Einsatz von Museumswagen

  • Und die Aussagen, wie "alle haben Probleme" sind für mich auch nicht interessant.

    Dann solltest Du ebenso zur Kenntnis nehmen, dass sich andere auch nicht für selbstgefällige - und substanzlose - Behauptungen a la "totale Bankrotterklärung" interessieren. Man würde Dich auch ernst nehmen, wenn Du mit sachlichen Argumenten beikämest. Tust Du aber nicht.


    Ja, der Zustand des Betriebs ist nicht der allerbeste. Aber für die Mittel, die zur Verfügung stehen, wird ein halbwegs ordentliches Angebot gefahren. In Frankfurt fallen derzeit bekanntermaßen ganze Linien aus und nicht nur einzelne Kurse. Komisch, da hört man von Dir nix von wegen "totaler Bankrotterklärung". Komm mal aus Deiner Blase heraus.

  • Dann solltest Du ebenso zur Kenntnis nehmen, dass sich andere auch nicht für selbstgefällige - und substanzlose - Behauptungen a la "totale Bankrotterklärung" interessieren. Man würde Dich auch ernst nehmen, wenn Du mit sachlichen Argumenten beikämest. Tust Du aber nicht.


    Ja, der Zustand des Betriebs ist nicht der allerbeste. Aber für die Mittel, die zur Verfügung stehen, wird ein halbwegs ordentliches Angebot gefahren. In Frankfurt fallen derzeit bekanntermaßen ganze Linien aus und nicht nur einzelne Kurse. Komisch, da hört man von Dir nix von wegen "totaler Bankrotterklärung". Komm mal aus Deiner Blase heraus.

    Ich nehme deinen Einwand selbstverständlich zur Kenntnis.


    Nochmal, andere Betriebe interessieren mich an der Stelle nicht.


    Ich stecke zudem in keiner Blase, ich bin schlicht und ergreifend kritisch, wenn dich das stört...


    Und nochmal: Wir reden speziell in Darmstadt um Probleme welche seit Jahren existierten und nun durch die aktuellen Entwicklungen eskalieren.

  • ch stecke zudem in keiner Blase, ich bin schlicht und ergreifend kritisch, wenn dich das stört...

    Naja, ich erinnere mich u. a. an den Vorfall zurück, als Du im Darmstädter Echo ein Riesentheater losgetreten hast, weil der böse Busfahrer [*] Deinen Kinderwagen nicht mitnehmen wollte [*] und er sich Deiner Meinung nach völlig daneben benommen hätte und die böse Heag und überhaupt etc. etc. Merkwürdigerweise tauchten in den nächsten Tagen dann ja mehrere unabhängige Leserbriefe von Augenzeugen des Geschehens auf, die allesamt und unisono bestätigten, dass sich der Fahrer korrekt/höflich verhalten habe und der einzige, der auf Krawall gebürstet war, Du warst. Bei nur einem Leserbrief würde ich jetzt nicht entscheiden können, was da vorgegangen war und wer mehr Recht hat, sobald aber mehrere Leute unabhängig voneinander eine gänzlich andere Version praktisch gleich beschreiben, würde ich eher dazu tendieren, den Leserbriefschreibern Glauben zu schenken.


    Aber jedenfalls ist spätestens seit diesem Zeitpunkt klar, dass offensichtlich Du eine etwas andere Sicht der Dinge als der Rest der Welt hat und scheinbar einen Privatkrieg gegen den Verkehrsbetrieb führen musst, was sich dann ja auch in der Art, wie Du hier auftrittst, manifestiert.


    [*] oder meinetwegen Straßenbahnfahrer. Wie der Vorfall genau passiert ist und ob das nun Bus oder Bahn war und ob es um die Mitnahme oder nur Platz im Fahrzeug schaffen ging, spielt ja auch keine Rolle. Letztlich geht's nur darum, daß Deine getätigten Behauptungen gleich von mehreren Zeugen als falsch widerlegt wurden.


    Und zum Thema "speziell in Darmstadt" haben wir ganz aktuell ja auch den Fall mit der vom Tieflader umgekippten Rhein-Neckar-Straßenbahn. Nun ist die StZW in Mannheim etwas größer als in Darmstadt, aber offensichtlich haben die die gleiche Problematik mit Fachkräftemangel, Ersatzteilprobleme, Arbeitsüberlastung etc. Denn wieso sonst sollte eine "besser" ausgestattete Hauptwerkstatt Reparaturarbeiten für teuer Geld an einen externen Instandhalter vergeben und die Tätigkeiten nicht im eigenen Haus ausführen?

  • Natürlich sind Empfindungen subjektiv. Ebenso wie Leserbriefschreiberlinge, die ggf. gar nicht existieren. Ich war letzten Endes ja auch nicht alleine unterwegs.


    Ich führe keinen Privatkrieg. Deine Ausführungen bzw Schlussfolgerungen sind für mich eher bedenklich.


    Ich habe keine rosarote Brille auf und wurde bereits bei Themen seitens des RP bestätigt, was dem Premium VU nicht sehr gepasst hat. Ich schätze übrigens eine Vielzahl deiner Beiträge, aber warne den Bogen mit persönlichen Angriffen zu überspannen. Dies gehört nicht hierher!


    Wobei wir wieder zurück zum Ursprungsthema kommen sollten.

  • Fakt ist, dass der aktuelle Wagenmangel durch Arbeitsstau in der Werkstatt entstanden ist. Wenn man nun also einen ST10 o.Ä. (so sehr ich ihn wieder fahren sehen möchte) gängig macht, könnte man also genauso gut einen ST13 wieder gängig machen. Davon hat der Linienbetrieb aber mehr.


    Es gibt in meinen Augen da noch ein anderes Problem:

    Die Werkstatt entwickelt sich weiter, und "alte Hasen" verlassen selbige. Die Erfahrungen mit Altfahrzeugen verschwinden. Das Wissen um die Fahrzeuge zu konservieren, ist in meinen Augen Aufgabe des Vereins. Diese hat der Verein aber in dem Zeitfenster, wo es möglich gewesen wäre (das ist bald 20 Jahre her!) nicht wahrgenommen oder nicht wahrnehmen können. Solange die Werkstatt die Arbeiten noch übernehmen konnte und übernommen hat (2010 sah es mit der Unterstützung durch den Betrieb ganz anders aus als heute), gab es dazu auch keine so große Notwendigkeit.

    Jetzt muss zusätzlich zu Werkstattkapazitäten auch noch Wissen erarbeitet werden, und das wird dauern, und Personal erfordern, das man auch erst einmal haben muss.

    Die ST7 sind, soweit ich das gesehen habe, seit 1998 gelaufen, weil schlichtweg keine Schäden aufgetreten sind. Da, wo Schäden aufgetreten sind (26), wurde auch schon in längerer Vergangenheit kurzfristig abgestellt und das wars dann.

    Jetzt ist eben der Punkt erreicht, wo Schäden da sind, und dann haben wir halt ein Problem.

  • Das Wissen um die Fahrzeuge zu konservieren, ist in meinen Augen Aufgabe des Vereins.

    Wissen konservieren ist nicht unbedingt das Thema. Die Problematik besteht in vielen Fällen in dem netten Unterschied zwischen können und dürfen. Ich könnte bestimmt einen Lkw fahren, ich darf es aber nicht, weil kein Führerschein. Und sowas trifft auch für Arbeiten in sicherheitsrelevanten Bereichen zu.


    Ansonsten ist es auch einfach, auf "den Verein" (egal in welcher Stadt) zu zeigen. "Den Verein" gibt es eh nicht, sondern nur die Summe der Mitglieder, die etwas machen - oder auch nicht. Denn wie in jedem Verein tauchen 90% ohnehin nur zur Hauptversammlung auf, um dann denen, die sich die Beine ausreißen, ganz tolle Vorschläge machen, was man alles tun könnte, aber selbstverständlich ohne selbst aktiv zu werden. Wie gesagt, das ist kein Phänomen des hiesigen Vereins, da können sicher auch die Aktiven der HSF oder jedes anderen Museums ein Lied davon singen.

  • Wissen konservieren ist nicht unbedingt das Thema. Die Problematik besteht in vielen Fällen in dem netten Unterschied zwischen können und dürfen. Ich könnte bestimmt einen Lkw fahren, ich darf es aber nicht, weil kein Führerschein. Und sowas trifft auch für Arbeiten in sicherheitsrelevanten Bereichen zu.

    In meinen Augen ist das Konservieren des Wissens durchaus relevant. Hier stellen sich so Fragen wie "Bei welchem Bild ist ein Fahrschalterkontakt als verschlissen anzusehen und auszutauschen?" "Wie werden die überhaupt hergestellt?" "Wie wird ein Widerstandssatz auf einen Motor und eine gegebene Fahrdrahtspannung angepasst?". Später vielleicht auch "Wie funktioniert das eigentlich mit dieser Geamatic?".

    Das sind Fragen, deren Klärung früher mal selbstverständlich war, und die heute große Hilflosigkeit auslöst.

    Die Frage, welche Qualifikation man denn haben muss, um historische Fahrzeuge zu beschrauben, bleibt auch teilweise unbeantwortet. In der Dampfwelt gibt es Menschen, die entsprechende Qualifikationen erworben haben, und Arbeiten beaufsichtigen und abnehmen können.

    Ich erwarte nicht, dass diese Probleme einfach so gelöst werden. Aber eine Lösung muss her, wenn man nicht zu einer "Abstellhalle für alten Schrott" verkommen möchte.

    Du hast im Übrigen recht damit, dass das Problem in keiner Weise auf Darmstadt beschränkt ist. Mindestens im Rhein-Neckar-Raum hat man ähnliche Probleme. Das heißt aber nicht, dass man das in DA nicht versuchen sollte, besser zu machen (ob es denn klappt, ist eine andere Frage).

  • Ich denke man sollte natürlich auch bedenken, dass dies ja seit Jahren vom Eigentümer, der städtischen Heag, so an die Wand gefahren wird.


    Seit Jahren wäre bereits der Bedarf da gewesen diese Fahrzeuge für den Reservefall zu rüsten. Aber da hieß es ja, es gehe nicht wegen fehlender Barrierefreiheit. Da hat sich das Unternehmen allerdings nicht so gerne mit anderen Städten mit ähnlichen Einsätzen vergleichen lassen.


    Jetzt ist der Fahrzeugbedarf spürbar geringer, trotz Neubaustreckchen, einer neuen und einer über 5 Stunden gestrichenen Linie. Trotzdem bekommt es kaum auf die Reihe die verbliebenen Kurse zu bedienen.


    Ist natürlich einfacher Gründe wie derzeit den Krieg aufzuzeigen, als auf den hausgemachten Problemen herum zu reiten, die vorher schon da waren.


    Gera hat ja bereits einige Male Fahrzeuge wieder her gerichtet. Wenn man es mit dem eigenen Equipment nicht hin bekommt, dann muss man es eben ausschreiben. Ich kann mir sogar vorstellen, dass dies in bestimmten Fällen sogar günstiger ist, als es selbst in die Hand zu nehmen.


    Ich habe einen Freund der sich übrigens als Betriebselektroniker lieber für die rnv entschieden hat, nachdem er die Werkstatt und das Gehalt vorgeführt bekommen hat. Allerdings war er in Mannheim dann auch glücklicher als im "Museums"-Betriebshof Heidelberg.


    Wie sind in Darmstadt eigentlich die Eigentumsverhältnisse? Dass der Verein die Unterhaltung nicht allein stemmen kann, ist ziemlich nachvollziehbar.


    Unterm Strich sollte natürlich der Einsatz von Museumsfahrzeugen auch wirklich auf das Notwendige beschränkt sein. Selbstverständlich um die Fahrzeuge zu schonen, aber auch nicht jeder begrüßt den Einsatz der "alten" Fahrzeuge.

  • Unterm Strich sollte natürlich der Einsatz von Museumsfahrzeugen auch wirklich auf das Notwendige beschränkt sein. Selbstverständlich um die Fahrzeuge zu schonen, aber auch nicht jeder begrüßt den Einsatz der "alten" Fahrzeuge.

    Da bin ich deiner Meinung, besonders jetzt nach dem Unfall würde ich es mir schwer überlegen welche (wenn wieder vorhanden) einzusetzen, auch wenn es mir wirklich gefällt, da die Heag in den vergangenen Jahren die Museumsfahzeuge sehr wenig fahren lassen hat (auch Corona geschuldet), was sich z.B. beim 31 bemerkbar gemacht hat. Wenn wieder welche Fahrtüchtig sind, hoffe ich (wenn möglich) auf deutlich mehr Sonderfahrten, dafür sollte der erhalt doch eigentlich hauptsächlich da sein...!?

  • Die Lücken werden hochstudierte Ahnungslosen gerissen, nur weil es auf deren Papier einfach toll aussieht, aber im "Grünen" nicht funktionieren kann (nachweislich, aber diese Herrschaften sind ja unbelehrbar, weil sie machen ja eine Fehler).

    Und diese Lücken können durch die Museumswagen überbrückt werden. Das war eine Zeitlang wurde das mit den Tw 25, 31 und 7608 gemacht, bis sie durch Defekte, abgelaufene HU und Unfälle ausgefallen waren. In Frankfurt sind P-Wagen im Einsatz, Im Rhein-Neckar-Dreieck sind es Tw (2)156 und die drei ET6-EB6-Züge. Mit anderen Worten: Diese "Misere" ist nur in Darmstadt vorhanden, aber das wurde auch schon geschrieben.

    Aber kommen wir doch mal zu der letzten Aussage:


    ... Wenn wieder welche Fahrtüchtig sind, hoffe ich (wenn möglich) auf deutlich mehr Sonderfahrten, dafür sollte der erhalt doch eigentlich hauptsächlich da sein...!?

    Und da haben wir das nächste Problem: Ich weiß nicht, wie das im Norden (Frankfurt) oder Süden (Rhein-Neckar-Dreieck) gehandhabt wird, aber bei uns in Darmstadt darf nicht jeder alles fahren, was fahren könnte. Das gilt auch bei den hier gewünschten Sonderfahrten. Und bei den Museumsfahrzeugen sind ja auch Schaffner notwendig (selbst wenn beim Betrieb der Linie 24 die ST 7 unterwegs sind/waren - Stichwort Betreuung), da kommt die nächste Krux: Wer möchte das machen? Da ist es wieder: Das übliche Problem von Vereinen und die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen. Auch das wurde hier schon beschrieben, das es stets die Gleichen sind.

    Nach derzeitigen offensichtlichen Stand der Dinge ist der nächste Einsatz eines Museumswagens im Linienverkehr hier Darmstadt: Wenn die ST 15 im Betrieb sind und die ST 12 offiziell nicht mehr im Betrieb sind, aber dann doch einer auf der Strecke mit einer Liniennummer auftaucht.

    Möge der Thread bis dahin in Frieden ruhen.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

  • Die Lücken werden hochstudierte Ahnungslosen gerissen, nur weil es auf deren Papier einfach toll aussieht, aber im "Grünen" nicht funktionieren kann (nachweislich, aber diese Herrschaften sind ja unbelehrbar, weil sie machen ja eine Fehler).

    Und diese Lücken können durch die Museumswagen überbrückt werden. Das war eine Zeitlang wurde das mit den Tw 25, 31 und 7608 gemacht, bis sie durch Defekte, abgelaufene HU und Unfälle ausgefallen waren.

    Die Lücken in DA haben sich in den letzten zwei Jahren massiv gewandelt.

    Vor zwei Jahren war das Problem, dass der Wagenbestand für das geplante Linienkonzept nicht ausreichen würde (Unter Annahme eines unvermeidlichen Schadwagenbestandes). Hier war der Einsatz der ST7 zweckmäßig, analog zum Pt-Einsatz in Frankfurt und zum Kurbelwageneinsatz im Rhein-Neckar-Raum. Abseits von Darmstadt hat man sogar signifikante Werkstattkapazitäten genutzt, um abgestellte Fahrzeuge oder unpassende Fahrzeuge (Ptb) auf die Schiene zu bringen. In DA hat man das nicht gebraucht, die ST7 (und eigentlich auch der ach so ungeliebte ST10) waren betriebsfähig.

    Dann ist aus Gründen, die ich nicht vollständig nachvollziehen kann, ein massiv überhöhter Schadwagenbestand (der mich ein Bisschen an Duisburger Verhältnisse erinnert) entstanden. Aus DER Nummer kommen wir mit Museumswagen einfach nicht mehr raus - außer die ST7 wären in Summe weniger wartungsanfällig. Dann wäre es zweckmäßig, sie neu in Auftrag zu geben, und es wären auch keine Museumswagen mehr ;-)


    Das Problem ist in meinen Augen auch nicht das Studium, sondern, dass man eine gewisse Realitätsferne braucht, um in einer Führungsposition zu landen. Wer nach oben immer "Ja, Amen, mach ich" gefolgt von "sorry, unser Werkstattpersonal kann es halt nicht besser" sagt, steht selbst gut da. Das Problem ist aber in keinster Weise auf die HEAG oder auch nur den öffentlichen Nahverkehr beschränkt.

  • Hier kommen einige Dinge zusammen. Zum Einen sind Ersatzteile nur schwer oder nur auf lange Dauer zu bekommen. Es gibt hier eine enge Zusammenarbeit mit den Betreibern des NGT 8. Viele Teile wurden durch die Hersteller aufgekündigt und der angedachte Ersatz nicht lieferbar. Manche Teile haben eine Lieferfrist von 10 und mehr Monaten. Ja man hat vielleicht damals nicht ausreichend große Ersatzteilpakete dazu geordert. Bei der Lieferung der Fahrzeuge gab es auch noch Lieferungen just in time. Das gibt es aber jetzt nicht mehr. Hinzu kommt, wie auch in anderen Betriebn, dass durch die eher schlechte Bezahlung Stellen im Werkstattbereich und auch im Fahrdienst kaum noch zu besetzen sind. Dies ist aber kein Darmstädter Problem. Andere Betriebe waren aber so clever, sich eine größere Reserve zu bewahren, während hier alle Alte abgeschafft werden musste. Alt gegen neu war eine Forderung aus der Politik. Man sieht wohin das geführt hat. UNd es wird nicht besser, auch wenn die ARGE historische HEAG-Fahrzeug bestrebt ist, die Oldies wieder in Betrieb zu nehmen. Dies muss seitens des Betriebs und der Politik auch gewünscht sein. Was die Politik will weiß niemand, man findet nicht mal einen Standort für ein neues Depot und damit für die neuen längeren Fahrzeuge, Am Willen der HEAG mobilo liegt es nicht.

  • Es kommt sicherlich noch hinzu, dass Fahrzeuge aus den späten 90er Jahren so weit optimiert sind, dass sie die versprochenen 25 Jahre relativ genau erreichen (vor allem die Elektronik). Das zeigt sich in vielen Betrieben - Helsinki, Erfurt, Berlin, Jena, Bochum,... Die Liste der Betriebe, die Fahrzeuge von ungefähr dem Alter der ST13 ausgemustert haben oder derzeit ausmustern, ist sehr lang. Andere stecken nochmals Millionenbeträge in den Erhalt dieser Wagen, siehe München und Nürnberg.


    Die ST13 stammen leider aus einer Fahrzeuggeneration, die nicht mehr "ewig" hält. Dass zeitgleich die ST12 ausfallen, liegt an einer verschleppten Ersatzbeschaffung (vor allem ein Fehler der Politik, die lange keine Fördermittel gestellt hat). Dass zeitgleich ein erheblicher Mehrverkehr anfällt, ist ein Wunsch der Politik. Dass für den Mehrverkehr nicht genügend mehr Fahrzeuge bereitstehen, ist - wer hat es geahnt - allem voran ein Versäumnis der Politik (die HEAG wollte schon länger neue Fahrzeuge). Nur dass von den bestellten ST15 noch kein einziger da ist, das liegt am Hersteller, bzw genauer der Politik innerhalb des Herstellers. Und wie bereits geschrieben wurde - das fehlende Werkstattpersonal liegt vor allem am Tarifvertrag und einem leeren Arbeitsmarkt, erneut nicht an der HEAG selbst.


    Da kann man nun natürlich auf Studierte oder die HEAG schimpfen, es nützt nur nichts und zeigt eine gewisse Unfähigkeit oder einen groben Unwillen, sich komplexe Probleme zu erschließen. Und auch die Politik ist natürlich nicht alleine schuld.


    Der Karren ist nuneinmal im Dreck und ich bin gespannt, wie die HEAG ihn da rausbekommen wird. Jedenfalls sind die Museumswagen nicht die Lösung.

    Einmal editiert, zuletzt von ST4 ()