Echo: Nahverkehr vor dem Finanzkollaps

  • Soviel zum Thema:
    "Seinen Nutzen zu mehren und Schaden abzuwenden"
    So oder so ähnlich sagt doch jeder Minister im Bundestag bei jeden Amtsantritt und Legislaturperiode.
    Wurde da nun Meineide geschworen?

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

  • Wieso nur Minister, das muß sich jeder Abgeordnete fragen, sowohl im Bund als im Land.
    Die Entscheidung darüber liegt bei den Parlamenten (Bundes- bzw. Landtag), es steht den Abgeordneten, ebenso den Budesländern, durchaus zu, entsprechende Gesetztesvorschläge einzubringen.


    Ich habe den (oberflächlichen) Eindruck, in anderen Bundesländern läuft das besser.

  • Aber immerhin kann sich Schäuble hinsetzen und einen ganz toll ausgeglichenen Haushalt präsentieren! Darum geht es doch - Hauptsache, die Zahlen stimmen. Ist doch egal, was die Menschen davon haben - und dann ists egal, ob es um den ÖPNV in Deutschland oder um grunsätzliche Probleme in Griechenland geht. :rolleyes:

  • [...]Hauptsache, die Zahlen stimmen. Ist doch egal, was die Menschen davon haben[...]

    Ich glaube, es geht manchen - allen voran unserem Bundesfinanzminister - wirklich nur um Sparen um des Sparens Willen. In Griechenland hat man das Gesundheitssystem kaputt gespart und nachhaltig zerstört, anstatt tatsächliche Missstände zu bekämpfen und abzustellen. In Deutschland wird jetzt erstmal der ÖPNV kaputt gespart. Und dann geht's weiter. Womit, keine Ahnung. Bei unserem Rentensystem ist man ja auf dem besten Weg, es nachhaltig zu schädigen.


    Streng genommen ist es unverantwortlich, was unsere Politiker (egal, ob Bundes- oder Landesebene) da im Moment tun. Anstatt klare Rahmenbedingungen zu schaffen - was ja ihre Aufgabe wäre - lässt man's einfach laufen. Eigentlich müsste man Abgeordnete und Regierungsmitglieder für solche offensichtlichen Fehlentscheidungen bzw. Tatenlosigkeit persönlich haftbar machen können. Aber das ist und bleibt wohl eine Traumvorstellung.


    Auch, wenn es etwas off topic ist: zum Thema Griechenland hat arte diese Woche eine interessante Dokumentation ("Macht ohne Kontrolle - Die Troika") ausgestrahlt. Die ist noch bis zum 03. März in der arte mediathek abrufbar.

    "You shouldn't take life to seriously. You'll never get out alive." (Van Wilder, Party Animals)

  • Auch wenn das Ding weit ausholt und am Ende gedanklich etwas über die Realität hinausgeht trifft es der Beitrag auf Youtube sehr gut...
    Vor allen Dingen, da es das erklärte Ziel vieler Firmen ist genau dieses Ende rechtlich abzusichern und einzuführen...


    "Goldschmied Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent"


    https://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

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  • Soviel zum Thema:
    "Seinen Nutzen zu mehren und Schaden abzuwenden"
    So oder so ähnlich sagt doch jeder Minister im Bundestag bei jeden Amtsantritt und Legislaturperiode.
    Wurde da nun Meineide geschworen?


    Nein. Wobei die Textstelle korrelt heißt:
    "Den Nutzen der Automobilindustrie zu mehren und Schaden von der Bauwirtschaft abzuwenden"

  • >Auch wenn das Ding weit ausholt und am Ende gedanklich etwas über die Realität hinausgeht trifft es der Beitrag auf Youtube sehr gut...


    Bei 0:24 wird der "Kopp Verlag" erwähnt......das sagt schon einiges aus über den Film.....


    Wem das nichts sagt: http://de.wikipedia.org/wiki/Kopp_Verlag


    Alleine das was so in den ersten Minuten erzählt wird..... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

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  • Film durchgeschaut...[..was für eine Qual (für mich)..]..was für ein Stuss.


    Ich habe dann noch in Wiki die Person gefunden die hinter dem Film steht:


    de.wikipedia.org/wiki/Jan_Udo_Holey

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  • Gut, jetzt wissen wir - wer's finanziert hat, hätte ich dir auch sagen können - genau so wie man auch immer wenn man auf Popp verweist sofort mit der Keule "Der will nur Geld verdienen" zugehauen wird...


    Stimmt, die wollen mit der Angst vor dem Chaos Geld verdienen und deren "Lösungsvorschläge" die sie zum Kauf anbieten sind teilweise mehr als dubios - aber widerlege doch mal bitte inhaltlich die Aussage das man Zinsen auf Giralgeld (welches durch eine einfache Bilanzverlängerung in den Konten auftaucht) zurückzahlen soll...

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    Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich habe mal einige Artikel gelesen und habe das erst mal so verstanden:


    Giralgeld = Summe der Kredite die eine Bank an Kunden vergibt
    Im Tresor der Bank liegt ein Betrag Y (in der Regel die Spareinlagen anderer Kunden)
    Der Betrag im Tresor muß über größer sein als X% des Giralgeldes (festgelgt durch Basel II/Basel III)


    Verstehe ich das damit recht, daß Du fragst wieso ein Kunde Kreditzinsen auf seinen Kredit der zur (100-X%) aus Giralgeld besteht zahlen soll?


    Dann versuche ich es mal:


    Da einzelne Kunden ihre Kredite nicht bedienen können (Insolvenz) und somit die ausfallen, müssen diese
    dann in die Bilanz negativ eingetragen werden. (das geht vom Betrag im Tresor ab). Weiterhin wird ja in
    der Bank die Kreditvergabe geprüft, was Arbeitsaufwand einer oder mehrerer Personen nach sich zieht (diese
    erhalten ja ein Gehalt) und die Kunden Geld eingezahlt haben bekommen dann noch eine Zinszusage
    für ihre Einlagen. Je anch Bank sind dann Aktionäre oder Gesellschafter die am Ende des Jahres einen
    Ertrag für ihre Investition sehen möchten. Und dafür sind die Kreditzinsen da - auf den vollen vergebenen
    Betrag.

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  • Sorry, das hab ich total übersehen...


    Nein, ich frage nicht *warum* er Zinsen zahlen soll - ich frage *wovon* er Zinsen zahlen soll. Insbesondere bei Zentralbankkrediten...
    Wenn zB die EZB mal eben 300 Milliarden für Griechenland "locker mach", dann gab es dieses Geld vor der "Lockermachung" nicht. Es wird einfach in die EZB-Bücher als Zahlverpflichtung eingetragen und "ausbezahlt".
    Jetzt zahlen die Griechen die 300 Milliarden zurück (was an sich völlig illusorisch ist - aber das ist wieder eine andere Baustelle) - plus angenommene 1% Zinsen - woher kommen also die 3 Milliarden an Zinsen?
    Und jetzt sag bitte nicht die wurden mit den 300 Milliarden erwirtschaftet, da alles Geld, welches sich im Umlauf befindet nur existiert weil es als Kredit ausgegeben wurde.


    Im Kleinen funktionieren Zinsen - also zB zwischen Hausbank und Endkunden - aber in einem in sich geschloßenen Gesamtsystem das zu 100% auf Kreditgeld basiert führen sie systemisch und reproduzierbar zum Crash durch Überschuldung da man Zinsen nur durch neue Kredite bedienen kann - und genau das ist die Grundaussage auf die ich bis jetzt von BWLern nur genau die Antworten bekommen habe, die Fabian auch gibt.


    P.S.: Das was da im Tresor der Bank liegt ist seit Breton Woods 100% Giralgeld

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  • Aussenhandelsüberschuss - der Euroraum ist kein geschlossenes System (welches in dem Film dargestellt wird)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Darkside ()

  • Aber die Erde ist ein geschloßenes System (was Finanzen und Resourcen angeht)


    Dann geht den anderen Ländern das Geld aus, da sie ihr eigenes Geldystem durch Ausbluten nicht mehr bedienen können...
    Meine Behauptung, das es systemisch zum Crash führt, ist damit nicht widerlegt - der Crash passiert halt nur woanders/später.

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  • Einige Länder haben Bodenschätze die in den Wertekreislauf eingespeist werden.
    Gold, Platin, Silber, Palladium, Diamanten,.....


    Zwar ist die Erde ein geschlossenes System, aber in dieses wird oben stehendes
    zum einen eingespeist, zum anderen gibt es in diesem keine einheitliche Währung,
    sondern deutlich über 100 mit entprechenden Kursänderungen.


    Crashs gibt es wenn man so will doch ständig, aber nur kleine Teilbereiche (-> Argentinien)
    und nicht als Ganzes.

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  • Aber die Erde ist ein geschloßenes System (was Finanzen und Resourcen angeht)


    Das ist nur richtig, wenn man einen sehr beschränkenden Blick auf das Wort "Ressourcen" wirft, denn die Sonne bestrahlt die Erde mit einer Energieleistung, deren Wert den Wert der Gesamtwirtschaft bei weitem übersteigt (abgesehen von dem Entropiestrom, der dadurch von der Erde zur Sonne geht).

  • Zwar ist die Erde ein geschlossenes System, aber in dieses wird oben stehendes
    zum einen eingespeist, zum anderen gibt es in diesem keine einheitliche Währung,
    sondern deutlich über 100 mit entprechenden Kursänderungen.


    Crashs gibt es wenn man so will doch ständig, aber nur kleine Teilbereiche (-> Argentinien)
    und nicht als Ganzes.


    Richtig, kleinere (lies: für *uns* unwichtige - da sie uns nicht direkt betreffen) Crashs gibt es andauernd - leider schon so häufig, das man Sie als normal ansieht - womit meine Behauptung sogar von dir im Prinzip als richtig anerkannt wurde. Damit in unserem derzeit "gelebten" Kapitalismus einer Gewinnen kann, muß ein andere Verlieren.
    Und Rohstoffexportierende Länder haben normalerweise einen Außenhandelsüberschuß, es widerspricht also nicht meiner vorher getätigten Aussage.
    Die Zeche zahlen die Dauerimportierer, bzw. genauer deren Gläubiger wenn das Kartenhaus des Vertrauens zusammenbricht.


    Der größte Pleitier der Welt ist ja auch nur deswegen nicht Bankrott, weil er inzwischen im Kreditausfall selbst China mitreißen würde (oder zumindest in Schlagseite bringt). Und weil nicht sein kann was nicht sein darf, gibt man den USA halt weiter Bestnoten bei der Bonität...


    Die verschiedenen Währungen und Wechselkurse sorgen dafür, das meistens nicht die Währung als solches platt geht, wenn es zum Crash kommt, aber der Großteil derer, die in dieser Währung Anlagen besaßen trotzdem (fast) alles los sind.
    Ich bestreite nicht, das durch die Gegenüberstellen von Werten zu Geldmengen die Kaufkraft der Währungen ändert. Das Grundproblem der nicht zurückzahlbaren Schulden aus Zinsleistungen auf Kreditgeld (die nurch durch Kreditausfall aus den Büchern verschwinden können, da das Geld schlicht nie existiert hat - nur doof wenn man dann den schwarzen Peter hat) ist aber von der Kaufkraft der Währung unabhängig.


    Ich bin echt gespannt wie sich der Euro weiterentwickelt - er beginnt ja grade mit 6-jähriger Verzögerung auf die aufgeblähte Geldmenge und die Instabilitäten in der Eurozone zu reagieren...
    Grade Argentinien ist ja auch ein interessantes Fallbeispiel, da (aus dem Kopf) ja hier von der Regierung tatsächlich die Reißleine gezogen wurde *bevor* der Bankrottcrash eingetreten war und seitdem steht das Land deutlich besser da - aber da müßte ich für mehr Details nochmal nachlesen...

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  • >Und weil nicht sein kann was nicht sein darf, gibt man den USA halt weiter Bestnoten bei der Bonität...


    Naja.....die Bonitätsangabe ist eh nicht zu gebrauchen, da diese von in den USA ansässigen Firmen
    erstellt werden, die zeitgleich in entsprechenden Bereichen auch Handeln....da würden die sich selbst
    ein Ei legen. Aber ich weiß was ich von diesen Angaben zu halten habe. ;)


    >die nurch durch Kreditausfall aus den Büchern verschwinden können, da das Geld schlicht nie existiert hat - nur doof wenn man dann den schwarzen Peter hat


    Der schwarze Peter ist in der Hand der Bank die den Kredit vergeben hat....
    ....oder bei dem der die CDS auf die Nase gedrückt bekommen hat.
    Deswegen sollte man genau überlegen, welche Produkte einem der Berater einer Bank
    aufdrücken möchte.....die meiste Provision gibts meist für den Müll den die Banken
    selbst aus ihren Büchern loswerden wolen, weil sie wissen, daß das einstmals Gute
    mittlerweile nur noch Schrott ist.

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