Main-Weser-Bahn (Bauthread - F-West bis Bad Vilbel)


  • Und das für wie oft mal ein Fahrzeug? Ich würde tippen, im Schnitt nicht mehr einmal hin und zurück pro Tag. Kann man dafür nicht den Bahnübergang belassen - dann grundsätzlich Schranken zu, Öffnung nur auf Anforderung (ähnlich wie jetzt ein Fußweg zwischen Maintal und Hanau, aber Anforderung per Schlüssel, den nur die betroffenen Landwirte bekommen). Die zwei Wohnhäuser können über Harheim erreicht werden, bzw. eins ist so dicht am Gleis, da kann man auch auf der anderen Seite parken. Bahnübergänge für Wirtschaftswege sind ja zulässig (außer bei Strecken über 160 km/h, das schafft man bei den Kurven wahrscheinlich sowieso nicht).


    Das ist doch eigentlich eine sehr gute Idee. Eine Anrufschranke sollte als Ausnahme doch möglich sein, auch bei einem Neubau einer Strecke. Und die Kosten wären wahrscheinlich so viel geringer, dass man von dem Geld dann die nächsten 50 Jahre einen Schrankenwärter bezahlen könnte :rolleyes:


    So viel Verkehr kann doch auf dem kleinen Bahnübergang kaum sein...

  • >Und die Kosten wären wahrscheinlich so viel geringer, dass man von dem Geld dann die nächsten 50 Jahre einen Schrankenwärter bezahlen könnte


    Das wird aus der Schatulle für den Bau bezahlt, das andere aus der Gehaltskasse der Bahn......dann sollte doch klar sein, welche
    Lösung angestrebt wird...

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  • >Und die Kosten wären wahrscheinlich so viel geringer, dass man von dem Geld dann die nächsten 50 Jahre einen Schrankenwärter bezahlen könnte


    Das wird aus der Schatulle für den Bau bezahlt, das andere aus der Gehaltskasse der Bahn......dann sollte doch klar sein, welche
    Lösung angestrebt wird...


    Ich hatte mir das eher so vorgestellt, dass der "Schrankenwärter" elektronisch ist.


    Und zum Stichwort "Ausnahme": Von Gesetz wegen ist das keine Ausnahme. Eine Ausnahmegenehmigung benötigt man gemäß Eisenbahnkreuzungsgesetz nur, wenn die Straße dem allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr dient. Gewiss, für Strecken von dieser Bedeutung vermeidet man nach Möglichkeit auch bei Fuß- und Wirtschaftswegen eine höhengleiche Kreuzung. Aber irgendwann ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer lassen sich meist relativ kostengünstig herstellen. Bei Wirtschaftswegen kommt es auf das Gelände an - und das ist hier nun mal ungünstig.

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  • Der Schleichverkehr zwischen Berkersheim und Harheim scheint ja gar nicht das Problem zu sein, sondern die Landwirte, die Tunnelklicks Aussage nach zu Recht die Verbindung fordern.


    Ich hab mal ganz grob nachgemessen: Es handelt sich ungefähr um 12-13 ha Ackerfläche zwischen der Nidda und der Main-Weser-Bahn, die wohl von Berkersheimer Landwirten bewirtschaftet wird. Ich habe keine Ahnung was 1 ha Ackerfläche in Frankfurt etwa kostet. Aber ich denke der Kaufpreis würde ein Bruchteil der Baukosten für eine aufwendige Unter- oder Überführung betragen. Jedenfalls kam ich mit keinem der gefundenen Preisbeispiele in den Millionenbereich.


    Könnte man nicht einfach den Berkersheimer Landwirten diese Ackerfläche zu einem ordentlichen Preis abkaufen und anschließend den Bahnübergang rechtmäßig schließen? Danach könnte man die Ackerfläche entweder an Harheimer Landwirte verkaufen, die dann mit dem geschlossenen Bahnübergang nach Berkersheim leben müssen. Oder besser noch: man nutzt die Ackerfläche für Ausgleichsmaßnahmen und könnte z.B. die kanalisierte Nidda und die Mündung des Eschbachs in diesem Bereich renaturieren. Ein schönes Beispiel für eine solche Maßnahme ist der Verlauf der Nidda zwischen Karben und Gronau. Auch dort gingen ehemalige Ackerflächen für öffentliche Grünflächen bzw. für die Rückeroberung durch die Natur drauf.

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  • So schön die Idee ist, woher soll denn die gleiche Fläche zum Ausgleich für die jetzigen Landwirte kommen? Wenn es die nicht gibt, müssen die Entweder aufhören Landwirte zu sein oder bis auf Ewigkeit die Erzeugnisse teurer zukaufen

  • Der Printausgabe der heutigen FAZ (RMZ, S. 34) widmet sich - wie neulich die FNP schon mal - recht ausführlich dem Thema. Die als Ersatz vorgesehene Unterführung will das Bundesverkehrsministerium nicht mitfinanzieren, die erwarteten Kosten von 30 Mio € stünden außer Verhältnis zur erwarteten Nutzung. Die erwogene Alternative, die Unterführung im Verlauf der Straße am Wiesengarten zu ertüchtigten habe sich wegen ihrer geringen Breite als unpraktikabel erwiesen. Faktisch komme eine Querung der Bahngleise nur im Verlauf der Berkehrsheimer Bahnstraße in betracht. Die angedachte Omegabrücke sei mit Baukosten von rd. 8 Mio € deutlich günstiger als die Unterführung; aber schon ist von der Brücke als "Schandfleck im Niddatal" die Rede.


    Erörtert wird das Problem in der morgigen Sitzung des OBR 10, 19.30 Uhr im IB-Hotel an der Friedberg Warte, Homburger Ldstr. 4.


    Das Ganze ist echt ein Witz. Im Jahre 2004 hatte die Stadt Frankfurt gegen die von der DB geplante Fußgängerunterführung geklagt. Das Verfahren vor dem HessVGH war zu Gunsten eines Mediationsverfahrens ausgesetzt worden, bei dem 2007 die jetzt gekippte, teure Tunnellösung herauskam.


    Torbens Vorschlag ist zwar sehr charmant, würde aber - wenn überhaupt -nur auf freiwilliger Basis funktionieren, d.h. wenn die Landwirte ihre Höfe freiwillig aufgeben. Denkbar wäre auch, die Betriebe auf die andere Seite der Bahn zu verlagern; das wäre vermutlich noch billiger.

  • Ich hab mal ganz grob nachgemessen: Es handelt sich ungefähr um 12-13 ha Ackerfläche zwischen der Nidda und der Main-Weser-Bahn, die wohl von Berkersheimer Landwirten bewirtschaftet wird. Ich habe keine Ahnung was 1 ha Ackerfläche in Frankfurt etwa kostet. Aber ich denke der Kaufpreis würde ein Bruchteil der Baukosten für eine aufwendige Unter- oder Überführung betragen. Jedenfalls kam ich mit keinem der gefundenen Preisbeispiele in den Millionenbereich.

    Etwa 8 €/m² * (nach Hessischer Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation). Macht pro Hektar 80.000 €. Macht bei den von Torben ermittelten 13 Hektar 1.040.000 €. Und würde man großzügig 10 statt 8 €/m² zahlen, dann wären es 1,3 Mio. € insgesamt für die Ackerflächen. Gegenüber 30 Mio. € für eine Unterführung, die der Bund nicht mitfinanzieren will, die hydrologisch bedenklich ist, und die man gerade verworfen hat. Gegenüber auch 8 Mio. € für eine Brücke, die auch nicht auf ungteilte Zustimmung stößt.


    * In anderen größeren Städten Hessens nur 2-6 €/m².


    Könnte man nicht einfach den Berkersheimer Landwirten diese Ackerfläche zu einem ordentlichen Preis abkaufen und anschließend den Bahnübergang rechtmäßig schließen? [...]

    Diese Idee finde ich sehr gut! :thumbup:

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  • So schön die Idee ist, woher soll denn die gleiche Fläche zum Ausgleich für die jetzigen Landwirte kommen? Wenn es die nicht gibt, müssen die Entweder aufhören Landwirte zu sein oder bis auf Ewigkeit die Erzeugnisse teurer zukaufen

    Wir haben seit vielen Jahren einen erheblichen Strukturwandel in der Landwirtschaft: Es werden immer weniger Betriebe und diese werden immer größer. Also wenige Großbauern statt vieler Kleinbauern. Die "Schwelle" liegt derzeit bei etwa 100 ha LNF (landwirtschaftliche Nutzfläche). Heißt: Die Zahl der Betriebe unter 100 ha nimmt ab (weil die Betriebe aufgeben oder sich vergrößern), über 100 ha nimmt die Zahl der Betriebe zu (weil sich Betriebe vergrößern). Laut Torben geht es um insgesamt max. 13 ha, die sich, wenn ich richtig verstanden habe, auf mehrere Betriebe verteilen. Einen großen Betrieb (also auch künftig wirtschaftlich überlebensfähigen Betrieb) sollte das nicht zu sehr in die Bredouille bringen. Und überhaupt: Bauern haben noch auf vielen anderen Ebenen mit dem Strukturwandel zu tun. Insofern könnten die auch auf ihren noch verbleibenden Flächen die Nutzung ändern, so dass das für sie wirtschaftlicher wird ...


    Vor allem könnte man bei einer so kleinen Gesamtfläche und damit so wenig betroffenen Betrieben (stimmt die Zahl 3?) einfach mal mit den betroffenen Bauern reden. Dann erfährt man ja, wie deren derzeitige Situation ist. Falls das Nebenerwerbsbetriebe sind, wird da evtl. schon länger über Aufgabe nachgedacht. Viele Betriebe fallen auch brach, wenn die Elterngeneration aufhört, weil (gerade im Ballungsraum) die Kinder anderes wollen, als Landwirte werden. Da könnte man also schauen, was die Bedürfnisse der drei Bauern sind und dann angepasst entscheiden. Evtl. zahlt man dann mehr, um die Flächen aufgeben zu können. Eine Aufgabeprämie sozusagen. Damit die Bauern auch was davon haben. Käme immer noch billiger als Unterführung oder Brücke.

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  • Das ist die Unterführung "Am Wiesengarten". Ich weiß zwar die exakten Maße nicht, aber es ist die Unterführung, von der es in dem FAZ-Artikel hieß, sie sei zu schmal; hat man wohl dieser Tage bei einem Ortstermin mit den Großmaschinen der Landwirte ausprobiert (so hab ich den Artikel verstanden).

  • Vielleicht (?) wäre es ja immer noch billiger, sie entsprechend anzupassen, als eine Ω-Brücke zu bauen.


    Hier im Forum gibt es ja des Öfteren so ähnliche Ideen: Eine Unterführung "anpassen". Einen Tunnel "anbohren". In einer unterirdischen Station einen Bahnsteig "absenken". Nach dem Motto: Es ist ja schon da und müsste nur ein klein wenig verändert werden.


    In der Regel sind das gegossene Beton- oder eher Stahlbetonkonstruktionen. Die zu verändern, bedeutet meist, dass die Statik verändert werden muss. Und es ist so oder so ziemlich aufwendig und teuer. Würde man die Unterführung in Berkersheim verbreitern wollen, ...

    • müsste das Fundament an den Rändern "geöffnet" und erweitert werden,
    • müssten die Lager (Seitenwände) abgebrochen und weiter außen neu gebaut werden,
    • müsste logischerweise auch der Träger (Decke) neu gebaut werden.

    Faktisch könnte außer Teilen des Fundamentes nichts erhalten bleiben. Die Kosten dürften sich von einem reinen Neubau kaum unterscheiden.

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  • Das ist die Unterführung "Am Wiesengarten". Ich weiß zwar die exakten Maße nicht, aber es ist die Unterführung, von der es in dem FAZ-Artikel hieß, sie sei zu schmal; hat man wohl dieser Tage bei einem Ortstermin mit den Großmaschinen der Landwirte ausprobiert (so hab ich den Artikel verstanden).


    Im dem bereits einige Beiträge vorher verlinkten Artikel der FR steht nichts von einer problematischen Breite der Unterführung. Was natürlich deren Schlamperei sein kann. Dort wird vielmehr darauf abgehoben, dass alle möglichen Wege zur Wiesengarten-Unterführung nicht geeignet sind: Über "Am Herrenhof" zu steil, über "Am Geiersrain" zu eng. Außerdem müssten Grundstücke enteignet werden.


    Zitat FR:
    Die Unterführung „Im Wiesengarten“ taugt nicht als Ersatz für den Wegfall des Schienenübergangs in der Berkersheimer Bahnstraße. Darauf haben Lokal- und Stadtteilpolitiker sich gemeinsam mit Bahnvertretern und Landwirten am Donnerstag während eines Ortstermins verständigt. „Wir werden die Alternative nicht weiter verfolgen“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Römer-CDU, Helmut Heuser. „Wer das gesehen und vermessen hat, sieht, dass das nicht geht“, bestätigt
    Grünen-Fraktionsvorsitzender Manuel Stock.


    Wer also an der Idee mit dieser Unterführung festhalten will, muss sich mehr einfallen lassen als eine reine Verbreiterung der Unterführung. Da müsste eine Lösung gefunden werden, die für die Bauern problemlos fahrbar und für alle anderen Nutzer des öffentlichen Raumes keine Behinderung ist. Und die die Grundstücke der Anlieger möglichst schont oder ihnen eine Entschädigung anbietet.

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  • alle möglichen Wege zur Wiesengarten-Unterführung nicht geeignet sind: Über "Am Herrenhof" zu steil, über "Am Geiersrain" zu eng. Außerdem müssten Grundstücke enteignet werden.

    Das halte ich auch für das wesentlich stichhaltigere Argument; ob die vorhandene Brücke wirklich bestehen bleibt(/en muss), wage ich zu bezweifeln; eine größere hinzubauen sollte daher nicht das größte Problem sein (man braucht ja eh eine zusätzliche Brücke).

  • Aus der heutigen OBR-10-Sitzung habe ich folgende Informationen aus der Bürgerfragestunde mitgenommen:


    - Es gibt neben den Bauern noch 3 Anwohner mit 5 Autos, die den Bahnübergang queren dürfen.


    - Bei den Bauern ist die Unterführung am Wiesengarten wohl hauptsächlich ein Problem für die großen Mähdrescher. Die Traktoren kämen wohl sogar durch.


    - Die 145 gezählten Fahrten / Tag sind unerlaubter Schleichverkehr zwischen Berkersheim und Harheim.


    - Ein interessanter Vorschlag kam, ob eine günstigere Querung nicht weiter östlich in Richtung B3 zwischen den beiden Feldwegen möglich wäre, die parallel beidseitig der Bahnstrecke verlaufen.


    In der Fragestunde wurde das Thema jedoch relativ schnell abgebrochen und es soll später im Rahmen eines Tagesordnungspunkts weiter besprochen werden. Ich bin inzwischen auf dem Heimweg, aber in den nächsten Tagen wird es sicherlich nochmals in der Presse auftauchen.


  • - Es gibt neben den Bauern noch 3 Anwohner mit 5 Autos, die den Bahnübergang queren dürfen.


    Verteilt sich auf ein Einfamilienhaus fast direkt am Gleis und ein Stückchen weiter ein Mehrfamilienhaus. Wie ich oben schon geäußert habe, sollte hier eine Zufahrt über Harheim oder alternativ ein Parken auf der anderen Bahnseite zumutbar sein.


    Zitat


    - Bei den Bauern ist die Unterführung am Wiesengarten wohl hauptsächlich ein Problem für die großen Mähdrescher. Die Traktoren kämen wohl sogar durch.


    Wenn dem so ist: Dann geht es ja nur um einmal im Jahr. Dann ist auch dafür eine Fahrt über Harheim zumutbar. Wahrscheinlich muss dafür die Niddabrücke ertüchtigt oder erneuert werden, aber das wird trotzdem viel billiger als eine Eisenbahnüber-/unterquerung und außerdem profitiert auch der Bus 25 davon.

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  • Die Zufahrtswege mögen durchaus ein Problem sein; das "nur ein bischen ändern" hingegen meinte ich nicht so naiv, sondern wie auch von baeuchle geschrieben dachte ich an einen ohnehin fälligen Neubau im Zuge des Gleisausbaus.


    Wenn jetzt die Rede von 3 Anwohnern ist, muss ich irgendwie an den Posten Groß-Düngen denken 8o

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  • Die Zufahrtswege mögen durchaus ein Problem sein; das "nur ein bischen ändern" hingegen meinte ich nicht so naiv, sondern wie auch von baeuchle geschrieben dachte ich an einen ohnehin fälligen Neubau im Zuge des Gleisausbaus.

    O.k. Das trifft aber nur zu, falls an dieser Stelle die Gleislage der bestehenden Gleise verschoben wird. Falls das dritte und vierte Gleis dort einfach nur "daneben gelegt" werden sollen, wäre nicht zwingend mit einem Neubau der Unterführung zu rechen.


    Weiß jemand, wie es dort geplant ist? Haben die zusätzlichen Gleise nicht auch Konsequenzen in Berkersheim für einige Gebäude? Sprich: Müssen da nicht Gebäude abgerissen/"versetzt" werden? Hätte ich jetzt schon vermutet.

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  • Aus der heutigen OBR-10-Sitzung habe ich folgende Informationen aus der Bürgerfragestunde mitgenommen:


    - Es gibt neben den Bauern noch 3 Anwohner mit 5 Autos, die den Bahnübergang queren dürfen.


    Geht es denn wirklich nur um die Felder zwischen Eisenbahn und Nidda? Keine weiteren? Zum Beispiel zwischen Harheim und Massenheim oder zwischen Harheim und Bonames? Es könnte ja sein, dass manch ein Berkersheimer Bauer auch dorthin muss und dafür den bisherigen Weg nimmt.


    Wenn es nur um die Felder zwischen Bahn und Nidda geht: Das sind nach Luftbild 24 landwirtschaftlich genutzte Parzellen. Durchschnittsgröße 0,6 ha, das größte etwa 2 ha. Von diesen 24 Parzellen sind 13 Gründland (Weideflächen, 2 Flächen mit verm. Streuobst, 4 Flächen evtl. mit Salat oder Gemüse oder auch nur Gras) oder sowas wie ein Reitplatz. Außerdem 11 Parzellen mit Acker- bzw. Futterbau.


    Soll heißen: Die Felder sind unterdurchschnittlich groß und häufig nicht extensiv genutzt. Extensiv genutzte Flächen von nennenswerter (aber immer noch unterdurchschnittlicher) Größe sind eigentlich nur 8 Felder mit Acker-/Futterbau von insgesamt 8 bis 10 ha sowie die Weideflächen eines Betriebes.


    Mal ein Ertragsbeispiel: Gehen wir von 10 ha extensiven Ackerbaus zwischen Bahn und Nidda aus und davon, dass dort nur Weizen angebaut wird. Bei einem hohen Ertrag von 80 dt/ha (Dezitonnen pro Hektar - wobei eine Dezitonne einem Zentner, also 100 kg, entspricht) bedeutet das 800 dt bzw. 80 t Weizen im gesamten Gebiet. Der Weizenpreis liegt so um die 200 Euro pro Tonne bei allerdings starken Schwankungen insbesondere nach unten. Macht 16.000 Euro Umsatz (nicht Gewinn!!!) für alle betroffenen Bauern zusammen.


    In Summe: Das Problem ist eher gering. Für die Bauern müsste sich eine gute Lösung auch mit Verkauf, Verpachtung oder Renaturierung der Felder finden lassen können.

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