Ständige Verspätungen und Fahrtausfälle [ursprünglich: Ständige Verspätungen S1]

  • Ich weiß es natürlich nicht, aber ich spekuliere: Wenn auf einem der beiden Gleise die Fahrt in Regelrichtung wegen irgendeiner Störung (was auch immer das sein kann: Richtungsabhängige Infrastruktur wird wohl nur Signale und PZB sein) nicht möglich oder nur sehr aufwändig wäre, könnte es Sinn machen, statt eingleisigem Verkehr auf dem anderen Gleis einfach die Gleise zu tauschen und die beiden Kreuzungen dafür in Kauf zu nehmen.

    Signale und PZB werdens nicht sein, dann würde nämlich den Fahrgästen eine "Signalstörung" verkauft. Störung am Gleis ist immer ein Mangel am Oberbau, ich vermute, dass eine Weiche in gerader Lage nur mit verminderter Geschwindigkeit befahren werden darf, so dass ein Linksbetrieb durchaus sinn macht, da dann keine Befehle diktiert werden müssen

  • Die eine Störung (Ledermuseum) wurde zwar behoben, aber wurde ersetzt durch:

    - BÜ Störung zwischen Höchst und Hattersheim für S1

    - BÜ Störung Kriftel für S2

    Für S8 S9 wird bestimmt noch etwas nachgereicht.

  • ....vielleicht sollte in den Tunnelstationen etwas stärker das Einhalten des Rauchverbotes

    kontrolliert werden......

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Zwischen Höchst und Wiesbaden gibt es anscheinend auch jeden Tag Weichenstörungen, Signalstörungen oder ganze Stellwerksstörungen.

    Selbst wenn die Zwischentakte nicht direkt betroffen sind, dürfen sie verspätete RE/RB verlassen.

  • Nein, wir haben dafür Seekühe in einem Aquarium voller Event-Bälle dafür :)

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Hallo.

    Bei der S2, die leicht verspätet am Hauptbahnhof um 10:39 nicht nach Dietzenbach fuhr, sondern nach Frankfurt Süd umgeleitet wurde, wurde der Grund genannt, aber die Ansage ging wie so oft im allgemeinen Geräuschpegel unter.

    Allerdings war die Bahn um 10:09 mit mehr als 20 Minuten Verspätung kurz vorher nach Dietzenbach abgefahren. Ich saß in der zwischen diesen beiden Bahnen verkehrenden ebenfalls verspäteten S1 nach Ober-Roden, die an der Farbwerke von der früheren S2 "überholt" wurde und ihr im Abstand folgte, daher konnte ich die Situation erkennen.

    Die S2, die in Frankfurt Süd endete, reihte sich ab Ostendstraße (11:14) wieder in den "planmäßigen" Betrieb der S2 ein.

    Übrigens stand in Griesheim auf Gleis 3 eine aufgerüstete Bahn, die als Ziel "S2 Niedernhausen" hatte.

    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Vor ein paar Jahren sorgte tatsächlich mal ein Eichhörnchen für einen Kurzschluss in der Oberleitung. Meine Verspätung damals: 90 Minuten mangels Informationsqualität der DB AG. Mein Zug fuhr 15 Minuten nach Auftreten der Störung am Bahnhof los, fuhr 6 Minuten bis zum stromlosen Abschnitt und stand etwa 500m nach einer anderen Station lange herum. Hätte also einen A-Halt einlegen können.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Der RMV hat sich gegenüber der Offenbacher Post zu den ständigen Verspätungen auf der S2 geäußert. Mit einer neuen Reisendeninformationsplattform IRIS+ soll in Zukunft eine bessere und einheitlichere Information der Fahrgäste erreicht werden. Heute gibt es mehrere Systeme, aus denen Bahnsteigtafeln, RMV- und DB-App und der Fahrbetrieb gesteuert werden und die nicht integriert sind. Teilweise werden die Daten manuell übertragen.


    Neben der Bauarbeiten in Niedernhausen macht der RMV Weichen- und Signalstörungen, Bäume und Personen im Gleis für die Verspätungen verantwortlich. Darauf, dass Bäume nur dann auf die Strecke fallen können, wenn man vorher den Baumschnitt vernachlässigt, weißt der RMV leider nicht hin.


    89% der Fahrten der S2 seien weniger als 6 Minuten verspätet. Damit ist die S2 die dritt-unpünktlichste Linie des RMV. Die Offenbacher Post fragt den RMV, ob die Datenbasis hierfür verlässlich sei (siehe Systemvielfalt weiter oben), erhielt darauf aber keine Antwort.


    Wie auch hier schon erwähnt kommt es gelegentlich zu vorzeitigen Wenden, die die DB vornimmt, um Verspätungen aufzuholen und den Fahrplan wieder zu stabilisieren.


    Trotz allem sieht der RMV die S2 aber als gute Alternative zum Pendeln mit dem Auto. Dort gäbe es ja auch Staus.

  • Darauf, dass Bäume nur dann auf die Strecke fallen können, wenn man vorher den Baumschnitt vernachlässigt, weißt der RMV leider nicht hin.


    Ja nun. Egal, was die Bahn macht, es ist immer falsch. Läßt sie die Bäume stehen, maulst z. B. Du, fällt sie die Bäume, maulen die Wutbürger:
    https://www.echo-online.de/lok…-raunheim-argert_20019418
    https://www.echo-online.de/lok…tlang-der-gleise_20068830
    Also, wie soll's nun gemacht werden?

  • Das Problem ist wie immer vielschichtig. Zunächst stellen wir fest, dass es keine gesetzliche Wald- oder Baumabstandsregel für Bahnstrecken gibt. Sofern die Bahn selbst Eigentümerin der Gründstücke neben den Gleisen ist, kann sie nach Belieben verfahren, sofern sich nicht Restriktionen aus dem Naturschutzrecht ergeben. Schwieriger ist die Sache, wenn die Grundstücke neben den Gleisen privaten Eigentümern oder den Gemeinden gehören. Auf deren Grundstücken kann die Bahn nicht nach Belieben vorgehen, dort muss sie verhandeln. Und wenn ein Eigentümer eben nicht mitzieht, müsste die Bahn nachbarrechtlich gegen den Eigentümer vorgehen - und damit sind wir wieder am Anfang: es gibt keine gesetzliche Baumabstandsregel, die der Bahn einen Baumfäll- oder Rodungsanspruch vermittelt.

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  • Gibt es nicht gesetzliche Regeln zur Sicherheit des Eisenbahnverkehrs auch vor Astbruch etc. ? Ein Zug kann ja auch einem schon gefallenen Baum schlecht ausweichen, und auch die Umleitungsmöglichkeiten für den Autoverkehr bei auf der Straße liegenden Bäumen sind einfacher. Beider Bahn kommen meist noch Oberleitungen dazu. Und: Wie machen das z.B. die Schweizer - die haben ja massenhaft Bäume und Züge ?:)

  • Was die Schweizer machen, weiß ich nicht,. Aber die Sicherheitsvorschriften für den Eisenbahnverkehr beziehen sich nur auf Bahnanlagen, und die enden an der Grundstückgrenze. Für Wälder gilt Forstrecht, welches den Waldbesitzern auferlegt, bei der Bewirtschaftung des Waldes auf benachbarte Grundstücke Rücksicht zu nehmen. Daraus kann sich im Einzelfall ergeben, dass Bäume gefällt oder zurückgeschnitten werden müssen; ansonsten gilt allgemeines Nachbarrecht.