Denkbare Kompromisse für enge Ortsdurchfahrten ?

  • Zitat

    Original von V44020001
    Es sollte sogar möglich sein, einen dem U5 ähnlichen Wagen mit kurzem Niederflurteil zu bauen, etwa so:


    Das ist in Frankfurt nicht möglich, da die Stadtbahnfahrzeuge an einigen Stellen bei Bedarf fahren können sollen an denen Straßenbahnbahnsteige vorhanden sind. Da diese für schmalere Fahrzeuge gebaut sind, darf eine Stadtbahnfahrzeug nicht so weit nach unten gezogen sein.


    Mich nerven solche Pseudovorschläge nur noch. Es hat seine Gründe weshalb auf stark frequentierten Strecken weltweit nur Hochflurfahrzeuge genutzt werden, da nur so die Türen beliebig platziert werden können und damit der Fahrgastwechsel besser abläuft. Klappstufen fallen damit auch aus, da damit die Türen nicht frei platziert werden können. Solche Fahrzeuge wie hier mal wieder zur "Diskussion" gestellt werden, wurden bisher ausschließlich als kostengünstige Umbauten benutzt. Kein Betrieb hat so etwas neu gekauft. Wenn Geld vorhanden war, hat man diese Umbauten früher oder später durch richtige Niederflurfahrzeuge ersetzt.


    Was Bad Homburg betrifft: es spricht doch nicht dagegen dort eine normale Niederflurstraßenbahn fahren zu lassen. Selbst wenn man die Bahn nach Frankfurt fahren lassen, will fände sich sicherlich ein Lösung. Auf den Außenästen ist ja viel Platz für weitere Bahnsteige vorhanden.

  • Zitat

    Original von John2


    Das ist in Frankfurt nicht möglich, da die Stadtbahnfahrzeuge an einigen Stellen bei Bedarf fahren können sollen an denen Straßenbahnbahnsteige vorhanden sind. Da diese für schmalere Fahrzeuge gebaut sind, darf eine Stadtbahnfahrzeug nicht so weit nach unten gezogen sein.


    Vielen Dank für die Information. Das wusste ich nicht. Aber muss denn wirklich jedes Fahrzeug dort überall hinfahren können? Die Idee war ja, nur einige wenige dieser Sonderfahrzeuge anzuschaffen, um damit z. B. nach Steinbach hineinfahren zu können. Es würde doch dann genügen, wenn diese Fahrzeuge auf der C-Strecke eingesetzt werden und zur Stadtbahn-Zentralwerkstatt fahren könnten. Oder müssten sie sonst noch irgendwo hin?


    Zitat

    Original von John2
    Mich nerven solche Pseudovorschläge nur noch.


    Das ist schade. Ich wollte niemanden nerven. Ich dachte nur, wenn in Kürze die U6 zur RTW verlängert wird, dann ergäbe sich die einmalige Chance, sie gleich bis Steinbach zu verlängern. Da entsteht aber das Problem der engen Ortsdurchfahrt. Und dafür wird eine Lösung benötigt. Darum hatte ich das Fahrzeug vorgeschlagen. Wenn es eine bessere Lösung gibt, bite, nur zu.


    Du hast eine Lösung für Bad Homburg vorgeschlagen:

    Zitat

    Original von John2
    Was Bad Homburg betrifft: es spricht doch nicht dagegen dort eine normale Niederflurstraßenbahn fahren zu lassen. Selbst wenn man die Bahn nach Frankfurt fahren lassen, will fände sich sicherlich ein Lösung. Auf den Außenästen ist ja viel Platz für weitere Bahnsteige vorhanden.


    Fairerweise möchte ich Dir hier sagen, dass ich Deinen Vorschlag für gar nicht so schlecht halte. Dennoch würde ich Dir hier gern zeigen, wie leicht es ist, Vorschläge zu kritisieren:


    Mit der Niederflurstraßenbahn schaffst Du einen Umsteigezwang, wo eigentlich eine Direktverbindung möglich wäre. Und wenn Du die Straßenbahn tatsächlich nach Frankfurt fahren lassen willst, soll sie dann auf die A-Strecke oder auf die D-Strecke? Es ist beides realitätsfern. Die nächste Straßenbahnstrecke in Frankfurt, auf die man von Bad Homburg aus kommen könnte, dürfte die heutige Linie 16 nach Ginnheim sein. Deine Straßenbahn müsste also am Nordwestzentrum durchfahren, weil sie dort nicht halten könnte. Ist das ernst gemeint?


    Jetzt wieder zurück zu einem konstruktiveren Ton: Die Insellösung für Bad Homburg halte ich für durchaus möglich, wenn man eine Station mit sehr einfacher Umsteigemöglichkeit schafft.


    Umgekehrt bitte ich Dich, auch noch einmal darüber nachzudenken, ob nicht einige wenige Spezialfahrzeuge, die nicht überall eingesetzt werden können, das Problem ebenfalls lösen könnten, besonders in Steinbach. Oder hast Du für Steinbach eine andere Idee?

  • Zitat

    Das ist schade. Ich wollte niemanden nerven. Ich dachte nur, wenn in Kürze die U6 zur RTW verlängert wird, dann ergäbe sich die einmalige Chance, sie gleich bis Steinbach zu verlängern. Da entsteht aber das Problem der engen Ortsdurchfahrt. Und dafür wird eine Lösung benötigt. Darum hatte ich das Fahrzeug vorgeschlagen. Wenn es eine bessere Lösung gibt, bite, nur zu.


    Du bist Optimist. Selbst die RTW ist noch nicht in trockenen Tüchern, un die Verlängerung der U6 halte ich für Utopie. Ganz zu schweigen von den langen Realisierungszeiten in Ffm.
    OK, es gibt da einige gute Ideen, aber es fehlt a) der Wille dazu und b) m.E. schlichtweg der Bedarf dafür. Unterm Strich muß sich die Sache auch rechnen.

  • Zitat

    Original von Condor
    Du bist Optimist.


    Du bist Realist. Leider (!!!) hast Du wahrscheinlich völlig Recht. Andererseits ist es sicher nicht gut, einfach die Haltung "Das wird ja ohnehin nichts!" einzunehmen und gar nicht erst nach Lösungen zu suchen.* Denn dann gibt es noch ein Argument mehr, die U6 nicht zu verlängern. Wenn schon die Verlängerung nicht kommt, an der engen Ortsdurchfahrt in Steinbach soll es nicht liegen!


    * Hiermit behaupte ich übrigens keineswegs, Du hättest das behauptet. :-)

  • Habe soeben eine erste erfreuliche Antwort auf diesen Brief erhalten:


    Zitat

    Original von V44020001
    Sehr geehrte Damen und Herren,


    wir haben in unserem Forum "Nahverkehr in Frankfurt" zur Zeit eine Diskussion darüber, ob es möglich und zulässig ist, in einem fahrenden Stadtbahnfahrzeug einen Hublift für Behinderte zu betreiben, der den Übergang zwischen dem Niederflurbereich und dem Hochflurbereich im Fahrzeug ermöglicht. Siehe dazu Denkbare Kompromisse für enge Ortsdurchfahrten ? . Frage: Wären Ihre Hublifte dafür geeignet? Wenn nicht, an wen könnten Sie uns weiterempfehlen?


    Mit freundlichen Grüßen


    Und hier nun die Antwort:



    Die anderen beiden Firmen haben noch nicht geantwortet.


    P.S. an die Moderation: Falls die Daten der Firma aufgrund der Nutzungsbestimmungen hier nicht stehen dürfen, bitte diese Daten einfach löschen. Danke


    Mod-Edit: Kontaktdaten entfernt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tommy ()

  • Zitat

    Original von V44020001
    Wenn schon die Verlängerung nicht kommt, an der engen Ortsdurchfahrt in Steinbach soll es nicht liegen!


    Sollte die U6 verlängert werden, ist es sicherlich zukunftsträchtig, über die Raststädte "Taunusblick" (P+R) hinaus die Schiene nach Steinbach zu führen. Der Vorteil läge nicht nur auf Seiten der Steinbacher, sondern auch Frankfurt könnte Gewinner sein, da sich der MIV aus Steinbach nach Frankfurt verringert würde. Mögen die Steinbacher genügend Geld im Sparstrumpf bzw. Mut und Perspektiven für die Zukunft haben.


    Sollte die Strecke bis Steinbach verlängert werden, so sehe ich die Schiene parallel zur (oder zum :) ?) Steinbach bis ca. "Am Weizengarten" und damit fast mitten im Ort. Sollte die Strecke weitergeführt werden nach Oberhöchststadt (weniger wahrscheinlich), dann bietet sich der Weg zwischen Ort und Gewerbegebiet an. Dieser Streckenverlauf hätte den Vorteil, dass U-Bahn- und S-Bahnstation nicht so weit auseinander liegen würden. Mehr als 2 U-Bahn-Stationen in Steinbach werden es in beiden Fällen nicht werden.


    Eine Ortsdurchfahrt sehe ich in Steinbach nicht. Eine Straßenbahn? - :rolleyes:
    Weitere Fahrzeugtypen neben den jetzigen U-, S- und Trambahnen sind nicht erstrebenswert. Lieber viele einheitliche Fahrzeuge, die auf beliebigen Strecken eingesetzt werden können.

    Tanz den ÖPNV

  • Zitat

    Original von Condor
    Gibt es nicht derartige Lifte in den USA häufig?


    Wenn dem so wäre, würde mich das sehr freuen.


    Zitat

    Original von SchienenTanz
    Sollte die U6 verlängert werden, ist es sicherlich zukunftsträchtig, über die Raststädte "Taunusblick" (P+R) hinaus die Schiene nach Steinbach zu führen.


    Das sahen die Fahrgastverbände in ihrer alten Untersuchung "Straßenbahn auf neuen Wegen" genauso. Besitzt Du dieses Heft? Dort ist die Strecke Heerstraße - Steinbach - Oberhöchstadt auf den Seiten 41 bis 43 detailliert beschrieben. Der da vorgeschlagene Linienweg sieht zwar ähnlich, aber doch ein wenig anders aus als der von Dir beschriebene:


    Zitat

    Original von VCD, PRO BAHN, BUND, "Straßenbahn auf neuen Wegen", S. 41/42
    Die Trasse folgt in Westlage dem Steinbach, von diesem soweit entfernt, daß ein Eingriff in die Bachauen vermieden werden kann. In Höhe der Stettiner Str. wird der Steinbach zweimal gequert, um die erste Haltestelle "Stettiner Straße" möglichst dicht an die Bebauug heranzubringen. Nördlich des Friedhofes (Praunheimer Weg) liegt eine weitere Haltestelle direkt am Stadtkern von Steinbach. [...] Nach der niveaugleichen Querung der Bahnstraße wird im Zuge der Oberhöchstädter und Kronberger Straße ein eingener Gleiskörper unter weitgehender Nutzung des vorhandenen, teilweise überbreiten Straßenraumes und ohne Eingriff in Privatgelande angelegt. Dabei kann eine teilweise eingleisige Führung erwogen werden, da die eigentliche Ortsdurchfahrt verglichen mit der Länge der restlichen, zweigleisigen Neubaustrecke relativ kurz ist.


    Deinen Vorschlag einer Streckenführung zwischen Ort und Gewerbegebiet:


    Zitat

    Original von SchienenTanz
    Sollte die Strecke weitergeführt werden nach Oberhöchststadt (weniger wahrscheinlich), dann bietet sich der Weg zwischen Ort und Gewerbegebiet an. Dieser Streckenverlauf hätte den Vorteil, dass U-Bahn- und S-Bahnstation nicht so weit auseinander liegen würden.


    ...haben die Fahrgastverbände ebenfalls durchdacht und verworfen:


    Zitat

    Original von VCD, PRO BAHN, BUND, "Straßenbahn auf neuen Wegen", S. 42
    Damit wird jedoch nur der Osten von Steinbach, der heute schon fußläufig zur S-Bahn liegt, doppelt erschlossen, während der westliche Bereich des Stadtgebietes auch weiterhin durch die Schienen nicht erreicht wird. Die Verlängerung in Richtung Kronberg-Oberhöchstadt wird erschwert, da die freie Landschaft auf großer Länge neu zerschnitten wird.


    Zitat

    Original von SchienenTanz
    Lieber viele einheitliche Fahrzeuge, die auf beliebigen Strecken eingesetzt werden können.


    Das sehe ich grundsätzlich auch so. Ich weiß aber nicht, ob das die Steinbacher/innen auch so sehen und ob deshalb vielleicht eine ungünstigere Streckenführung gewählt werden muss. Das fände ich dann einen schlechten Kompromiss. Einen besseren Kompromiss fände ich, einige wenige Sonderwagen für enge Ortsdurchfahrten anzuschaffen (es genügt wohl ein solcher Wagen pro Drei- oder Vier-Wagen-Zug), die ebenfalls auf dem gesamten Stadtbahnsystem fahren können (wobei der Niederflurteil außerhalb der Ortsdurchfahrten keine Funktion hat und zugegebenermaßen eher ein wenig stört - das ist eben hier der Kompromiss). Daher wäre es vermutlich schlau, die Sonderwagen eines Tages auch am anderen Linienende "zur Geltung zu bringen" (Bergen?).

  • Zitat

    Original von V44020001
    Vielen Dank für die Information. Das wusste ich nicht. Aber muss denn wirklich jedes Fahrzeug dort überall hinfahren können?


    Da es sich hier um die in erster Linie um die Betriebsstrecken handelt - ja. Sonst könnten die Fahrzeuge nicht gewartet werden. Die A-Strecke ist ausschließlich über Betriebsstrecken erreichbar. Dazu kommt noch ein weiterer Aspekt, wenn man das Lichtraumprofil ändert, muß man die kompletten Strecken kontrollieren und ggf. umbauen, damit keine Einrichtungen in das neue Lichtraumprofil ragen.

    Zitat

    Original von V44020001
    Die Idee war ja, nur einige wenige dieser Sonderfahrzeuge anzuschaffen, um damit z. B. nach Steinbach hineinfahren zu können.


    Erstens ist in Steinbach mit keinen großen Verkehrsaufkommen zu rechnen, so daß sich Stadtbahnzüge dort ohnehin nicht lohnen würden, und zweitens könnte man (technisch) relativ problemlos eine Straßenbahn nach Steinbach bauen. Am oberirdischen Streckenabschnitt der U6 müßte man zusätzliche Straßenbahnbahnsteige errichten. Der notwendige Platz ist zwar nicht überall vorhanden, aber an ausreichend vielen Halteställen wäre es machbar. Am Industriehof ginge es dann wie früher oberirdisch weiter - gleichzeitig würde man wieder die Schloßstraße erschließen.


    Zitat

    Original von V44020001
    Das ist schade. Ich wollte niemanden nerven. Ich dachte nur, wenn in Kürze die U6 zur RTW verlängert wird, dann ergäbe sich die einmalige Chance, sie gleich bis Steinbach zu verlängern. Da entsteht aber das Problem der engen Ortsdurchfahrt. Und dafür wird eine Lösung benötigt. Darum hatte ich das Fahrzeug vorgeschlagen. Wenn es eine bessere Lösung gibt, bite, nur zu.


    Entschuldigung, weil das etwas hart formuliert war, aber in den Diskussionen hier im Forum taucht dieser Vorschlag des öfteren auf. Wenn man eine Lösung für Probleme erarbeiten will, so sollte man sich an die beiden Grundspielarten der Fahrzeuge halten die es in Frankfurt gibt, repräsentiert durch die beiden neusten Fahrzeugtypen S und U5. Unter realistischer Betrachtung kommen nur solche Fahrzeuge in Frage. Unter der Maßgabe, daß es im Innenstadtbereich schnelle Fahrgastwechsel geben muß (somit werden alle Türen benötigt auf gleichem Niveau wie der Bahnsteig), scheiden solche Varianten ganz schnell aus. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen rechnen sich auch keine Spezialanfertigungen mit irgend welchen aufwendigen Hebebühnen im Fahrzeuginneren. Zumal diese auch noch eine nicht unerhebliche Gefährdung bei hohem Fahrgast aufkommen darstellen.


    Zitat

    Original von V44020001
    Mit der Niederflurstraßenbahn schaffst Du einen Umsteigezwang, wo eigentlich eine Direktverbindung möglich wäre. Und wenn Du die Straßenbahn tatsächlich nach Frankfurt fahren lassen willst, soll sie dann auf die A-Strecke oder auf die D-Strecke? Es ist beides realitätsfern.


    Es wäre zumindest innerhalb der technischen Rahmenbedingungen des Frankfurter Netzes machbar. Wahrscheinlich? Ohne Frage - nein!

    Zitat

    Original von V44020001
    Die nächste Straßenbahnstrecke in Frankfurt, auf die man von Bad Homburg aus kommen könnte, dürfte die heutige Linie 16 nach Ginnheim sein. Deine Straßenbahn müsste also am Nordwestzentrum durchfahren, weil sie dort nicht halten könnte. Ist das ernst gemeint?


    Technisch machbar aber wenig vermittelbar. Hätte man D-II gebaut, könnte man die Straßenbahn über die Eschersheimer und dann den Marbachweg fahren lassen. Ansonsten müßte man darüber nachdenken eine Busroute zu ersetzen und neuzubauen - auch sehr unwahrscheinlich.

    Zitat

    Original von V44020001
    Umgekehrt bitte ich Dich, auch noch einmal darüber nachzudenken, ob nicht einige wenige Spezialfahrzeuge, die nicht überall eingesetzt werden können, das Problem ebenfalls lösen könnten, besonders in Steinbach. Oder hast Du für Steinbach eine andere Idee?


    Ein Spezialfahrzeug kann die technischen Probleme grundsätzlich nicht lösen. Die hier immer wieder angesprochenen Fahrzeuge mit Niederflurmittelteil fahren ausschließlich auf Strecken mit einem Bahnsteigniveau! Es wurden in der Vergangenheit Fahrzeuge mit Klappstufen für unterschiedliche Bahnsteighöhen verwendet, diese sind aber nur bei hohen Bahnsteigen barrierefrei. So scheiden auch Klappstufen grundsätzlich aus. Fahrzeuge mit eingebauten Hebeplattformen o.ä. fallen allesamt unter "Spinnereien", das ist vollkommen unrealistisch. Hebebühnen an bestimmten Türen wären zwar machbar, aber der tägliche Betriebsablauf zeigt, daß das nicht funktioniert. Wie oft hat von Euch jemand gesehen, daß die Hebebühnen der 423 im S-Bahnnetz Rhein-Main genutzt werden?


    Wer Steinbach erschließen will, der sollte sich um eine Straßenbahn bemühen. Bei knapp 10.000 Einwohner erscheint selbst das extrem unwahrscheinlich. Denn der Streckenbau nach Steinbach wäre alles andere als billig, und dann stellt sich die Frage, wie überhaupt die Strecke durch Steinbach verlaufen sollte. Schon einmal dort gewesen?

  • Statt mühsam nach Steinbach hineinzufahren wäre es meiner Meinung deutlich zweckmäßiger, erst einmal Richtung Eschborn-Süd abzubiegen. Bis zur Zentralwerkstatt liegt sowieso schon ein Gleis, also bräuchte man nur noch ein weiteres. Dann eine Haltestelle Zentralwerkstatt bauen (+ S-Bahn-Haltepunkt) und eine weitere Station Eschborn-Süd. Und Schwupps hätte man 3 S-Bahnlinien an die C-Strecke angeschlossen, man müsste gerade einmal 1,5km Gleise bauen.


    Allerdings weiß ich jetzt nicht, inwiefern genau soetwas für die RTW geplant ist, die soll da ja auch genau dort in dem Eck rumkurven. Aber da diese sowieso als Zweisystembahn ausgelegt wird, sollte das kein größeres Problem sein. Wichtig wäre halt nur, dass man sich die Option offenhält, die Stadtbahn dann weiterbauen zu können. Perspektivisch könnte man an der A66 ja weiterbauen bis man irgendwann in Hofheim auf Häuser trifft. Das fordere ich jetzt zwar nicht, aber zumindest der Anschluss an die beiden S-Bahnstrecken erscheint mir schon sehr sinnvoll. Und zwar nicht nur für die RTW.

  • Zitat

    Original von V44020001


    Das sahen die Fahrgastverbände in ihrer alten Untersuchung "Straßenbahn auf neuen Wegen" genauso. Besitzt Du dieses Heft? Dort ist die Strecke Heerstraße - Steinbach - Oberhöchstadt auf den Seiten 41 bis 43 detailliert beschrieben. Der da vorgeschlagene Linienweg sieht zwar ähnlich, aber doch ein wenig anders aus als der von Dir beschriebene:


    Heute war ich vor Ort und bin zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Ob eine erste Haltestelle "Stettiner Straße" möglichst dicht an die Bebauung heranzubringen notwendig ist, weiß ich nicht und halte ich für etwas aufwendig. Eher bietet sich eine nördliche Haltestelle in Höhe der Bushaltestelle "Staufenstraße" an mit zusätzlichem Erschließungspotential.


    Insgesamt orientiert sich der Verlauf der Strecke von der Heerstraße nach Steinbach an dem vorhandenen Radweg und könnte parallel dazu liegen. Eine Unterfahrung der Autobahn und des S-Bahn-Viaduktes ist kein Problem. Im Unterschied zu Seckbach gibt es hier keine großen Steigungen, enge kurvenreiche Straßen oder ähnliche Hindernisse. Wenn der KNF über 1 liegt, der Wille und das Geld vorhanden ist, sollte einer Verlängerung der U6 nichts im Wege stehen. Sonderfahrzeuge sind hier gewiss nicht notwendig.


    p.s.: Das Heft "Straßenbahn auf neuen Wegen" besitze ich leider nicht.

    Tanz den ÖPNV

  • Zitat

    Original von SchienenTanz
    Wenn der KNF über 1 liegt, der Wille und das Geld vorhanden ist, sollte einer Verlängerung der U6 nichts im Wege stehen. Sonderfahrzeuge sind hier gewiss nicht notwendig.


    Das sehe ich auch so. Allerdings habe ich von dem Projekt zuletzt 1996 etwas gehört, als es im Maßnahmenkatalog zum GVP in Stufe II eingeordnet wurde. Aussagen zum KNF wurden dabei nicht getroffen. Dies erfolgte nur zu den Maßnahmen, die in Stufe I eingeordnet wurden, und selbst die sind noch nicht alle verwirklicht (darunter fällt auch die Strecke zum Atzelberg).

  • Zitat

    Original von Charly
    ...Allerdings habe ich von dem Projekt zuletzt 1996 etwas gehört...


    Guckst du hier!

    Die U5 bleibt Stadtbahn! Jetzt fehlt noch die Stadtbahnstrecke zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte...
    http://www.ginnheimer-kurve.de
    -Ja zur Stadtbahn!-

    2 Mal editiert, zuletzt von thogoe ()

  • Zitat

    Original von thogoe
    Guckst du hier!


    Ach ne, guckst du lieber da.


    Die Weiterführung der U6 steht in direkter Abhängigkeit von der Planung der RTW zum Nordwestzentrum (siehe auch hier). Eine Entscheidung für die Verlängerung der U6 wird daher sicherlich erst 2012 fallen. Eine Verkehrsuntersuchung ist abschließend nur möglich, wenn die genaue Trassenlage der Regional-Tangente-West (RTW) bekannt ist.

    Tanz den ÖPNV

  • Egal wo man schaut, die Verlängerung der U6 kann man nicht in einem Stück betrachten, da es in drei Etappen zu betrachten ist.
    Etappe 1,- Verlängerung bis "Erdbeerfeld" um das erweiterte Gewerbegebiet Praunheim zu erschließen und um eine Verknüpfung mit der RTW zu erreichen.
    Sehr wahrscheinlich, da mindestens einer der beiden Faktoren eintreten wird.
    Etappe 2,- Eine Verlängerung bis zum Rasthof "Taunusblick".
    Fragwürdig, da der rastplatz meist von LKW Fahrern genutzt wird und ein P&R Parkhaus das Problem des "Schleichweges" in sich birgt.
    Etappe 3,- Verlängerung bis Steinbach,- eine Frage des Geldes, ob MTK / HG bereit ist Geld dafür zu spendieren. Eher fraglich.

    Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

  • Zitat

    Original von SchienenTanz


    Ach ne, guckst du lieber da.


    Die Weiterführung der U6 steht in direkter Abhängigkeit von der Planung der RTW zum Nordwestzentrum (siehe auch hier). Eine Entscheidung für die Verlängerung der U6 wird daher sicherlich erst 2012 fallen. Eine Verkehrsuntersuchung ist abschließend nur möglich, wenn die genaue Trassenlage der Regional-Tangente-West (RTW) bekannt ist.


    Genauso ist es ;), ich habe auf die Schnelle die Verlinkung des Origialdokumentes nicht hinbekommen, da hätte man sie Annahme des Antrages auch sehen können :O. Fakt ist auf jeden Fall, dass man sich der Sache inzwischen (nach 1996) erneut angenommen hat.

    Die U5 bleibt Stadtbahn! Jetzt fehlt noch die Stadtbahnstrecke zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte...
    http://www.ginnheimer-kurve.de
    -Ja zur Stadtbahn!-

  • Zitat

    Original von K-Wagen
    Egal wo man schaut, die Verlängerung der U6 kann man nicht in einem Stück betrachten, da es in drei Etappen zu betrachten ist.


    Auf Frankfurter Gemarkung ist die Sache relativ kostengünstig zu realisieren, da wenig getan werden muß. Nach Steinbach hingegen müßte viel Geld investiert werden für ein zweifelhaftes Verkehrsaufkommen.

  • Zitat

    Original von John2
    Nach Steinbach hingegen müßte viel Geld investiert werden für ein zweifelhaftes Verkehrsaufkommen.


    Das würde ich so nicht unterschreiben. Zum einen ist "viel Geld" relativ, ein teurer Tunnel fiele zumindest auf den ersten 3 km nicht an, es müssen keine Versorgungsleitungen verlegt werden usw., man käme mit einer relativ einfach zu erstellenden, erdniveaugleichen Strecke aus. An Ingenieurbauwerken kämen maximal eine neue Eisenbahnbrücke in Frage und evtl. eine kleine Brücke über den Steinbach. Kosten schätzungsweise 60 Mio. €.


    Ob sich diese Investition auszahlen könnte, hängt nicht ausschließlich von der Einwohnerzahl Steinbachs ab. Man darf nicht außer acht lassen, dass die IV-Verbindung nach Frankfurt nicht ideal ist, weil es keine Straßenverbindung auf direktem Wege gibt. Dies wäre aber bei der Stadtbahn der Fall, womit diese durch attraktivere Fahrzeit als der Pkw punkten kann. Deshalb gehe ich davon aus, dass deren Fahrgastpotential überproportional zum üblichen Verhältnis ÖPNV-Nutzung/Einwohner einzuschätzen wäre.


    Laut Routenplaner benötigt ein Pkw von einem beliebigen Punkt in Steinbach zu einem beliebigen Ziel in der Frankfurter Innenstadt zwischen 20 und 25 Minuten. Hinzu kommt die Parkplatzsuche bzw. meinetwegen das Aufsuchen eines festen Stellplatzes im Parkhaus, für das minimal weitere 5 Minuten veranschlagt werden können. Die Zeiten im Routenplaner sind Durchschnittswerte, die sich zur HVZ mindestens um weitere 5 Minuten verlängern können (lassen wir außen vor, dass bei den üblichen Staus auf der A66 daraus auch leicht 15 Min. mehr werden können, was es für einen AN, der pünktlich auf der Arbeit sein muss, einzukalkulieren gilt).


    Wenn man das zusammen addiert, benötigt ein in Frankfurt Berufstätiger also mindestens 30 bis 40 Minuten für den Weg zur Arbeit. Die Stadtbahn braucht heute 14 Minuten von der Heerstraße zur Hauptwache, zur Konstabler und zum Hauptbahnhof 2 bis 4 Minuten länger. Für die 3 km nach Steinbach (Süd) kämen lediglich ca. 5 weitere Minuten hinzu, denn wenn nur ein Zwischenhalt anfällt erhöht sich bei HG 80 die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich. Man wäre somit in 19 - 23 Minuten in der Innenstadt und damit um ein Viertel bis zur Hälfte der Zeit schneller als mit dem Pkw. Selbst bei Addition der An- und Abmarschwege wäre man nicht länger unterwegs als auf eigenen 4 Rädern, was bei ÖPNV-Verbindungen höchst selten der Fall ist!


    Dieser Vorteil ginge nur dann verloren, wenn man parallel zur Stadtbahn in eine direkte Straßenverbindung investieren würde, wie es die Planungen einst vorsahen, was aber nie umgesetzt wurde. Dieses Defizit sollte man m. E. ausnutzen.

  • Zitat

    Original von Charly
    Dieser Vorteil ginge nur dann verloren, wenn man parallel zur Stadtbahn in eine direkte Straßenverbindung investieren würde, wie es die Planungen einst vorsahen, was aber nie umgesetzt wurde. Dieses Defizit sollte man m. E. ausnutzen.


    Bei der Begehung der möglichen Strecke hatte ich den Eindruck, dass die Autobahnbrücke überdimensioniert sei. - Da würden auch 4 Gleise Platz haben. - Das S-Bahn-Viadukt hat 3 Brückenbögen à 4-5m, die sicherlich auch ausreichend sind. Wenn die Strecke parallel zum Radweg verlaufen sollte, gäbe es auch keine Zerschneidung der Landschaft und der Flächenverbrauch hielte sich in Grenzen. Den Steinbach würde ich nicht unbedingt überqueren wollen, sondern ab Viadukt auf die Westseite des Radweges wechseln. Da zwischen dem Bach und den Häusern im Süden von Steinbach Aue und Gärten liegen, würde ich hier keine Haltestelle vorschlagen (evtl. am Ahornweg).

    Tanz den ÖPNV