Haltestellensperrung Frankensteiner Platz

  • Nachdem der Termin auf den gelben Hinweistafeln auf den 7.9. verlegt wurde, wurden nun alle Beschilderungen wieder komplett abgeräumt. - Die Haltestelle wird in beiden Richtungen weiterhin bedient, der Baustart scheint sich auf unbestimmte Zeit zu verschieben...
    :?:

    10.02.01-10.02.20: 19 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.20: Fünfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Der Umbau der Hst. „Frankensteiner Platz“ soll laut neuen Aushängen nun am Montag, den 28. September beginnen, also genau vier Wochen nach dem ursprünglich angegeben Termin (31.08.). - Damals war die Fertigstellung für Freitag, den 13.11. anvisiert, ob die Fertigstellung nun für Freitag, den 11.12. geplant ist und somit zwei Tage vor dem großen Fahrplanwechsel, wird (bewusst?) offen gelassen, stattdessen schreibt man in der Kundeninformation an den Haltestellen der Linien 14 + 18 nur „bis auf Weiteres“, man wird wissen, warum... :rolleyes:

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  • Nun haben die Bauarbeiten tatsächlich begonnen. - Am gestrigen Abend war der Bahnsteig in Fahrtrichtung Ostend schon aufgegraben; in Fahrtrichtung Lokalbahnhof war der Bahnsteig nur abgesperrt, außerdem wurde auf der Dreieichstraße die Verkehrsführung etwas verändert, um für die Bauarbeiten mehr Platz zu erhalten.

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  • Für alle, die sich gefragt haben, warum man die Dreieichstraße für eine Woche gesperrt hatte, ein paar Bildchen zur Erbauung.


    Zur Erinnerung hier noch mal ein Vorher-Bild mit Haltestelle an der Einmündung Gr. Rittergasse:




    Die Phase der Haltestellensperrung wurde genutzt, die bestehenden Anölagen abzubauen und Material auf den freien Flächen zu lagern. Dann die Vollsperrung letzte Woche, die für Leitungs- und Fahrleitungs- und Straßenbauarbeiten genutzt wurde. Die Fahrleitungsanlage hat neue Masten bekommen, wobei mindestens ein Mast mit einer Manschette verstärkt wurde. Die Fahrleitungsanlage hat neue Abspannvorrichtungen erhalten, eine neue Einspeisung und einen neuen Fahrdraht bekommen, der noch kupfern in der Sonne blinkt.




    Der Bahnsteig Fahrtrichtung Süden....




    ...zerlegte Altmasten mit den alten, eisernen Abspanngewichten, die im Hohlraum der Masten hingen...




    ...ein neuer Mast mit 2-Gleis-Ausleger statt zweier masten...








    ...Bahnsteig "in progress" vor einer Woche...



    ...und heute...




    Der Bahnsteig Richtung Stadtmitte ist noch unterirdisch...




    ...ein "geschienter Mast...




    ...Verstärkung der Stromeinspeiseanlage und Ermneuerung der Trennstelle an der Einmündung Klappergasse...




    ...neue Spannvorrichtungen an der Gr. Rittergasse...




    ...und an der Seehofstraße...




    ...der neue Fahrdraht funkelt in der Herbstsonne (hängt noch ein bißchen durch)...



    Alle Bilder von mir

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  • Die Einspeisestelle an sich gabs vorher schon, aber die Kabel der Einspeisung sind erneuert worden, das ergab sich aus den abgeschnittenen Kabeln, die auf einem Haufen am Boden lagen und aus der Tatsache, dass ich die Mannschaft beim Austausch beobachtet habe; irgendwie kommen mir die neuen Kabel auch dicker vor, vielleicht nur die Isolation. Auch die Trennstelle ist komplett erneuert worden, was man an nagelneuen Kupferteilen sehen kann.

  • Ich kläre mal auf:


    Speisepunkt 17 hat keine neue EInspeisung bekommen.
    Gemacht wurde folgendes:
    - SIEMENS-Streckentrenner gegen Y-Streckentrenner getauscht.
    - Einspeisung (Kabel) wurden in der länge angepasst und wurden mit neuen T-Klemmen versehen.
    - ca. 1000m Fahrdraht 100² erneuert.
    - 4 Tensorex-Federn montiert. (ersetzen Gewichtsmast)
    - 2 Strombrücken erneuert.
    - Querdrähte erneuert.
    - Schlingen-Isolatoren erneuert.
    - Abzugsarme und Seilgleiter ausgetauscht.

  • Da hab ich doch gleich noch Fragen: Stellen diese Federspanner aufgrund der am Montagepunkt ausschließlich in Spannrichtung wirkenden Zugkraft höhere Anforderungen an die Statik der Masten als die Gewichtsvariante? Sind sie ebenso langlebig?

  • Also ich bin kein Statiker, aber die Tensorex-Federn sollten den Mast nicht wesentlich mehr belasten als die alte "Gewichtssteinkonstruktion", die Maste sind ja auf eine gewisse Last ausgelegt.

  • Zum Thema Statik wäre noch die Beobachtung nachzutragen, dass alle Masten, die einen der neuen Tensorex-Federn tragen, auf Gehweghöhe eine Schiene bekommen haben (bis auf einen). Die Schiene bekam noch einen vielleicht bituminösen, aber jedenfalls wasserabweisenden Verband. Im übrigen könnte man die präzise Erläuterung von @Federspreicher noch illustrieren:


    Noch eine "Schiene" (Seehofstraße)...



    ..."Schiene mit Verband"...



    ...ein Y-Streckentrenner?...


    ...ein neues Querseil mit einem Satz Fahrdrahtbefestigungen...



    ...Strombrücke...



    ...Reste der Spannvorrichtung "alt" mit Spannvorrichtung "neu"...




    Dann ist das wohl der Speisepunkt 17 mit Spannvorrichtung zum Lokalbahnhof hin...






    Mich würde mal interessieren, was die Fahrleitungsanlage eigentlich so wiegt.

  • Bild 1 - Mastmanschette heißt die "Schiene"
    Die Mastmanschetten werden im Mast-Sanierungsprogramm angeschweißt und sichern somit die Statik des Mastes.


    Bild 2 - Bitumengewebeband ist korrekt.


    Bild 3 - Ja Y-Streckentrenner!


    Bild 4 - Kein neues Querseil, lediglich neue Schlingen-Isolatoren sowie neue Seilgleiter.


    Bild 5 - E-Verbinder 4x (Hab ich wohl bei meiner Auflistung vergessen)
    Strombrücke ist von "Gleis zu Gleis".


    Bild 6 - Korrekt!


    Bild 7 - Stimmt nicht ganz!
    Die "Spannvorrichtung" befindet sich im Speiseabschnitt 12.
    Der 17er geht bis zum Heiliggeist Krankenhaus.


    Bild 8 - 1m Fahrdraht = ca. 1kg mit etwa 1500kg auf Zug belastet.

  • Diese Konstruktion an der Ecke Gr. Rittergasse, wo doch eigentlich schon alles besorgt war,



    ...hat mich neugierig gemacht. Der provorisch umgesetzte Mast ist der hintere dieser beiden Masten, der etwas schepp steht...



    ...und dessen Fundamentierung sich offenbar als unzureichend erwiesen hat, er war anscheinend nicht tief genügt gegründet. Bei der Grabung für ein neues Fundament ist man in der Tiefe von ca. 1,00 m unter Gehwegniveau auf ein gemauertes Gewölbe gestoßen. Es musste geöffnet und auf Inhalt und Funktion geprüft werden (wahrscheinlich musste man erst mal tagelang recherchieren, was das wohl sein könnte). Ergebnis: der Mast stand auf der Decke eines alten Gewölbekellers unter den Gleisen, die natürlich für die Gründung eines Mastes untauglich ist, aber auch nicht einfach durchbohrt werden konnte. Das Gewölbe wurde geöffnet und für funktionslos befunden. Allerdings muss der gesamte Hohlraum jetzt verfüllt werden. Für den Mast hat man eine ca. 2-3 m lange Stahlhülse in den geöffneten Keller gestellt und den ganzen Hohlraum mit größeren Mengen Beton verfüllt. In die einbetonierte Hülse wird dann der Mast eingesetzt - hält vermutlich ewig.


    Hülse liegend...



    Hülse im Hohlraum stehend, mit Baggerschaufel in der senkrechten gehalten; man kann das Volumen des Hohlraums ahnen...






    ...der Anfang von schätzungsweise vielen Kubikmetern Beton...




    Das war sicher eine unangenehme und teure Überraschung. Wegen der ohnehin bestehenden Streckensperrung (Allerheiligentor) konnte der "Zwischenfall" aber ohne zusätzliche Unterbrechung des Bahnverkehrs sozusagen geräuschlos gemeistert werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • tunnelklick : Vielen Dank für den letzten Beitrag! Ich finde es immer wieder so spannend mitzubekommen, was beim Straßenbahnbau und U-Bahn-Bau so alles an Überraschungen auftauchen kann. Wie hätte ich davon so detailreich und photographisch festgehalten erfahren können, wenn nicht hier in diesem Forum? Toll!!!

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • tunnelklick : Danke für die Antworten auf meine Frage zur Statik. :)
    Einerseits ist die "Schiene" der Masten am Übergang zum Boden (dem Drehpunkt des Hebels) und zum Anderen der nach Jahrzehnten nachgebende Mast eine klare Ansage zur zusätzlichen Belastung. Bei den alten Gewichts-Seilspannern kam durch die Gewichte eine senkrecht nach unten wirkende Komponente hinzu, die den Mast im Boden hielt.

  • Die Mastmanschetten werden im Mast-Sanierungsprogramm angeschweißt und sichern somit die Statik des Mastes.


    Es ist hier zwar etwas off-topic, ich wollte aber keinen neuen Thread eröffnen: In den letzten Wochen waren/sind entlang der gesamten Wittelsbacherallee und in Bornheim Mitte zahlreiche solcher "Mastsanierungen" zu beobachten. Das finde ich mal ein sinnvolles Projekt, die alten Maste zu erhalten und Kosten zu sparen - wenn sie doch vor allem am Übergang ins Erdreich gerostet haben. Kann man derzeit auch anderswo solche Bauarbeiten entdecken?

  • Die VGF hatte Anfang Dezember einen Auftrag "Mastmanschettenmontage 2016" ausgeschrieben, ohne die Arbeiten aber zu lokalisieren. So was wie in der Wittelsbacher Allee wird sich also wiederholen.


    Wie wichtig das ist, war ja im September an der Schweizer Straße zu sehen.

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