SZ – München: MVG verschärft Abschlepppraxis – wegen Falschparkern

  • Um gerade bei Blockierungen von Straßenbahnstrecken schneller den Betrieb wieder zum Laufen zu bekommen, kündigte die MVG an, anders als bisher bereits zeitgleich mit der Verständigung der Polizei ein Abschleppfahrzeug anzufordern. Kosten für die Entfernung falsch geparkter Kraftfahrzeuge sowie für ggf. notwendige Schienenersatzverkehre würden dem Verursacher stets in Rechnung gestellt – zusätzlich zu allfälligen Bußgeldern.


    Der Artikel spricht als beitragenden Faktor ebenfalls die Problematik zunehmender äußerer Abmessungen von heutigen Pkw an, und weiß auch zu berichten, dass durch Busfahrer pro Jahr über 40.000 Mal verparkte Haltestellen gemeldet werden. Die summierten Blockierungszeiten von Straßenbahnstrecken beliefen sich in München auf ein Jahr hochgerechnet durchaus auf über zwei volle Tage.


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    Fág an Bealach!

  • Generell sollte verschärft gegen Falschparker - auch auf Fuß- und Radwegen - vorgegangen werden. Aber so lange das noch als Kavaliersdelikt angesehen und mit höchstens 35 € bestraft wird, bleibt das leider ein Wunschtraum.

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  • Generell sollte verschärft gegen Falschparker - auch auf Fuß- und Radwegen - vorgegangen werden. Aber so lange das noch als Kavaliersdelikt angesehen und mit höchstens 35 € bestraft wird, bleibt das leider ein Wunschtraum.

    Da stimme ich dir absolut zu. Zu einer ähnlichen Problematik hier in Leipzig erschien bereits im Dezember dieser Artikel in der LVZ: Leipziger Ordnungsamt jagt verstärkt Parksünder auf der Karli .


    (Das überwiegend hirnlose, weil polemische und whatabout-ische Geblubbere in der Leserkommentarspalte kann man derweil getrost überlesen… :wacko: )

    Fág an Bealach!

  • Das Problem ist, dass die Stadtpolizei in Frankfurt nicht gezielt die Stellen besucht, an denen mit blockierenden Falschparkern zu rechnen ist.
    Solange die HiPos nur zu Fuß unterwegs sind, kosten sie mehr als sie einbringen und die Stadt kann sich eine Ausweitung der Kontrollen ist ausgeweitet.


    Im Bahnhofviertel ist zu beobachten, dass aus mehrmals täglich die Parkscheine kontrolliert werden. Kaum erreicht ein städtische Mitarbeiter die Münchner Straße stellt werde die Kontrollen ein und spielt bspw. mit dem Smartphone rum; dabei sind dort IMMER die Haltestellen zugeparkt sind, meist dass man nur schwerlich aus Tram kommt.


    In anderen Städten soll es auch üblich sein, dass Bus-/Straßenbahnfahrer direkt den Abschleppwagen rufen so dass blockierte Wege schnellstmöglich wieder frei sind.

  • Ja, Frankfurt verstehe ich auch nicht. Abgelaufene Parkschein, Parkscheibe sofort, aber Parken im absoluten Halteverbot, auch Feuerwehrzufahrt, selbst auf Zebrastreifen wird toleriert.

  • Zitat

    Generell sollte verschärft gegen Falschparker - auch auf Fuß- und Radwegen - vorgegangen werden. Aber so lange das noch als Kavaliersdelikt angesehen und mit höchstens 35 € bestraft wird, bleibt das leider ein Wunschtraum.


    Falschparken wie Schwarzfahren bestrafen, vor allem, wenn Fuß- und Radwege, Feuerwehrzufahrten, ÖPNV-Trassen etc. blockiert werden.

  • Falschparken wie Schwarzfahren bestrafen, vor allem, wenn Fuß- und Radwege, Feuerwehrzufahrten, ÖPNV-Trassen etc. blockiert werden.


    Das wäre eigentlich eine coole Idee. Das bedeutet also auch, dass 10x falsch Parken dann zur Haftstrafe führen kann? :D


    Finde ich so von der Idee ja erstmal ganz witzig ;) Aber eigentlich finde ich es auch für Schwarzfahren bekloppt, dass man dafür hinter schwedischen Gardinen landen kann. Also wäre einfach nur bei wiederholtem Falschparken ein Führerscheinentzug eine gute Idee...?

  • Ich denke, da hapert es mit der Verhältnismäßigkeit; auch wenn es nervig ist, ist das doch etwas überzogen. Saftige Verwarn- oder Bußgelder wären sicherlich die bessere Alternative.

    Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
    ________ _ _ _ _ _ _


    Freundliche Grüße!

  • Das Argument bmit den 35€ ist doch nur in dem Fall richtig, in dem das Auto stehenbleibt. Kaum ist der Abschleppwagen bestellt sind - selbst wenn der Fahrer sein "fliegendes" Auto noch bemerkt - mindestens 90€ für die Anfahrt zusätzlich zu zahlen. Ist es erstmal verwahrt wird es noch teurer.


    Dazu kommt das, was die meisten Falschparker zu ihrer Strategie verleitet: Ein beachtlicher Zeitverlust für die Wiederbeschaffung des Fahrzeugs.


    Und dass es im Wiederholungsfall, bei hartnäckigen "Kunden" Punkte gibt ist ebenfalls angemessen, denn das ist eine klare Ansage, dass man entweder die Regeln nicht verstanden hat oder dauerhaft nicht gewillt ist, sie zu befolgen.


    Fehlt nur noch der Protest dar Ladeninhaber entlang der betroffenen Strecken, dass durch das ständige Abschleppen die Kundschaft wegbleibt.

  • Wie verhält es sich bei Falschparkern, die auf Straßenbahngleisen parken, die nur zeitweise und nur selten genutzt werden? Ich nenne da als Beispiel die Endstation Höchst/Zuckschwerdtstraße, wo gelegentlich ein Privatauto im Ausweichgleis parkt.

    25 Jahre Durchmesserlinie 11 Höchst/Zuckschwerdtstraße - Hauptbahnhof - Fechenheim/Schießhüttenstraße ab dem Sommerfahrplan 1991. -- Zehn Jahre Verkehrskreisel am Höchster Dalbergplatz 2007 - 2017 an der Königsteiner Straße. -- Bahnhof Frankfurt-Höchst seit 2016 barrierefrei mit fünf Aufzügen für neun Gleise : zweitgrößter Bahnhof in Frankfurt vor dem Südbahnhof.