Pläne für die "City-Bahn" kommen voran...

  • Der Focus berichtet über den derzeitigen Stand der Planungen: http://www.focus.de/regional/w…rt-online_id_7701484.html


    Dort wird auch erwähnt, dass die Seite citybahn-verbindet.de inzwischen eine FAQ mit 30 Fragen und Antworten hat. Hier: http://www.citybahn-verbindet.de/faq/


    Der Zeitplan sieht zurzeit vor, dass voraussichtliche Mitte November die Ergebnisse zur Tragfähigkeit der Theodor-Heuss-Brücke vorliegen, im Dezember die NKU veröffentlicht wird und am 12. Dezember im Verkehrsausschuss der beiden Städte erläutert wird. Ab Januar soll dann die Bürgerbeteiligung starten. Sobald mit dem Bau begonnen wird, will man an der Theodor-Heuss-Brücke starten und von dort in beide Richtungen bauen. Wenn ein Abschnitt fertig ist, soll dieser auch befahren werden. Somit könnten die ersten Citybahnen zwischen Mainz und Kastel fahren.


    Bisher noch keine Antwort habe ich auf die Frage bekommen, wie denn die geplanten Doppelzüge in Mainz zum Einsatz kommen sollen? Diese dann ca. 60 Meter langen Fahrzeuge würden die Haltestellen im Mainzer Innenstadtbereich komplett blockieren. Gleiches gilt natürlich auch für Wiesbaden. Falls an den Citybahn-Haltestellen noch Busse halten sollen, müssen die Bahnsteige enorm lang werden...

  • Jäkii:

    Zitat

    Der Zeitplan sieht zurzeit vor, dass voraussichtliche Mitte November die Ergebnisse zur Tragfähigkeit der Theodor-Heuss-Brücke vorliegen,....


    Was ist, wenn die Brücke nicht die ausreichende Tragfähigkeit hat? Ich kann mir vorstellen, dass es dann richtig teuer wird die Brücke nachzurüsten.
    Ein Verzicht auf eine Verbindung mit Meenz hat dann andere Kosten zur Folge,- es müsste ein Betriebshof, Wekstätten und was sonst noch so zu einem Straßenbahn Betrieb gehört in Wiesbaden errichtet werden.

  • Die AZ schreibt dass dazu
    Theodor-Heuss-Brücke wohl stabil genug


    „Beides hat Vor- und Nachteile“, sagt Sidiani, der indes jede Festlegung vermeidet: „Uns ist wichtig, dass wir ergebnisoffen prüfen.“ Die Diskussion über Streckenvarianten sei zudem ein wichtiger Bestandteil der Bürgerbeteiligung.


    Auch bei der für das Projekt überaus wichtigen Frage, wie die City-Bahn ans Mainzer Straßenbahnnetz angeschlossen werden kann, will Sidiani noch nicht ins Detail gehen. Allerdings, so viel sagt er, gebe es „erste Signale“ der beauftragten Planungsbüros, dass die Theodor-Heuss-Brücke stabil genug sei für die City-Bahn. Die Rede ist aber davon, dass die Statik mit Stahlstreben verstärkt werden müsse. Diese sollen nicht mit dem Denkmalschutz kollidieren, heißt es.

  • Soweit ich verstanden haben muss doch gleich im ersten Schritt Mainz angeschlossen werden, da die Straßenbahnen doch in Mainz gewartet werden sollen

  • Die Wiesbadener FDP (Freie Demokraten im Rathaus) hat in der FR eine Anzeige geschaltet in der sie
    am 27.11.2017
    um 19:00 Uhr
    im Friedrich Naumann Saal (Haus an der Marktkirche, Schlossplatz 4)
    zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel
    "Busse statt Stadtbahn?, Diskutieren Sie Alternativen mit uns"
    einlädt.
    Welche möglichen Alternativen sieht die FDP denn? Einen SUV für jeden Wiesbadener Bürger ?(
    Es müsste doch, wenn es nach der FDP geht BUS oder Stadtbahn heissen.

  • Die Wiesbadener FDP (Freie Demokraten im Rathaus) hat in der FR eine Anzeige geschaltet

    Diese Anzeige ist auch in der FNP. Blöd, dass die Ortsangabe ohne Stadtnamen ist. :thumbdown:
    Wiesbaden wird im unleserlichen, kleingedruckten Impressum genannt. Das könnte die Landes-FDP sein, die nach Darmstadt, Bad Homburg, Kassel oder sonst wo einlädt.

  • ^Psssssssssst, Kuckuck, mach sie doch nicht noch darauf aufmerksam. Ich wundere mich immer wieder, wie man sich so verrennen kann, aber vermutlich fähren FDP-Mitglieder und -Wähler nicht mit den Öffentlichen. Sonst hätten sie schon lange genug von überfüllten Bussen...

  • Die Bremser stehen in den Startlöchern. :rolleyes: Es hat sich eine BI gebildet, die einen Bürgerentscheid zur Citybahn vorbereitet.
    Die Citybahn sei Luxus, es fallen Fahrspuren für die Autos weg, die Bürger würden nicht ausreichend beteiligt und überhaupt wüsste man nicht, wo sich moderne Mobilität hinbewegt,- Stichwort autonomes fahren.
    Laut des FR Artikels ist auch die ESWE gegen die Citybahn, wie auch ie FDP?

  • Es ist ein Trauerspiel. Ich pendel von FFM nach Wiesbaden. Da ich mir die Wiesbadener Busse nicht mehr antun will, nehme ich das Fahrrad im Zug mit. Letzte Woche, nach langer Zeit, war ich wegen meines defekten Fahrrades ausnahmsweise auf den Bus angewiesen.
    Und es war schon der Hohn, dort am Bahnhof am Bussteig zu stehen, auf die nicht kommende Linie 6 zu warten. Vor einem mit Abbiegespuren teilweise Autos auf 8 Spuren. Und dann hängt dort das Plakat der F.D.P. und preist das Bussystem.
    Als dann nach längerem Warten die verspätete, komplett volle 6 aus Mainz kam, musste Fahrgäste eng stehen. Jeder Fahrgastwechsel dauert ewig, weil die Ausstiege in Bussen viel zu eng sind. Kein wirklich nutzbares Multifunktionsabteil ist vorhanden. Weitere Kinderwagen und Postboten mussten draußen bleiben und auf den nächsten Bus warten und hoffen. Der eine Kinderwagen im Bus versperrt dafür die Gänge. Bis die Türen wieder schließen können, dauert es ewig. (Die Türen sind aber auch extrem sensibel eingestellt.)


    Meines Wissens gibt es von den 25 größten Städten neben Wiesbaden nur noch eine ohne SÖPNV und das ist mit Münster eine Stadt, in der das Fahrrad ein Großteil des Verkehrs aufnehmen kann.


    Wem übrigens wundern sollte, warum gerade die F.D.P. für Fahrradspuren in ihrem Programm ist. Als Fahrradfahrer kann ich bestätigen, dass Fahrradspuren hervorragende Kurzzeitparkplätze sind und intensiv in Wiesbaden als solche genutzt werden.

  • Laut des FR Artikels ist auch die ESWE gegen die Citybahn, wie auch die FDP?

    Das hast Du falsch gelesen: in dem Artikel steht, noch vor Weihnachten sollten die Stadtverordneten darüber abstimmen, ob die Citybahn gebaut wird – oder eben nicht. Sie gelte als eines der großen Zukunftsprojekte Wiesbadens, mit dem der Öffentliche Nahverkehr usätzlich zu den Elektrobussen emissionsfrei verwirklicht werden könne. Das sei zumindest die Meinung der Rathauskooperation aus CDU, SPD und Grünen, aller Stadtverordneten außer denen der FDP sowie des Nahverkehrsbetriebs Eswe.


    Ich verstehe den Satz so, dass es die Meinung der ESWE sowie aller Stadtverordneten sei, außer denen der FDP. "Außer" bezieht sich nur auf die FDP.


    Q: FR

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • FR:

    Zitat

    Sie gilt als eines der großen Zukunftsprojekte Wiesbadens, mit dem der Öffentliche Nahverkehr zusätzlich zu den Elektrobussen emissionsfrei verwirklicht werden kann. Das ist zumindest die Meinung der Rathauskooperation aus CDU, SPD und Grünen, aller Stadtverordneten außer denen der FDP sowie des Nahverkehrsbetriebs Eswe.


    tunnelklick:

    Zitat

    Ich verstehe den Satz so, dass es die Meinung der ESWE sowie aller Stadtverordneten sei, außer denen der FDP. "Außer" bezieht sich nur auf die FDP.


    Ok, wenn man den Satz in dem Kontext liest, dass auf die Zustimmung / Ablehnung der Stadtverordneten Bezug genommen wird, die ESWE aber keine Stadtverordneten stellt, wird es verständlich.
    Ist aber schon etwas blöd formuliert. ;)


    Aber wie dem auch sei, angesichts des "2. Dieselgipfels" SPON, auf dem man erörtern möchte wie die Stickoxid Emissionen in den Städten rduziert werden kann, ist diese BI und die Meinung der FDP der reine Hohn.