Nordostumgehung gekippt - Anbindung Ostbahnhof und Roßdorf

  • In einer Pressemitteilung des Hessischen Verkehrsministers von gestern über die Reaktivierung stillgelegter Eisenbahnstrecken wird ausdrücklich auch die Strecke Darmstadt-Ost > Roßdorf > Groß-Zimmern erwähnt. Einem Projektblatt zufolge soll derzeit eine Machbarkeitsstudie in Arbeit sein. Da das Land Hessen ab 2020 jährlich mindestens 100 Mio € in neue Verkehrsprojekte investieren will, davon mindestens 50 Mio €/a in schienengebundene Projekte, scheinen die Aussichten ja gar nicht mal so schlecht zu sein, wenn die Machbarkeitsstudie es nahe legt.


    Präsentation Reaktivierungsprojekte

  • Im Zusammenhang mit der Sanierung der B26-Unterführung der Odenwaldbahn soll die Bundesstraße 2020 für Rund sieben Monate stadteinwärts gesperrt werden. Für den IV + ÖV ist eine Umleitung über die Erbacher Straße angedacht. In diesem Zusammenhang kritisiert die einer Schienenverbindung in den Ostkreis ablehnend gegenüber stehende SPD, dass nicht gleichzeitig die Busspur bis zum Ostbahnhof verlängert wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Eine Odenwaldbahn-Initiative fordert Taktverdichtungen auf verschiedenen Bahn-, Tram- und Buslinien. Näheres steht bei Echo Online.

  • Für eine weitere Fahrspur müsste das Bauwerk auf einer Seite abgebrochen werden

    und die Brücke komplett neu erstellt werden......das ist etwas anderes als eine Sanierung

    (wieso diese schon fällig ist wundert mich aber auch etwas - so alt ist die Unterführung noch nicht)

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  • Wieso muss man denn für Busspuren den Trog erweitern? Es reicht doch völlig aus, die Busspuren bis vor und hinter die Unterführung zu führen mit Pförtnerampel beiderseits der Unterführung auszustatten, welchen den Autoverkehr anhalten, wenn auf der Busspur ein Bus daherkommt. Das nennt sich Vorrangschaltung.

  • Wieso muss man denn für Busspuren den Trog erweitern?

    Finde ich auch ... aber wahrscheinlich anders als du :saint:


    Wir wandeln die B26 zwischen der Heinrichstraße und dem Ostbahnhof konsequent als Busspur um. Einsatzfahrzeuge, Taxen und Co dürfen auch noch fahren.
    Dann können auch die Busse gerne in ihrem beliebten 1-2 Minuten Takt zwischen 7 und 8 drüber rollen und behindern überhaupt nicht den Autoverkehr.
    Im Gegenzug verdichten wir die Ostkreisbusse so dicht, dass irgendwann Roßdorf selbst die Straßenbahn möchte und vor allem auch bezahlen um sich selbst vom Linienverkehr zu entlasten ... gerne dann auch wieder im Sammelbussystem oder weitere Buslinien "nicht über Roßdorf"

    Den Ostkreis muss man endgültig zu seinem Glück eines zeitgemäßen schienengebundenen ÖPNV zwingen ... und sei es mit weiteren Steinen in den Mühlen ... mögen die Menschen im Ostkreis ihren Kreispolitikern auf die Dächer steigen, dass sich dort die Balken biegen.

    Die Stadt ist nicht für den ungehinderten Zugang aus dem Ostkreis zuständig und warum soll ständig die Stadt zahlen?

    Möchte der Ostkreis also eine gute Verbindung zur Autobahn ... kein Problem ... auch außerhalb von Darmstadt gibt es gute Möglichkeiten entsprechende Straßen zu nutzen und für den Leicht- und Schwerverkehr auszuweisen ...

    Pro ganzstädtige Parkraumbewirtschaftung mit Preisen wie z.B. in Basel-Stadt ... dann kommt die ÖPNV-Nutzung von ganz alleine ... und der Rest finanziert dann halt den benötigten Mehrverkehr ... wie es geht zeigt auch Wien sehr deutlich

  • Was in dem kostenpflichigen Artikel (bzw. in der Printausgabe) zu lesen ist: Die B26 soll ja nur einseitig gesperrt werden, d.h. über die gesamte Bauzeit kann eine Fahrspur offen gehalten werden.


    :!:Man hat sich dafür entschieden, den Verkehr stadtauswärts über die B26 fließen zu lassen:!:


    Warum eigentlich?


    Egal ob die Pendler im Bus oder im Auto sitzen, egal ob sie in Darmstadt arbeiten oder nur durch Darmstadt durchfahren müssen und weiter Richtung Frankfurt oder Mainz fahren: Die überwiegende Mehrzahl dürfte einer geregelten "tagsüber-Arbeit" nachgehen, d.h. morgens zur Arbeit und nachmittags/abends Feierabend und wieder zurück.


    Also ich persönlich finde es angenehmer, wenn ich den Weg zur Arbeit hin einigermaßen verlässlich planen kann. Um einerseits nicht zu spät zur Arbeit zu kommen und andererseits die Zeitreserve, die jeder treudoofe Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit ohnehin einplant, möglichst gering zu halten. Und morgens eine halbe Stunde länger Schlafen ist ja auch nichts was der Gesundheit schadet ;-)


    Wenn ich *nach* der Arbeit eine halbe Stunde im Stau stehe ... tja auch ärgerlich, verlorene Lebenszeit .... aber im Vergleich zu einem morgendlichen Stau das eindeutig kleinere Übel.


    Aber vielleicht gibt's für diese Entscheidung abseits persönlicher Vorlieben, ob man nun lieber morgens oder abends im Stau steht, noch andere Gründe?:/

  • Was in dem kostenpflichigen Artikel (bzw. in der Printausgabe) zu lesen ist: Die B26 soll ja nur einseitig gesperrt werden, d.h. über die gesamte Bauzeit kann eine Fahrspur offen gehalten werden.


    :!:Man hat sich dafür entschieden, den Verkehr stadtauswärts über die B26 fließen zu lassen:!:


    Warum eigentlich?


    Wird vermutlich wie bei vielen Baustellen mit der (vorgeschriebenen) Anrückzeit von Feuerwehr und Rettungsdienst zusammenhängen, die nur so sichergestellt werden kann. Also immer Einbahnstraße von der Feuer- oder Rettungswache weg.

  • Was ich mich frage ist, warum beantragt der Landkreis nicht den weiterbau der B38 bis zur Kreuzung Dieburger Straße, Rosdörfer Straße und weiter durch Grube Messel, über den Bahnübergang, an Messel vorbei bis zur Kreuzung Rosdörfer Straße, Kranichsteiner Straße und dann weiter durch den Wald bis zur B3 bei der Abzweigung nach erzhausen. Das sollte alles auf Landkreis Gebiet sein und keiner außer die paar Leute in Grube Messel werden mit Verkehr belastet. Dazu hätte man in der Tat eine Art Nord-Ost-Umgehung. So wäre Darmstadt vom Ostkreisverkehr entlastet.

  • Nun melden sich auch die Darmstädter Regierungsparteien Grüne und CDU zu Wort und bekräftigen ihre Forderung nach dem Bau einer Straßenbahn in den Ostkreis. Nachzulesen bei Echo-online.

  • Wieso muss man denn für Busspuren den Trog erweitern? Es reicht doch völlig aus, die Busspuren bis vor und hinter die Unterführung zu führen mit Pförtnerampel beiderseits der Unterführung auszustatten, welchen den Autoverkehr anhalten, wenn auf der Busspur ein Bus daherkommt. Das nennt sich Vorrangschaltung.

    Es geht aber auch um die Beseitigung des täglichen Staus. Von daher soll wohl nicht nur eine Busspur entstehen, sondern auch noch eine zusätzliche Spur für den Autoverkehr. Rechtsabbieger in den Fiedlerweg sollen sich wesentlich früher als bisher schon auf eine Rechtsabbiegerspur einordnen können. Eine Pförtnerampel wäre für die Staubeseitigung kontraproduktiv.

  • In diesem Zusammenhang bin ich auch gespannt, wie sich die Planer die Situation direkt an der Haltestelle Ostbahnhof vorstellen.


    Bisher muss der Bus beim Losfahren einen Spurwechsel nach links machen, was ja auch ohne Ampelregelung/Vorrangschaltung meistens hervorragend klappt. 90 % aller Autofahrer fahren hier sehr vorausschauend und defensiv und lassen den Bus einfach vor. (Die restlichen 10 % sind Autos mit ERB-Kennzeichen).
    Nach dem Umbau wird die Haltestelle ja sicherlich immer noch ganz rechts der stadteinwärts führenden Fahrpsuren sein. Aber der Bus muss nach dem Losfahren eine Fahrspur mehr als bisher überqueren, bevor er sich auf der richtigen Spur befindet. Im Interesse eines fließenden IV hoffe ich dass dies auch irgendwie ohne Ampelregelung geht.

    Einmal editiert, zuletzt von bob013 ()

  • In diesem Zusammenhang bin ich auch gespannt, wie sich die Planer die Situation direkt an der Haltestelle Ostbahnhof vorstellen.


    Vielleicht sollte man sich einmal überlegen, ob eine Straßenbahn in Richtung Rossdorf unbedingt durch die Landgraf-Georg-Straße verlaufen muss. Möglicherweise profitieren andere Quartiere in Darmstadt mehr von einer Straßenbahnanbindung, als die B26-Anrainer und sonderlich verwertbar sind die dortigen Gleisrelikte ohnehin nicht. Mögliche Alternativen könnten sein:


    1.) Schloss -> Dieburger Straße -> Wolfskehlstraße -> Erbacher Straße


    2.) Schloss -> Merksplatz -> Pützerstraße -> Erbacher Straße -> Seitersweg -> Wolfskehlstraße - Erbacher Straße


    3.) Heinrichstraße -> Vivarium -> Überführung B26


    Bei den ersten beiden Varianten wären allerdings die "Ich will keine Straßenbahn vor meiner Haustür"-Proteste vorprogrammiert.

    Einmal editiert, zuletzt von GoaSkin ()

  • Bei den ersten beiden Trassierungen habe ich so meine Zweifel ob die

    Topografie bzw Strassenbreite das hergibt.


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  • Zu Variante 1:

    In der Dieburger Straße lagen bis vor 50 Jahren problemlos zwei Gleise - allerdings könnten heute Begegnungen mit dem F-Bus Probleme aufwerfen. Als echten Engpass sehe ich die ersten Meter der Wolfskehlstraße. Ab dem Löwentor könnte man die Gleise in den Einschnitt der Odenwaldbahn führen und ab dem Ostbahnhof der bestehenden Bahntrasse folgen.

  • Falls man die Straßenbahn durch die Dieburger Straße führt, könnte man sich überlegen, in unterschiedlichen Varianten die Buslinien F und L zu einer Linie zusammenzulegen, die dann über die B26 und den Ostbahnhof zum Oberwaldhaus führt.


    Die Dieburger Straße sehe ich für eine Straßenbahn weniger problematisch. Schwieriger würde sich die anschließende Führung neben der Odenwaldbahn durch die Wolfskehlstraße gestalten, da diese recht eng ist. Ggf. erst einmal in den Spessartring führen und eine schräge Trambrücke über die dort tiefer liegende Odenwaldbahn zum Bernhard-Sälzer-Platz bauen.