Die Deutsche Bahn hat angekündigt , die Ingenieurleistungen für die Planung des 4-gleisigen Ausbaus der Strecke Hanau-Gelnhausen, der ESTW Gelnhausen sowie die Vorplanung einer Neubaustrecke nordöstlich von Gelnhausen in Richtung Fulda und zur SFS Hannover-Würzburg mit Raumordnungsverfahren (Streckenlänge korridorabhängig ca. 35 bis 55 km) im September ausschreiben zu wollen. Auch wenn das erst mal nur eine Vorankündigung ist, heißt es doch, dass die Umsetzung des Programms FrankfurtRheinMain plus vorangeht.
4-gleisiger Ausbau Hanau-Gelnhausen
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sollen die 2 neuen gleise dann für die S-Bahn dienen. (Verlängerung s8/(s9)) oder nur als reine güter-/fern-/regionalzug verstärkung?
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Größtenteils ist die Strecke je bereits 3-gleisig. Da braucht man nur ein zusätzliches Gleis.
Jetzt wird da im Gleiswechselbetrieb gefahren und anscheinend auch wieder mit LZB.
Man braucht die Gleise zur Trennung der verschiedenen Verkehre. Wahrscheinlich 2 Gleise für den Fernverkehr (ICE/ IC) und die beiden anderen Gleise für Regional-& Güterverkehr. Was nicht heißt, da auch mal ein RE über die Fernbahngleise fährt.
Das Problem besteht eher in der Verbindung Gelnhausen - Flieden/ Fulda. Ob die Mottgers Spage doch noch mal irgendwann gebaut wird ? -
>Größtenteils ist die Strecke je bereits 3-gleisig. Da braucht man nur ein zusätzliches Gleis.
Zwischen HU-Wolfgang und Hailer-Meerholz.
>Jetzt wird da im Gleiswechselbetrieb gefahren und anscheinend auch wieder mit LZB.
Einzig zwischen HU-Wolfgang und Langenselbold ist Gleiswechselbetrieb eingerichtet
und das auch nur in eine Fahrtrichtung. Ansonsten ist ein Befahren des linken Gleises
nur mit Befehl (oder, falls vorhanden - ich weiß es nicht -, Zs8) möglich.LZB liegt nur auf dem dreigleisigen Abschnitt in allen drei Gleisen.
>Das Problem besteht eher in der Verbindung Gelnhausen - Flieden/ Fulda. Ob die
>Mottgers Spage doch noch mal irgendwann gebaut wird ?Schau doch mal was tunnelklick geschrieben hat......
/*Vorplanung einer Neubaustrecke nordöstlich von Gelnhausen in Richtung Fulda und zur SFS Hannover-Würzburg
mit Raumordnungsverfahren (Streckenlänge korridorabhängig ca. 35 bis 55 km) [...] ausschreiben zu wollen*/ -
Auf der 7. Sitzung des Dialogforum Hanau-Würzburg/Fulda sind die Ergebnisse von vier Ausbauvarianten für den Ausbauabschnitt Hanau - Gelnhausen erörtert und bewertet worden
- Nahverkehr außen - Schnellverkehr innen 200 km/h
- Schnellverkehr außen - Nahverkehr innen 200 km/h
- Nahverkehr außen - Schnellverkehr innen 230 km/h
- Schnellverkehr außen - Nahverkehr innen 230 km/hNach ausführlicher Erörterung der Vor- und Nachteile sprach sich die Arbeitsgruppe des Dialogforums schließlich dafür aus, die Variante "Nahverkehr außen - Schnellverkehr innen 230 km/h" aus; dies wird DB Netz jetzt als Vorzugsvariante weiterverfolgen, d.h. die Züge des Regional- und Nahverkehrs werden an Außenbahnsteigen halten, die Züge des Schnellverkehrs benutzen die innenliegenden Gleise, die Trasse soll für eine Geschwindigkeit von 230 km/h ausgebaut werden.
Einzelheiten kann man einer Präsentation von DB Netz entnehmen.
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Der Steinauer Bürgermeister äußert seine subjektive Einschätzung, das die Tendenz für die geplante Neubautrasse in Richtung Variante V gehen könnte.
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Das hat jetzt eher weniger mit dem Ausbau Hanau - Gelnhausen zu tun, sondern betrifft den weiteren Ausbau.
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Wieso hat man denn überhaupt "Nahverkehr innen, Schnellverkehr außen" untersucht? Ich sehe überhaupt gar keinen einzigen Vorteil, auch nach Lektüre der Folien nicht? Wirkt irgendwie merkwürdig und etwas wie rausgeworfenes Geld...?

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In der Folie 17 heißt es:
ZitatBei den Varianten schnelle Gleise außen sind Mittelbahnsteige zwischen den beiden innen liegenden Regionalbahngleisen nötig, die überwiegend bereits vorhanden sind und erhalten bleiben.
Ich denke, man wird der Frage nachgegangen sein, ob man die bestehenden baulichen Anlagen nicht behalten kann und nur ertüchtigt; eigentlich kein völlig abwegiger Gedanke. -
Ich sehe Mittelbahnsteige kundenfreundlicher, da im Falle einer Störung keine Völkerwanderung
stattfinden muss, bei der die langsamste Karawane nur rote Lichter vom Zugschluss dann sieht. -
In der Folie 17 heißt es:
Ich denke, man wird der Frage nachgegangen sein, ob man die bestehenden baulichen Anlagen nicht behalten kann und nur ertüchtigt; eigentlich kein völlig abwegiger Gedanke.Oh. Danke
Das hab ich total überlesen - ja, das ist in der Tat ein guter Grund 
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Der 4-gleisige Ausbau zwischen Hanau und Gelnhausen geht in die nächste Runde. DB Netz schreibt derzeit die Ingenieurleistungen für die Genehmigungsplanung aus:
ZitatDie hier ausgeschriebenen Leistungen umfassen schwerpunktmäßig die Planung von Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerken und Tragwerksplanung für die ABS Hanau und Gelnhausen (Übertragene Leisungen Lph 3-4, Optionale Leistungen Lph 6-7). Die Strecke zwischen Hanau und Gelnhausen ist durchgehend auf vier Gleise auszubauen. Zwei Gleise sind der Strecke 3600 zuzuordnen und sollen den „langsamen“ SPNV und SGV aufnehmen. Weitere zwei Gleise sind der Strecke 3677 zuzuordnen und sollen im Wesentlichen den „schnellen“ SPFV aufnehmen. Neben dieser Planung sollen im weiteren Planungsleistungen in den Bereichen Freianlagen, Umwelt, Brandschutzkonzepte, Seweso-Studie sowie Baugrunderkundungen erbracht werden. Im Detail sind diese den Leistungsbeschreibungen und den Vorbemerkungen zu entnehmen. Insgesamt erfolgt eine Unterteilung in 6 Lose.
Auf dieser Grundlage wird dann Anfang/Mitte 2020 die Planfeststellung beantragt werden, evtl. abschnittsweise.
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Bis kurz vor Gelnhausen sind ja immerhin schon drei Gleise.
Größte neu zu bauende Brück wird dann wohl die Überführung der A66, die ja komplett neu gebaut werden muss, wo hingegen der Bahnübergang (Ex-) Neuenhaßlau - Rothenbergen schon passend auf die Brücke verlegt wurde.
Und der Bahnhof Langenselbold ist schon viergleisig -
Neues Video der InfraGo über das Projekt:
gepostet 19 März 2026