Station Westend bekommt auch einen Aufzug

  • Als letzter unterirdischer Bahnhof der C-Strecke wird auch die Station Westend barrierefrei und mit einem Aufzug bestückt. VGF und Dezernat haben entsprechende Pläne auf der letzten Sitzung des OBR 2 am vergangenen Montag vorgestellt, die FAZ berichtet heute darüber (bislang nicht online).


    Demnach soll der Aufzug in einer Verkehrsinsel in der Mitte der Bockenheimer Landstraße, etwa im Bereich der Einmündung Myliusstraße enden. Die Fahrbahnen werden beiderseits um dieses Oval herumgeführt. Vorteil:der Aufzug ist verhältnismäßig einfach herzustellen und der Bahnsteig kann ohne Umstieg auf einer Verteilerbene durchgehend erreicht werden. Nachteil: Eingriffe in das Straßenbegleitgrün, Bäume müssten gefällt werden, hieß es, ein Thema auf das der Frankfurter im Allgemeinen und der Westendler im Besonderen allergisch reagiert.

  • wird bestimmt architektonisch eine interessante Lösung:
    durch den Himmel der Station zum Zug schweben. ist an der AltenOper ja auch ziemlich gut gelungen!


    die BoLandstraße hätte eine kleine Sanierung echt verdient, der Radweg von 1986 ist nicht mehr soganz modern.


    der Bäume erinnere ich mich als recht jung, jedenfalls nicht ganz so mächtig wie am Schweizer Platz.

    Grüße ins Forum :saint:

  • Hallo.


    Hier ist der Beitrag der Frankfurter Rundschau zum Thema.


    Die Planer sollten beachten, die Station Westend eine der beiden Zubringerstationen der Stadtbahn zum Palmengarten ist, und daher den Aufzug großzügig für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer gestalten.


    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Ich würde immer an der Bockenheimer Warte aussteigen, um zum Palmengarten zu gelangen. Der Fußweg vom Ausgang an der KfW zum Haupteingang in der Palmengartenstraße ist keine 250 m lang, zum Nebeneingang beim Papageno-Theater sinds etwas mehr als 250 m, aber vomnächst gelegenen Ausgang der Station Westend zu beiden Palmegarteneingängen sind jeweils mind. 400 m Fußweg zurückzulegen.

  • Der Fußweg vom Ausgang an der KfW zum Haupteingang in der Palmengartenstraße ist keine 250 m lang


    Die Strecke wird ein bisschen länger, wenn ein mit der U6/U7 angekommener Fahrgast zwingend einen Aufzug nutzen muss, um zur Straße zu gelangen.

  • Vermutlich hat diese Lösung einige Vorteile (ich finde die Idee sehr gut sogar) - nur hat man es einfach wieder mal verpeilt, einfach die anderen Lösungen darzustellen. Sowas blauäugiges - es gab doch sicherlich verschiedene Varianten, mindestens in einer Diskussion. Wenn man da nachvollziehbar zeigen kann, dass diese Variante die beste ist, ist vielleicht der ein oder andere Skeptiker noch zu überzeugen. Die extremen dagegen-Hardliner (wieviele Leute sollen den Aufzug denn nutzen!?) wird man eh' nie überzeugen können.

  • Einen eigenen Sammelthread für Aufzugsnachrüstungen hab ich nicht gesehen. Die FNP berichtet über die Nachrüstung für die Station Westend und die Ansicht des zuständigen OBR.


    http://m.fnp.de/lokales/frankf…ie-Strasse;art675,2287081


    Einige Gedanken kann ich nicht nachvollziehen, beispielsweise zu "Straße überqueren". Das ließe sich nur mit Aufzügen auf jeder Straßenseite vermeiden, davon ist aber nichts erwähnt. Oder ist wirklich nur einseitiger Bedarf und auf der anderen Straßenseite gibt es nur sportliche Menschen?
    Auch sonst ist es nie nötig, die Straße zu überqueren? ?

  • Um den Aufzug in der Straßenmitte zu erreichen, ist in jedem Fall eine Querung der Straße nötig. Sicher hat es Vorteile, wenn das nur für einen Teil der Fahrgäste nötig ist, wie das eben bei einem seitlich positionierten Aufzug der Fall ist.
    Wenn dann aber ein Umstieg in der B-Ebene nötig wird, geht dort wahrscheinlich wieder mehr Zeit verloren...

  • Zitat

    "Straße überqueren".


    Bei den "fußgängerfreundlichen" Ampelschaltungen ist das in der Tat ein Ärgernis. An vielen Hauptverkehrsstraßen - so auch an der Bockenheimer - wird dem Fußgänger nur eine kurze Grünphase gewährt, und das heißt in der Regel, 70 - 80 Sekunden warten. :(


    Eine Lösung wäre allerdings, die Umlaufzeiten der Ampeln von 90 auf 60 Sekunden zu verkürzen. Das heißt,pro Stunde deutlich kürzere Grünphasen für Autos und deutlich längere für Fußgänger. Wenn die Autofahrer das nervt, können sie ja in die U-Bahn umsteigen. :D

  • Eine Lösung wäre allerdings, die Umlaufzeiten der Ampeln von 90 auf 60 Sekunden zu verkürzen. Das heißt,pro Stunde deutlich kürzere Grünphasen für Autos und deutlich längere für Fußgänger. Wenn die Autofahrer das nervt, können sie ja in die U-Bahn umsteigen. :D

    Trugschluß. Es verkürzt sich die Wartezeit - aber die Grünphasen verlängern sich nicht. Jede Zeit wird einfach mit dem Faktor 2/3 multipliziert... :D

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Zitat

    Trugschluß. Es verkürzt sich die Wartezeit - aber die Grünphasen verlängern sich nicht. Jede Zeit wird einfach mit dem Faktor 2/3 multipliziert... :D


    Die Grünphasen verlängern sich nicht, aber werden für die Fußgängerquerung verkürzt - weil sie nämlich schon meistens bei der Mindest-Grünzeit sind. :D Die gibt es dann nur eben dann 60 mal pro Stunde statt 40 mal pro Stunde.


  • Die Grünphasen verlängern sich nicht, aber werden für die Fußgängerquerung verkürzt - weil sie nämlich schon meistens bei der Mindest-Grünzeit sind. :D Die gibt es dann nur eben dann 60 mal pro Stunde statt 40 mal pro Stunde.


    Werden verkürzt, weil sie schon am nicht verkürzbaren Minimum sind?



    Ebent. Die Wartezeiten verkürzen sich. Man könnte rechnerisch und unter Außerachtlassung etwaiger baulicher Engpässe sekündlich drei Meter vor dem signalisierten Fußgängerüberweg einen Fußgänger losschicken und die Zeit bis zur legalen Ankunft auf der anderen Straßenseite mitteln.

  • Aus dem Hause "Rettet-die-U5" kommt ein interessanter Vorschlag zur Belebung der Diskussion. Er wurde im Ortsbeirat letzte Woche vorgestellt und von der FNP aufgegriffen.


    Echt schräger Aufzug.. .


    Der Verkehrsdezernat scheint schon mal seine Abneigung geäußert zu haben, erst mal poltern, dann nachdenken ... :thumbdown:

    Im Artikel steht doch, dass das Verkehrsdezernat alle Varianten prüfen will. Wo steht denn, dass die den Schrägaufzug ablehnen? Ja, er ist kein Freud davon, muss er ja nicht, so lange er alle Varianten prüfen lässt. Das er hinter den Planungen seines Vorgängers steht, ist doch auch nicht verkehrt. Soll er die Arbeit seines Vorgängers kritisieren?

    Zitat Artikel:


    „Ich bin kein Anhänger von Schrägaufzügen“, erklärt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Doch er sei offen für Anregungen. Auch die der Initiative nehme er zur Kenntnis, Fachleute müssten aber prüfen, ob sie sich umsetzen ließe. Grundsätzlich stehe das Dezernat aber hinter der Planung, die sein Vorgänger Stefan Majer (Grüne) Anfang des Jahres präsentiert habe.


    Der Aufzug wird allerdings von einer Gruppe abgelehnt, die in Frankfurt nicht unwichtig ist und vom alten wie auch vom neuen Verkehrsdezenten angehört wird.

  • Zitat

    „Ich bin kein Anhänger von Schrägaufzügen“, erklärt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Doch er sei offen für Anregungen."

    So zitiert ihn die FNP. Ich bin weit entfernt davon, Herrn Oesterling Ratschläge zu erteilen. Aber von ihm als Dezernent erwarte ich keine Meinungsäußerungen, sondern ein "geht" oder "geht nicht", gut begründet mit Argumenten, die ihm seine Fachleute liefern und die man nachprüfen und abwägen kann. Er muss sich doch gar nicht zu allem und jedem gleich äußern. Es reicht ein "Her mit dem Vorschlag, gute Idee, mer gugge ma...". Ich erinnere mal, wie's am Schweizer Platz lief, da war die VGF letztlich froh, dass öffentlicher Druck sie davor bewahrt hat, einen Haufen Geld zu versenken für eine Lösung, die effektiv nicht mehr oder Besseres bewirkt hätte als der Schrägaufzug heute.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Um einen Schrägaufzug zu besichtigen, braucht man nicht bis nach Bochum, sondern nur 1 U-Bahn-Haltestelle weiter nach Westen. An der Bockenheimer Warte führt ein Schrägaufzug vom westlichen Ende des C-Bahnsteigs zur B-Ebene.


    Nach meinem Eindruck ist der Aufzug allerdings sehr langsam. Schon bei normaen Aufzügen wie an der Leipziger kommt mitunter eher die nächste U-Bahn als der Aufzug von seiner Reise nach oben wieder zurück.


    Ich halte die traditionelle Lösung am Besten: Ein Aufzug auf einer Seite direkt bis zur Straße (Bürgersteig) mit Zwischenhalt in der B-Ebene. Von dort ein weiterer Aufzug zur anderen Straßenseite. Auch die Bockenheimer Landstraße ist für Fußgänger mit "Minimal Green" Ampeln ausgestattet, und gerade für Rollstuhl- und Rollatornutzer oft sehr mühselig. Vorbild könnte da die Miquel-Adickes-Allee mit 2 Aufzug-Zugängen an diagonal gegenüberliegenden Ecken der Kreuzung sein.

  • Dir wird nicht entgangen sein, dass das Bochumer Modell und der hier gemachte Vorschlag mit den Schrägaufzügen an der BoWa und am Schweizer Platz von ihren konstruktiven Merkmalen her nicht vergleichbar, sondern was völlig anderes ist; schon deshalb weil er hinsichtlich seiner Abmessungen nicht an das Rolltreppenformat gebunden ist.


    Die von Dir präferierte "traditionelle Lösung" geht ja doch nicht an der Station Westend, deshalb doch dieser Vorschlag.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Wenn da mehr Platz im Aufzug ist, wäre das ein erfreulicher Fortschritt.


    Ich schätze, spätestens in 20 Jahren wird das Thema "Ausreichende Dimensionierung von Aufzügen" die Planer beschäftigen. Schon heute ist ja klar erkennbar, dass die in den Anfangsjahren der Barrierefreiheit eingerichteten Aufzüge an stark frequentieren Haltestellen wie Hauptwache, Konstablerwache, aber auch Leipziger Straße viel zu klein sind. Und ein weiteres Thema wird die Redundanz von Aufzügen sein, um bei Ausfall eines Aufzuges wenigstens noch einen zweiten an der gleichen Haltestelle verfügbar zu haben. Der Anteil der Senioren - und damit auch auf barrierefreie Zugänglichkeit angewiesenen Menschen - steigt ja bekanntermaßen. Und auch das Bedürfnis, Fahrräder und Kinderwagen und andere Lasten mitzunehmen, wird steigen.


    Der Bedarf an Wohnraum und weiterführenden Schulen wurde ja auch über schätzungsweise 2 Jahrzehnte unterschätzt.

  • Wenn da mehr Platz im Aufzug ist, wäre das ein erfreulicher Fortschritt.


    Ich schätze, spätestens in 20 Jahren wird das Thema "Ausreichende Dimensionierung von Aufzügen" die Planer beschäftigen. Schon heute ist ja klar erkennbar, dass die in den Anfangsjahren der Barrierefreiheit eingerichteten Aufzüge an stark frequentieren Haltestellen wie Hauptwache, Konstablerwache, aber auch Leipziger Straße viel zu klein sind. Und ein weiteres Thema wird die Redundanz von Aufzügen sein, um bei Ausfall eines Aufzuges wenigstens noch einen zweiten an der gleichen Haltestelle verfügbar zu haben. Der Anteil der Senioren - und damit auch auf barrierefreie Zugänglichkeit angewiesenen Menschen - steigt ja bekanntermaßen. Und auch das Bedürfnis, Fahrräder und Kinderwagen und andere Lasten mitzunehmen, wird steigen.


    Der Bedarf an Wohnraum und weiterführenden Schulen wurde ja auch über schätzungsweise 2 Jahrzehnte unterschätzt.


    Das Fahrgastaufkommen der Station Westend dürfte aber deutlich geringer sein als an der Leipziger Straße, von Hauptwache und Konstablerwache ganz zu schweigen.

    Forbetter your English: What hold you from the doublestickdare of the German Lane?

  • Die FNP berichtet heute, mal wieder, über die Idee, einen Schrägaufzug in der Station „Westend“ bauen zu lassen. – Der Verkehrsdezernent Oesterling (SPD) hat eine Machbarkeitsprüfung angekündigt.


    FNP vom 27. April 2017: Umbau der U-Bahn-Station Westend –
    Verkehrsdezernent lässt Schrägaufzug prüfen

    10.02.01-10.02.20: 19 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.20: Fünfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup: