Ständige Verspätungen und Fahrtausfälle [ursprünglich: Ständige Verspätungen S1]

  • Im 20er Takt hätte man die gleiche Tunnelbelegung.

    Nur wären die Fahrten in die Aussenäste anders verteilt.....

    Homburger Bahn 1 weniger; Main-Weser 1 weniger - dafür Kronberg & Bad Soden je 1 mehr.....


    (Hatte die Taktumstellung mal als Aprilscherz gemacht)

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  • Nach HU ist planmäßig streckenmittig Zugkreuzung - wäre auch so im 20er Takt der Fall.

    Nach DA hat sich die Kreuzung mit der Inbetriebnahme von Langen Flugischerung von

    Streckenmitte nach Egelsbach verschoben (und verschleppt dadurch jetzt viel besser

    Verspätungen)

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  • Es würde ja schon reichen, endlich den Software-Fehler des „neuen“ ESTW im Tunnel zu beheben, so dass es auf der Strecke zw Mühlberg und OF nicht jeden Tag zu Störungen kommt. Dieser Fehler existiert seit Inbetriebnahme und der Kackladen von Siemens kriegt es einfach nicht gesch*ssen den zu beheben, dabei ist Of-Ost auch ein Simens-ESTW... warum die DB immer wieder dort Stellwerke kauft, ist uns Fdls nach wie vor ein Rätsel. Aber angeblich im Sommer 2020 wollen sie es beheben. „Sicher Ist Eines, Man Erhält Nur Schei*e“ trifft hier auf jeden Fall zu

  • Gibt es überhaupt andere Anbieter, die vom EBA zugelassene Technik im Portfolio haben? Die andere Frage ist: Warum fällt sowas nicht im Probebetrieb bzw. beim Testen auf? Oder wurde der Fehler als nicht derart betriebsbeeinträchtigend klassifiziert?

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  • Zu überlegen wären auch Bahnsteigtüren in den Tunnelstationen - mit fleibel auf die entsprechenden Zuglängen und Baureihen einstellbaren Öffnungen. Sollte ja mit Hilfe der von allen so hochgelobten Digitalisierung eigentlich machbar sein.

    Wenn das so gut funktioniert, wie die Anzeige der Zuglänge auf den Anzeigern am Bahnsteig, dann gute Nacht. Ich steige nicht oft (eigentlich nur am Sonntagabend wenn die S-Bahn das letzte ist, womit ich nach Hause komme) am Hbf (unten) in die S-Bahn, aber gefühlt 50% davon ist Vollzug/Kurzzug falsch und es kommt das jeweils genau andere.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Neber Siemens gibts es nur noch Thales (müsste quasi Nachfolger von Lorenz sein).

    Das Problem dürften auch die Zeitpläne sein.....Sommerferien 2018 ist Inbetriebnahme

    und fertig - einfach mal sagen wie verschieben das mal geht nicht so leicht.....auf welchem

    Zeitpunkt denn? Herbstferien + 4 Wochen? Weihanchtsferien + 3 Wochen? Nächste

    Sommerferien? (wo schon an andere Stellen grössere Baustellen geplant sind [war da

    nicht 2019 was bei der Stadtbahn Frankfurt...?!])


    Das blöde ist....aus diesem Grund sitzt der Lieferant am längeren Hebel.....und der Kunde *schulterzuck*


    Deswegen hat die SNCF (zumindest früher) ihre Stellwerke selbst entwickelt, geplant und gebaut.

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  • Es muss doch noch andere Lösungen geben; denn nach meinem Eindruck häufen sich gerade in Deutschland die Schwierigkeiten.


    Was machen z.B. Österreich und die Schweiz ? Oder die Niederlande ?


    Und was spricht dagegen, die SNCF damit zu beauftragen, für die Deutsche Bahn Stellwerke zu entwickeln, wenn die das besser machen als Siemens ?

  • Was die anderen machen? Die kaufen genauso Stellwerke von verschiedenen Herstellern, die alle genausoviel Probleme bereiten. Das gibt sich alles nichts. Der Unterschied liegt nur darin begründet, daß das Gras anderswo immer grüner ist. Sprich: Du bekommst hierzulande wenig von den alltäglichen Problemen anderswo mit, weil es höchstens einzelne Auffälligkeiten in die hiesige Presse schaffen. Hast Du irgendwas von den Inbetriebnahmeproblemen des ESTW in Lyon mitbekommen? Siehste.

    Und dann kommt da noch dazu, daß z. B. bei einem Stellwerksausfall auf einer spanischen Regionalstrecke der Zug um 14.38 Uhr betroffen ist und der nächste Zug um 14.38 Uhr am Folgetag, weil sonst ja auf der Strecke nix fährt. Also wäre jetzt die logische Konsequenz, den Zugverkehr hierzulande soweit zu drosseln, daß bei einer Störung nur noch ein Zug betroffen ist. Dann kann sich auch niemand mehr über die Masse der verspäteten Züge aufregen.


    Also bitte mal den Ball etwas flacher halten und im Hinterkopf haben, welchen Aufwand die hiesigen Infrastrukturbetreiber eingehen, um ein völlig überlastetes System am Laufen zu halten. Bei schönem Wetter kann jeder Sprüche kloppen.

  • Hier geht es nicht um Polemik oder "Sprüche-kloppen". Hier geht es darum, dass jeden Tag tausende von Pendlern unter einer aus meiner Sicht inakzeptablen Situation leiden müssen. Wenn im S-Bahn-Tunnel, einer der meist befahrenen Strecken in Deutschland, ein Software-Fehler existiert, der zu zahlreichen langfristigen Störungen führt und dieser erst nach einem Jahr behoben wird, dann ist das für mich als RMV-Kunde nicht nachvollziehbar.


    Es kann doch nicht so schwer sein, die Software kurzfristig anzupassen. Hier erwarte ich von einem Dienstleister, dass er entsprechende Ressourcen zur Verfügung stellt und das Problem schnellstmöglich behebt. Und von der RMV hätte ich erwartet, dass man die Verträge entsprechend aufsetzt, dass der Dienstleister dies auch sicherzustellen hat.


    Also bitte mal den Ball etwas flacher halten und im Hinterkopf haben, welchen Aufwand die hiesigen Infrastrukturbetreiber eingehen, um ein völlig überlastetes System am Laufen zu halten. Bei schönem Wetter kann jeder Sprüche kloppen.

  • Abdrop hat völlig Recht: Die Zustände, wie sie seit geraumer Zeit bei der S-Bahn Rhein-Main herrschen, sind völlig unzumutbar. Zuletzt gab es wieder fast jeden Tag Störungen, die für hunderttausende Pendler massive Verspätungen bedeuten. Die Fahrgäste bezahlen sehr viel Geld für eine miserable Leistung. Und in der Tat: Dieses Chaos fügt dem Wirtschaftsstandort Rhein-Main Schaden zu.


    DB und RMV und auch Wirtschaftsminister Al-Walzir sind bisher viel zu passiv: Es ist ja schön, dass es bis 2023 (!) einige neue Wagen geben soll, die mehr überschlagene Wenden ermöglichen. Das genügt aber nicht. Die Verantwortlichen müssten sich zusammentun und grundlegende Verbesserungen entwickeln:


    z. B. kurzfristig:

    - für eine funktionierende Stellwerkssoftware sorgen, Leute, wir haben 2020, das muss man doch in den Griff kriegen

    - marode Infrastrukturen austauschen - ein guter Teil der Störungen wird durch defekte Weichen, Signale, Oberleitungen u. ä. verursacht

    - die Tunnelstationen wieder mit Personal besetzen, um Gleiswanderer, Luftballons in der Oberleitung u. ä. zu minimieren

    - idealerweise Bahnsteigtüren im Tunnel

    - eine schnellere Zugabfertigung vor allem auf der Stammstrecke - wir hatten jahrzehntelang die Zwangsschließung, das geht auch wieder

    - endlich die seit bald 20 Jahren geplanten Maßnahmen für "S-Bahn plus" abschließen

    - und ein Konzept machen, wo man weitere Verbesserungen durch versetzte Weichen, Signale, neue Überwerfungsbauwerke usw. erzielen kann

    - möglichst alle Linien in der HVZ als Langzüge fahren lassen, dafür muss man eben noch weitere Züge bestellen und Abstellkapazitäten schaffen

    - wir brauchen den 15-Minuten-Takt durchgehend möglichst bald von 5 bis 22 Uhr und auch unter der Woche einen durchgehenden Nachtverkehr auf den wichtigsten Linien


    mittel- und langfristig den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben, z. B.

    - eigene Gleise für möglichst alle Linien

    - den zweigleisigen Ausbau zwischen Langen und Darmstadt und OF-Ost und Hanau - auch wenn sich das nicht als Einzelmaßnahme, sondern nur im Interesse der Stabilität des Gesamtsystems rechnet

    - Beseitigung von Bahnübergängen


    Wir brauchen eine Verkehrswende, und zwar schnell. Das wird Anstrengung und viel Geld kosten. So wie das bisher läuft, wird das nichts.

  • Abdrop hat völlig Recht:

    Nee, hat er nicht. Der mir nicht bekannte Softwarefehler ist so ziemlich das kleinste Detail, was Störungen angeht. Alles andere, was Verspätungen angeht, hast Du wesentlich treffender beschrieben. Da sind mit Sicherheit netzseitige Störungen dabei, ebenso fahrzeugseitige Störungen. Aber es ist damit auch klar, daß viele Störungen durch Kunden eigenverursacht sind, wie z. B. die permanenten Haltezeitüberschreitungen in den Tunnelstationen, weil halt immer wieder irgendwelche Deppen die Türen offenhalten. Schön, daß Du Zwangsschließen erwähnst. Finde ich auch persönlich sehr sinnvoll, denn nach meinem Empfinden haben die verlängerten Aufenthalte mit den 423ern angefangen. Das Problem ist nur, was Du und ich (und die DB vermutlich auch) als sinnvoll erachten, nicht mehr unbedingt auf das Wohlwollen der Aufsichtsbehörden trifft. Vieles, was früher ging, ist heute nicht mehr zulässig (weil sich ja jemand verbrühen könnte, wenn der Aufdruck "Vorsicht Heißgetränk" nicht auf dem Becher steht).


    Was bei Dir wieder nicht stimmt, ist die Behauptung "marode Infrastruktur". Eine Weiche ist z. B. nun einmal ein Teil, was sich ständig bewegt und damit einem Verschleiß unterliegt. Damit braucht es Wartung, logischerweise. Dafür werden die Zeitfenster aber immer kleiner. Gerade Du hast auch in Deinem Posting die Forderung nach durchgehendem Nachtverkehr geschrieben. Wie soll ich denn da Wartung machen, wenn es keinen Zeitraum mehr gibt, in dem nichts fährt? "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß" funktioniert halt nicht. Deswegen mein Hinweis auf das schöne Wetter. Wenn ich nur einmal am Tag einen Zug fahre, habe ich 23:59 Stunden Zeit, die Strecke in Ordnung zu halten. Wenn ich rund um die Uhr fahre, nicht.


    Zudem gibt es Störungen, die nicht vorhersehbar sind. Durchbrennen einer Glühlampe beispielsweise. Natürlich kannst Du eine durchschnittliche Leuchtdauer ermitteln und vorbeugend tauschen (was auch gemacht wird). Nichtsdestotrotz ist Durchschnitt eben nur Durchschnitt und niemand gibt mir eine Garantie, daß die gerade frisch eingesetzte Glühbirne nicht schon in einer Stunde durchbrennt. Selbstverständlich kann man die Lampen auch noch öfter tauschen, aber öfter tauschen heißt auch wieder, daß mehr Wartungsfenster benötigt werden. Das widerspricht Deiner Forderung nach noch mehr Zügen/Rund-um-die-Uhr-Betrieb.


    Deswegen bei allem Verständnis für Verspätungen und Problemen: Wenn ich eine Infrastruktur weit über der berechneten Kapazitätsgrenze betreibe und alle Reserven ausgeschöpft sind, darf ich mich nicht wundern, wenn die kleinste Verspätung sofort durchschlägt. Was im übrigen ja nicht für die Eisenbahn, sondern auch für Straßenbahn und Busse gilt. Und solange die Politik die Verkehrsbetriebe an der kurzen Leine hält, wird sich da wenig ändern.

  • Nee, Holger Kötting, bitte nicht mit Glühlampen ablenken. Wir haben massives Probleme bei der S-Bahn Rhein-Main und das sind auch, aber bei weitem nicht nur die Fahrgäste, die die Türen offenhalten. Ich lese gerade in diesem Strang ständig von Weichenstörungen, Signalstörungen, Oberleitungsschaden, dafür sind ja wohl nicht die Fahrgäste verantwortlich. Hier muss natürlich ordentlich gewartet werden (da sind wir uns ja völlig einig), das ist offenbar in der Vergangenheit aus unterschiedlichen Gründen nicht ausreichend geschehen.


    Und diese vielschichtigen Probleme muss man angehen und zu einer Lösung bringen. Hier sind die Verantwortlichen bei RMV und DB gefragt und auch der zuständige Minister in Wiesbaden. Da passiert viel zu wenig.

  • Nee, Holger Kötting, bitte nicht mit Glühlampen ablenken.

    Ich muß da nicht ablenken. Eine defekte Glühlampe kann eine ganze profane Ursache für eine Signalstörung sein. Das Problem für Dich ist, daß Du als Endkunde nur eine gefilterte Nachricht erhältst, die grundsätzlich allgemeinverständlich sein soll. Aber diese Verallgemeinerung hat eben den Nachteil, daß daraus für Dich der Verursacher nicht hervorgeht. Oberleitungsstörung kann nämlich alles mögliche sein, vom S-Bahn-Zug, der mit einem defekten Stromabnehmer die Strippe runtergeholt hat, es kann auch eine Mülltüte Gelber Sack sein, die Oma Druse in gutem Glauben an die Straße gestellt hat, die Müllabfuhr holt sie gleich ab und die dann wegen Sturm in den Fahrdraht geflogen ist, es kann der berüchtigte Luftballon sein, den ein Kind losgelassen hat, es kann der Schwertransport sein, der beim Überqueren des Bahnübergangs nicht beachtet hat, daß bei seinem geladenen Bagger der Greifer nicht eingefahren ist (und dann wie in Erzhausen vor einigen Jahren die komplette Strippe über alle Gleise runterholt und auf mehreren hundert Metern zerstört) und und und. Alleine von diesen vielfältigen Störungsmöglichkeiten bei der Fahrleitung ist nur der kleinste Teil "Die kriegen ihre Wartung nicht gebacken". Trotzdem liest es sich so, als sei es ausschließlich ein hausgemachtes Problem.


    Hier muss natürlich ordentlich gewartet werden (da sind wir uns ja völlig einig)

    Dann geh mal bitte auf meinen freundlichen Hinweis ein: Wie sollen Deiner Meinung nach "ordentliche" Wartungsarbeiten stattfinden, wenn nach Deinem Wunsch rund um die Uhr gefahren werden soll und damit keine Wartungsfenster mehr zur Verfügung stehen?

  • sdni : Fehlerfreie Software ist schon lange Geschichte.....

    Früher hat man direkt Assembler geschrieben, heute nutzt man Interpreter und schreibt in

    Hochsprachen. War C++ noch so halbwegs dicht am Prozessorbefehlssatz, sind es die "moderneren"

    nicht mehr. Ausserdem sitzt dann noch ein Betriebssystem mit dazwischen, welches extern eingekauft

    ist und selbst auch vollte Fehler steckt.

    Auch wenn Computer heute so an sich schnell sind - durch die(se) aufgeblähte (Hefeteig)software

    sind diese ordentlich ausgebremst.


    In Bezug auf Software schau dir mal den Vortrag an...könnte ganz interessant sein:

    media.ccc.de/v/36c3-10608-das_nutzlich-unbedenklich_spektrum

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    Sincerly yours, NSA
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  • Wie auch immer müssen die Verantwortlichen all diese Probleme angehen und lösen. Wo ist da die Initiative von DB und RMV? Nur lamentieren, dass die bösen Fahrgäste schuld sind, hilft uns nicht weiter. 7 neue Wagen bis 2023? Sehr richtig, leider viel zu spät, aber nicht die Lösung für das alltägliche Chaos.


    Darkside : Software ist heute bestimmt nicht schlechter als "früher", sie ist anders. Und die Hardware ist viel leistungsfähiger. Und nochmal: Wenn es Fehler in der Software gibt, müssen die behoben werden.

  • Schon richtig. Nur brauchst du Programmierer, die mit der Software und Hardware sowie den "Betrieb " auskennen. Also ein erfahrener Betriebsbahner, der gleichzeitig waschechter Informatiker ist und die Hardware entwickelt hat.

  • Was die Leit- und Sicherungstechnik angeht, ist "die Bahn", also im Wesentlichen DB Netz, in weiten Teilen von Siemens abhängig, die Signaltechnik ist weitgehend eine Siemens-Welt. Es mag zwar theoretisch auch andere Anbieter von LST geben, die kommen aber - wenn überhaupt - nur bei Neubauvorhaben in Betracht. Ansonsten handelt es sich um Siemens-Systeme, an die entweder niemand anderes dran kann, ohne irgendwelche Schutzrechte zu verletzen, oder niemand dran will bzw. die Bahn niemand anderes dran lässt aus Gründen der Gewährleistung.