Anzeigen mal wieder

  • Zitat

    Original von Holger Koetting


    Mit Testen meinte ich nicht das Austesten einer gekauften Software, sondern die Überprüfung, ob das, was ich da auf den Bordrechner überspielt habe, stimmt und ordentlich angezeigt wird.


    Ist es nicht Aufgabe des Lieferanten, den Test absolviert zu haben, bevor irgendein Bordrechner lustige Anzeigen ausgibt? Das sind besagte 30%. Vor Ort zu überprüfen, ob die Lieferung etwas taugt, kann natürlich auch nicht schaden. Vor allem, wenn man weiß, das jedes Update Probleme bereitet.


    Nein, das funktioniert so. Software wird eingespielt, läuft nicht rund, also wird gesagt: im Laufe des Tages kriegen wir das schon hin. Und dann wird eben so lange herumgespielt, bis die dümmsten Klöpse nicht mehr auffallen. Ob die sogenannten "Kunden" verwirrt werden, ist doch diesen Technikfreak-BWLern egal.


    Wozu noch Qualitätskontrolle? Wir sind doch alle nach ISO soundso zertifiziert.

  • Zitat

    Original von Pallaswiese
    Ist es nicht Aufgabe des Lieferanten, den Test absolviert zu haben, bevor irgendein Bordrechner lustige Anzeigen ausgibt?


    Kurze Gegenfrage: Ist es ein Problem des Lieferanten, wenn der Kunde einen Rechtschreibfehler eintippt? Oder sonst eine lustige Eingabe macht (siehe anderer Thread und Fußnote "1 bis Lichtenbergschule" - das war ein klassischer Eingabefehler, das Programm hat nur das ausgegeben, was es ausgeben soll), wie z. B. Umsteigeanzeigen für die Gegenrichtung?

  • Zitat

    Kurze Gegenfrage: Ist es ein Problem des Lieferanten …


    Nein.


    Aber es ging ja im Anfangsbeitrag nicht (oder nicht in erster Linie) um Probleme mit der sinnvollen Verwendung von Eigennamen*, sondern um grundsätzliche Anzeigeprobleme nach einem Softwareupdate. Das ist ja kein Zufall. Aber schon wahr: erst einmal einen (und nur einen) ST nehmen und schauen, was passiert. (Man kann das auch vorher simulieren.)


    Wenn ich aber lese, daß beim Türenöffnen aus der Linie 6 eine 36 wird, dann glaube ich nicht an einen Eingabefehler. Da ist die falsche Datenzelle angesprochen worden - von der Software.


    * Wo ich sofort zustimme: so ein "Hinkelstei" ist einfach gedankenlos. "1 bis Lichtenbergschule" ist aber weniger ein Eingabefehler als ein grundsätzlicher, struktureller (nicht fehlerhafter, nur zu wenig durchdachter) Ansatz, den ich ja auch bei dem Aushang zur 4/5 am Luisenplatz kritisiert habe, aber die zugrunde liegende Logik hat etwas Windmühlenartiges. Die wollen das so, damit es einheitlich ist. Lieber prinzipielle Unlogik als jeden Einzelfall einzeln durchdacht angehen. Letzteres ist auf die Dauer schwerer zu beherrschen. Altbewährte Bürokratielogik.

  • Wie ich im vergangenen Jahr lernen durfte, KANN die Software für die Linienanzeige noch weeeeesentlich komplexer sein.
    So steuert sie nicht nur die Linienschilder des Fahrzeugs an, sondern kann auch für Echtzeitinformationen im Fahrgastraum bezüglich der Umsteigebeziehungen bieten. Fahrkarten können über das System ebenso verkauft werden, wie der Personaleinsatz damit organisiert werden.


    Man stelle sich also mal vor, eine solche Software würde im Praxiseinsatz nicht richtig funktionieren... das Problem mit der "501 Betriebsfahrt" ist dann noch das geringste Übel...

  • Zitat

    Original von Pallaswiese
    * Wo ich sofort zustimme: so ein "Hinkelstei" ist einfach gedankenlos. "1 bis Lichtenbergschule" ist aber weniger ein Eingabefehler als ein grundsätzlicher,


    Doch: Ich löse das Problem jetzt einfach auf. Ganz klassische Fehlbedienung einer Software.


    Vorabbemerkung (nur ein anderes Beispiel): Um in einer Textverarbeitung einen Seitenumbruch zu erzwingen, nutzt man klassischerweise die zugehörige Funktion "Seitenumbruch" (typisch Ctrl+Enter). Gelegentlich gibt es aber auch Schlauberger, die einen Seitenumbruch dadurch erzeugen, daß sie x Leerzeilen einfügen. Was passiert, wenn jemand dann weiter oben im Text weitere Zeilen eingibt, sollte klar sein: Die nächsten Seiten passen alle nicht mehr. Ist für den Versatz der nächsten Seiten nun die Software schuld, oder der Anwender, der das - in sich schlüssige - Konzept des Seitenumbruchs nicht verstanden hat?


    Nun aber zum genannten Fehler mit der Fußnote: Es gab eine Zeit, da fuhr die Linie 3 an Werktagen immer mit vier Kursen, an Sonntagen mit drei. Für die Endstation Lichtenbergschule hatte das die Auswirkung, daß die Fahrten mit vier Kursen logischerweise an der Ausstiegshaltestelle endeten, für die Sonntagsfahrten war aber gleich ein Durchfahren zur Einstiegshaltestelle vorgesehen. Jemand hatte dieses Verhalten nun in das Fahrplansystem übernommen und zwei Haltestellen "Lichtenbergschule" eingeben, nämlich einmal "Lichtenbergschule" (die Ausstiegshaltestelle) und einmal "Lichtenbergschule" (die Einsteigehaltestelle). Entsprechend wurden die Fahrplandaten eingegeben. Bedenke, es gab zwei getrennte Haltestellen, die rein zufällig gleich hießen. Und was erzeugte nun - ganz logisch - das Programm für den Haltestellenaushang? Fahrzeiten für den Hauptfahrweg zur Lichtenbergschule (die Ausstiegshaltestelle) und dann stellte es fest, daß es auch Fahrten gab, die nicht zur Lichtenbergschule fuhren, sondern zur Lichtenbergschule (nämlich die Einstiegshaltestelle) und versah diese sinnvollerweise mit einer Fußnote für den abweichenden Linienweg.
    Woher sollte die arme Software wissen, daß es sich um die gleiche Haltestelle handelte? Der Bediener hatte wissentlich zwei getrennte Haltestellen angelegt und danach hat das System seinen Ausdruck erzeugt.


    Das gleiche Spiel gab es für den Fahrplan der WX: Dieser hatte den Regelweg bis Wixhausen/Brückengasse. Nun kam irgendwer auf die Idee, händisch in den Linienkopf "-> Erzhausen" nachzutippen. Man konnte das dadurch erkennen, daß der Pfeil zwischen Arheilgen und Wixhausen ein richtiger Pfeil war, während Wixhausen -> Erzhausen eben aus "Minus-Größer als" bestand. Nun, für das System endete der Linienweg planmäßig in Wixhausen und deswegen wurden für diese Fahrzeiten keine Fußnoten gesetzt. Da aber händisch in der Überschriftspalte "-> Erzhausen" stand, mußte der geneigte Fahrgast davon ausgehen, daß alle Fahrten ohne Fußnote bis Erzhausen weiterfuhren. Und die wenigen Fahrten, die bis Erzhausen durchliefen (und damit eine Fußnote hatten) sahen dann so aus, als hätten sie umsonst eine Fußnote.


    Ähnlich wird es sich mit dem "Am Hinkelstei" verhalten. Ich gehe davon aus, daß derjenige, der das eingegeben hat, auch den fehlenden Buchstaben eingegeben hat, aber nicht bedacht hat, daß die Zeilenbreite dafür nicht ausreicht. Sicher könnte man jetzt fragen, ob eine Eingabesoftware nicht die Eingabe zu langer Zeilen verhindern müßte, aber ich vermute einfach, daß das System für verschiedene Anzeigen ausgelegt ist und daher nicht einfach etwas blockieren darf, was vielleicht im gleichen Fahrzeug an anderer Stelle dann doch paßt. Deswegen müssen Eingaben nachkontrolliert werden, sowohl inhaltlich als auch vom Enddesign.


    Generell ist zu vermerken, daß die Heag an sich sehr fortschrittlich ist, was den Einsatz neuer Techniken angeht. Das Hauptproblem liegt aber in vielen Fällen darin, daß oftmals nur wenige bis gar keiner im Umgang mit den System richtig geschult sind und dann eben Bastellösungen herauskommen. Siehe auch englischsprachige Ansagen bei der DB: Wenn ich will, daß meine Mitarbeiter englisch sprechen, muß ich ihnen entsprechende Sprachkurse anbieten und die Kenntnisse regelmäßig auffrischen. Ansonsten kommt eben oft das Gestammel raus, daß man in den Zügen erlebt. (Oder die zentrale Umkleidekabine Luisenplatz, als man kurzfristig meinte, auch im Stadtverkehr international sein zu müssen)


    Aber das ist kein Heag-Phänomen an sich. Ich könnte regelmäßig kot^w mir das Essen noch mal durch den Kopf gehen lassen, wenn ich am Luisenplatz einen Bus der Linie 6xx Richtung Hauptbahnhof fahren sehe, der an der Seite "über Dieburg FH" dranstehen hat. Eigentlich müßte man einsteigen und dann hinterher den Betreiber anpflaumen, warum man, anders als angeschrieben, nicht nach Dieburg gebracht wurde. Das System gibt es her, daß Haltestellen, die angefahren sind, aus dem Display gelöscht werden. Wenn es nicht genutzt wird, ist das reine Faulheit des Busbetriebs, aber kein Softwarefehler.

  • Ja. Und nein.


    Beispiele:


    Zitat

    Wenn es nicht genutzt wird, ist das reine Faulheit des Busbetriebs, aber kein Softwarefehler.


    Die Software "weiß" (oder kann das "gesagt" bekommen), wo sich der Bus im Linienablauf befindet (woher "weiß" denn sonst der Fahrscheinautomat der Fahrerin, welcher Fahrpreis fällig wird? gibt die Fahrerin etwa die aktuelle Tarifzone ein?), und kann daher von sich aus entscheiden, daß "FH Dieburg" ohne Sinn ist. Allerdings muß ihr das auch jemand erlauben, also die Routineprüfung: Wo bin ich, was muß ich anzeigen, und was nicht?


    Zitat

    Woher sollte die arme Software wissen, daß es sich um die gleiche Haltestelle handelte?


    Mittels Prüfroutine: wurde eine Haltestelle zweimal eingegeben, dann ist eine Angabe als falsch zu verwerfen. Für interne Zwecke mag das ja angehen (und sogar sinnvoll sein – meinetwegen Lichtenbergschule A und Lichtenbergschule E), aber für externe nicht. Das muß demnach zur Fehlermeldung führen. Die Prüfroutine: entspricht eine Haltestelle in der Fußnote dem Linienziel, ist sie entweder zu streichen oder dem Bediener als Widerspruch mitzuteilen. Aber ansonsten erklärst du hinreichend, wo das Problem liegt.


    Es handelt sich um eine Software, die derlei Bastelei nicht verhindert. Wobei ich zugebe, daß keine Programmiererin so dumm denken kann, wie die User, die sich ihre eigenen Fallen bauen. Zu den 30% Test und Fehlerkorrektur gehört daher, die fertige Software an genau so einem User auszuprobieren. Wobei: wenn sich Heag und Softwarerehersteller vorab mit der Analyse aller möglichen Ungereimtheiten befaßt hätten, würden derlei Probleme nicht auftreten.


    Viele Bedienfehler werden durch eine nicht ausreichend durchdachte Implementiertierung erst ermöglicht. Workarounds sind ein Anzeichen für unvollständige Lösungen in Design und Umsetzung.

  • Zitat

    Original von Pallaswiese
    Mittels Prüfroutine: wurde eine Haltestelle zweimal eingegeben, dann ist eine Angabe als falsch zu verwerfen.


    Nein, leider nicht. Denke mal an Ringlinien oder Stichstreckenbedienung (z. B. Fahrten von Groß-Umstadt nach Wiebelsbach über Heubach). Oder noch viel einfacher an die Linie 1, die zweimal an der Rhein-/Neckarstraße hält. Du darfst in einer Fahrplansoftware daher weder zweimal den gleichen Haltestellennamen verbieten (oder als Warnung ausgeben), noch die schärfere Version, daß der gleiche Haltestellenname nicht zweimal hintereinander stehen darf (Problem Linie 1). Und ich kann Dir mit Sicherheit für jeden Vorschlag, den Du bringst, Linien finden, die genau dieses zu verbietende Phänomen aufweisen.


    Zitat


    Prüfroutine: entspricht eine Haltestelle in der Fußnote dem Linienziel, ist sie entweder zu streichen oder dem Bediener als Widerspruch mitzuteilen.


    Falsch herum gedacht: Die Fußnote wird vom System ja gerade gesetzt, weil etwas nicht dem Regelweg entspricht. Warum sollte eine Prüfroutine, die der gleichen Logik unterliegt, diese Fußnote dann wieder rausstreichen?


    Und Ausgabe von Warnungen ist immer schwierig, wenn diese zu oft auftreten. Das Programm weist Dich 35-mal darauf hin, daß die Rhein-/Neckarstraße doppelt eingegeben ist, joh baßt scho. Und die 36. Warnung, die dann ein echte Fehlermeldung ist, wird schwungvoll mit weggeklickt.


    Zitat


    Workarounds sind ein Anzeichen für unvollständige Lösungen in Design und Umsetzung.


    Das stimmt nur, wenn ein System grundlegende Fehler hat. Ansonsten wirst Du immer jemanden finden, der auf das stimmigste Design trotzdem mit einer Bastelei anfängt. Wie war das mit dem netten Spruch "... und die Welt gibt Dir einen besseren Idioten."? Das trifft leider voll zu.


    Ich kenne Leute, die führen ihren Terminkalender in einer Powerpoint-Präsentation...


    Und wenn Du mal Karopapier drucken willst: Dafür ist Excel super geeignet.

  • Solche Programme sind ja seeehr komplexe Datenbankanwendungen.
    Persönlich würde ich mir so ein Programm gerne mal ansehen.
    Ich habe es mir eigentlich immer so vorgstellt, daß es eben einen Datensatz "Haltestellen" und einen Datendaten "Linien" gibt (plus jede Menge weiterer).
    Darum soll denn da der SL3 nicht 2x das Feld "Lichtenbergschule" aus dem Container Haltestellen zugeordnet werden können?

  • Zitat

    Original von Holger Koetting
    Aber das ist kein Heag-Phänomen an sich. Ich könnte regelmäßig kot^w mir das Essen noch mal durch den Kopf gehen lassen, wenn ich am Luisenplatz einen Bus der Linie 6xx Richtung Hauptbahnhof fahren sehe, der an der Seite "über Dieburg FH" dranstehen hat. Eigentlich müßte man einsteigen und dann hinterher den Betreiber anpflaumen, warum man, anders als angeschrieben, nicht nach Dieburg gebracht wurde. Das System gibt es her, daß Haltestellen, die angefahren sind, aus dem Display gelöscht werden. Wenn es nicht genutzt wird, ist das reine Faulheit des Busbetriebs, aber kein Softwarefehler.


    Das gilt auch für die Schnellinie 6: Vom Rhönring bis Merck Gleisschleife bzw. Arheilgen Hofgasse wird an jeder Haltestelle gehalten. Also, gehört der Zusatz "Schnellinie" weg, denn wer jetzt noch einsteigt, wird enttäuscht werden. Das gilt nartürlich auch für den Abschnitt Eberstadt Wartehalle bis Frankenstein bzw. Alsbach Am Hinkelstein und natürlich auch den 4 verbliebenen Kursen für den Abschitt Rhein-/Neckarstraße - Kongresszentrum.

    Viele Grüße aus Darmstadt


    Jörg

  • Zitat

    Original von Baertram
    ....
    Vom Rhönring bis Merck Gleisschleife bzw. Arheilgen Hofgasse wird an jeder Haltestelle gehalten. Also, gehört der Zusatz "Schnellinie" weg, denn wer jetzt noch einsteigt, wird enttäuscht werden. Das gilt nartürlich auch für den Abschnitt Eberstadt Wartehalle bis Frankenstein bzw. Alsbach Am Hinkelstein und natürlich auch den 4 verbliebenen Kursen für den Abschitt Rhein-/Neckarstraße - Kongresszentrum.


    Man könnte ja auf den Streckenabschnitten mit Halt an allen Haltestellen statt SL6 SL 8 (oder SL 7!) anzeigen.
    Nur: dann geht die Diskussion los: ja wenn "auf einmal Linien umgeschildert wird, könnte man ja unbeabsichtigt in der falschen Verbindung sitzen und seine Haltestelle zwischen DA und Eberstadt verpassen...." - siehe Diskussion BL L/K abends.


    Dann besser so, damit jeder weiß, daß diese SL 6 auf bestimmtem Streckenabschnitt nicht überall hält.Der Zusatz "Schnelllinie" ist halt werbewirksam (sinnvoll!)
    Allerdings ist natürlich richtig, daß mit der aktuellen SL 6 die Tradition: eine SB - Linienbezeichnung - eine Strecke mit 2 fixen Endpunkten - gebrochen wurde.
    Aber wie sollen Linienpläne dann aussehen, wenn statt einer Linie 6 6 Linien ( Arheilgen-Alsbach; Merck-Alsbach; Arheilgen-Eberstadt; Merck-Eberstadt; Alsbach-Kongreßz.; Eberstadt-Kongreßz.) zu den anderen Linien, z.B. zwischen Rhein-Neckar-Str. und LUI aufgeführt werden müßten?


    fmm_de

    Avatar: Relikt! Remember Linie 5 Liebfrauenstraße!

    2 Mal editiert, zuletzt von fmm_de ()

  • Zitat

    Original von Baertram
    Das gilt auch für die Schnellinie 6: Vom Rhönring bis Merck Gleisschleife bzw. Arheilgen Hofgasse wird an jeder Haltestelle gehalten. Also, gehört der Zusatz "Schnellinie" weg, denn wer jetzt noch einsteigt, wird enttäuscht werden.


    Du mußt jetzt ganz stark sein: Der ICE bleibt auch ein ICE, obwohl er ab Hamburg-Harburg bis Altona genauso oft hält wie ein Nahverkehrszug.

  • Zitat

    Original von Holger Koetting


    Du mußt jetzt ganz stark sein: Der ICE bleibt auch ein ICE, obwohl er ab Hamburg-Harburg bis Altona genauso oft hält wie ein Nahverkehrszug.


    [leichte ironie ein]Und ich dachte, es unterscheidet den ICE vom Nahverkehrszug, daß er vieeeel komfortabler ist. Geschwindigkeit ist eher ein Bonusgimmick. Übrigens – die S-Bahn hält zwischen Harburg und Altona noch häufiger.[und wieder aus]

  • Zitat

    Original von Holger Koetting
    Du mußt jetzt ganz stark sein: Der ICE bleibt auch ein ICE, obwohl er ab Hamburg-Harburg bis Altona genauso oft hält wie ein Nahverkehrszug.


    Und hier verwechselt Du einen Typ. Ein ICE bleibt ein ICE. Und das ist nichts anderes: Ein ST 14 bleibt ein ST 14. Eine Baureihe hat nichts mit Einsatzmöglichkeiten zu tun. Ein ICE könnte, wenn man nur wollte (aber seltsamerweiße - warum auch immer - nicht macht), von Hamburg-Altoona bis Basel SBB an jedem (und ich meine an jedem!) Bahnhof und Haltepunkt (egal ob Hamburg Hauptbahnhof, Frankfurt am Main-Louisa, Darmstadt Südbahnhof oder Alsbach-Hähnlein Sandwiese) zum Fahrgastwechsel halten. Unter dem Strich ist es aber immer noch ein ICE.
    Und dabei verurteilst Du doch immer den Vergleich mit Äpfel und Birnen. Ich bin in dem Punkt nun beruhigt: Du kannst das auch. :D
    Damit zurück zu unseren Thema mit den "von uns gewünschten Anzeigen".


    Eidt: Ein Rechtschreibfehler gefunden, den Rest müßt Ihr finden.

    Viele Grüße aus Darmstadt


    Jörg

    Einmal editiert, zuletzt von Baertram ()

  • Zitat

    Original von Baertram
    Ein ICE bleibt ein ICE.


    Die Zuggattung ICE impliziert allerdings einen schnelleren Verkehr als ein RE. Ein extremes Beispiel hierzu war der Verkehr zwischen Nürnberg und Hof, wo der RE als Nahverkehr schneller als der Fernverkehr (IR) war, trotz öfterer Halte.


    Aber wenn Du auf gleiches Wagenmaterial hinauswillst: Nimm z. B. den RE von Frankfurt nach Fulda. Der hält ab Wächtersbach an allen Stationen und bleibt trotzdem als Zuggattung ein RE und wird nicht zu einer RB herabgestuft.


    Deine Forderung, auf das Schnellinie auf bestimmten Teilabschnitten zu verzichten, halte ich daher für nicht sinnvoll. Die Linie ist insgesamt schneller als eine "Nahverkehrsstraßenbahn", auch wenn sie eben auf Teilen die gleichen Haltestellen bedient. Das "Schnellinie" ist hier wie eine Zuggattung zu sehen. Eher müßte man forden, auf das "Schnellbus" zu verzichten, denn systembedingt kann ein Bus niemals schneller als ein Zug oder ein Auto sein.

  • Zitat

    Original von Holger Koetting
    Eher müßte man forden, auf das "Schnellbus" zu verzichten, denn systembedingt kann ein Bus niemals schneller als ein Zug oder ein Auto sein.


    Ein Schnellbus kann aber schneller als andere Busse sein.

  • Wer sagt denn, daß eine Schnell-Linie auf ALLEN Teilbereichen schneller sein muß, als die anderen Linien?
    Bei meinen gewöhnlichen Wegen hier in Berlin, bin ich öfter auf der Stadtbahn zwischen Alex und Zoo unterwegs. Treten RE und S-Bahn am Alex zum Rennen an, gewinnt meist die S-Bahn um ne Zugspitze - obwohl sie 3 Halte mehr hat.
    Bei den X-Bus Linien BVG kann es auf bestimmten Teilabschnitten auch vorkommen, daß überall gehalten wird - wenn die Stammlinie den Verkehr sonst nicht mehr aufnehmen könnte oder ein anderer Bedarf besteht.

  • Zitat

    Original von Holger Koetting
    Nimm z. B. den RE von Frankfurt nach Fulda. Der hält ab Wächtersbach an allen Stationen und bleibt trotzdem als Zuggattung ein RE und wird nicht zu einer RB herabgestuft.


    Das ist eh ein Schwachsinn, dass man seit einiger Zeit auf die Zuggattung SE (StadtExpress) zwischen RB und RE verzichtet. Das genannte Beispiel wäre sinnvollerweise ein SE, ebenso wie die RB-Züge auf der Strecke F-DA-HD, die (erst) ab DA Hbf an allen Stationen halten. Aber warum klare Bezeichnungen schaffen, wenn man die Kunden auch rätseln lassen kann.

  • Zitat

    Original von B80C
    Das ist eh ein Schwachsinn, dass man seit einiger Zeit auf die Zuggattung SE (StadtExpress) zwischen RB und RE verzichtet.


    Nur um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Mir geht es nicht um Begrifflichkeiten der Bahn, sondern nur darum, daß es auch anderswo Verkehre gibt, die (teilweise) überall halten und trotzdem ihre Gattungsbezeichnung "Schnell" nicht ändern.

  • Zitat

    Original von Baertram
    Ein ICE könnte, wenn man nur wollte (aber seltsamerweiße - warum auch immer - nicht macht), von Hamburg-Altoona bis Basel SBB an jedem (und ich meine an jedem!) Bahnhof und Haltepunkt (egal ob Hamburg Hauptbahnhof, Frankfurt am Main-Louisa, Darmstadt Südbahnhof oder Alsbach-Hähnlein Sandwiese) zum Fahrgastwechsel halten.


    Geht nicht, wegen der Bahnsteiglänge.
    OK, der ICE3 (Halbzug) oder gar ein 415 (ICE-T) (ganz zu schweigen vom ICE-TD) könnte zumindest von der Länge schon an die meisten Bahnsteige passen. Man könnte natürlich auch anderes Wagenmaterial nehmen und das als ICE bezeichnen. Man könnte, aber welchen Sinn sollte das haben ?


    Zitat

    Original von B80C
    Das ist eh ein Schwachsinn, dass man seit einiger Zeit auf die Zuggattung SE (StadtExpress) zwischen RB und RE verzichtet. Das genannte Beispiel wäre sinnvollerweise ein SE, ebenso wie die RB-Züge auf der Strecke F-DA-HD, die (erst) ab DA Hbf an allen Stationen halten. Aber warum klare Bezeichnungen schaffen, wenn man die Kunden auch rätseln lassen kann.


    Naja, auf der einen Seite hast Du Recht. Auf der anderen konnten die meisten Fahrgäste mit der Bezeichnung StadExpress nichts anfangen.
    Man hat jetzt eine Zuggattung weniger und das macht es etwas übersichtlicher. Mal ganz abgesehen von den ganzen Bezeichnungen die es zur Zeit der Umwandlung in die DeutscheBahn (Mitte der 90er Jahre) gab, wei Z.B. CityBahn, RegionalSchnellBahn u.a.#


    Das mit dem SE war nur sinnvoll, wenn man sich in der betreffenden Region gut auskannte.


    Der RE nach Fulda ist aber wirklich ein RE. Er fährt doch recht schnell (hohe Durchschnittgeschwindigkeit) und hält auch bis Wächtersbach nicht so oft. Danach hält er zwar an allen Unterwegshalten, aber diese liegen doch recht weit auseinander, so das dazwischen zügig gefahren werden kann. Im Prinzip ist die Aufteilung wie sie jetzt ist, schon recht gut.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Um mal wieder zu den Anzeigen zurück zu kommen: Bei den Bussen beobachte ich in letzter Zeit häufiger, dass die neuen tollen Bildschirme nur das Corporate Design und sonst nichts anzeigen. Anscheinend passiert das an der Endhaltestelle: Beim Starten des Motors bootet nämlich das System neu. Danach fehlen sämtliche Texte, nur das Corporate Design wird eingeblendet. Kein Ziel, keine Linie, keine Haltestellen. Immerhin sind die Audio-Ansagen richtig. Habt ihr das auch schon beobachtet? Weiß jemand warum?


    Die Werbung funktioniert in diesen Fällen übrigens immer tadellos. :rolleyes: