Neues Konzept für Vilbus

  • Die Stadtwerke Bad Vilbel wollen den Stadtverkehr in Bad Vilbel zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 restrukturieren. Kern des neuen Konzepts ist neben der Streichung von 13 wenig benutzten Haltestellen der Einsatz anderer Busse. Werden bisher auf allen fünf Linien durchgängig 40-sitzige Midibusse eingesetzt, sollen künftig auf drei Linien Kleinbusse mit 25 Plätzen und auf zwei Linien Standardbusse mit 70 Plätzen fahren. Der Vergabezeitraum soll von acht auf zehn Jahre verlängert werden.


    Näheres dazu z.B. in der Lokalpresse (FR und FNP ).

  • Na, da bin ich aber mal gespannt. Viabus muss man ja zugute halten, dass sie wenigstens weitestgehend die vorgesehenen Urbinos einsetzen. Wenn ich mal an die letzten Tage von Alpina denke, kam so manche Linie - weil die kleinen MAN/Göppel nicht mehr so wollten - schon zu 12m-Bus-Ehren. :D


    Wird es dann die Gelenkbus-Schulfahrt auch noch geben oder braucht man die wegen der 12m-Busse dann nicht mehr?

    Viele Grüße, vöv2000

  • Ich weiß halt nicht in wie weit die Stadt zu Änderungen bereit ist (und wie wo wer mit entscheidet) aber diese Umcodierei am Südbahnhof ist meines Erachtens sinnlos. Man könnte die Busse als Linie 60 weiter nach Dortelweil fahren lassen.

  • Das hat wahrscheinlich historische Gründe, warum man das so beibehält. Im Moment finde ich es sehr sinnvoll, da beide Linien (60+64) wie alle anderen Linien auch erstmal die Schleifenfahrt durch die Kernstadt machen, ehe sie vom Kurhaus kommend auseinanderdriften.
    Da man das wohl so oder so ähnlich beibehält, macht der Linienwechsel schon Sinn.


    Ein weiteres historisches Argument: Da gerade bei den Alpina-Bussen zuletzt oft die Anzeigen nicht mehr funktionierten, fuhren die Busse oft nur noch mit Linienschildern, wo kein Fahrtziel draufstand. :rolleyes:

    Viele Grüße, vöv2000

  • Besonders in Dortelweil empfinde ich die Linienführung schon immer als überladen. Als ob der Bus vor jeder Haustür einmal halten muss. Mit dem vielen hin und her benötigen die Fahrgäste viel Sitzfleisch im Bus. Da frage ich mich, ob nicht eine simplere, stringentere Linienführung mit mit im Gegenzug kürzeren Haltestellenabständen und dennoch unterm Strich kürzeren Fahrzeiten besser wäre, selbst wenn manche Einwohner einen ein bis zwei Minuten längeren Fußweg zur Haltestelle in Kauf nehmen müssten.

  • Ich finde die Linienführung in Dortelweil gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass man sowohl sowohl in Bad Vilbel als auch in Dortelweil von der S-Bahn in den Bus umsteigen kann. Somit können Fahrgäste aus Neu-Dortelweil (westlich der Hauptverkehrsstraße) auf dem Weg Richtung Frankfurt in Dortelweil aus dem Bus in die S-Bahn steigen und auf dem Rückweg in Bad Vilbel umsteigen. Fahrgäste aus Alt-Dortelweil (östlich) machen es genau andersherum. Damit muss keine der beiden Fahrgastgruppen ein zu großes Sitzfleisch mitbringen.

  • Das ist aber kein Widerspruch. Bei einer stringenteren Linienführung muss ein Bushalt am S-Stopp Dortelweil ja nicht wegfallen, sondern könnte sogar ein sinnvoller Endpunkt sein.


    Mit der bisherigen Linienführung (zur Orientierung hier zu finden) besteht derzeit nur für die einen Teil der Einwohner eine gute Fahrtmöglichkeit hin zum Bf Dortelweil (jene aus dem westlichen Do-West), für einen anderen Teil ist dagegen nur die Fahrtmöglichkeit zurück vom S-Bahn-Halt aus gut (östliches Alt-Dortelweil). Aber für niemanden macht der Vilbus zugleich für Hin- und Rückfahrt in die/aus der Innenstadt oder von/zum Bf Dortelweil Sinn. Das ist nicht nur kompliziert, sondern auch ärgerlich für all jene, die weit weg vom S-Bahn-Halt wohnen. Das füllt außerdem die Busse zwischen Dortelweil und Bad Vilbel unnötig auf und nimmt den Fahrgästen mit Ziel oder Startpunkt Innenstadt den Platz weg.


    Statt der heutigen Linienführung in Herzform mit Wucherung erschiene mir eine eine stringente Führung mit Hin- und Rückfahrt über die gleiche Route möglich: Friedberger Str – Adenauer-Allee - Willy-Brandt-Str (mit Dortelweiler Platz West) - Johann-Strauß-Str - Adenauer-Allee - Heuss-Straße (mit Europ. Schule+Stada+Rathaus) - Raiffeisenstr - Kreisstr - Bf Dortelweil. Selbst bei höherer Haltestellendichte zwecks besserer Erschließung dürfte die Fahrzeit nicht höher sein als heute. Dafür wären die Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn erheblich verbessert: Die Fahrgäste kommen schneller und häufiger zu den Bahnhöfen und von dort auch wieder zurück. Der Wegfall von Busstopps im Nahbereich um die S-Bahn-Station ist verschmerzlich, da die S-Bahn-Fahrgäste hier ohnehin heute schon laufen. Im Gegenzug, vermute ich, dürfte sich zusätzliches Fahrgastpotenzial erschließen lassen dank kürzerer Reisezeiten dank Umstieg in Bf Dortelweil statt Bf Bad Vilbel. Nicht zu vergessen all jene Fahrgäste aus dem westlichen Do-West, die mit Ziel Innenstadt heute zwei Runden durchs Dorf gondeln müssen.

  • Ursprünglich waren es ja mal 2 Linien nach Dortelweil (62+64) bevor die erste Netzreform kam (wo dann auch der zentrale Endpunkt am heutigen Niddaplatz aufgegeben wurde).

    Viele Grüße, vöv2000

  • Das ist aber kein Widerspruch. Bei einer stringenteren Linienführung muss ein Bushalt am S-Stopp Dortelweil ja nicht wegfallen, sondern könnte sogar ein sinnvoller Endpunkt sein.


    Mit der bisherigen Linienführung (zur Orientierung hier zu finden) besteht derzeit nur für die einen Teil der Einwohner eine gute Fahrtmöglichkeit hin zum Bf Dortelweil (jene aus dem westlichen Do-West), für einen anderen Teil ist dagegen nur die Fahrtmöglichkeit zurück vom S-Bahn-Halt aus gut (östliches Alt-Dortelweil). Aber für niemanden macht der Vilbus zugleich für Hin- und Rückfahrt in die/aus der Innenstadt oder von/zum Bf Dortelweil Sinn. Das ist nicht nur kompliziert, sondern auch ärgerlich für all jene, die weit weg vom S-Bahn-Halt wohnen. Das füllt außerdem die Busse zwischen Dortelweil und Bad Vilbel unnötig auf und nimmt den Fahrgästen mit Ziel oder Startpunkt Innenstadt den Platz weg.


    Statt der heutigen Linienführung in Herzform mit Wucherung erschiene mir eine eine stringente Führung mit Hin- und Rückfahrt über die gleiche Route möglich: Friedberger Str – Adenauer-Allee - Willy-Brandt-Str (mit Dortelweiler Platz West) - Johann-Strauß-Str - Adenauer-Allee - Heuss-Straße (mit Europ. Schule+Stada+Rathaus) - Raiffeisenstr - Kreisstr - Bf Dortelweil. Selbst bei höherer Haltestellendichte zwecks besserer Erschließung dürfte die Fahrzeit nicht höher sein als heute. Dafür wären die Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn erheblich verbessert: Die Fahrgäste kommen schneller und häufiger zu den Bahnhöfen und von dort auch wieder zurück. Der Wegfall von Busstopps im Nahbereich um die S-Bahn-Station ist verschmerzlich, da die S-Bahn-Fahrgäste hier ohnehin heute schon laufen. Im Gegenzug, vermute ich, dürfte sich zusätzliches Fahrgastpotenzial erschließen lassen dank kürzerer Reisezeiten dank Umstieg in Bf Dortelweil statt Bf Bad Vilbel. Nicht zu vergessen all jene Fahrgäste aus dem westlichen Do-West, die mit Ziel Innenstadt heute zwei Runden durchs Dorf gondeln müssen.


    Ich gebe dir Recht, dass es bei der Anbindung an die Innenstadt bei Hin- und Rückweg für jeweils eine Hälfte des Dorfes einen Nachteil gibt. Aber wie oben schon gesagt, sehe ich das Problem mit dem Anschluß an den S-Bahnhof Dortelweil nicht so tragisch wegen der Anbindung an den Bahnhof Bad Vilbel.


    Deine neue Linienführung würde für Dortelweil West sicherlich eine Verbesserung darstellen, aber dafür wäre für es für Alt-Dortelweil nun eine Verschlechterung, weil diese Fahrgäste nun beim Hin- und Rückweg eine Runde durchs ganze Dorf drehen müssen. Damit ist es für mich nur eine Verschiebung des Problems.
    Da das Dorf nunmal eine sehr mittig verlaufende Hauptstraße hat und sich dann stark in die Breite ausdehnt, ist eine gute Linienführung nur mit einer Linie auch recht schwer finde ich.


    Statt einer Vergrößerung der Busse wäre es meiner Meinung nach sinnvoll einen 15min Takt, der abwechselnd nach West- und Alt-Dortelweil fährt, einzurichten. Aber das würde wohl eine Kostensteigerung durch höhere Personalkosten verursachen.

  • Da das Dorf nunmal eine sehr mittig verlaufende Hauptstraße hat und sich dann stark in die Breite ausdehnt, ist eine gute Linienführung nur mit einer Linie auch recht schwer finde ich.


    Das erinnert mich ein bißchen an den Frankfurter 29er und den Riedberg, wo man versucht (und auch umsetzt), möglichst jedes neue Stückchen an die eine Linie anzubinden mit dem Ergebnis, dass er zwar "alles mitnimmt", die Fahrzeit dafür aber immer länger wird. Hier wird irgendwann mal eine direkte Linienführung des 29er (z. B. analog des 252) und ein zusätzlicher Riedberg-Quartierbus (der könnte dann 26 heißen) wahrscheinlich am sinnvollsten, je nachdem wie der Riedberg weiter wächst.



    Zurück zum Vilbus: Bei einem 15-Min.-Takt bräuchte man neben mehr Personal wohl auch mehr Busse. Ich bin aber immer wieder positiv überrascht, wie der Vilbus allgemein angenommen wird. Viele andere solcher kleiner Stadtbusnetze fahren oft nur viel heiße Luft durch die Gegend.


    Denkt man im Rahmen der Neustrukturierung auch darüber nach, den Vilbus zukünftig auch Samstag spätnachmittag und Sonntags fahren zu lassen? Oder wenigstens einen AST-Verkehr anzubieten?

    Viele Grüße, vöv2000

    Einmal editiert, zuletzt von vöv2000 ()

  • Servus in die Runde...


    Vorhin am Bauhof in Dortelweil vorbei gefahren und durch die Büsche einpaar neue "Mercedes Sprinter Busse" gesehen... Kennzeichen SP-BV ...Also ist der alte gleichzeitig der neue Betreiber?


    Grüße
    Dennyo

  • Wenn es Sprinter sind weiß ich nicht, ob ich da begeistert sein soll. Die sind doch kleiner und haben weniger Kapazität als die kleinen Urbino und die sind phasenweise ziemlich gut besetzt.


    P. S.: Heute fuhren noch Urbino. 2 "richtige" Vilbusse, also gelbe und die beiden ex-Stadtverkehr Langen.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Ab morgen werden die Linien ja geteilt in die Sprinter und in die Crossway-Linien. Wenn die Kalkulationen stimmen könnte das ja passen. Nach Dortelweil fahren dann ja sogar größere Busse.


    Übersicht über die Ausschreibungsergebnisse in Hessen übrigens immer hier: http://www.busse-in-hessen.de/Ausschreibungen.html


    Und noch zwei Zeitungsberichte über den Fahrplanwechsel aus der FNP: http://ndp.fnp.de/lokales/wett…eue-Linien;art677,2847717 / http://ndp.fnp.de/lokales/wett…Bad-Vilbel;art677,2841786

  • Sehe ich auch gerade. War mein Fehler, ich hatte den Wechsel auf das neue Linienkonzept gedanklich für sehr viel später (so 2018-2019) terminiert und war jetzt überrascht, dass das ja jetzt schon kommt. :D


    Na dann schauen wir mal, wie es anläuft. Die genannten Iveco wurden aber offenbar noch nicht gesichtet. Und bin mal gespannt, was jetzt mit den Urbino passiert.

    Viele Grüße, vöv2000