RMV: Ankündigung der verbundweiten 10-Minuten-Garantie

  • Schon klar, Holger Koetting , dass es auch solche Fälle gibt.


    Nur hat man selber auch immer mehr Fälle - meine persönliche Bilanz für diese Woche sieht so aus:
    Montag früh: Geld zurück dank DB Netz. (hatte ich ja schon beschrieben)
    Mittwoch Nachmittag: Geld zurück dank VIAS, Verspätung aus vorheriger Fahrt
    Donnerstag früh: Geld zurück dank entweder gemütlich fahrendem VIAS-Tf., oder eventuell auch technischer Strörung am Zug - Verspätung erhöht sich zwischen Mühltal und Darmstadt Nord von +8 auf +12.
    Donnerstag Nachmittag: Geld zurück dank DB Netz. Verspätung der VIAS erhöht sich wegen Zugfolge bei der Ausfahrt in Frankfurt von +5 auf +15
    Sonntag Nachmittag: Geld zurück dank HEAG-Straßenbahnfahrer. Es besteht am Luisenplatz gemäß Fahrplanauskunft Anschluss zwischen 9 vom Bölle und 8 nach Arheilgen, aber die 8 fährt natürlich auf die Sekunde pünktlich ab, obwohl einige Fahrgäste aus 9 und H gerade auf die Bahn zurennen.

    Einmal editiert, zuletzt von olieisenbahn () aus folgendem Grund: Klarstellung

  • Nur hat man selber auch immer mehr Fälle - meine persönliche Bilanz für diese Woche sieht so aus:


    Ja, aber das, was Du beschreibst, ist - leider - absoluter Alltag und keine "häufige" Inanspruchnahme im Sinne eines Mißbrauchs. Selbst wenn der RMV seine "nur zwei Fälle pro Tag bei höherer Gewalt"-Regelung auf alle Anträge ausdehnen würde, wärest Du weit unter dem Auffälligkeitsraster.

  • Quelle: RMV Presseinformation

    Gruß Tommy

  • Vielleicht sollte der RMV mal DB Netz an den Kosten der 10-Minuten-Garantie beteiligen. (Vorsicht Ironie…)


    Nur zwei Beispiele:
    Es kommt auf der Odenwaldbahn zu einer Fahrzeugstörung. Das Zügelchen nach Frankfurt hat in Mühltal ca. +14, wegen besagter Störung an einem anderen Zug. Darmstadt Ost verlassen wir dann gegen 07.04 Uhr. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten in Darmstadt Nord: Man lässt die VIAS noch nach Gleis 4 (Ankunft wäre dann 07.08 Uhr), denn die HLB fährt ja erst um 07.09 Uhr von Gleis 3 Richtung Aschaffenburg. Würde sich also ausgehen. Ankunft in FFM wäre dann für die VIAS irgendwas zwischen 07.26 Uhr und 07.28 Uhr, Zweite Variante: Ich lasse die VIAS vor Darmstadt Nord stehen und die HLB vor. Dann entsteht für die VIAS natürlich noch zusätzlich Verspätung. DB Netz entscheidet sich für die zweite Variante, so dass unnötigerweise zumindest für die Hinfahrt nach Frankfurt (und für Umsteiger zur HLB in Darmstadt Nord) ein „10-Minuten-Fall“ entsteht. Der VIAS-Tf. – der sich wirklich bemüht hatte, Verspätung abzubauen – muss sich auch veralbert vorkommen.


    Das andere Beispiel hatte ich schon in einem anderen Fred erwähnt
    VIAS ist gegen 17.33 Uhr in FFM abfahrtbereit. Zuerst darf aber die RB nach Mannheim mit Abfahrt 17.35 raus, macht ja nichts, dass die auch in Langen hält. Also entsteht bei der VIAS ein 10-Minuten-Fall – und dies ebenfalls unnötigerweise.

  • Vielleicht sollte der RMV mal DB Netz an den Kosten der 10-Minuten-Garantie beteiligen. (Vorsicht Ironie…)


    Nun, Ironie hin oder her, im Eisenbahnwesen werden die Verspätungen auf den Verursacher zurückgeführt, und ebenfalls die Regressforderungen dafür. Sehe ich das ansonsten richtig, dass du von einer Zugfolge von < 1 Minute sprichst oder verstehe ich da was falsch?


  • Nun, Ironie hin oder her, im Eisenbahnwesen werden die Verspätungen auf den Verursacher zurückgeführt, und ebenfalls die Regressforderungen dafür. Sehe ich das ansonsten richtig, dass du von einer Zugfolge von < 1 Minute sprichst oder verstehe ich da was falsch?


    Die VIAS kommt aus dem Odenwald und fährt nach Gleis 4 in Darmstadt Nord ein. Dabei wird bei der Einfahrt seitens der VIAS in den Nordbahnhof das Gleis 3 nach Aschaffenburg gekreuzt. Es können aber beide Züge zeitgleich einfahren, da die Kreuzung zwischen Gleis 3 und 4 in Richtung Aschaffenburg gesehen, erst nach dem Bahnhof erfolgt. Für die VIAS vor dem Bahnhof. Steht die VIAS in Gleis 4, kann die HLB von Gleis 3 in die Gegenrichtung problemos ausfahren. Wir reden nicht von zwei Zügen im gleichen Gleis.

  • Es können aber beide Züge zeitgleich einfahren


    Bist du dir da sicher? Ich habe, zugegeben, keine Ortskenntnis, aber die etwa vierzig Meter zwischen dem N703 (Ausfahrt Gleis 3 Richtung Osten) und der Kreuzung sehen für mich nicht nach genügend Durchrutschweg aus, als dass eine gleichzeitige Einfahrt sich nicht ausschließen würde, oder in jedem Fall die Einfahrt aus Darmstadt Hbf sehr verlangsamen würde. Also klingt es für mich schon ziemlich plausibel, den pünktlichen Zug auf dem durchgehenden Hauptgleis nicht zu bremsen, anstatt den Zug, der 1.) eh zu spät ist, 2.) sowieso langsam über die Weichenstraße muss und 3.) alles kreuzt.

  • Also zeitgleich einfahren, müssten sie können. Inwieweit die Einfahrt für die HLB so stark verlangsamt wäre, das die eine Minute Luft nicht reicht, das müssten andere beantworten. Bei diesem Beispiel haben wir auch wieder - unabhängig von der 10-Minuten-Garantie - den Konflikt zwischen Pünktlichkeit einerseits und Reisekette (in gewisser Weise Sichtanschluss) andererseits.

  • Verspätet man den Zug nach Aschaffenburg, so wirkt sich das auf den Knoten in Babenhausen aus....


    Zeitgleich einfahren geht auch nicht immer - hinter roten Signalen wird (ausser bei Einfahrten mit 30 km/h)
    immer noch mehrere Meter Gleis freigehalten - teilweise über 100 Meter. [Nordbahnhof sind regulär 80 km/h
    erlaubt]

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    Sincerly yours, NSA
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