Oesterling neuer Verkehrsdezernent in Frankfurt am Main?

  • Laut FR zeichnet sich ein Koaliton Schwarz/Rot/Grün ab.


    Im letzten Satz des Artikels heisst es "Das Verkehrsdezernat soll der Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling führen".
    Auch in einem weiteren Artikel wird näher darauf eingegangen, Majer soll wohl das neue Personaldezernat übernehmen.

  • ich halte K.Oe. für eine würdige Nachfolge von Sikorski, auch wenn Majer seinen Job gut gemacht hat.
    Auf ein (blechkisten)freies Mainufer freue ich mich und die U4-Verlängerung sollte auch nicht gerade leiden unter dieser Personalie.
    siehe auch die FR

    Grüße ins Forum :saint:

  • Der Vollblut-Nahverkehrsnutzer wohnt in der Nordweststadt und muss zur Arbeit in die Innenstadt. Ergo: Möge er das Amt voll Eigennutz ausfüllen! Und sich (und uns allen) schnell die Ginnheimer Kurve bescheren :thumbup:


    Nicht, dass ich von dem Team um den aktuellen Verkehrsdezernenten (wenigstens nachdem @Verkehrsdezernat in Elternzeit gegangen ist) extrem viel halten würde, sehe ich das doch kritischer. In Sachen Fahrradverkehr tut sich die SPD nach wie vor nicht sonderlich hervor, und in Sachen Ginnheimer Kurve hoffe ich sehr, dass bei Oesterling's Aussagen über den Prozess ihn nicht dazu verleiten, die Studie nochmal zu wiederholen und diesmal auch die "Express-U4", die 2006 verworfen wurde, und die damit einhergehende Aufgabe der 16 wieder ins Spiel zu bringen.

  • Die FNP schreibt heute über den künftigen Verkehrsdezernenten und berichtet dabei, dass der SPD-Politiker sich immer wieder stark gemacht hat, die Busausschreibungen zu beenden und alle Leistungen wieder direkt zu vergeben, weiterhin wird erwähnt, dass der Sozialdemokrat am liebsten die Regiegesellschaft traffiQ abschaffen und ihre Aufgaben wie früher an die VGF übertragen würde.


    Weiterhin will er das nächtliche Tempolimit (Tempo 30) auf dem Alleenring und anderen Hauptstraßen wieder rückgängig machen.


    Die Radfahrer-Politik seiner grünen Vorgänger will er weitertragen. - Außerdem setzt er sich dafür ein, dass die Planung von Nahverkehrsprojekten schneller und intensiver voran geht, u. a. hat er selbst den Vorschlag einer Straßenbahn zum Sachsenhäuser Berg zur Diskussion gebracht und die Stadtbahnverlängerung nach Ginnheim, die im Bericht zwar nicht erwähnt wird, aber auch wichtig ist, dürfte bei dem neuen Verkehrsdezernenten auch eine bessere und neue Chance bekommen.


    Wie viel von diesen durchaus sinnvollen Wunschvorstellungen (insbesondere Direktvergabe Busleistungen und Abschaffung traffiQ) sich umsetzen lässt, bleibt noch abzuwarten, insgesamt wird mit dem neuen Verkehrsdezernenten sich einiges hoffentlich zum Besseren verändern...


    FNP: „Klaus Oesterling: Viel Erfahrung im Verkehrsdezernat

    10.02.01-10.02.20: 19 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.20: Fünfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Mal schauen, ob man dann so ganz nebenbei mal überlegt, wie sinnvoll (und wirtschaftlich) es ist, innerhalb der Stadtwerke-Holding zwei Verkehrsunternehmen zu haben, die beide letztlich das gleiche tun, nur mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Ich bin kein Experte, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß die dadurch doppelt nötigen Verwaltungs- und Managementfunktionen weniger Mehrkosten verursachen, als das "zweispurige Modell" spart. Oder um es mal im Businesskasperdeutsch zu sagen - Da gibt es doch Synergieeffekte... ^^

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Naja, ich bin grundsätzlich auch kein Freund von Ausschreibungen. (Besonders wenndie Prioritäten nicht richtig bedacht sind).
    Aber in z.B. im Westen, in Höchst, hat sich mit DB Busvekehr ja viel zum Positiven verändert. Auch die Sippel-Leistungen (u.a. die Linie 61) und das Sachsenhäuser Kleinbus-Bündelchen sehe ich positiv. Alles samt Leistungen, die (bis auf Ausnahmen) mit Citaro (Facelift) bedient werden. Ich würde mich auch für die VGF/ ICB freuen, wenn sie wieder Verkehre bekämen. (Gut, sie haben ja immer noch einen großen Brocken Anteil). Aber bitte dann nicht nur Solaris !

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Ich weine der ICB in Höchst keine Träne nach. Ich genieße den Vergleich BVB Höchst und ICB/Alpina (BL 34). Für das Fahrzeug können die Fahrer nichts, aber in Bezug Fahrplantreue (gerne auch mal vorzeitig) und Fahrstil schneiden für mich die ICB am schlechtesten ab.
    Zum Thema Ausschreibung und Wettbewerb gibt es verschiedene Meinungen. Nur dann aber bitte Konsequent: Entweder keine Ausschreibung auf allen Gebieten (Strom, Gas, Wasser, Telefon, Verkehr usw.) oder aber komplett ohne Ausnahmen.
    Die Nachteile wie Lohndrückerei oder geringere Qualität gibt es überall, nicht ausschließlich bei den Verkehrsdienstleistern.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Naja, ich bin grundsätzlich auch kein Freund von Ausschreibungen. (Besonders wenndie Prioritäten nicht richtig bedacht sind).
    Aber in z.B. im Westen, in Höchst, hat sich mit DB Busvekehr ja viel zum Positiven verändert. Auch die Sippel-Leistungen (u.a. die Linie 61) und das Sachsenhäuser Kleinbus-Bündelchen sehe ich positiv. Alles samt Leistungen, die (bis auf Ausnahmen) mit Citaro (Facelift) bedient werden. Ich würde mich auch für die VGF/ ICB freuen, wenn sie wieder Verkehre bekämen. (Gut, sie haben ja immer noch einen großen Brocken Anteil). Aber bitte dann nicht nur Solaris !

    Hallo Alf,


    Dein Beitrag liest sich, als hänge die Verbesserung ausschließlich von den Fahrzeugen ab.


    Was wurde denn sonst besser, Deiner Wahrnehmung nach?


    MfG F-ZZ

  • Ich weine der ICB in Höchst keine Träne nach. Ich genieße den Vergleich BVB Höchst und ICB/Alpina (BL 34). Für das Fahrzeug können die Fahrer nichts, aber in Bezug Fahrplantreue (gerne auch mal vorzeitig) und Fahrstil schneiden für mich die ICB am schlechtesten ab.
    Zum Thema Ausschreibung und Wettbewerb gibt es verschiedene Meinungen. Nur dann aber bitte Konsequent: Entweder keine Ausschreibung auf allen Gebieten (Strom, Gas, Wasser, Telefon, Verkehr usw.) oder aber komplett ohne Ausnahmen.
    Die Nachteile wie Lohndrückerei oder geringere Qualität gibt es überall, nicht ausschließlich bei den Verkehrsdienstleistern.

    Hallo Condor,


    Fahrstil und Fahrplantreue: Hängt das tatsächlich am Unternehmen, oder an den auftraggeberseitigen Anforderungen / der Ausschreibung?


    MfG F-ZZ

  • Hängt schon sehr von den Fahrzeugen und deren Pflege ab.
    Beim Fahrpersonal scheint es nicht so große Unterschiede zu geben. (Im Vergleich zum Regionalverkehr, da habe ich schon wirklich schlimmer Zustände erlebt). Für die meisten anderen Umstände (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit/ keine Ausfälle) können die Verkehrsunternehmen nichts. Das hängt von externen Umständen ab. Natürlich kann man in gewisser Weise vorsorgen.


    Eins finde ich aber unabhängig vom Verkehrsunternehmen: Das Personal sollte anständig bezahlt werden, es trägt ja auch Verantwortung. Also kein Preisdrückerei auf Lohnkosten - egal ob städtisches oder privates Unternehmen.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(


  • Fahrstil und Fahrplantreue: Hängt das tatsächlich am Unternehmen, oder an den auftraggeberseitigen Anforderungen / der Ausschreibung?


    Bsp: 34er, Abfahrt Kirchplatz drei ! Minuten vor Plan, die dafür an der UniSportanlage abgebummelt wurden.
    Oder vorzeitige Abfahrt, um Zwischendurch am Kiosk etwas zu kaufen (Mit laufenden Motor. Wäre doch blöd, wenn ein Fahrgast sich Dan an Steuer setzt)
    Die Antwort auf die Frage darfst Du dir selber geben. Dieser Effekt ist kein Einzelfall und erlebe ich eigentlich nur bei ICB Kursen. Bei der 34 ist der Vergleich halt am einfachsten, da beide Unternehmen in etwa gleichalte Solaris einsetzen und eigentlich gleiche Bedingungen vorliegen.
    Das war beim Start dieser Kombination noch nicht so, da waren die ICB Kurse die Zuverlässigeren.

  • Dieser Effekt ist kein Einzelfall und erlebe ich eigentlich nur bei ICB Kursen. Bei der 34 ist der Vergleich halt am einfachsten, da beide Unternehmen in etwa gleichalte Solaris einsetzen und eigentlich gleiche Bedingungen vorliegen. Das war beim Start dieser Kombination noch nicht so, da waren die ICB Kurse die Zuverlässigeren.

    Solche Vergleiche dürften wenig repräsentativ sein, weil sie sich nur aus subjektiven Erfahrungswerten speisen können. Anhand der RBL-Auswertungen aller Kurse ergibt sich eher ein ausgewogenes Bild.


    Allerdings ist Alpina in puncto Verspätungen ganz leicht im Vorteil, weil deren Fahrer die Türen manuell bedienen können und nicht auf die Schließsekunden der Automatik warten müssen oder darauf, bis sich die einschlägige Klientel bequemt ihre Gehwerkzeuge aus den Lichtschranken zu entfernen, die da unbedingt hinmüssen weil Svetlana Wassiljewa oder Ali Özgün noch aus 180 Metern Entfernung nachgelaufen kommen. Viele Fahrgäste halten öffentliche Verkehrsmittel offenbar für Großraum-Taxis, die man überall anhalten und nach Belieben warten lassen kann, nur mit dem Vorteil, dass man sich so auf Kosten anderer das Wartegeld sparen kann... :rolleyes:


    Bloß gehören a.) solche Vergleiche ab Dezember ohnehin der Vergangenheit an (es sei denn, die ICB wollte die jetzigen Bornheim-Kurse nicht selbst fahren, was noch zu entscheiden wäre)
    und b.) kann Herrr Oesterling dafür nichts bzw. kann daran wenig ändern.


    Soll heißen: ab Beitrag 9 läuft das alles am Thema vorbei und sollte besser aus diesem Thread ausgegliedert werden.

  • Zitat

    Weiterhin will er das nächtliche Tempolimit (Tempo 30) auf dem Alleenring und anderen Hauptstraßen wieder rückgängig machen.


    Aha. Nachdem wir grade feststellen, dass das Tempolimit tatsächlich den Lärm verringert, keinen Ausweichverkehr verursacht und auch nicht übermäßig viel Zeit kostet, belasten wir die Anwohner also wieder mehr. Und im nächsten Wahlkampf beschwert sich die SPD dann wieder darüber, dass die Grünen zu wenig gegen den Lärm all der Dinge, die die SPD gebaut (oder für deren Bau die SPD immer war) getan hat.


    Juchuh.

  • [...] bis sich die einschlägige Klientel bequemt ihre Gehwerkzeuge aus den Lichtschranken zu entfernen, die da unbedingt hinmüssen weil Svetlana Wassiljewa oder Ali Özgün noch aus 180 Metern Entfernung nachgelaufen kommen. Viele Fahrgäste halten öffentliche Verkehrsmittel offenbar für Großraum-Taxis, die man überall anhalten und nach Belieben warten lassen kann, nur mit dem Vorteil, dass man sich so auf Kosten anderer das Wartegeld sparen kann...

    Politisch korrekt ist das aber nicht...


    Um bei diesen Stereotypen zu bleiben: Vielleicht sind diese Herrschaften es einfach so gewohnt? Es gibt Orte auf der Welt, an denen ein Bus erst losfährt wenn er voll ist - was durchaus etwas dauern kann...

  • zip-drive:

    Zitat

    Politisch korrekt ist das aber nicht...


    Entspricht aber den tatsächlichen Gegebenheiten. :D
    Der Sechziger,- immer wieder ein ÖPNV Erlebnis. :rolleyes:
    Da kann man alle negativen Facetten einer Busreise erleben. :(


    Aber Charly hat völlig Recht:

    Zitat

    Soll heißen: ab Beitrag 9 läuft das alles am Thema vorbei und sollte besser aus diesem Thread ausgegliedert werden.


    Danke.


    baeuchle:

    Zitat

    Aha. Nachdem wir grade feststellen, dass das Tempolimit tatsächlich den Lärm verringert, .....


    Wo kann man das objektive Ergebnis des Versuches nachlesen?

  • Aha. Nachdem wir grade feststellen, dass das Tempolimit tatsächlich den Lärm verringert, keinen Ausweichverkehr verursacht und auch nicht übermäßig viel Zeit kostet, belasten wir die Anwohner also wieder mehr. Und im nächsten Wahlkampf beschwert sich die SPD dann wieder darüber, dass die Grünen zu wenig gegen den Lärm all der Dinge, die die SPD gebaut (oder für deren Bau die SPD immer war) getan hat.

    Kein Ausweichverkehr? Das ist wohl die berühmte Statistik, der man nur trauen kann, wenn man sie selbst gefälscht hat*. Ich habe regelmäßig zu nächtlicher Zeit eine Verbindung zu fahren, die früher einen großen Teil dieser neuen Bremsgängelzonen durchfahren hat. Heute ist es für mich schneller, angenehmer (und risikofreier 8) ), außenrum über die A661 zu fahren, statt mich im ungünstigen Drehzahlband und ohne Tempomat (der geht erst ab 42 [sic] km/h) durch die Stadt zu quälen. Zweifelsohne führt das allerdings in den Zonen zu einer Verringerung des Geräuschs - das allerdings nur verlagert wird, nicht verschwindet.


    Ich bin nun wirklich niemand, der auf abgedroschenen Phrasen wie "Freie Fahrt für freie Bürger" rumreitet - aber wer in der Stadt(!) an eine Hauptstraße(!) zieht, und dann mosert, es sei laut, dem ist nicht mehr zu helfen. Ich wohne übrigens selbst an einer Hauptstraße und in der Einflugschneise, je nach Wind höre ich eine oder mehrere Bahnstrecken - und schlafe bei offenem Schlafzimmerfenster. Und wenn mein Wecker nicht mitten in der Nacht klingeln würde, sondern ich schlafen dürfte, wenn meine innere Uhr danach verlangt, würde ich sogar verdammt gut schlafen...


    *) Bitte nicht als persönlichen Angriff sehen, baeuchle - ich glaube Dir durchaus, daß Du eine Studie/Untersuchung/Bericht/wie auch immer geartete Quelle gefunden hast, die genau das besagt. Nur zweifle ich den Wahrheitsgehalt dieser Quelle an.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Wenn du außen herum fährst, ist doch allen geholfen.
    Als erstes braucht es hier Grüne Wellen für die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, nicht für 20-30 km/h darüber. Stehen, Anfahren und Bremsen erzeugt auch Lärm.
    Flächendeckend Tempo 30 wird dann aber auch die Straßenbahn betreffen und sie noch mehr in den Schleichgang zwingen.