Neuer Bus-Betriebshof in Praunheim?

  • Die 3 Wochen sind lange um, selbst dieFR zweifelt wohl:

    Zitat

    Ungeachtet der missglückten Bestellung will Traffiq in den kommenden Ausschreibungen weitere Wasserstoffbusse ordern. So sollen ab Dezember 2021 bei der städtischen Busgesellschaft ICB 22 Wasserstoffbusse fahren, auf den Busbündeln D (Mitte-Ost) und E (Mitte-Nord). Mit Wasserstoff betankt werden sollen sie entweder im Industriepark Höchst oder auf dem neuen Betriebshof - falls dieser bis dahin gebaut ist.

    Weiß jemand was neues?

  • Bus-Betriebshof geht nach Rödelheim


    Die Frage im Titel dieses threads kann man seit heute mit nein beantworten. Der neue Bus-Betriebshof geht nicht nach Praunheim, sondern nach Rödelheim. Die ABG Frankfurt Holding hat an der Lorscher Straße neben dem Garten-Center Dehner eine über 40.000 m² große Fläche erworben. Seit etwa 120 jahren befindet sich dort eine Baumschule (Wirtz & Eicke), die vor fünf Jahren vom Garten-Großhändler Dehner übernommen wurde. Dehner betreibt nebenan ein Garten-Center, soll aber kein Interesse an der Baumschule haben. Das berichtet die FAZ heute (online hinter paywall)


    betriebshof_bus6bkmo.jpg

    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 06.2020, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Ein Modell könnte sein, dass die ABG den Betriebshof baut und an die VGF oder ICB verpachtet. Einzelheiten will der Dezernent nächste Woche mitteilen.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Der neue Betriebshof liegt verkehrlich ein wenig suboptimal würde ich sagen. Um Fahrzeuge von dort in die Stadt günstig zu schicken, werden viele Leerfahrten via Westerbachstraße/A648 wohl stattfinden müssen, die ja jetzt schon im Stau versinkt

  • Der neue Betriebshof liegt verkehrlich ein wenig suboptimal würde ich sagen. Um Fahrzeuge von dort in die Stadt günstig zu schicken, werden viele Leerfahrten via Westerbachstraße/A648 wohl stattfinden müssen, die ja jetzt schon im Stau versinkt

    Fangen denn so viele Kurse an oder hören auf, während es Stau gibt? Ich würde schätzen, dass zu den Stauzeiten auch praktisch alles fahrbare wirklich fährt und schon davor auf die Strecke und erst danach von der Strecke runter fährt.

  • Der neue Betriebshof liegt verkehrlich ein wenig suboptimal würde ich sagen. Um Fahrzeuge von dort in die Stadt günstig zu schicken, werden viele Leerfahrten via Westerbachstraße/A648 wohl stattfinden müssen, die ja jetzt schon im Stau versinkt

    Das wäre auch so gewesen, wenn er an dem ursprünglich geplanten Standort gebaut worden wäre, nicht weit entfrnt vom jetzt geplanten.
    Schade um die Bäume.
    Zumindest liegt er an der "kleinen" Autobahnabfahrt, von der A5 kommend.
    Etwas besser gelegen, wäre eben das Gewerbegebiet Praunheim gewesen.

    Ein Modell könnte sein, dass die ABG den Betriebshof baut und an die VGF oder ICB verpachtet. Einzelheiten will der Dezernent nächste Woche mitteilen.

    Möglicherweise ist die ABG auch aus dem grund involviert, da sie ja auf dem jetzigen Gelände am Rebstock Wohnungen bauen möchte.

  • Wie viele Busse wird der neue Betriebshof dann aufnehmen können? Und wird er auch eine eigene Halle bekommen?


    Wie wird es mit dem Laden der E-Fahrzeuge gemanaged?


    Welche Linien werden dann von hier aus bedient?

  • Grundstücke dieser Größe und für diese Nutzung sind extrem rar in Frankfurt, man kann daher wohl von Glück sagen, dass sie überhaupt ein passendes Grundstück gefunden haben.

    Stimmt,- ich hätte halt vermutet, das Mercedes doch dioe Heerstraße verlassen wrd, böte sich doch dies als Betriebshof an.

    Werkstätten und Platz ist ausreichend vorhanden.

    An die Busfahrer die hier unterwegs sind,- wie kommt ihr gewöhnlich zur Arbeit? Der neue Standort ist nun ÖPNV mäßig eher suboptimal erschlossen.

  • Handelt es sich nur um das rot eingezeichnet Areal?

    Denn zw. der Überleitung von A5 zur A66 bzw. zur Lorscher Str. ist auch noch Baumschulareal. Könnte zum Beispiel zur direkten Erschließung genutzt werden.

  • Zumindest gibt es da direkt am Gelände keine größere Wohnbebauung. Da dürften Beschwerden wegen möglicher Lärmbelastung durch die Busse und den Werkstattbetrieb hoffentlich von vornherein ausgeschlossen sein.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Gestern wurden anlässlich eines Pressetermins zum Wohnbauprojekt "Am Römerhof" Details zum neuen Standort bekannt.

    - der Betriebshof am Römerhof wäre auch ohne das Neubauprojekt ein Problemfall, zu alt, zu klein, unwirtschaftlich, kurzum: aus der Zeit gefallen.

    - Das Ersatzgelände umfasst rd. 60.000 m² und ist damit noch größer als von mir in einem der Vorbeiträge vermutet.

    - davon ist ein 40 m breiter Streifen parallel zur A66 unbebaubar (Anbauverbot nach FStrG), das sind rd. 20.000 m², die als Abstellflächen für Busse und die PKW der Fahrer dienen werden

    - geplant wird für eine Kapazität von rd. 250 Bussen

    - es gibt (natürlich) neuen Hallen, Werkstatt, Waschanlage, Büro- und Sozialräume

    - vorgesehen ist Tank- und Ladeinfrastruktur für Diesel, Elektro- und Wasserstoffantriebe


    Auf Nachfrage wurde erklärt, die Fläche diene ausschließlich dem Busbetriebshof, es gebe keine anderen Nutzungen. Ob die Kapazität ausgeweitet werden könnte, falls die Stadt weitere Linienbündel rekommunalisiert, verneinte Oesterling. Sollte dies der Fall sein, müsste ein weiterer Betriebshof im Osten der Stadt angestrebt werden.


    Den Bau wird die ABG Frankfurt Holding erstellen, ob sie ihn behält oder an die VGF übergibt oder diese nur Mieter/Pächter ist sowie Einzelheiten der Finanzierung werden noch zwischen ABG und VGF verhandelt. Die Bauplanung ist praktisch ausführungsreif. Die Stadt prüft derzeit, ob sie einen B-Plan aufstellen muss oder ob auch ohne B-Plan genehmigt werden könne. In diesem Fall könnte der Baubeginn sehr rasch erfolgen.


    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 06.2020, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

  • FStrG = Fernstraßengesetz? Ist das Anbauverbot durch Lärmschutz begründet oder durch was? Wenn es Freihalten für eventuelle spätere Ausbauten ist, wäre das ja nicht zukunftssicher, oder?

  • Fernstraßengesetz, ja. Schutzgut des Anbauverbots ist die Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs. Je mehr Verkehr und je schneller dieser, um so wichtiger der Abstand, sagt die reine Lehre. Das Anbauverbot kann zu einer Anbaubeschränkung gemildert werden mit Zustimmung von HessenMobil. Im Rahmen einer Bauleitplanung können Bebauungen abgestimmt werden, die zu einer Reduzierung des Abstandes führen können.


    Ohne B-Plan geht nur was unter Wahrung des 40-m-Abstandes. Mit B-Plan ginge es evtl. mit weniger Abstand, aber dafür hat man ein kompliziertes und langwieriges B-Planverfahren. Kommt mir vor wie Pest oder Cholera.


    @Oles Frage nach den Hallen kann ich nicht beantworten, es wurden keine Visualisierungen des Vorhabens gezeigt. Da müssen wir abwarten.