DB Regio fährt auch ab 2018 zwischen Frankfurt und Mannheim / Heidelberg

  • Das ist also die nachhaltige Verkehrspolitik zwischen dem Rhein-Main und dem Rhein-Neckar-Raum von zwei Landesregierungen unter grüner Beteiligung


    Also jetzt mal ehrlich, ist das irgendwas anderes als Grünen-Bashing? Was hälst du von dieser Lesart: Zum erstmöglichen Termin seit Antritt der älteren der beiden Regierungen, an dem man irgendwas ändern kann, wird was geändert.


    Ich fahre auch gerne bei offenem (oder öffenbaren) Fenster, aber die Eisenbahnfuzzies sollten nicht der Maßstab dafür sein, was man anschafft, sondern der (potentelle) Otto-Normal-ÖPNV-Benutzer. Der will leicht zu öffnende Türen und im Sommer nicht die Wahl zwischen Backofen und Zug (die andere Art ist hier gemeint) im Nacken. Beide Forderungen kann ich verstehen.


    Zur Kapazität hätte ich gerne mal Zahlen - das ist sonst schwer zu vergleichen. Mindestens auf der Main-Neckar-Bahn kann man wohl abschätzen, dass es 3+3, 3+4 oder 4+4-Züge sein werden (denn die werden ja geflügelt), die da fahren - wieviele Silberwagen bzw Doppelstockwagen sind da momentan auf der Strecke in den Zügen? Und, wie ist der Sitzplatzvergleich dann eben?


    Allerdings muss ich zugestehen, dass ich nicht viel Hoffnung habe, dass Kapazitäten erhöht werden - das kennen wir ja von der Rheingau- und der Odenwaldbahn.

  • Zur Kapazität hätte ich gerne mal Zahlen - das ist sonst schwer zu vergleichen. Mindestens auf der Main-Neckar-Bahn kann man wohl abschätzen, dass es 3+3, 3+4 oder 4+4-Züge sein werden (denn die werden ja geflügelt), die da fahren - wieviele Silberwagen bzw Doppelstockwagen sind da momentan auf der Strecke in den Zügen?

    Aktuell 6 n-Wagen und 5 oder 6 Dosto, je nach Umlauf.

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
    ________ _ _ _ _ _ _


    Freundliche Grüße!

  • Die Kapazität dürfte schon erhöht werden, da es sich un Doppelstockwagen handelt. Allerdings kann es sein (muss nicht), daß der Sitzabstand etwas geringer wird, man also nicht mehr so viel Beinfreiheit hat, wie in den n-Wagen.
    Auf jeden Fall wird es am Wochenende eine erheblich Ausweitung der Kapazität gegeben, dadurch das mehr Züge (stündlich) fahren.
    Das habe ich mir schon lange gewünscht, seit es die Doppelstockwagen gibt (und die S-Bahn Rhein-Neckar), also seit mindestens 10 Jahren.
    Es wird wohl keine Züge mehr geben, die in Biblis enden.


    Ob allerdings alle Züge in Doppeltraktion fahren werden, muss man abwarten. In Doppeltraktion müssen ja nur die langsamen RB fahren, die in MA-Friedrichsfeld geflügelt werden. Aber eine Verbesserung ist es auf jeden Fall. Schade, das es noch lange dauern wird, bis es so weit ist.


    Zu den n-Wagen:
    Es gibt keine n-Wagen mit TAV. Kann man bei Klappfalttüren auch nicht nachrüsten. Nur n-Wagen mit TB0.
    Ob es seitenselektive Türsteuerung bei n-Wagen gibt konnte ich nicht herausfinden. Theoretisch würde das nur bei den n-Steuerwagen mit Schwenkschiebetüren gehen. Aber ich glaube das geht nicht bei n-Wagen.
    Auch wenn ich die Dinger gar nicht leiden kann, muß ich sagen, daß die Bänke teilweise gar nicht so unbequem sind. Das triftt allerdings nur auf die zu, die neu gepolstert wurden. Es gibt auch einige n-Wagen mit Reihenbestuhlung. Die hat man komplett mit neuen Sitzen versehen. Die fuhren früher vorwiegend in Schleswig-Holstein. Ich glaube 1 oder 2 Wagen von denen hat es auch noch Hessen verschlagen. Das mit n-Wagen keinen Blumenopf gewinnen kann, dürfte wohl jedem klar sein.


    Interessant finde ich die These, daß Wagen nicht für Eisenbahnfans gebaut werden, sondern für Otto-Normal-Benutzer.
    Da frage ich mich immer: Schließt sich das denn gegenseitig aus ?


    In erster Linie bin ich doch mal ein ganz normaler Benutzer. Einer der auf den ÖPNV angewiesen ist, da ich zwar einen Führerschein habe, aber kein Auto.


    Wenn ich dann Erledigungen mache, und mit der Bahn fahre, kann ich halt auch noch meinem Hobby nachgehen.
    Unter Umständen bringt mir das Wissen/ die Informationen über das System auch kleine Vorteile. (ich weiß, wo ich am besten Einsteige, welche Fahrzeuge bequem sind, und wann und wo sie eingesetzt werden).
    Anonsten sind aber auch Otto-Normal-Fahrgäste vertraut und kennen z.B. "ihre" Fahrpläne und Anschlüße.
    Ich ziehe auf jeden Fall einen klimatisierten Wagen vor. Und andere Sachen wie Steckdosen oder Fahrgastinformationssysteme finde ich nützlich. Es gibt halt auch Nostalgiker, die die Bahn so haben möchten, wie sie früher einmal war. Dagegen ist ja nichts einzuwenden.
    Aber die Bahn fährt halt nunmal für alle.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Wo genau klemmt es?


    Bis auf den vielleicht etwas engen Sitzabstand für die Knie passe ich mit meinen 190 cm gut in die Sitze.


    Die Sitzschalen sind für unsere Körpergrößen nicht gemacht. Es ist unbequem darin zu sitzen, man kann sich nicht richtig anlehnen - man muss mit dem Hinterteil nach vorne rücken, damit man reinpasst, was aber nicht gesund ist und durch den oft geringen Sitzabstand auch verhindert wird. Zudem kann man im oberen Stock nicht aufrecht stehen und im unteren Stock geht viel Platz für Fahrradabteile drauf.

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  • Sollten damals die Türen zu bleiben, musste der Zugführer an einer Tür stehen bleiben und den Schlüsseltaster in der Schließstellung festhalten.


    Seinerzeit "schlüsselte" der Schaffner, die Türen gehen mit Druckluft zu. Der Zug setzt sich in Bewegung. Der Schaffner kann nun die Fahrkarten kontrollieren gehen. Von den Achsen wird nun ein Signal gesendet, das der Zug schneller als 5 km/h unterwegs ist (das oben erwähnte V-5-Signal) und sorgt nun für die elektronische Verriegelung der Türen (der rote Griff geht ganz leicht durch und man vernimmt einkleines Knacken, welches zeigt, das die Kupplung zur mechanischen Verriegelung nicht verbunden ist). Die Zeitschaltventile lassen nun den Schliesdruck von den Türen. Das Ganze passiert innerhalb von 15 - 20 Sekunden. Diese Zeitschaltventile wurden bei den Fristen kontroliert und gegebenenfalls nachgestellt, so das die Druckluft ca 15 Sekunden nach dem Schlüsseln entweicht. Beim Anhalten verschwindet das V-5-Signal und die Türen gehen mühelos auf.
    So war das früher.
    Heute sorgt das TB 0 praktisch für ein "Dauerschlüsseln". Das heißt: Die Einstiegstüren stehen neben dem V-5-Signal nun auch unter Dauerdruck. Deshalb sollten die Zeitschaltventile wesentlich kürzer eingestellt werden, damit die Türen nach dem Anhalten "gleich" aufgehen.
    Euer Problem sind also falscheingestellte Zeitschaltventile und mangelnde Gedult. Wenn also mit aller Gewalt nun die Tür aufgemacht wird, gibt irgendetwas nach. Passiert das zu oft, gehen die Türen dann auch irgendwann einmal nicht mehr zu, weil z. B. eine Luftleitung gebrochen ist (Das Ventil läßt die Luft nicht raus und Ihr haltet mit Gewalt dagegen, dann kann das vorkommen), dann werden sie mit dem Vierkant abgeschlossen, Zettel dran und den Rest könnt Ihr Euch denken.
    Was ich aber nicht sagen will, das Ihr Schuld an den abgeschlossen Türen seid, aber Eure Aussagen hier (von wegen mit Gewalt gegen die Türen schmeißen) ist nur einer der Faktoren an diesem Zustand.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

  • Seinerzeit "schlüsselte" der Schaffner, die Türen gehen mit Druckluft zu. Der Zug setzt sich in Bewegung. Der Schaffner kann nun die Fahrkarten kontrollieren gehen.

    Richtig, ich habe auch nichts anderes behauptet.


    Sobald der Zug schneller als der Schwellenwert fuhr, musste natürlich niemand mehr mit dem Schlüssel hantieren. Man sah das auch wenn der Zug mit offenen Türen losgefahren ist (beispielsweise am Endbahnhof), sobald eine gewisse Geschwindigkeit überschritten wurde, gingen alle Türen automatisch zu. Das war dann der Zeitpunkt, als die Türzylinder wieder mit dem Schließdruck beaufschlagt wurden.



    "Dauerschlüsseln" musste der Zugführer nur, wenn unterwegs auf offener Strecke angehalten werden musste (Signal zeigt rot beispielsweise).

    Heute sorgt das TB 0 praktisch für ein "Dauerschlüsseln". Das heißt: Die Einstiegstüren stehen neben dem V-5-Signal nun auch unter Dauerdruck.

    Gut, dann habe ich jetzt verstanden wie das heute funktioniert. Solange die Türfreigabe über das Wendezugkabel nicht empfangen wird, ist es also so, als ob der Schlüsseltaster in der Schließstellung festgehalten würde.


    Das war dann vermutlich nur eine relativ kleine Nachrüstung und erklärt dann natürlich auch, wieso die restlichen Einschränkungen (keine seitenselektive Freigabe) weiterhin bestehen.

    Deshalb sollten die Zeitschaltventile wesentlich kürzer eingestellt werden, damit die Türen nach dem Anhalten "gleich" aufgehen.

    Das heißt, dass die heutigen Schwierigkeiten mit den Türen auf diese neue Betriebsform zurückgehen, die früher eigentlich gar nicht vorgesehen war.


    Woher diese Probleme kommen, also die Steuerventile für die Druckluft, war mir schon klar, das steht auch so in meinem ersten Beitrag. Ich ging nur ganz einfach davon aus, dass die Steuerventile heute einfach nur verschlissen oder mangelhaft gewartet wären. Dass man so eine Verschlimmbesserung durchgeführt hat, war mir nicht bewusst. Ich dachte, dass die n-Wagen auch heute noch ohne TB 0 fahren würden.


    Mein Wissen um die Wagen entstammt größtenteils noch von den Beobachtungen aus der Zeit, als im Winter am letzten Wagen der Dampf der Nuhz entwich... Das sind mindestens 15 Jahre! Vorne hing dann entweder eine V100 oder eine V160 - keine 218er, denn die haben ja schon eine Zugsammelschiene und keinen Dampfkessel mehr gehabt.


    An der grundsätzlichen Technik der Türen hat sich deshalb aber vermutlich nichts geändert, deshalb denke ich, dass es im Großen und Ganzen weiterhin stimmt, was ich geschrieben habe.

    Die Sitzschalen sind für unsere Körpergrößen nicht gemacht. Es ist unbequem darin zu sitzen, man kann sich nicht richtig anlehnen - man muss mit dem Hinterteil nach vorne rücken, damit man reinpasst, was aber nicht gesund ist und durch den oft geringen Sitzabstand auch verhindert wird.

    Ich rutsche auch solange vor, bis ich mit den Knien anstoße, dann kann man sich zurücklehnen. Schön ist das zwar nicht, aber wenn man größer als der Durchschnitt ist, muss man wohl mit so etwas rechnen. Es gibt aber deutlich unbequemere Sitze als die in den Dostos.


    Am schlimmsten finde ich die grauen Sitze, die in manchen Frankfurter Ptb-Wagen eingebaut sind. Das ist scheinbar nur Metall, auf dem etwas Stoff aufgezogen ist. Darunter ist keinerlei Polsterung. Einfach nur schlimm. Wer so etwas entwickelt hat, sollte als Strafe den ganzen Tag darauf sitzen müssen...

    Zudem kann man im oberen Stock nicht aufrecht stehen und im unteren Stock geht viel Platz für Fahrradabteile drauf.

    Stimmt, wenn man oben ist muss man aufpassen, dass man beim Aufstehen nicht "kollidiert"... Ist mir auch schon passiert.


    Wenn ich sehe, dass ich sowieso stehen bleiben muss, bleibe ich am liebsten im Türbereich. Dort ist die Decke wenigstens ausreichend hoch.


  • Die Probleme mit den Türen der n-Wagen resultieren aus der Sicherheit der Wagen. Die Türen sind so konstruiert, dass die Sicherheit vorgeht.


    Meine Aussage galt einem Dosto und insgesamt allgemein auf die technische Wagenpflege.



    Sitzbezüge im DBM-Design


    Was heißt DBM? DB-Muster (Blau mit dunkelblauen Quadraten)?



    Wenn man ein Sofa neu bepolstern lässt, wird es dadurch auch nicht neu...


    Die n-Wagen-Bänke sind sehr bequem ;)


    Die Bedienung des Türgriffs vor Stillstand des Zuges ist oftmalig die Ursache dafür, dass die Tür nicht aufzubekommen ist.


    Ich find's klasse, dass man mit etwas Kraftaufwand auch schon vor Halt des Zuges aussteigen kann, um bei DB-Verspätung den planmäßig eigentlich guten Anschluss noch erreichen zu können. Bis die neuen Wagen bei Verspätung endlich mal die Türen freigeben, gehen wertvolle Sekunden verloren und die anderen aussteigenden Fahrgäste versperren auch noch den Weg auf dem Bahnsteig.



    Züge die mit SAT gefahren werden


    Was bedeutet SAT? Selbst-Abfertigung durch den Triebfahrzeugführer?
    Ich dachte, das heißt TAV uups, wie war das nochmal? Triebfahrzeugführer-Abfertigungs-Verfahren?

    Vollkommen Großartiges Forum

    Einmal editiert, zuletzt von SoundofN1 ()

  • Das war dann vermutlich nur eine relativ kleine Nachrüstung und erklärt dann natürlich auch, wieso die restlichen Einschränkungen (keine seitenselektive Freigabe) weiterhin bestehen.

    Jep. In Relaistechnik braucht man maximal ein zusätzliches Relais. Macht die Sache schnell und preiswert nachzurüsten und belastet die Bordbatterie wenig (man bedenke, daß viele Wagen damals noch Achsgeneratoren hatten und außer der Heizung nichts aus der Zugsammelschiene versorgt wurde.)

    Zitat

    Das heißt, dass die heutigen Schwierigkeiten mit den Türen auf diese
    neue Betriebsform zurückgehen, die früher eigentlich gar nicht
    vorgesehen war.

    Wären Drehfalttüren über Jahrzehnte und etliche Länder die bevorzugte Bauform für Türen an Eisenbahnwaggons gewesen, wenn es von Anfang an so schwer gewesen wäre? ;-)

    Woher diese Probleme kommen, also die Steuerventile für die Druckluft, war mir schon klar, das steht auch so in meinem ersten Beitrag. Ich ging nur ganz einfach davon aus, dass die Steuerventile heute einfach nur verschlissen oder mangelhaft gewartet wären. Dass man so eine Verschlimmbesserung durchgeführt hat, war mir nicht bewusst. Ich dachte, dass die n-Wagen auch heute noch ohne TB 0 fahren würden.

    Wegen mir könnten die Wagen auch noch ohne TB0 herumfahren. Ich habe zu dieser Vollkaskomentalität eh meine eigene Meinung. Früher gab es die nicht. Hin und wieder gab es Unfälle. Diese Unfälle führten zu einer natürlichen Auslese - die, die nicht schlau genug waren, hat es dahingerafft. (Man könnte jetzt natürlich blinde Fahrgäste anführen, die nicht sehen, ob und wo der Bahnsteig ist - aber für die könnte man ja durchsagen wenn noch kein Bahnsteig da ist oder der Bahnsteig auf der anderen Seite. Im Ausland, wo er die Sprache nicht versteht, werden sich die wenigsten blinden Menschen selbständig ohne Begleitung mit der Bahn fortbewegen.) Seit die Vollkaskomentalität so zugenommen hat, und die Leute immer mehr vor der eigenen Dummheit beschützt werden, werden die, die zu dumm sind, nicht mehr ausgefiltert - und schon wird die Menschheit immer dümmer. Schaut Euch um, ihr werdet die Theorie bestätigt sehen.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Also lieber in Friedrichsfeld eine Rangierer-Truppe vorhalten? Man kann sich auch jede Idee zurechtbiegen.


    Wozu braucht man für die Flügelung lokbespannter Züge eine Rangierer-Truppe? Entspannen kann sich der zweite Tf auch nach Feierabend. Es kann bestimmt nicht wirtschaftlich sinnvoll sein, schon in drei bis vier Jahren Doppelstockwagen abzustellen, welche zum großen Teil erst 1998 gebaut worden sind und vollauf dem heutigen Komfortstandard entsprechen. Hat das Land Hessen seinerzeit die Beschaffung der Dostos nicht bezuschusst?


    Zu den n-Wagen:
    Es gibt keine n-Wagen mit TAV. Kann man bei Klappfalttüren auch nicht nachrüsten. Nur n-Wagen mit TB0.
    Ob es seitenselektive Türsteuerung bei n-Wagen gibt konnte ich nicht herausfinden. Theoretisch würde das nur bei den n-Steuerwagen mit Schwenkschiebetüren gehen. Aber ich glaube das geht nicht bei n-Wagen.


    Die Bnrbdzf 480.1 (und auch die anderen Bauarten mit Schwenkschiebetüren) verfügen durchaus über seitenselektive Türsteuerung. Auch einige n-Wagen mit Drehfalttüren wurden in den neunziger Jahren mit derselben ausgerüstet, welche am Langträger entsprechend beschriftet wurden.

    O tempora, o mores! Via celeris ferrea sine bursis portis ductilibus.

  • Die neueren DoStos werden doch mit Sicherheit nicht abgestellt - es gibt genug Linien, auf denen noch ältere Exemplare fahren, die erstmal ersetzt werden können. Und ansonsten können sie woandershin abgegeben werden, die Desiros für die Niddertalbahn kamen ja auch aus Thüringen.

  • Die neueren DoStos werden doch mit Sicherheit nicht abgestellt - es gibt genug Linien, auf denen noch ältere Exemplare fahren, die erstmal ersetzt werden können.


    Wegen der erforderlichen NBÜ 2004 für das Befahren des Schlüchterner Tunnels können nicht mehr alle Doppelstockwagen freizügig eingesetzt werden. Außerdem sollen meines Wissens auch die älteren Exemplare demnächst modernisiert werden, da die seit 2012 laufenden Verkehrsverträge im Endzustand nur den Einsatz klimatisierter Wagen vorsehen.


    Zitat

    Und ansonsten können sie woandershin abgegeben werden, die Desiros für die Niddertalbahn kamen ja auch aus Thüringen.


    Und genau dieser Umstand stellt ein mögliches Problem dar, weil das Land Hessen die Beschaffung der Dostos in nennenswertem Maße subventioniert hat. Würde man sie in andere Regionen versetzen, stellt sich die Frage, ob sich diese Investition für nur neunzehn Jahre wirklich gelohnt hat.

    O tempora, o mores! Via celeris ferrea sine bursis portis ductilibus.

  • Wegen der erforderlichen NBÜ 2004 für das Befahren des Schlüchterner Tunnels können nicht mehr alle Doppelstockwagen freizügig eingesetzt werden. Außerdem sollen meines Wissens auch die älteren Exemplare demnächst modernisiert werden, da die seit 2012 laufenden Verkehrsverträge im Endzustand nur den Einsatz klimatisierter Wagen vorsehen.


    Bei einer Modernisierung könnte ja auch eine NBÜ abfallen, das ist also nicht unbedingt das Riesen-Problem.

  • Also die Dosto's wird man sicher noch brauchen. Ein paar müssen ja immer ins Werk, damit sie redesignt werden.
    Selbst wenn ale modernisiert sind, werden die nicht so schnell arbeitslos. Es gibt noch genügend Züge die mit n-Wagen fahren, und darauf warten, modernes Wagenmaterial zu bekommen. Ich denke da nur an die ganzen Berufsverkehr-Verstärkerzüge. Ein paar in Reserve ist auch nicht schlecht.
    Die Bindefrist für die Färderug fällt ja irgendwann weg. Zum Teil tauscht man dann halt die Fahrzeuge mit anderen Bundesländern. Hat man mit Loks und einigen Triebwagen auch gemacht.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Die Dostos für die RB75 haben doch auch die NBÜ wegen des Mainzer Tunnels, oder?


    Ja, auch. Aufgrund fehlender NVV-Aufkleber kann man sie jedoch nicht regulär auf dem RE Frankfurt - Fulda (- Bebra) einsetzen.


    Also die Dosto's wird man sicher noch brauchen. Ein paar müssen ja immer ins Werk, damit sie redesignt werden.


    Das Redesign-Programm soll aber bis dahin längst abgeschlossen sein.


    Zitat

    Selbst wenn ale modernisiert sind, werden die nicht so schnell arbeitslos. Es gibt noch genügend Züge die mit n-Wagen fahren, und darauf warten, modernes Wagenmaterial zu bekommen. Ich denke da nur an die ganzen Berufsverkehr-Verstärkerzüge.


    Welche konkret? Die n-Wagen-Züge auf der KBS 615 fungieren ja lediglich als Dosto-Ersatz, bis sämtliche Doppelstockwagen modernisiert sind.


    Zitat

    Die Bindefrist für die Färderug fällt ja irgendwann weg. Zum Teil tauscht man dann halt die Fahrzeuge mit anderen Bundesländern. Hat man mit Loks und einigen Triebwagen auch gemacht.


    Lange würden sie dort aber wohl auch nicht bleiben. Anderswo werden meist noch häufiger Neufahrzeuge gefordert trotz zumutbarer Gebrauchtfahrzeuge. Dagegen ist der RMV relativ großzügig. Und: Je mehr Strecken ausgeschrieben werden, desto weniger bleiben älteren Zügen, die allerdings wohlgemerkt ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer noch nicht erreicht haben, potentielle Einsatzgebiete.

    O tempora, o mores! Via celeris ferrea sine bursis portis ductilibus.

  • Moment, was? Du glaubst echt, dass das ein großes Hindernis wäre, an ein Fahrzeug Aufkleber zu hängen!?


    Mitnichten. Welchen Sinn würde jedoch in diesem Falle ein Wagentausch ergeben?

    O tempora, o mores! Via celeris ferrea sine bursis portis ductilibus.

  • Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber da das hier mit den Türen der n-Wagen diskutiert wurde, wollte ich dazu kein extra Thema eröffnen.

    Ich behaupte einfach mal, zu wissen, wie diese Türen bedient werden. Es liegt aber meiner Meinung nach tatsächlich auch an der Technik.

    Ich bin jetzt länger nicht mehr in einem n-Wagen mitgefahren. Als ich vor kurzem in Baden-Württemberg war, fielen mir solche Aufkleber an allen Drehfalttüren der n-Wagen auf, die erklären wie die Türen zu bedienen sind (Kurzfassung der bebilderten Darstellung: warten bis der Zug vollständig zum Stillstand gekommen ist, ca. 3 Sekunden warten und dann die Türen öffnen). Dachte erst, die Aufkleber würde man nur in BaWü verwenden, habe sie dann aber auch in Hessen gesehen. Scheint so, als hätte da jemand erkannt, dass viele Fahrgäste nicht wissen, wie die Türen korrekt zu bedienen sind. Insgesamt sind diese Aufkleber schon eine gute Sache wie ich finde.

    If you get bored on the tube - you can always look out of the window.

    Einmal editiert, zuletzt von marle ()