Beim Einfahrt in den eingleisigen Bereich der Baustelle erhalten die Bahnfahrer vom Streckensicherungsposten einen gelben Gegenstand mit der Aufschrift "7/8", welchen sie beim Streckenposten an der Ausfahrt wieder abgeben. Was hat es mit diesem Ablauf auf sich? Ersetzt dies die nicht vorhandenen Lichtsignalanlagen, welche während der Baustelle letztes Jahr temporär aufgestellt wurden?
Neues Rasengleis in der Heidelberger Landstraße
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Beim Einfahrt in den eingleisigen Bereich der Baustelle erhalten die Bahnfahrer vom Streckensicherungsposten einen gelben Gegenstand mit der Aufschrift "7/8", welchen sie beim Streckenposten an der Ausfahrt wieder abgeben. Was hat es mit diesem Ablauf auf sich? Ersetzt dies die nicht vorhandenen Lichtsignalanlagen, welche während der Baustelle letztes Jahr temporär aufgestellt wurden?
Die Baustelle hat eine Signalanlage. Ich vermute, daß die einfach 'ne Störung hat. Also Rückfallebene Streckensicherungsschild. -
Beim Einfahrt in den eingleisigen Bereich der Baustelle erhalten die Bahnfahrer vom Streckensicherungsposten einen gelben Gegenstand mit der Aufschrift "7/8", welchen sie beim Streckenposten an der Ausfahrt wieder abgeben.
Halb OT: Dieses Token-Verfahren (englischsprachige Wiki) war zumindest im angelsächsischen Raum auf Nebenbahnen nicht selten. Manche englische Loktypen wie ein Teil der Class 26 und Class 27 hatten dafür zumindest zeitweise auch ausschwenkbare Hängebügel an den Führerstandsseiten.
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Beim Einfahrt in den eingleisigen Bereich der Baustelle erhalten die Bahnfahrer vom Streckensicherungsposten einen gelben Gegenstand mit der Aufschrift "7/8", welchen sie beim Streckenposten an der Ausfahrt wieder abgeben. Was hat es mit diesem Ablauf auf sich? ......
Der "Staffelstab" ist und bleibt wahrscheinlich auch die sicherste Methode, um Begegnungen auf eingleisigen Streckenabschnitten zu verhindern. Ist der "Stab" nicht an der Einfahrt zum eingleisigen Abschnitt, ist der eben noch besetzt und die Einfahrt deshalb verboten (vor allem bei Unübersichtlichkeit der Strecke). Das war in Arheilgen zu Zeiten der Eingleisigkeit bis zum Umbau üblich. Signalanlagen können ausfallen oder jeder der Beteiligten der Begegnung sagt hinterher aus, er hätte "FREI" gehabt: war in Frankfurt wiederholt passiert (ich glaube sogar mal mit Unfall an unübersichtlicher Stelle, 1970/80er-Jahre), danach wurde dort erstmal das Staffelholz wieder eingeführt.
fmm_de
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Bei der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn (im Berliner Umland) wird ebenfalls mit Staffelstab gefahren. Jedenfalls war es bei meinem letzten Besuch vor einem Jahr noch so. Kurz vor Beginn der Eingleisigkeit gibt es dort am Oberleitungsmast einen handelsüblichen Briefkasten in dem das Teil eingeworfen wird. Jeder Fahrer besitzt den entsprechenden Schlüssel und kann aufschließen, ohne aussteigen zu müssen, vorausgesetzt, dass das Fahrzeug genau hält.
Vor einiger Zeit gab es dieses Verfahren aber auch auf der Linie 3 in Bessungen. Damals waren, wenn ich mich recht erinnere, auch Bauarbeiten im Gange.
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Was macht man denn, wenn zwei hintereinander in dieselbe Richtung fahren wollen?
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Was macht man denn, wenn zwei hintereinander in dieselbe Richtung fahren wollen?
Es sind im Prinzip mehrere Möglichkeiten denkbar:- Warten auf Gegenzug
- Der zweite Zug nimmt das Holz mit.
- Ohne Holz: Der erste Zug führt ein Zugfolgesignal/Nachzugsignal/Vorzugzeichen (= Warte, ich bin nicht der letzte) mit.
Nachtrag:
Die dritte Möglichkeit ist denkbar unsicherer: Ein nicht-gesehenes Signal bedeutet „Strecke frei“/Fahrt.
Ein nicht-vorhandener oder nicht-überreichter Stab bedeutet „Strecke besetzt“/Halt. -
Die Stabsicherung gab es auch jahrzehntelang zwischen Malchen und Seeheim/Wilhelm-Leuschner-Str. An den Übergängen zu den eingleisigen Abschnitten hingen an den Fahrleitungsmasten Kästen, die mit einem Vierkantschlüssel mit Querbolzen geöffnet werden konnten.
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Zumindest die Tw 37, 49 und 57 haben bei den Fahrerplätzen in Fahrtrichtung links die Blechscheibe mit dem grünen Dreieck auf gelben Grund. Waren sie von außen sichtbar, heißt es für den Gegenzug, es kommt noch einer. Das klappte allerdings nur, wen es dem Fahrer bekannt war, das er "verfolgt" wird.
Bei den Fahrten mit Tw 49 vor rund dreißig Jahren war dann folgende Situation: Die Kinder-Bahn wartete vor der Weiche südlich der Haltestelle "Im Fiedlersee". Der Zug der Linie 7/8 kam aus Arheilgen, der Fahrer hielt das Schild (wie der Stab auch genannt wurde) in die Höhe und verließ den eingleisigen Abschnitt. Tw 49 fuhr nun zur Hofgasse und wendete dort und wartete unmittelbar vor dem "Löwen" auf den Zug aus Darmstadt. Als dieser in die Haltestelle einfuhr, hielt auch dieser Fahrer den Stab in die Luft. Die Kinder-Bahn fuhr dann wieder nach Darmstadt.
Mir sind solche Stab-Regelungen noch von Arheilgen, Griesheim und Seeheim - Malchen geläufig, wobei ich es mir beim letzten Abschnitt ein wenig kitzelig vorstelle, wenn zumindest einer bei der Taktverdichtung zur HVZ-Zeit ohne Stab nach Seeheim fuhr. Ich glaube, das war dann der letzte im 30 MInuten Takt (und gleichzeitig der erste im 15 Minuten Takt). Der erste Wagen von der Linie 7 brachte dann den Stab nach Seeheim. Aber hier möge man mich korrigieren, da ich es mir nur so vorstellen kann. -
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Ich habe die Version in Neuss nach dem Umbau der Fussgängerzone auf eingleisigen Betrieb so erlebt:
Die Signalanlage war noch nicht in Betrieb und einE MitarbeiterIN der Rheinbahn fuhr als lebender Staffelstab immer hin und her zwischen Markt und Niedertor.
war lustig... -
Halb OT: Dieses Token-Verfahren (englischsprachige Wiki) war zumindest im angelsächsischen Raum auf Nebenbahnen nicht selten.
Was heißt "war"?

Strecken mit Token hat's noch einige. Allerdings im Regelfall nicht mehr den großen Ringen, die während "voller" Fahrt gefangen und abgegeben werden, sondern wie hier in Nunthorpe schön brav mit stehen bleiben und in die Hand drücken. -
[*]Der zweite Zug nimmt das Holz mit.Das war das Verfahren, das lange Jahre in Arheilgen vor Inbetriebnahme der Signalanlage praktiziert wurde, wenn E-Wagen im Einsatz waren. Der erste Zug fuhr bis an die Weiche vorm Fiedlersee und ließ sich vom Gegenzug das Schild zeigen. Danach fuhr er bis zur Hofgasse und wartete dort auf den nachfolgenden Kurswagen (der das Schild übernommen hatte), dann konnte der E-Wagen wieder nach Darmstadt zurück.
Das Nachzugzeichen ist eigentlich weitgehend ausgestorben. Wo es noch recht regelmäßig in Gebrauch war/ist, waren zuletzt Heidelberg und Gotha. Da aber beide Betriebe ihre Streckensicherungen inzwischen ausgebaut haben (in Heidelberg ging es noch um die Leimener Strecke), in Gotha sind die Signalanlagen jetzt mindestens bis Waltershausen in Betrieb - ob bis Tabarz, könnte ich im Moment gar nicht sagen.
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in Gotha war das Nachzugzeichen eigentlich schon in den 90igern ungebräuchlich, nachdem man auf Funk umgestellt hatte, mittlerweile gibt es Signale.
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Das Nachzugzeichen ist eigentlich weitgehend ausgestorben. Wo es noch recht regelmäßig in Gebrauch war/ist, waren zuletzt Heidelberg und Gotha. Da aber beide Betriebe ihre Streckensicherungen inzwischen ausgebaut haben (in Heidelberg ging es noch um die Leimener Strecke), in Gotha sind die Signalanlagen jetzt mindestens bis Waltershausen in Betrieb - ob bis Tabarz, könnte ich im Moment gar nicht sagen.
In Woltersdorf (bei Berlin, für die, die nicht wissen, wo das ist) wird das Nachzugzeichen noch regelmäßig genutzt. Die Begegnungen werden allerdings ohne Stab durchgeführt und stattdessen gibt es einen Kreuzungsplan, wann man wo einen Gegenzug abwarten muss.
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Und auf der Linie 3 in Bessungen wird der Staffelstab nicht eingesetzt weil die Signalanlage hinreichende Sicherheit garantiert nehm ich an?
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Was heißt "war"?
(Foto)
Strecken mit Token hat's noch einige. Allerdings im Regelfall nicht mehr den großen Ringen, die während "voller" Fahrt gefangen und abgegeben werden, sondern wie hier in Nunthorpe schön brav mit stehen bleiben und in die Hand drücken.
Tatsache... War mir jetzt in der Tat neu, dass das dort noch immer relativ gebräuchlich ist.
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Die Baustelle hat eine Signalanlage. Ich vermute, daß die einfach 'ne Störung hat. Also Rückfallebene Streckensicherungsschild.
Der aktuelle Bauabschnitt hat seit wenigen Tagen keine Signalanlage mehr. Dafür sind die Anlagen bereits am neuen Abschnitt von Schillerstraße bis Von-Ketteler-Straße aufgestellt, jedoch noch überdeckt. Die Baustellenabsperrungen für diesen Abschnitt wurden auch schon am Straßenrand aufgestellt. Die Bahnübergänge Friedrich-Naumann-Straße und Carl-Ulrich-Straße werden wohl gesperrt. Allerdings hingen gestern oder am Mittwoch noch keine Oberleitungen am Gleiswechsel Von-Ketteler-Straße. Ich vermute dennoch, dass nächste Woche der jetzige Abschnitt fertiggestellt und der nächste begonnen wird. -
So und nu misch ich mich mal ein !
Auf dem Abschnitt "Carl-Ulrich-Straße" <-> "Friedrich-Ebert-Straße" fährt man bei genauerem Betrachten mit Streckensicherungsschild da die Signalanlage schon für den nächsten Bauabschnitt gestellt wurde. Damit ist die Anlage außer Betrieb und es wird mit Sicherungsschild gefahren.
Mir persönlich fiel dies heute morgen auf als ich von Arheilgen nach Eberstadt fuhr. Saß auch noch direkt an der Tür im ST13 und sah das kleine "Belchschild" mit dem Aufdruck "7/8" <- hier denke ich wird die Linie vl. gemeint sein.
Gruß
Tobias243 -
Und da ich gestern nichts zu tun hatte, begab ich mich mal zur genannten Stelle:
Zu Beginn erstmal das hier:
Hier wird das Streckensicherungsschild an den Fahrer übergeben:
Hier wird es wieder an den Sicherheitsposten zurück gegeben:
Und dann geht es wieder an den Fahrer:
Was ich nicht genau sehen konnte war, was auf dem Schildchen stand

Gruß
Tobias243





