Podiumsdiskussion zum Thema Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen

  • Verzögerungen für den ÖPNV an besagter Ampel? Milde ausgedrückt. Tatsache ist, dass die Vorrangschaltung komplett deaktiviert wurde. Von daher steht die Straßenbahn wenn es schlecht läuft, eine gefühlte Ewigkeit an der Ampel. Dadurch gingen auch schon Anschlüsse am Böllenfalltor stadtauswärts verloren. Der Rückstau des MIV stadtauswärts ist hingegen so drastisch nicht. Wenn es sich kräftig zurückstaut, dann sind meistens Falschparker im Spiel, die die rechte Spur blockieren.


    Letztlich muss man leider feststellen, dass unter der Regie der Grünen Partei die ÖPNV-Vorrangschaltung in Darmstadt immer mehr zurückgebaut wird.


    Für Radfahrer auf der Nieder-Ramstädter-Straße war die Situation schon vor dem "Umbau" in beiden Richtungen unbefriedigend - jetzt ist sie richtig katastrophal. Konnte der Autofahrer vorher im Kreuzungsbereich mit ausreichendem Sicherheitsabstand überholen, kann er das jetzt nicht mehr. Die meisten überholen trotzdem. Die durchgezogenen Striche auf der Straße sind da nur schmückendes Beiwerk.

  • Ich wohne seit 10 Jahren im Rhönring. Der Verkehr nimmt permanent zu und Tempo 30 im Rhönring ist kein Problem, sondern eher der Ist-Zustand. Im Tagesbetrieb kannst du gar nicht viel schneller fahren. Ich falle auch nicht auf die Sprüche der Politik herein, sonst müsste ich ja auhh den Gegnern glauben, laut deren Aussage die Anwohner in Rhönring und Spessartringring gegen die Umgehung wären. Eine Befragung gab es nie, wie wir im letzten Jahr auf einem Straßenfest feststellen mussten. Es gab nur den gescheiterten Bürgerentscheid. Ich sehe nur, dass die betroffenen Viertel im Verkehr versinken. Von welcher Parkraumbewirtschaftung im Martinsvieterl sprechen wir? Es gibt dort so wenig Parkplätze, dass Stellplätze bis zu 50€ und eine Garage bis zu 100€ im Monat kosten. Hier wird auch von der Politik nur Müll gelabert und geleistet. Denkt ihr eigentlich die Straßenbahn käme schneller als eine Umgehung. Jeder weiß, wie lange man in Arheilgen oder Kranichstein mit den Anwohnern gerungen hat. Im betroffenen Gebiet in Roßdorf etc, sind die Leute, die im Besitz der betroffenen Grundstücke sind nicht begeistert und werden sich mit aller Macht wehren, wenn man den Bürgerversammlungen Glauben schenken darf. Es geht hier langsam um ein geregeltes Miteinander und nicht um ein Verteufeln des einen oder anderen Systems. Ich biete diir gerne einen Vormittag am Fenster meiner Wohnung an, nimm aber eine Staubmaske mit und vielleicht einen Gehörschutz du wirst ihn gebrauchen können. Im übrigen schreibe ich hier als Privatperson und kann meine Meinung immer noch frei äußern, da ich auch nicht meinem Dienstherren verpflichtet bin, wenn es um meine Lebensqualität geht. Nur bei Herrn W aus Berlin darf man das nicht unbedingt

  • Zitat

    Original von Disponent
    Ich wohne seit 10 Jahren im Rhönring. Der Verkehr nimmt permanent zu (...).


    ...und wird mit mehr Straßen noch mehr zunehmen.


    Zitat

    Von welcher Parkraumbewirtschaftung im Martinsvieterl sprechen wir? Es gibt dort so wenig Parkplätze, dass Stellplätze bis zu 50€ und eine Garage bis zu 100€ im Monat kosten.


    Es gibt viele Pendler, die im Viertel parken und dafür zahlen könnten. Die Anwohner bekämen kostengünstigere Parkausweise.


    Zitat

    Denkt ihr eigentlich die Straßenbahn käme schneller als eine Umgehung.


    Es wird Zeit, dass sie überhaupt kommt und das zusammenbrechende, betrieblich viel teurere Bussystem in den Ostkreis ablöst.


    Zitat

    Jeder weiß, wie lange man in Arheilgen oder Kranichstein mit den Anwohnern gerungen hat. Im betroffenen Gebiet in Roßdorf etc, sind die Leute, die im Besitz der betroffenen Grundstücke sind nicht begeistert und werden sich mit aller Macht wehren, wenn man den Bürgerversammlungen Glauben schenken darf.


    Es ist Sache des Marketings, die Menschen zu überzeugen. Neinsager aus der Autofahrerfraktion wird es immer geben (es sei nur an die verblichene BI "Pro Bus für Kranichstein" erinnert).


    Zitat

    Es geht hier langsam um ein geregeltes Miteinander und nicht um ein Verteufeln des einen oder anderen Systems. Ich biete diir gerne einen Vormittag am Fenster meiner Wohnung an, nimm aber eine Staubmaske mit und vielleicht einen Gehörschutz du wirst ihn gebrauchen können.


    Du verteufelst zurecht den Verkehr im Rhönring und beschreibst gleichzeitig, dass an ein geregeltes Miteinander Deiner Lebensqualität mit dem Verkehr nicht zu denken ist. Da frage ich mich schon, warum Du gerade diesen motorisierten Individual-Verkehr nicht in Frage stellst?


    Zitat

    Im übrigen schreibe ich hier als Privatperson und kann meine Meinung immer noch frei äußern, da ich auch nicht meinem Dienstherren verpflichtet bin, wenn es um meine Lebensqualität geht.


    Kein Widerspruch.

  • Auch dem Echo ist mittlerweile aufgefallen, dass die Vorrangschaltung fehlt. Insgesamt ist der Artikel aber sehr positiv ggü. dem ÖPNV: Dies sei ein Vorgeschmack auf die "Intelligente Ampelsteuerung", die in Darmstadt die angeblich bedingungslose Priorisierung des ÖPNV ersetzen soll.


    Der Artikel beschreibt schön, dass wie schon oben erwähnt, die Steuerung der umliegenden Ampeln (u.a. am Herdweg) so angepasst werden soll, dass ein Halt, der im Schnitt 2 Minuten Verspätung verursacht, an der Heinrichstr. vermieden werden kann.


    Interessant auch, dass im Echo zu Recht(!) kritisiert wird, dass diese Anpassung der umliegenden Ampeln jetzt auch schon wieder 5 Monate dauert.


    EDIT: Der Link zum Artikel: http://www.echo-online.de/regi…nbahn-aus;art1231,2708702

    Einmal editiert, zuletzt von BrisVegas ()

  • Die Ampel am Herdweg ist jetzt einige Zeit in Betrieb. Leider hat sich nichts verbessert, teilweise muss man jetzt halt an beiden neuen Ampeln lange warten. Fünf Minuten für die Strecke Herdweg - Rossdörfer Platz ist ist dann durchaus drin. Man wartet dann gerne in einer vollen Bahn mit 70 und mehr Mitfahrern, während 10 Autos mit 12 Mitfahrern vorbeifahren. Die Prioritäten der grun-schwarzen Regierung sind klar...

  • Das von BrisVegas beschriebene, konnte ich heute früh auch erleben. Pünktliche Abfahrt der 9 am B`tor, am Roßdörfer Platz waren es dann drei Minuten Verspätung. Schuld war nur die neue Ampelschaltung, Verzögerungen durch Fahrgäste beim Ein- und Ausstieg gab es keine.


    Fantastisch auch, wie die Grüne Partei in diesem Bereich an die Radfahrer gedacht hat. Durch die neue Verkehrsregelung ist das Fahren in beiden Richtungen im besagten Bereich noch gefährlicher geworden als vorher. Jahrelang hatte es - nebenbei bemerkt - das Stadtplanungsamt abgelehnt, dass stadteinwärtsfahrende Radfahrer grün an der Ampel am Herdweg (auf der Nieder-Ramstädter stadteinwärts fahrend) bekommen, wenn auch die Straßenbahn (stadteinwärts) grün hat. Dies sei zu gefährlich, obwohl ja die Radfahrer dort zunächst einen Extra-Streifen haben und weitweg vom Gleis fahren. Nun haben auch die geradeausfahrenden Autofahrer zeitgleich mit der Bahn grün - und es kam schon zu mehreren Beinaheunfälle zwischen Autos und Strab.

  • Dies sei zu gefährlich, obwohl ja die Radfahrer dort zunächst einen Extra-Streifen haben und weitweg vom Gleis fahren. Nun haben auch die geradeausfahrenden Autofahrer zeitgleich mit der Bahn grün - und es kam schon zu mehreren Beinaheunfälle zwischen Autos und Strab.


    Das ist bedingt richtig. Das Grün für Radfahrer hätte gehießen, daß man nach links abbiegen darf - auch wenn das in der Form keiner macht. Mit der Straßenregelung und dem expliziten Linksabbieger-Grün ist das mit der Lösung jetzt für Autos nicht möglich.


    Die meisten Beinaheunfälle haben sich auch dadurch ergeben, daß viele im alten Trott einfach auf der linken Spur gerade durchziehen. Eigentlich wird es daher Zeit, Streckenkenntnis für Autofahrer einzuführen... Aber Spaß beiseite, was die Stadt - hier in Form des "Sach"gebiets Straßenverkehrstechnik des Straßenverkehrsamts zusammenpfuscht, wäre anderswo sicher mal eine Abmahnung wert gewesen. Und offensichtlich fehlt dem Stadtparlament der Mut, mal seinen Ämtern mal ein wenig Druck zu machen, damit eine ordentliche Lösung herkommt. Ich frage mich eigentlich, was unser werter Mitleser Felix Weidner da vorhat; früher gab's doch soviele Pressemitteilungen mit allen möglichen und unmöglichen Forderungen und hier hört man gar nix.

  • Die Schaltung ist auch für den IV nicht wirklich gut. Während des Schloßgrabenfests standen die Autos teilweise bis zum Finanzamt bzw. zum Grohe. Der ÖPNV der eigentlich eine Entlastung bringen soll wird, dadurch, dass niemand seine Spur halten kann, teilweise vollends ausgebremst. Wie das beim Heinerfest werden soll, mag ich mir gar nicht ausmalen. Um die genannten Unfälle zu vermeiden hätte man, wie jetzt auch erst in Richtung Stadt und dann entgegengesetzt die Streck freigeben können und dazwischen jeweils die Strab. Hinter dem Herdweg befindet sich ein ausreichend breiter Einfädelungsstreifen, dre auch immer gut genutzt wurde um dazu beizutragen, dass der Verkehr aus der Stadt abfließt. Die Linksabbigerspur am Herdweg für Karhoff Best und andere ist genauso unnötig. In der Tat interessieren sich viele in der HVZ nicht für die Fahrbahnmarkierungen. Wie gerade unter grüner Verantwortung ein solch großer Bereich mit einer solchen Fehlplanung belastet werden kann ist absolut unverständlich. Aber scheinbar ist Lebensqualität immer nur da wichtig, wo man selbst wohnt, oder seine Prioritäten setzen will. Wir machen uns Gedanken wie man den Verkehr aus dem Osten herausnehmen oder nachhaltig verringern können und zwingen, wegen mangelder Attraktivität die Leute aufs Auto, weil der ÖPNV auch nicht mehr schneller ist. Klasse gemacht. Thema verfehlt, Note 6, setzen.

  • In letzter Zeit häufen sich Klagen über die Zunahme von Rädern in Bussen in Bahnen und in der Tat sind 5 - 10 Räder in einem Straßenbahnzug keine Seltenheit mehr. Selbst vor den Ferien in vollen Schülerzügen häufen sich die Räder und der zahlende Fahrgast bleibt draussen. Was als Service gedacht war, entwickelt sich langsam zu einem Problem. Kinderwagen Rollstühle blaiben draussen, weil der geneigte Radler nicht aussteigt. Versuchen Fahrer zu vermitteln werden sie beleidigt beschimpft und bedroht. Dies ist keine Übertreibung, sondern täglich erlebte Erfahrung. Die Fahrzeuge sind eh total verdreckt, weil es sich wohl um rollende Imbissbuden handelt und die Räder verschrammen den Rest. Ist es wirklich der Wille von dadina RMV und wie sie alle heißen, dass die Ordnung hier total kippt. Es ist natürlich wie immer. Der Satz, dass die Mitnahme im Ermessen des Fahrers liegt, legt das Problem in die Hände des schwächsten Glieds der Kette. Dies hat aber den Vorteil, dass sich Verantwortliche dahinter verstecken können.

  • Neulich wollte ich mein Fahrrad nach erfolgter Reifenreperatur mit der Straßenbahn zur nächsten Tankstelle zum Luft auffüllen mitnehmen.
    Die Straßenbahn war an besagtem Sonntag Nachmittag nur mäßig ausgelastet. Der Fahrer hielt an der Haltestelle, öffnete jedoch nicht die Türen, sondern lies mich (einziger Wartender an der Hst) über die Lautsprecher wissen "Keine Fahrradmitnahme bei gutem Wetter" und fuhr nach Abwarten seines Signales weiter.
    Dies akzeptierte ich auch, schließlich bin ich auch kein Freund der Fahrradmitnahme bei gutem Wetter und von meinem (noch)nicht betriebsfähigen Rad und der damit verbundenen Absicht weswegen ich das Rad mitnehmen wollte, wusste der Straßenbahnfahrer ja nichts.
    Also schob ich mein Fahrrad zur Tankstelle und beobachtete in den zwischenzeitlich vorbeikommenden Bahnen in der gleichen oder in Gegenrichtung, dass dort jeweils doch 2-3 Räder dabei waren, deutlich mehr in den Bahnen Richtung Seeheim / Alsbach.
    Hat schonmal jemand ähnliches erlebt?
    Wie soll man diese Situation beurteilen? Ermessungsspielraum des Fahrers? Ausnahme, inkonsequent oder werden bei ich sag mal "nicht mehr jungen erwachsenen Leuten" bei der Fahrradmitnahme doch eher mal ein Auge zugedrückt? ?(

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  • Versuchen Fahrer zu vermitteln werden sie beleidigt beschimpft und bedroht. Dies ist keine Übertreibung, sondern täglich erlebte Erfahrung.

    Vermitteln ist da schon mal der ganz falsche Weg. Der Fahrer hat immer noch gegenüber den Fahrgästen bezüglich der Nutzung des Fahrzeugs Weisungsrecht. Da müßte man nur ein paar mal mal den Fahrer schlicht durch die hinzuzurufende Polizei unterstützen, dem Verursacher nach DB-Manier sämtliche entstehenden Kosten aufdrücken und das ganze mal anständig in der Presse lancieren lassen.
    Gerne überregional, das ist nämlich nicht nur bei der HEAG ein Problem. :S

  • Die Straßenbahn war an besagtem Sonntag Nachmittag nur mäßig ausgelastet. Der Fahrer hielt an der Haltestelle, öffnete jedoch nicht die Türen, sondern lies mich (einziger Wartender an der Hst) über die Lautsprecher wissen "Keine Fahrradmitnahme bei gutem Wetter" und fuhr nach Abwarten seines Signales weiter.(...)


    Das ist frech. Ich hoffe, Du hast das ganze an die HEAG-Leitstelle (CC: DADINA, ÖPNV-Koordination Stadt Darmstadt und Fahrgastbeirat) gemeldet?


  • Das ist frech. Ich hoffe, Du hast das ganze an die HEAG-Leitstelle (CC: DADINA, ÖPNV-Koordination Stadt Darmstadt und Fahrgastbeirat) gemeldet?


    Da er schreibt, dass er es akzeptierte, kann man wohl davon ausgehen, dass er es nicht gemacht hat...

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
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    Freundliche Grüße!

  • Heute im SEV 3E: Am Schloss steigt ein Mittfünfziger mit seinem Rad ein. Im SEV-Bus ist die Mitnahme jedoch nicht gestattet und der Fahrer lässt auch gleich eine Ansage laufen, dass das "aus Kapazitätsgründen" nicht geht. Nun ist der Bus fast leer, draußen regnet es in Strömen und der Fahrgast echauffiert sich dementsprechend. Die Ansage läuft ein zweites Mal, der Fahrgast ist nun völlig in Rage und droht dem Fahrer, wenn er nicht mitfahren darf habe das Konsequenzen (welche sagt er nicht, aber körperliche dürfte er sicherlich nicht gemeint haben). Ergebnis: Das Rad bleibt im Bus. Am Lui bin ich raus, der Bus wurde etwas voller. Interessant wäre es gewesen die Situation zu beobachten, wenn Menschen mit Kinderwagen oder im Rollstuhl zugestiegen wären...


    Hier wird (seitens der HEAG) mit zweierlei Maß gemessen und im SEV grundsätzlich das Rad verboten. Dagegen werden (wie im Berufsverkehr fast jeden Tag z.B. am Hbf erlebbar) in teils übervollen Fahrzeugen Räder gestattet.

  • Die freie Fahrradmitnahme sollte abgeschafft werden. Dann gibt es auch solche Diskussionen nicht mehr.

    Im Gegenteil, dann erst recht.

    Dann hätte der Mann in diesem Fall für die Fahrradbeförderung bezahlt. Müssten dann bei der Verweigerung ( durch ein SEV-VU) die Kosten zurück erstattet werden? Dürfte im SEV überhaupt ein Ausschluss ausgesprochen werden?

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Die Fahrradmitnahme ist okay, wenn sie klaren und nachvollziehbaren Regeln unterliegt und die Regeln auch durchgesetzt werden (z.B. Ausstieg bei überfüllten Fahrzeugen).

  • Die freie Fahrradmitnahme sollte abgeschafft werden. Dann gibt es auch solche Diskussionen nicht mehr.

    Ja! Diese Leute sollen gefälligst mit dem Auto zur Haltestelle kommen. (Und da alles zuparken)

    Oder besser noch: Gleich den ganzen Weg mit dem Auto fahren.

    Je weniger Fahrgäste, desto weniger Diskussionen. Es könnte doch so einfach sein!

    1!!!11!