Das Projekt kommt voran. Von einer Info-Veranstaltung in Nidderau berichtet der Hanauer Anzeiger. Demnach sollen die Bauarbeiten für Oberleitung und partielle Zweigleisigkeit "Mitte/Ende 2026" beginnen und die Strecke Ende 2027 (vermutlich zum Fahrplanwechsel) ausgebaut in Betrieb gehen. Zweigleisig ausgebaut werden soll nur zwischen Kilianstädten und Büdesheim (vor dem Tunnel) sowie Höchst und Altenstadt; laut DB genügt das für den Fahrplan. Für den Büdesheimer Tunnel ist eine Ausnahmegenehmigung des EBA für die Oberleitung notwendig wegen zu geringer lichter Höhe.
RMV will Oberleitung für Niddertalbahn
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- [Presseschau]
- Bernemer
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Gab es seit der besagten Infoveranstaltung im März eigentlich nochmal was zum Projekt zu hören? Zumindest in der Presse ist es ja sehr still geworden.
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Der RMV ist im Rahmen einer Anfrage bei FragDenStaat jetzt mit einem Fahrplankonzept für die Niddertalbahn nach der Elektrifizierung rausgerückt.
Ausbaupläne und Fahrplankonzepte der Bahnstrecken Bad Vilbel - Glauburg-Stockheim (3745) & Gießen - Gelnhausen (3701) - FragDenStaat
Kurze Zusammenfassung der Inhalte:
Bedienung 4-24 UhrFahrtzeit Glauburg-Stockheim -> Frankfurt HBf planmäßig 1:03, Frankfurt HBf -> Glauburg Stockheim 1:00
Ganztägiger T30 mit Ausnahme der Abendstunden (ab 20 Uhr T60)
T15 morgens erst ab Nidderau, Nachmittags nur bis Altenstadt.
Morgens eine einzelne Verstärkerfahrt auf ganzer Länge der Strecke, Nachmittags keine. -
Da es morgen!!! bereits losgeht hier ein kleiner Reminder...
Informationsveranstaltungen in den Kommunen im Mai und Juni 2025
"Um über die geplanten Arbeiten auf der Niddertalbahn zu informieren, finden von Donnerstag, 8. Mai, bis Dienstag, 17. Juni 2025, fünf Informationsveranstaltungen entlang der Strecke statt. Interessierte haben dabei die Möglichkeit, ihre Fragen rund um das Projekt zu stellen und in den Austausch mit uns zu treten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich."
Hier die Termine:
• Donnerstag, 8. Mai 2025, 19:00-21:00
Willi-Salzmann-Halle Nidderau, Heldenberger Straße 16, 61130 Nidderau
• Mittwoch, 14. Mai 2025, 19:00-21:00 (Veranstaltung für Bad Vilbel und Niederdorfelden)
Bürgerhaus der Gemeinde Niederdorfelden, Burgstraße 5, 61138 Niederdorfelden
• Donnerstag, 15. Mai 2025, 20:00-22:00
Bürgersaal im Dorfgemeinschaftshaus Glauburg (Stockheim), Vordergasse 5, 63695 Glauburg
• Donnerstag, 5. Juni 2025, 19:00-21:00
Bürgertreff Kilianstädten, Richard-Wagner-Straße 5, 61137 Schöneck
• Dienstag, 17. Juni 2025, 19:00-21:00
Gemeinschaftshaus Altenstadt im Ortsteil Waldsiedlung, Philipp-Reis-Straße 7, 63674 Altenstadt
Siehe: Deutsche Bahn stellt Pläne für Ausbau und Elektrifizierung vor
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War ein Recht unterhaltsammer/lustiger Abend. Während der Präsentation konnten direkt Fragen gestellt werden. Ich sage nur Gesundheitsgefährdung durch Elektrosmog von der Oberleitung...
Das wichtigste schon einmal vorab:
Mitte des Jahres sollen die Planfeststellungsunterlagen beim EBA eingereicht werden. Bei positiven Verlauf ohne größere Probleme rechnet man mit 2,5 Jahren Planfeststellungsverfahren -> Ende 2027 Planfeststellungsbeschluss
Im Anschluss dann 1,5 Jahre Bauzeit unter Vollsperrung der Strecke. -> Mitte 2029 Fertigstellung
Persönlich rechne ich eher mit Ende 2030 bei der Inbetriebnahme...
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Dabei schirmt ein Aluhut zuverlässig den Elektrosmog ab.....immer diese Ungebildeten......

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Elektrosmog? Ist das das, was "Brzzzt!" macht, wenn man auf Güterwagen rumklettert? (frage für einen Freund)
Spaß beiseite, ich hätte viel mehr Bedenken, was bei Dieseltraktion so aus dem Auspuff geblasen kommt, als vor irgendwelchem "Elektrosmog" einer Oberleitung. (Daß die Oberleitung wie jede Hochspannungsleitung bei Annäherung gefährlich sein kann, sehen wir mal als gegeben an. Aber Abstand schützt da recht zuverlässig.) -
Elektrosmog? Ist das das, was "Brzzzt!" macht, wenn man auf Güterwagen rumklettert? (frage für einen Freund)
Spaß beiseite, ich hätte viel mehr Bedenken, was bei Dieseltraktion so aus dem Auspuff geblasen kommt, als vor irgendwelchem "Elektrosmog" einer Oberleitung. (Daß die Oberleitung wie jede Hochspannungsleitung bei Annäherung gefährlich sein kann, sehen wir mal als gegeben an. Aber Abstand schützt da recht zuverlässig.)Ja, sobald eine Stromleitung Ekektrosmog freisetzt, ist das es "Brzzzt" nicht weit entfernt.
Diese Argument ist entweder Antihaltung oder massive Unwissenheit. Die Fragesteller haben vermutlich weder Strom im Haus, von WLAN und Handy ganz zu schweigen.
Auspuffgase sind dagegen Wohlfühlgerüche, sonst müsste der eigene fahrbare Untersatz ja .....
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War ein Recht unterhaltsammer/lustiger Abend. Während der Präsentation konnten direkt Fragen gestellt werden. Ich sage nur Gesundheitsgefährdung durch Elektrosmog von der Oberleitung...
Das wichtigste schon einmal vorab:
Mitte des Jahres sollen die Planfeststellungsunterlagen beim EBA eingereicht werden. Bei positiven Verlauf ohne größere Probleme rechnet man mit 2,5 Jahren Planfeststellungsverfahren -> Ende 2027 Planfeststellungsbeschluss
Im Anschluss dann 1,5 Jahre Bauzeit unter Vollsperrung der Strecke. -> Mitte 2029 Fertigstellung
Persönlich rechne ich eher mit Ende 2030 bei der Inbetriebnahme...
Durch die üblichen NIMBYs bei Bahnprojekten wird der PFB nicht vor 2030 erlassen - Das zeigt die Erfahrung der letzten Jahr(zehnt)e. Dann baut man "fleißig" und mit Glück rollt 2035 auch schon der erste elektrische Zug...
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Besonders das Antiklopfmittel "Ethyl" hat einen angenehmen
Geruch. (daran könnten sich ältere Semester noch gut erinnern
wie es früher an Tankstellen gerochen hat)
Ach das erklärt also die Haltung von einigen Boomer

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Mittlerweile wurde auch die Präsentation, die an der Infoveranstaltung in Nidderau gezeigt wurde hochgeladen:
In Nidderau muss unter anderem die Trasse der Strecke unter der B45 (Standort) und der Bahnhofsstraße/Strecke 3742 abgesenkt werden, um eine Oberleitung insatllieren zu können. Da Frage ich mich schon, warum man beim Bau der B45 (Ortsumfahrung) die Brücke nicht direkt so hoch gebaut hat, dass man die Option für eine Oberleitung direkt mit einplant!?
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Ich hoffe, dass man bei einem Neubau der Zeller Brücke (Standort) der Odenwaldbahn (hessenschau) eine Elektrifizierung der Odenwaldbahn bereits bedenkt. Es müsste ein Gesetz geben, dass Neubauten von Brücken über bestehende nichtelektrifizierte Eisenbahnstrecken ein bestimmtes Lichtraumprofil welches für eine Elektrifizierung notwendig ist einhalten müssen!!!
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Braucht es das wirklich oder reicht es, (seitens aller Infrastrukturbetreiber) ein entsprechendes Regelprofil zu definieren?
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Elektrosmog? Ist das das, was "Brzzzt!" macht, wenn man auf Güterwagen rumklettert? (frage für einen Freund)
Spaß beiseite, ich hätte viel mehr Bedenken, was bei Dieseltraktion so aus dem Auspuff geblasen kommt, als vor irgendwelchem "Elektrosmog" einer Oberleitung. (Daß die Oberleitung wie jede Hochspannungsleitung bei Annäherung gefährlich sein kann, sehen wir mal als gegeben an. Aber Abstand schützt da recht zuverlässig.)Das Thema Elektrosmog wird nicht unerheblich aufgeblasen, aber es gibt tatsächlich eine Minderheit von Menschen, die damit ein Problem hat. Aber diese Personen kannst Du wohl in Deutschland an Deinen Finger abzählen, der Rest hat nur Angst davor.
Was allerdings nicht von der Hand zuweisen ist, sind die massiven Störfelder, die von einer fahrenden E-Lok ausgehen. Die 16,6Hz 15kV Spannung auf dem Fahrdraht ist eher harmlos, was die Abstrahlung betrifft. Je höher die Frequenz desto stärker wird der Skin-Effekt und damit die Abstrahlung. Die ganzen Frequenzumrichter in den modernen E-Loks sind da eine wahre Freude. D.h. durch fahrende Züge kann es zu erhebliche Störstrahlung kommen, und diese kann etwa empfindliche Elektronik in Unternehmen an der Bahntrasse beeinträchtigen.
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Die ganzen Frequenzumrichter in den modernen E-Loks sind da eine wahre Freude. D.h. durch fahrende Züge kann es zu erhebliche Störstrahlung kommen, und diese kann etwa empfindliche Elektronik in Unternehmen an der Bahntrasse beeinträchtigen.
Das sollte aber auch Dieselelektrische Loks mit Drehstromantrieb betreffen, oder?
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Das Thema Elektrosmog wird nicht unerheblich aufgeblasen, aber es gibt tatsächlich eine Minderheit von Menschen, die damit ein Problem hat. Aber diese Personen kannst Du wohl in Deutschland an Deinen Finger abzählen, der Rest hat nur Angst davor.
Was allerdings nicht von der Hand zuweisen ist, sind die massiven Störfelder, die von einer fahrenden E-Lok ausgehen. Die 16,6Hz 15kV Spannung auf dem Fahrdraht ist eher harmlos, was die Abstrahlung betrifft. Je höher die Frequenz desto stärker wird der Skin-Effekt und damit die Abstrahlung. Die ganzen Frequenzumrichter in den modernen E-Loks sind da eine wahre Freude. D.h. durch fahrende Züge kann es zu erhebliche Störstrahlung kommen, und diese kann etwa empfindliche Elektronik in Unternehmen an der Bahntrasse beeinträchtigen.
Das erinnert mich an Röhrenmonitore auf den Bahnsteigen des Braunschweiger Hbf vor ewigen Zeiten. Wenn da der ICE-Triebkopf direkt dran vorbei gefahren ist, gab es eine wunderschön zu beobachtende flackernde Bildstörung. Das empfand ich damals als gewaltige Auswirkung. Wäre die Frage, wie weit diese Auswirkungen reichen.
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und diese kann etwa empfindliche Elektronik in Unternehmen an der Bahntrasse beeinträchtige
Ich selbst bin zwar Softwareentwickler, bei mir in der Abteilung wird aber auch Hardware entwickelt, von daher bekomme ich mit, welchen Aufwand die Kollegen treiben, um genau so etwas zu verhindern. Wenn irgendetwas, das von einer hier zugelassenen Elektrolokomotive in der Vorbeifahrt (und somit mit einem gewissen Abstand, und die störenden Felder nehmen mit dem Quadrat der Entfernung ab - doppelter Abstand = 1/4 Feldstärke) so gestört wird, daß es ein Problem ist, stellt sich mir die Frage, ob das Produkt (was auch immer es sein mag) die vorgebliche CE-Konformität auch wirklich erfüllt.
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Ich selbst bin zwar Softwareentwickler, bei mir in der Abteilung wird aber auch Hardware entwickelt, von daher bekomme ich mit, welchen Aufwand die Kollegen treiben, um genau so etwas zu verhindern. Wenn irgendetwas, das von einer hier zugelassenen Elektrolokomotive in der Vorbeifahrt (und somit mit einem gewissen Abstand, und die störenden Felder nehmen mit dem Quadrat der Entfernung ab - doppelter Abstand = 1/4 Feldstärke) so gestört wird, daß es ein Problem ist, stellt sich mir die Frage, ob das Produkt (was auch immer es sein mag) die vorgebliche CE-Konformität auch wirklich erfüllt.
Es geht ja nicht nur um fertige Produkte, während der Entwicklung oder Produktion kann es sein, dass z.B. Abschirmungen nicht vorhanden sind, so dass die Geräte gestört werden können. Gerade bei empfindlichen Messungen kann das ein Problem sein.
Ich musste spontan an diesen Fall denken. In diesem Fall war das eine Firma für Feinmechanik, die gegen den Ausbau geklagt hatte.
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War ein Recht unterhaltsammer/lustiger Abend. Während der Präsentation konnten direkt Fragen gestellt werden. Ich sage nur Gesundheitsgefährdung durch Elektrosmog von der Oberleitung...
Das wichtigste schon einmal vorab:
Mitte des Jahres sollen die Planfeststellungsunterlagen beim EBA eingereicht werden. Bei positiven Verlauf ohne größere Probleme rechnet man mit 2,5 Jahren Planfeststellungsverfahren -> Ende 2027 Planfeststellungsbeschluss
Im Anschluss dann 1,5 Jahre Bauzeit unter Vollsperrung der Strecke. -> Mitte 2029 Fertigstellung
Persönlich rechne ich eher mit Ende 2030 bei der Inbetriebnahme...
Ich erinnere mich noch gut daran, als vor mittlweile 6 Jahren in Wehrheim die (Zeit-) Planung für die Elektrifizierung der Taunusbahn vorgestellt wurde. Inbetriebnahme zum Farplanwechsel 2022/23