafür spricht. Dagegen spricht auf jeden Fall, dass man keine Stelle hat, um Verspätungen aufzufangen. Die RNV-Linie 5 (Mannheim - Weinheim - Heidelberg - Mannheim) hat an mehreren Stellen planmäßige Wartezeiten, trotzdem ist das dort eine Schwierigkeit. Über die Berliner Ring-S-Bahn gab es ja hier gerade vor Kurzem einen Thread unter diesem Gesichtspunkt.

    Why Nachten? Wegen Oh Stern.

  • Warum soll die Ringstraßenbahn denn keinen vollen Ring fahren? Was spricht dagegen? Was dafür?

    In der Machbarkeitsstudie heißt es dazu:


    Zitat

    Obwohl die Ringstraßenbahn einen geschlossenen Ring um die Frankfurter Innenstadt bildet, soll sie angesichts der bereits heute erfolgenden Bedienung vieler Abschnitte nicht als durchgehende Ringlinie geführt werden. In Zusammenarbeit der Gutachter, des Referats für Mobilitätsplanung und traffiQ wurde ein kurzfristig realisierbares Betriebskonzept (....) für die Ringstraßenbahn entwickelt. Die Ringstraßenbahnlinie (Linie RING) beschreibt dabei einen Dreiviertelring, der wie folgt verläuft: Neu-Isenburg – Louisa – Hauptbahnhof – St.-Markus-Krankenhaus – Sozialzentrum – Friedberger Warte – Bornheim – Johanna-Tesch-Platz.

    Wobei der Teilsatz "angesichts der bereits heute erfolgenden Bedienung vieler Abschnitte" für mich kein schlüssiges Argument gegen einen Vollring ist und ich in der Studie ansonsten keinen Anhaltspunkt für ein Contra fand. Daher sahen die Ersteller der Studie m.E. vermutlich ein allgemeines Problem in einer durchgängigen, aus nur einer Linie bestehenden Ringverbindung.


    Allgemeine Probleme solcher Linien sind solche, wie sie kürzlich im Zusammenhang mit dem Berliner Ring-S-Bahn diskutiert wurden. Zum einen ist das die Verspätungsanfälligkeit auf einem derart langen Linienweg, eine komplette Umrundung hätte 20 km, eine einzige Linie wäre mit einer Fahrzeit von ca. 70 Minuten insoweit die längste aller Frankfurter Tramlinien. Außer erhöhter Verspätungsanfälligkeit mangels zwecks Ausgleich von Verspätungen zu nutzender Wendezeiten wirft das Probleme mit den Sozialvorschriften für Fahrpersonale sowie mit dem ununterbrochenen Einsatz der Fahrzeuge auf, z.B. mögliche Überhitzung der Fahrmotoren im Sommer etc.


    Dafür spräche natürlich die Minimierung von Umsteigezwängen in einem durchgehenden Ring, doch wer würde schon mit so einer Ringlinie von Bornheim über Sachsenhausen zur Messe fahren, wenn er das mit der U4 viel schneller haben kann, oder vom Dornbusch über Bornheim nach Sachsenhausen, was auf der A-Strecke in der halben Zeit zu schaffen ist?


    Edith stellte gerade fest, dass Reinhard inzwischen schon Bezug auf den Berliner S-Bahnring genommen hatte.

    Einmal editiert, zuletzt von Charly () aus folgendem Grund: Nachtrag wg. überschnittenem Posting.

  • Wenn die Ringlinie aber nur bis zum J.-Tesch-Platz fahren soll, muss ja die 12 so erhalten bleiben, wie sie ist??


    In der Tat. Die Direktverbindung von der Innenstadt ins südwestliche Bornheim dürfte ebenfalls dafür sprechen, die 12 weiter nach Bornheim fahren zu lassen.

    Wobei der Teilsatz "angesichts der bereits heute erfolgenden Bedienung vieler Abschnitte" für mich kein schlüssiges Argument gegen einen Vollring ist und ich in der Studie ansonsten keinen Anhaltspunkt für ein Contra fand. Daher sahen die Ersteller der Studie m.E. vermutlich ein allgemeines Problem in einer durchgängigen, aus nur einer Linie bestehenden Ringverbindung.


    Allgemeine Probleme solcher Linien sind solche, wie sie kürzlich im Zusammenhang mit dem Berliner Ring-S-Bahn diskutiert wurden. Zum einen ist das die Verspätungsanfälligkeit auf einem derart langen Linienweg, eine komplette Umrundung hätte 20 km, eine einzige Linie wäre mit einer Fahrzeit von ca. 70 Minuten insoweit die längste aller Frankfurter Tramlinien. Außer erhöhter Verspätungsanfälligkeit mangels zwecks Ausgleich von Verspätungen zu nutzender Wendezeiten wirft das Probleme mit den Sozialvorschriften für Fahrpersonale sowie mit dem ununterbrochenen Einsatz der Fahrzeuge auf, z.B. mögliche Überhitzung der Fahrmotoren im Sommer etc.


    Verspätungsanfälligkeit könnte in der Tat ein Problem sein. Hier wie auch bei den Problemen mit unzuverlässigen Pausenzeiten und beanspruchter Technik kommt es letztlich auf den Willen (=Geld) an: Die Politik muss entscheiden, ob sie genug Personal und die notwendige Technik finanzieren mag. Dazu zähle ich auch den Bau möglicher Wende-/Aussetzstellen für den Verspätungsfall oder um Entlastungskurse auf den am stärksten frequentierten Abschnitten verkehren zu lassen.


    Das östliche Ende am Tesch-Platz scheint die naheliegendste (=billigste) Wendemöglichkeit östlich von Bornheim-Mitte zu sein. Das ist verständlich, aber auch schade. Wie seht ihr eine Verlängerung zumindest Riederhöfe-Ostbahnhof-Ostendstraße-Lokalbahnhof? Damit wären a) Bornheim und die mittelere Hanauer Landstraße sowie b) Sachsenhausen und die mittlere Landstraße umsteigefrei verbunden, dazu c) die überlastete Strecke in der Hanauer Landstraße entlastet und d) es bekäme die Wendemöglichkeit am Lokalbahnhof wieder eine Funktion (nach Umstellung 14/18 im Dezember). Ach ja, und e) wäre der Ring mit nur 2 Linien geschlossen (Ring+16).


    Dafür spräche natürlich die Minimierung von Umsteigezwängen in einem durchgehenden Ring, doch wer würde schon mit so einer Ringlinie von Bornheim über Sachsenhausen zur Messe fahren, wenn er das mit der U4 viel schneller haben kann, oder vom Dornbusch über Bornheim nach Sachsenhausen, was auf der A-Strecke in der halben Zeit zu schaffen ist?


    Das ist auch nicht der Sinn solcher Ringlinien. Siehe Bus 34: Niemand fährt Bornheim-Gallus durch, da gibt es schnellere Möglichkeiten. Solche Linien sind Verknüpfungen von Querverbindungen. Fahrgäste sind hier eher auf kurzen Strecken unterwegs, die sonst nur über eine Umsteigestation (oft in der City) erreichbar wären. Auch wegen der durchschnittlich nur kurzen Fahrdistanzen der Fahrgäste hatte sich Traffiq ja gegen einen Doppeldeckereinsatz auf der 34 entschieden.