Offenbach stilllegung

  • Eine Mainbrücke an dieser Stelle begegnet drei Problemen:

    - erstens führt die Trasse auf Frankfurter Seite durch ein Landschaftsschutzgebiet der Zone I,

    - zweitens wäre auf Offenbacher Seite ein Brückenkopf schwer unterzubringen, er läge dort an der schmalsten Stelle der Uferanlagen

    - drittens ist die Schloßstraße mit knapp 12 m Breite sehr schmal für eine Straßenbahn

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  • Was die Umstellung der Linie 101 auf Straßenbahn angeht: meinst du, die Fahrgastzahlen geben das her? Ich bin die Strecke nach Bürgel früher ein paar mal gefahren und der Gelenkbus war da ganz gut ausgelastet, aber der fährt ja auch nur alle Viertel- bzw. halbe Stunde.


    Mittlerweile wurde er zumindest wochentags und Samstag bis zum frühen Nachmittag auf einen 10-Min.-Takt umgestellt. In der HVZ fährt er sogar im 7/8-Min.-Takt. Und alles weiterhin mit Gelenkbussen. Scheint also Potential vorhanden zu sein.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Als Nachteil könnte man einwenden, dass die Tram auf genau dieser Strecke auf Wald-, Bismarck- und Kaiserstraße vermutlich permanent im Stau festklemmen wird, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass man es dort schafft, einen eigenen Gleiskörper freizuhalten.

    Die Busbeschleunigung funktioniert in diesem Bereich wirklich gut und diese Straßen sind generell nicht so stark ausgelastet. Im Normalfall sollte die Straßenbahn auf dieser Route problemlos durch kommen. Die Carl-Ulrich-Brücke hingegen wäre sehr problematisch.


    meinst du, die Fahrgastzahlen geben das her?

    Nun ja, Offenbach ist schon eine Großstadt und die Linie 101 die fahrgaststärkste Linie in OF. In Städten wie München und Nürnberg hätte die Linie die Ausbauschwelle zur Straßenbahn aufgrund der täglichen Auslastung deutlich überschritten. Die Strecke Bürgel-Tempelsee war außerdem sogar mal Teil der ehemaligen Offenbacher Straßenbahn.


    Eine Mainbrücke an dieser Stelle begegnet drei Problemen:

    Daran hatte ich auch schon gedacht, allerdings wurde eine Brücke genau an dieser Stelle bereits oft diskutiert. Es gab ja sogar bereits eine Brücke an dieser Stelle. Als Schwachstelle würde ich jedoch auch noch die enge Kurve Bismarck-/Kaiserstraße sehen...

  • Richtig ist, dass es ab 1819 in Verlängerung der Schloßstraße eine Brücke nach Fechenheim gab, das war aber nur ein Schiffsbrücke (Pontonbrücke), keine richtige Straßenbrücke. Erst 1887 wurde in Verlängerung der Kaiserstraße die Carl-Ulrich-Brücke gebaut, 1934 verstärkt, 1945 gesprengt, 1952/53 in der heute bekannten, kürzlich sanierten Form neu errichtet.

    Die Ausweisung der Fechenheimer Seite als LSG dürfte ein KO-Kriterium sein, andererseits.... man weiß nier...

  • Als Nachteil könnte man einwenden, dass die Tram auf genau dieser Strecke auf Wald-, Bismarck- und Kaiserstraße vermutlich permanent im Stau festklemmen wird, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass man es dort schafft, einen eigenen Gleiskörper freizuhalten. Bei einer Führung über die Carl-Ulrich-Brücke könnte sie zumindest im dortigen Abschnitt der Kaiserstraße auf dem Grünstreifen in der Mitte fahren (wenn das nicht wieder eine BI verhindert) und [...]

    Die Streckenführung auf der Waldstraße ist kein Problem. Die Straße ist breit genug und es gibt stadtauswärts bis zur Bahnüberführung eine eigene Busspur. Diese kann dann von der Straßenbahn mitbenutzt werden. Auf der Bismarckstraße ist früher bereits auch schon eine Straßenbahn gefahren. Wenn es dazu kommen sollte, dass man eine fahrgastfreundliche Haltestelle am Hauptbahnhof bauen sollte, muss die Stadt Offenbach ihre Planungen da nochmals ändern, weil sie ja gerne den Geisterbusbahnhof zurückbauen und dort kombinierte Büro- und Wohngebäude bauen lassen möchte. Eine Führung in die Kaiserstraße wäre wahrscheinlich auch nur möglich, wenn die Gleise in Mittellage errichtet werden, da es sonst mit den Gleisradien nicht passen könnte. Auf der Kaiserstraße selbst ist im Bereich der Allee keine Führung auf der Mitte möglich, weil der Weg der Allee unter Denkmalschutz stehen müsste. Die Straße wurde auch erst vor wenigen Wochen saniert. Die ehemalige Offenbacher Straßenbahn ist dort auch auf der Straße gefahren. Man hat bei der Sanierung der Asphaltdecke nämlich noch überasphaltierte Schienenreste gefunden.