Gedanken zu einer sinnvollen Verkehrsentwicklung in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet

  • Mein eigener Gedanke war, das Stockheimer Lieschen nach Elektrifizierung (und Ausbau für mehr Züge) vom Hbf aus auf die S-Bahn zu schicken. Dank RM+ könnte da auch von Galluswarte bis West noch Platz sein, und von da bis Vilbel sowieso. Die neuen Gleise werden mit Viertelstundentakt der S6 nicht ausgelastet sein. Man könnte so im Berufsverkehr zwischen Vilbel und F-West einen 7.5-Minuten-Takt auf der S-Bahn haben, und die Ferngleise wären vom Lieschen entlastet.

    Eine sehr schöne Idee!

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Wenn die kurvige Rampe von der Galluswarte zum Tunnel hinab mit einer gewissen Geschwindigkeit befahren werden soll, werden die Gleise zum Ausgleich der Querbeschleunigung zur Außenseite der Kurve überhöht sein. Allein dieser Umstand dürfte eine Weiche in der Kurve ausschließen.

    Weichen in Kurven mit Überhöhung sind aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Dazu gelten lediglich strengere Grenzwerte.

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  • Paralell zu der Weichenverbindung drüber gibt es hier mittlerweile eine Weichenverbindung: https://osm.org/go/0D0YKc9r2?m=


    Ganz kurz vor der Galluswarte könnte man nur ein Gleis ausfädeln - das zweite zwangsläufig nur in der Kurve - die

    schon in der Rampe liegt. Auch sind da Stahlbrücken die dazu umgebaut werden müssten - logistisch was für

    Baustellenfreaks wegen den Platzverhältnissen und dem Verkehr der unten verläuft. (möchte man den S-Bahn-Verkehr

    nicht während der Bauzeit unterbrechen muss man die neue breitere Brücke neben der Trasse zusammenbauen und

    dann an einem Wochenende einschieben)

    https://goo.gl/maps/SreEZHJPBHtuuRyw8


    Das Problem auf der Main-Weser-Bahn ist, dass die S-Bahn durch die vielen Halte eine niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit

    hat und dadurch der Platz für die Expresszüge fehlt. Zwischen F West und F Hbf wäre alles gleich schnell.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


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  • Ich finden den FR_Artikel ziemlich blöd. Herr Leclerc tut Oesterling Unrecht, wenn er bei ihm ein Leuchtturmprojekt vermisst, mit dem andere Dezernent*en ihre Amtszeit krönen durften. Die Magistratsmitglieder werden nicht gewählt, um sich selbst zu verwirklichen, sondern um "ihren Laden" am Laufen zu halten. Dazu gehört viel Kommunikation und Entscheidung im Verborgenen, in den internen Zirkeln, nicht jeder Zwischenstand ist sichtbar oder vorzeigbar, aber manche Weichenstellung ist wichtiger als die Frage, ob in seiner Amtszeit alle Stationen barrierefrei werden.


    In seine Ära gehört auf jeden Fall die Umkehr zu Direktvergaben im Busbereich. Und dafür, dass Oesterling viel Kraft und Zeit damit verbingen muss, die Fahrverbote abzuwenden, kann man ihm auch nicht anlasten.

  • Wie tunnelklick ist mein Eindruck ganz ähnlich. Bei einigen ÖV-Projekten hatte ich mir von Oesterling mehr Tempo erhofft, aber U4 und U5 sind ja von der Vorgängerregierung sehr effektiv aufs Abstellgleis geschoben worden. Außerdem ist die FR seltsam ÖV-lastig bei der Bewertung. Die roten Fahrradspuren werden definitiv mit Oesterling immer in Verbindung gebracht werden. Mit der zukunftsweisenden Reaktion auf den Rad-Entscheid hat er ein gutes Näschen bewiesen. Und viel Planung und Konzeptionelles, das er angeschoben hat, wird den ÖV über Jahrzehnte positiv prägen - besonders bei der Straßenbahn (naja, das war bei einem Straßenbahner ja auch zu erwarten).

  • FR / Oesterling:

    Zitat

    Ebenfalls in diesem Jahrzehnt könnte die U4 von Bockenheim nach Ginnheim verlängert werden,

    Ja wie lange wollen wir denn noch warten? Bis die Bäume im Grüneburgpark von selbst verdurstet sind,- dank Erderwärmung?
    Ich würde mir da schon etwas mehr Tempo wünschen.

    Dazu gehört viel Kommunikation und Entscheidung im Verborgenen, in den internen Zirkeln, nicht jeder Zwischenstand ist sichtbar oder vorzeigbar, aber manche Weichenstellung ist wichtiger als die Frage, ob in seiner Amtszeit alle Stationen barrierefrei werden.

    Ich denke, die Weichen sind gestellt! Die internen Zirkel mögen sich bitte mal äußern, warum das alles ewig dauert bis die Bagger rollen können um die geplanten Projekte ins Werk zu setzen.

  • Ich finden den FR_Artikel ziemlich blöd. Herr Leclerc tut Oesterling Unrecht, wenn er bei ihm ein Leuchtturmprojekt vermisst, mit dem andere Dezernent*en ihre Amtszeit krönen durften. Die Magistratsmitglieder werden nicht gewählt, um sich selbst zu verwirklichen, sondern um "ihren Laden" am Laufen zu halten. [...]


    Ich weiß nicht, ob ich jemals einen so bescheuerten Bericht zum ÖPNV in Frankfurt gelesen habe, wie diesen.


    1. Ich kann gleich mehrere Österling-Leuchttürme benennen: einjährige Sperrung des nördlichen Mainaufers (zugleich Beginn der politischen Diskussion um deren Ausweitun), Radwege, Verlängerung (und Verbreiterung) von Straßenbahn- und U-Bahn-Fahrzeugen, neues Straßenbahnkonzept.


    2. Schienenprojekte dauern so lange, dass sie kaum je in nur einer Amtszeit erdacht und realisiert werden können. Man eröffnet entweder Strecken/Linien/Projekte, die unter einem Vorgänger begonnen wurden. Oder man beginnt etwas, was unter einem anderen fertig gestellt wird. Ausnahmen gibt es natürlich, aber dafür muss man meist sehr lange im Amt sein.


    3. Dann ist eine nächste Frage, ob man das, was man eröffnet, überhaupt jemals gut fand. Die ewige OB Petra Roth hat gegen die Straßenbahn in der Kurt-Schumacher-Straße 2x ihr OB-Veto eingelegt, das beim zweiten Mal von den Stadtverordneten aber überstimmt werden konnte. Dann hat sie als deren erbittertste Gegnerin diese Strecke selbst eröffnet und das als einen Akt der Demokratie bezeichnet. Nur weil sie die Strecke eröffnet hat, wäre sie die Letzte, mit der diese sehr erfolgreiche Strecke politisch nach Hause gehen sollte.


    4. Und selbst, wenn man als politisch Verantwortlicher nicht Gegner, sondern Befürworter eines Projektes ist, muss man ja noch lange nicht selbst auf die Idee gekommen sein. Waren zusätzliche Mittelteile, breitere Straßenbahnen, das neue Straßenbahnkonzept, die Mainkaisperrung Österlings originäre Ideen, oder hat er sie nur politisch durchgesetzt? Die Durchsetzung ist eine Leistung für sich. Keine Frage. Aber ohne die Idee gäbe es nichts durchzusetzen.


    "Das hätte ich auch gekonnt, wenn ich -"
    "daran gedacht hätte."

    Ja, eben: Denken ist das Problem!

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    (Etwas frei nach Albert Einstein)

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  • Ich finde Klaus Oesterling hat mehr angeschoben als viele seiner Vorgänger. Die Ginnheimer Kurve ist endlich in der konkreten Planungsphase, nachdem es jahrelang nur Alibi-Aussagen gab. Bei der Verlängerung der der U5 zum Römerhof wird endlich mal parallel zur Bebauung geplant. Auch die Verlängerung zum Frankfurter Berg scheint im x-Anlauf Wirklichkeit zu werden. Sein Lieblingsprojekt, die Verlängerung der 11 zum Höchster Bahnhof ist seit Jahrzehnten nicht ernsthaft betrieben worden, ob die Verknüpfung mit der RTW nun seine Idee ist oder die eines anderen ist egal, der Vorschlag ist auf jeden Fall genial. Ebenso der 4- gleisige Ausbau am Hbf, da kann man mal froh sein, das die Planung solange gedauert hat, vor 5 Jahren hätte man dies noch 2- gleisig gemacht. Leider ist das Thema oftmals ideologisch besetzt gewesen. Die einen wollten nur die U- Bahn und keine Straßenbahn, die andere Fraktion nur Straßenbahn und dafür wurden auch sinnvolle Tunnelbauten nicht vorangetrieben. Von mir aus könnte er dieses Amt noch länger ausüben, man merkt ihm an, dass er mit Leib und Seele den Ausbau der Öffis vorantreiben will.