Verkehrsmittel Fahrrad [War: [Bauthread] Linie U5 - Hochbahnsteige]

  • Wie aber soll dann sicher verhindert werden, dass der Streifen nicht als Kurz(parkplatz) missbraucht wird?


    Vielleicht so?

    Ich finde die Pariser Lösung mit dem bordsteingeschützten Radstreifen recht smpathisch, auch wenn der Streifen genau wie der derzeitige Radweg auf der Bockenheimer etwas zu schmal geraten ist. In D sind mir solche Anlagen allerdings noch nicht untergekommen.

  • Das ist nicht besser als auf der Bockenheimer Landstraße. Das Problem bei einer baulichen Trennung zwischen Radweg und Fahrbahn ist, dass man langsamere Radfahrer nicht überholen kann. Man kann sich vor einer Kreuzung auch nicht auf der Fahrbahn einordnen, um z.B. in eine Seitenstraße nach links abzubiegen. Auf der Bockenheimer Landstraße muss man theoretisch absteigen, um das Fahrrad über eine der Fußgängerampeln zu schieben und kann seine Fahrt dann auf der anderen Straßenseite fortsetzen.


    Das Linksabbiegen ist sowieso ein großes Problem in Frankfurt. Gerne werden Radfahrer zum Linksabbiegen zunächst in eine Seitenstraße nach rechts geschickt, um dort einen U-Turn zu machen und dann aus der Seitenstraße die Hauptstraße geradeaus zu kreuzen. Dabei hat man immer zwei Ampelphasen, wären die linksabbiegenden Autos nur maximal eine Ampelphase warten müssen. Das ist meiner Ansicht nach eines der größten Probleme, die es in Zukunft zu lösen gilt, um das Fahrradfahren in Frankfurt schnell und attraktiv zu machen.

    Einmal editiert, zuletzt von Torben ()

  • Ich glaube zur Vermeidung des (Kurzzeit)-Parkens auf dem Fahrradstreifen gibt es langfristig nur eine Lösung:
    Man muss ein Teil der Parkplatz-Flächen zu Ladezonen umwandeln, die dann wirklich nur zum Ein- und Ausladen genutzt werden dürfen.


    Wenn es in jedem Straßenabschnitt einen Kurzzeit-Halt geben würde, der konsequent kontrolliert wird, dann gäbe es nicht mehr das (von der Logik her nicht unberechtigte) Argument, dass
    Paketdienste und Lieferanten wirklich keinen anderen Platz zum Parken finden.


    Das war für mich eine gute Idee aus folgendem Interview mit einem Frankfurter FH- (oder wie es neudeutsch nur noch heißt) University-of-applied-sciences-Professor: Interview mit Oliver Schocke

    PS: Die Bemerkung über die Umbennung der FH erinnert mich daran, dass die Haltestelle auf den Schildern noch "Nibelungenplatz/FH" heißt, was jetzt ja eigentlich keinen Sinn mehr macht. Vielleicht könnte man sie in "Nibelungenplatz/UoAS" nennen? 8) Und wenn ich die Ansage in der 18 (wo Deutsch/Englisch angesagt wird) richtig verstehe, dann fehlt dort noch das Plural-s von "sciences". Ist das noch jemand aufgefallen?

    2 Mal editiert, zuletzt von stefan.frey ()

  • Die Bemerkung über die Umbennung der FH erinnert mich daran, dass die Haltestelle auf den Schildern noch "Nibelungenplatz/FH" heißt, was jetzt ja eigentlich keinen Sinn mehr macht.

    Diese ganzen Umbenennungen machen keinen Sinn! Ich kann mir das nur so erklären: Früher gab es Universitäten und Fachhochschulen, letztere wollen sich heute international profilieren und versuchen durch Tricks doch noch das Wort "Universität" irgendwie in den Namen zu bekommen. "Universität der angewandten Wissenschaften" dürfen sie sich wohl aber nicht nennen, also bemüht man mal wieder das Englische...


  • Vielleicht so?

    Ich finde die Pariser Lösung mit dem bordsteingeschützten Radstreifen recht smpathisch, auch wenn der Streifen genau wie der derzeitige Radweg auf der Bockenheimer etwas zu schmal geraten ist. In D sind mir solche Anlagen allerdings noch nicht untergekommen.


    Nein, ich stelle mir die Lösung eher so vor:



    Kopenhagener Lösung. :thumbup:


    Oder noch besser so:



    Aus der gleichen Stadt. :D


    In Kopenhagen Fahrrad fahren ist einfach ein ganz anderes Gefühl, und sollte dringend jeder mal ausprobieren, der sich nicht vorstellen kann, dass ein Fahrrad in einer modernen Großstadt ein Massenverkehrsmittel sein kann. Und wer es sich zwar vorstellen kann, aber noch nie erlebt hat, erst recht. :P

    2 Mal editiert, zuletzt von stefan.frey ()

  • Diese ganzen Umbenennungen machen keinen Sinn! Ich kann mir das nur so erklären: Früher gab es Universitäten und Fachhochschulen, letztere wollen sich heute international profilieren und versuchen durch Tricks doch noch das Wort "Universität" irgendwie in den Namen zu bekommen. "Universität der angewandten Wissenschaften" dürfen sie sich wohl aber nicht nennen, also bemüht man mal wieder das Englische...


    In Deutschland dürfen nur (traditionelle, sprich mit dem Recht zur Promotion) Universitäten "Universität" genannt werden, Fachhochschulen aber nicht.
    Und es bestimmt kein Zufall, dass sich von den möglichen englisch-sprachigen Äquivalenten für Hochschule sich die FH "university" heraus gesucht hat, und nicht etwa "college" oder "school".
    Allerdings funktioniert das Profilieren eher im deutschen Sprachraum, als international. Da weiß sowieso jeder, dass die Bezeichnung als "university" im Zweifel auch schöner Schein sein kann. 8)


    Als Beispiel sei da die ehemalige Bankademie/HfB genannt, die jetzt "Frankfurt School of Finance and Management", obwohl sie (zumindest befristet) das Promotionsrecht hat.


    Ich finde es zeigt eher, dass man sparsam sein sollte damit, Haltestellen nach Institutionen zu benennen, die dann doch umziehen können oder (schlimmer) sich auf mehrere Standorte verteilen.
    Ein aktuelles Beispiel ist die EZB. Was wird die Lösung sein, wenn wieder Teile der EZB nach Renovierung am Willy-Brandt-Platz sind? Gleich Lösung wie bei der Uni? Gibt es dann den Willy-Brandt-Platz/EZB Standort Innenstadt und Ostbahnhof/Sonnemannstrasse/EZB Standort Ostend?


    PS/Edit: Gibt dann ja auch bald die Möglichkeit einer Haltestelle "Nationalbibliothek/Frankfurt School of Finance and Management"...

    2 Mal editiert, zuletzt von stefan.frey ()

  • In Kopenhagen Fahrrad fahren ist einfach ein ganz anderes Gefühl, und sollte dringend jeder mal ausprobieren, der sich nicht vorstellen kann, dass ein Fahrrad in einer modernen Großstadt ein Massenverkehrsmittel sein kann. Und wer es sich zwar vorstellen kann, aber noch nie erlebt hat, erst recht. :P


    Schöne Stadt, besonders für Radfahrer. Über die Cykelslangen bin ich erst vor drei Wochen gefahren.
    Nur funktioniert sowas bei uns nicht, da in Kopenhagen eine völlig andere Verkehrsdisziplin herrscht. Nicht nur Radfahrer fahren grundsätzlich nicht auf dem Gehweg, gegen die Fahrtrichtung oder bei Rot, sondern auch Autofahrer parken nicht auf Geh- und Radwegen und lassen beim Rechtsabbiegen alle vorfahrtberechtigen Radfahrer vorbei. Wie so ein Weg mit niedrigen Borden bei uns aussähe kannst Du auf der Mainzer Landstraße sehen: Ständig von Lieferdiensten, Taxis und Ich-muss-mal-schnell-Kippen-Holern zugestellt.


    Wie man auf diesem Bildvon Sven M. Lehmann auf Tramrider.de sehen kann hatte die Straßenbahn früher auf der Bockenheimer Landstraße einen abmarkierten Gleiskörper. Den Grünstreifen, der die Gehwege von der Fahrbahn trennte, gab es auch schon. Man hätte 1986 also ohne dem Kfz-Verkehr Platz wegnehmen zu müssen, den Radfahrern pro Richtung 2,5m breite Wege von Kopenhagener Ausmaßen anlegen können.


  • Eine Liste oder Karte von nicht-benutzungspflichtigen, aber noch sichtbaren alten Radwegen wäre nicht schlecht. Ich glaube davon gibt es mittlerweile mehr in Frankfurt als viele denken. Wenn der Gehweg nicht neu gepflastert wird, die Markierung auf dem Boden noch vorhanden ist und lediglich die blauen Geh-/Radweg-Schilder 240 oder 241 abgehängt werden, fällt das vielen leider nicht auf - vor allem Autofahrern.


    Ich fahre in der Adalbertstraße auch auf der Fahrbahn und bekomme dort regelmäßig Unverständnis von Autofahrern in unterschiedlicher Art und Weise signalisiert (Hupen, dichtes und schnelles Überholen, blöde Sprüche beim gemeinsamen Warten an der Ampel, etc.).


    Wie reagiert ihr dann? An der Ampel z.B. kann man reagieren, aber für einen Auffrischungskurs in Bezug auf Verkehrsregeln und unter welchen Voraussetzungen ein Radweg wirklich ein Radweg ist reicht die Zeit dann nicht.


    Das Problem kenn ich, die Lösung nicht... Konkret aber zur Adalbertstraße: da sind doch auch ein paar Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn, die denjenigen helfen sollten, die die StVO nicht so gut kennen. Siehst Du da einen Nutzen, sollten es ggf. mehr sein? Ich fahre nicht oft genug, um das dort einzuschätzen, aber grundsätzlich halte ich die doch für sinnvoll und die sollen auch noch mehr kommen dort wo der Radverkehr auf die Fahrbahn verlegt wird.

  • Nur funktioniert sowas bei uns nicht, da in Kopenhagen eine völlig andere Verkehrsdisziplin herrscht. [...]


    Wie furchtbar, wenn das wirklich so wäre! Damit betrachtest du ja all unsere gesellschaftlichen Umstände als nicht veränderbar. Das sehe ich ganz anders. Die meisten Menschen wollen zwar keine Veränderungen und wollen sich nicht an neue Situationen anpassen. Wenn die Veränderungen aber eintreten, packen sie die Anpassung doch meist erstaunlich gut.


    So war es bei der Straßenbahn in der Kurt-Schumacher-Straße (kein Verkehrskollaps), bei der Straßenbahn in der Hamburger Allee (kein unerträglicher Lärm, keine Ghettobildung), bei den zu Haltestelleninseln angehobenen Fahrbahnen in der Voltastraße (keine ständigen Unfälle und Stürze). Das waren vorher alles riesige Dramen. Und am Ende ist die Welt doch nicht untergegangen ...


    Also: So tolle Radwege wie in Kopenhagen könnten wir in Frankfurt durchaus gehändelt kriegen! :)

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

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  • Ich behaupte mal boshaft, dafür muss sich die mentale irrationale Einstellung vieler bei uns lebender Menschen zum Autoändern. Viele haben da zum Auto eine ähnliche Einstellung wie einige Inder zu ihren Kühen, die sie als heilig ansehen. Bei uns ist es das Auto, das als "heilig" gilt und als echte Pseudo-Gottheit auch genug Menschen-Opfer erhält, nicht nur die Verkehrstoten, sondern auch die Umweltgeschädigten. Immerhin gibt es ja allmähliches Umdenken, vor allem bei Gebildeten, Jüngeren (so ab +/- 50) und Metropolen-Bewohnern. So ist z.B. die Anzahl der direkten Menschenopfer (Verkehrstote) von rund 17.000 im damaligen Zwei-Drittel-Deutschland der 50er Jahre auif nunmehr etwa 5.000 im gesamten Deutschland zurückgegangen. Stephen King hat das Verhältnis seiner Landsleute ja auch entsprechend beschrieben.

  • So war es bei der Straßenbahn in der Kurt-Schumacher-Straße (kein Verkehrskollaps), bei der Straßenbahn in der Hamburger Allee (kein unerträglicher Lärm, keine Ghettobildung), bei den zu Haltestelleninseln angehobenen Fahrbahnen in der Voltastraße (keine ständigen Unfälle und Stürze). Das waren vorher alles riesige Dramen. Und am Ende ist die Welt doch nicht untergegangen ...


    Das sollte der berüchtigten BI Gegen-Station-Musterschule mal begreiflich gemacht werden.
    Ehrlich gesagt, würde ich dort alle paar Meter Ordnungshüter hinstellen und jeden Falschparker zu Kasse bitten. Egal ob auf Radweg, Gehweg, in Einfahrten oder in Einmündungen (wie war das mit den 5 Metern?) "nur mal kurz angehalten" wird. Nur so aus Boshaftigkeit.


    Wie man auf diesem Bildvon Sven M. Lehmann auf Tramrider.de sehen kann hatte die Straßenbahn früher auf der Bockenheimer Landstraße einen abmarkierten Gleiskörper. Den Grünstreifen, der die Gehwege von der Fahrbahn trennte, gab es auch schon. Man hätte 1986 also ohne dem Kfz-Verkehr Platz wegnehmen zu müssen, den Radfahrern pro Richtung 2,5m breite Wege von Kopenhagener Ausmaßen anlegen können.


    wenn man denn gewollt hätte, aber dem stand das gehätschelte Verkehrsmittel Auto und dessen Freiheit im Wege. Daran hat sich trotz allem im Grundsatz bei uns nicht viel geändert.


    In Kopenhagen Fahrrad fahren ist einfach ein ganz anderes Gefühl, und sollte dringend jeder mal ausprobieren, der sich nicht vorstellen kann, dass ein Fahrrad in einer modernen Großstadt ein Massenverkehrsmittel sein kann. Und wer es sich zwar vorstellen kann, aber noch nie erlebt hat, erst recht. :P


    Das ist in den Niederlanden und Belgien genauso. Und nicht nur im städtischen Umfeld, auch Überlandverkehr funktioniert sehr gut. Auch in einigen deutschen Städten gibt es gute Lösungen.


    Also: So tolle Radwege wie in Kopenhagen könnten wir in Frankfurt durchaus gehändelt kriegen! :)

    Baulich im großen und ganzen schon, nur wird es an Kleinigkeiten hapern: z.B idiotisch hohe Bordsteinabsenkungen, Schilder wie "Radfahrer bitte absteigen", Barrierefreiheit für die Elektoscooter oder wie die Dinger heißen.
    Außerdem ist in Ffm die Beobachtung zu machen: überall dort, wo auch ein Auto entlangfahren könnte, fahren auch (privat) Autos.

  • Wie furchtbar, wenn das wirklich so wäre! Damit betrachtest du ja all unsere gesellschaftlichen Umstände als nicht veränderbar. Das sehe ich ganz anders. Die meisten Menschen wollen zwar keine Veränderungen und wollen sich nicht an neue Situationen anpassen. Wenn die Veränderungen aber eintreten, packen sie die Anpassung doch meist erstaunlich gut.


    Klar funktioniert Veränderung, nur müssen dafür auch die Rahmenbedingungen stimmen und daran hapert es.
    Die Autofixiertheit in breiten Teilen der Bevölkerung nimmt -mal abgesehen von der älteren Generation, die mit dem Auto als Inbegriff von "Freiheit" und "Mobilität" aufgewachsen ist und bildungsfernen Menschen, für die ein Oberklassewagen immer noch das "Ich hab's geschafft!"-Statussymbol ist- ab und weicht einem pragmatischen Verhältnis.
    Für einen Mentalitätswandel in der Verkehrsdisziplin fehlt es aber an den Voraussetzungen. Mit läppischen Bußgeldern und kaum existierendem Verfolgungsdruck erweckt man bei Autofahrern den Eindruck, Parken auf Gleisen, Geh- und Radwegen oder Überschreitungen von Tempolimits seien Kavaliersdelikte. Entsprechend wird sich verhalten. Umgekehrt machen es viele Verkehrsführungen Radfahrern unmöglich, regelkonform einigermaßen zügig und sicher voranzukommen. Als Beispiele seien die Baustellenführung am Skylineplaza (keine, bzw. falsch ausgeschilderte Umleitung bei fast täglich wechselnder Verkehrsführung, Schilder mitten auf dem Radweg, enges Zusammenquetschen mit Fußgängern) oder die stadtauswärtige Radverkehrsführung auf der Stresemannallee im Zuge der 17er-Trasse (umständliche Querung der Kennedyallee, baustellenbedingt kein legales Weiterfahren hinter der S-Bahn möglich) genannt. Radfahrer lernen, dass man nur mit "durchwurschteln" und Mißachtung von Verkehrsregeln vorankommt - und fahren eben auch entsprechend.

  • Sebastian : Deine Erklärung hinsichtlich des Verzichts auf Rücksichtnahme auf Fußgänger, indem Du jetzt schon erklärst, vorsätzlich mit nicht angepasster Geschwindigkeit durch die Engstelle radeln zu wollen, ist hoffentlich im Falle eines Unfalls nicht mehr auffindbar.

    Ich fühle mich zu einer Präzisierung angehalten: Ich habe nicht vor, in diesem hypothetischen Fall wie die Axt im Walde da durchzudengeln und auch niemals einen Senioren durchzuwinken, sondern meinetwegen auf 15 kmh auszurollen und bremsbereit zu sein, aber ggf. kreuzenden Fußgängerverkehr auch warnend auf mein Herannahen aufmerksam zu machen, wenn nötig ;)


    Ich reihe mich in die Runde der Kopenhagen-Fans ein. Bemerkenswert fand ich dort auch, dass man als Radfahrer nicht an jeder sinnlosen Ampel anhalten muss, bspw. beim Rechtsabbiegen oder beim durchgehenden Radweg einer T-Kreuzung. (Und dort baut man übrigens auch im 21. Jahrhundert noch U-Bahn-Tunnel, was in Frankfurt ja Teufelszeug ist und zu überhaupt erst zu solchen miesen Kompromiss-Verkehrsführungen wie in der Eckenheimer führt. Aber das ist ja wieder ein anderes Thema...)

  • Radfahrer lernen, dass man nur mit "durchwurschteln" und Mißachtung von Verkehrsregeln vorankommt - und fahren eben auch entsprechend.


    Das ist wahr. Der Radfahrer ist ganz klar der benachteiligste Verkehrsteilnehmer. Nicht der schwächste, aber eben der benachteiligste. Fußgänger müssen immer und überall - außer in Spielstraßen - ihre eigene Verkehrsfläche haben. Das ist gut so. Der Radverkehr aber wird meist in den Verkehrsflächen mitgeführt, die für das Auto gedacht sind. Auf sinnvolle, sichere oder gar angenehme Verkehrsführung wird bislang kaum geachtet. Eigene Radwege werden "angeknappst", enden im nirgendwo, Verkehrsfluss ist nicht gegeben, da grüne Welle auf Autos ausgerichtet ist usw.


    Nur: Geändert kriegen wir das nicht mit Wehklagen, sondern nur, in dem wir irgendwo anfangen, es besser zu machen.

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  • Nur: Geändert kriegen wir das nicht mit Wehklagen, sondern nur, in dem wir irgendwo anfangen, es besser zu machen.


    Mit "irgendwo anfangen" ist den Radfahrern aber nicht geholfen. Da kommt nur ein Gewurschtel und Flickwerk heraus, wie wir es aktuell schon haben: Hier mal einen Meter neuen Radweg, dort mal einen Meter Radstreifen. Was fehlt ist ein durchdachtes und durchgeplantes Konzept für den Radverkehr. Aber darauf können wir in Frankfurt, so meine Befürchtung, lange warten.

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
    Ich bin nicht "das Team" des FNF, PN zu Team-Angelegenheiten werden ignoriert und nicht beantwortet/weitergeleitet.
    Anfragen an das Team bitte an team@frankfurter-nahverkehrsforum.de richten, danke!

  • Nicht Stückwerk und bei jeder Kreuzung unklare Vekehrsführung, sondern einige wenige gut ausgebaute Radschnellrouten, das wäre es. Auf hohe Radgeschwindigkeit ausgerichtet, von Fußgängern getrennt. Bei Kreuzungen mit Vorrang. Aus Nord, Süd, West, Ost in die Stadt zunächst je eine. Und dazu Ringlinie. Das müsste geplant werden, wie ein Stadtbahnnetz und sollte auch mit einer entsprecehen Netzspinne beworben werden.
    Man sollte also nicht überlegen, wie der Radweg an der Bockenheimer aussehen sollte, sondern eine Route von Ginnheim/Bockenheim in die Innenstadt planen.
    Dann sucht nicht jeder Radfahrer seine eigene abenteuerliche durchgewurstelte Route, sondern nutzt das eigens ausgebaute Netz. Alles andere ist wenig nützlich und rausgeschmissenes Geld.

  • Sepan, Du willst aber hoffentlich nicht das Frankfurter Stadtbahnnetz als Vorbild nehmen... So eine Lücke wie die zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim muss man nicht nachbauen!

  • sepan:

    Zitat

    ...nicht Stückwerk und bei jeder Kreuzung unklare Vekehrsführung, sondern einige wenige gut ausgebaute Radschnellrouten, das wäre es.


    Leider ist nun der Platz der der Mobilität zur Verfügung steht begrenzt. Frankfurt ist eben keine Stadt der breiten Boulevards auf denen locker eine Spur geopfert werden könnte um breite Radstreifen anzulegen.
    Selbst wenn eine Straße breit genug ist, wird eine Spur für den "ruhenden Verkehr" benötigt.
    Ich erinnere mich noch an die erbitterten Diskussionen im OBR 3 darum ging unter dem Schulhof der Glauburg Schule eine Tiefgarage zu errichten um den "ruhenden Verkehr" "unter die Erde zu bringen". :rolleyes:
    Bei der Radtrasse in Kopenhagen handelt es sich offenbar um eine "Hochstraße" wie etwa die Rosa Luxemburg.
    Weiß zufällig jemand, ob dort eine Trasse eines andern Verkehrsmittels umgewidmet wurde oder ob diese "Fahrradhochstraße" extra für den Radverkehr erstellt wurde?
    Egal ob Umwidmung oder Neubau,- in Frankfurt würde so etwas dank des Frankfurter "Bremsbürgers" Jahrzehnte dauern bis es verwirklicht würde. :rolleyes:
    Man stelle sich vor, es würde eine solche Hochtrasse über der Nidda geplant oder über der Friedberger oder über der Eschersheimer.
    Eine Seite der Rosa Luxemburg würde umgewidmet mit einer Fortsetzung quer durch den Grüneburgpark um eine Nord - Süd Trasse zu erstellen.

  • Ich würde mal behaupten, dass das ziemlich sicher eine Neukonstruktion für Fahrräder ist. Darauf lässt schon die Dimensionierung und geschwungene Wegeführung schließen. Darauf müsste man auch bei uns unbedingt achten, dass man nicht kilometerlang schnurgerade fährt. Das wirkt auf Radfahrer ganz schnell abstoßend. Also eben nicht einfach gerade die Eschersheimer runter ...

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  • [...] Weiß zufällig jemand, ob dort eine Trasse eines andern Verkehrsmittels umgewidmet wurde oder ob diese "Fahrradhochstraße" extra für den Radverkehr erstellt wurde? [...]

    Die Cykelslangen? Die wurde eigens für den Radverkehr gebaut, da andere Verkehrswege zu unkonfortabel und teils zu gefährlich waren, siehe http://green.wiwo.de/fahrradsc…kste-radbruecke-der-welt/

    Gruß, 420 281-8
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