traffiQ sucht neue Ideen für Nahverkehr (Unterstützung erbeten, Gewinne in Aussicht)

  • Komisch, ich fahre mit dem Auto auch auf gepflastertem Gleis flüsterleise...


    Ersten ist das ziemlich OT. Zweitens solltest du dringend die Reifen des Autos wechseln, wenn sie keinerlei Profil mehr haben. Profilreifen geben immer Abrollgeräausche ab, mehr sogar, wenn die Lamellen auf die Kopfsteinplflasterkanten treffen. Schall breitet sich übrigens mit zunehmender Entfernung aus, so dass du im Auto weniger Abrollgeräusche hörst als z.B. in 5 Meter Entfernung.

  • Erstens stimmt. Zweitens ist alles in Ordnung, der Trick ist, möglichst nicht auf dem Pflaster zu fahren, und möglichst viel Eisen unterm Rad zu haben. Mein Auto hat Normalspur ;). Drittens ist klar, deshalb ist ja auch das Geräusch der Flugzeuge in der City lauter als auf dem Flughafen. Hättest Du was von Abstrahlwinkel und Dämpfung durch die Karosserie gesagt, wäre das ja noch gegangen, aber schall nimmt mit der Entfernung ab.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Interessantes Projekt. Betrifft das eigentlich nur Bus und Straßen-/Stadtbahn oder die S-Bahn auch mit? Denn traffiQ hat ja, soweit ich weiß, auf die S-Bahn keinen Einfluß... leider. Meines Erachtens nach gehört die aber auch zum Nahverkehr in und um Frankfurt; vielleicht habt ihr ja die Möglichkeit, da ein wenig auf den RMV und auf den entsprechenden DB-Bereich einzuwirken. Ich bin zwar Lokführer bei der S-Bahn, aber ich habe es schon vor Jahren aufgegeben, hier irgendwas reißen oder sagen zu wollen - reden kann ich genausogut mit meiner Mikrowelle, die widerspricht mir wenigstens nicht dauernd, fällt mir nicht ständig ins Wort und gibt wenigstens ab und zu ein "Bing!" zur Bestätigung von sich; und schriftlich Verbesserungsvorschläge einreichen: nö, hab ich ebenfalls aufgegeben, die "Antworten" oder vielmehr Ausreden, mit denen ja doch nur alles abgeschmettert wird, kenne ich inzwischen auswendig und im Voraus: "Zu teuer!!!" / "Ist vom RMV so nicht gewünscht!" / "Ist eine Bauartveränderung, müßte vom EBA genehmigt werden, dauertkostetdauertkostetblablabla" - irgendwann hat man einfach keine Lust mehr auf diesen Schmus. Und wenn von Bestellerseite her keine klaren Vorgaben gemacht werden, ändert sich auch nichts - dahinter wird sich hier im Betrieb zu gerne versteckt, deshalb muß für wirklich effektive Verbesserungen der Besteller dem Betrieb eindeutige Vorgaben machen - diese Vorgaben müssen aber von Praktikern kommen oder mit diesen abgestimmt werden, sonst wird es doch wieder nur halbgarer Murks.


    Keine Denkverbote, ja? Gefällt mir. Dann wollen wir mal auspacken, ne? Geht zwar nur um die S-Bahn jetzt, aber das ist eben das, womit ich ständig zu tun habe.


    Ich warne mal lieber vor: wer Fahrgäste nur in Watte packen will und für wen alles andere schon grobe Beleidigung ist, der ist bei mir falsch. Ich spreche Dinge an, wie ich sie sehe, wenn ich schon mal gefragt werde wie hier im Thread - das wird aber mit Sicherheit nicht allen schmecken.


    Genug gelabert. Was ist das große Problem der S-Bahn? Nun, sicher doch ihre Pünktlichkeit. Dort müssen wir ansetzen.


    Und zwar läßt sich das ganz einfach runterbrechen: es gab in den 50ern Bundesbahn-intern mal dieses Poster:



    Genau da müssen wir wieder hin.


    Dazu müssen aber auch die Fahrgäste in die Pflicht genommen werden. Es muß endlich Schluß sein mit falsch verstandener Kundenfreundlichkeit, die sich über Jahre und Jahrzehnte immer mehr zu einer "Arschlecke-Freundlichkeit" entwickelt hat: der Fahrgast ist natürlich unser Kunde (hoffentlich zahlend), aber er hat eben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Eine davon ist die Mitwirkung an der eigenen pünktlichen Beförderung. Heißt: niemand hat das Recht, allen anderen Fahrgästen seinen Willen aufzuzwingen, indem mutwillig Türen festgehalten oder wieder aufgestemmt werden. Wer mit einer ganz bestimmten Fahrt mitfahren will, hat sicherzustellen, daß er vor der planmäßigen Abfahrtszeit dieser Fahrt am Bahnsteig steht - ansonsten tut es auch die nächste Fahrt! Leider hat sich massiv die Unsitte entwickelt, daß Türen festgehalten werden, sich in die Türen gestellt wird, Arme/Beine/Taschen in zulaufende Türen geschleudert werden, damit die auch jaaaa wieder aufgehen - so schlimm und extrem wie hier in Frankfurt ist mir das noch nirgendwo aufgefallen, ich nenne das den "Frankfurter Egoismus": "ICH muß noch genau mit dieser S-Bahn mit, also hat diese S-Bahn auf MICH zu warten - ob sich in dieser Bahn schon hunderte Leute befinden, die rechtzeitig da waren und pünktlich ankommen / ihren Anschluß erreichen wollen, ist MIR doch völlig egal!!!" - so geht es nicht, wir sind nicht das Privattaxi der Leute. Das aber muß den Fahrgästen zwingend deutlich gemacht werden.


    Hierzu wäre zuerst einmal nötig, daß Türen konsequent schließen können. Ich weiß: in der Tunnelstammstrecke sollen wir ja generell nur mit Zwangsschließen fahren. Bringt aber leider original gar nichts, da der Einklemmschutz ständig als "Tür-Wiederöffner" mißbraucht wird und bei Zwangsschließen dann lediglich zu Türstörungen führt. Also wäre es erforderlich, daß wir diesen Einklemmschutz abschalten können - damit die Türen konsequent und am besten mit bei jedem Schließversuch wachsender Kraft zulaufen können. Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist eine Wiedereinführung der Bahnsteigaufsichten erforderlich, die per Lautsprecher deutlich einen Achtungspfiff und ein "Zurückbleiben!" (nicht durch "bitte" aufgeweicht, wohlgemerkt; sondern als unbedingte Aufforderung ohne "bitte", nicht als Bitte mit "bitte"!) zu Gehör bringt - worauf die Türen kompromißlos schließen. Türfesthalter oder Leute, die unbeirrt in die zulaufende Tür laufen oder sie gar absichtlich blockieren / wieder aufstemmen, werden vom Sicherheitsdienst konsequent für den Rest des Tages des Betriebes verwiesen - was einmal gesagt war (hier: "Zurückbleiben!"), das war auch so gemeint und ist einzuhalten, ohne Wenn und Aber und ohne Diskussionen. Gleiches gilt, wenn mitfahrender oder streifender Sicherheitsdienst an Stationen außerhalb der Stammstrecke mitbekommt, daß Leute "freundlicherweise" Türen aufhalten: "Ei, da hinne komme noch finf Leide aagedappt, ei, die misse jetzt aach noch Kärtche kaafe, ei, da muß der Zug so lang warte" - nein. Abgelehnt. Wer da Türen blockiert, wird ebenso konsequent von der Fahrt ausgeschlossen - dann kann er den Zuspätkommern beim Warten auf die nächste Bahn gerne Gesellschaft leisten. Wie gesagt: der Fahrplan muß wieder Gesetz werden! Und wer meint, das würde ihn nichts angehen und die S-Bahn hat auf ihn zu warten oder auf die, denen er was Gutes tun will: auf Wiedersehen, raus; das Interesse der anderen Fahrgäste in der Bahn überwiegt hier eindeutig. Da darf es auch keine falsch verstandene Freundlichkeit geben, daß nach so einem Ausschluß dann seitenlange Entschuldigungsschreiben fabuliert und am besten noch mit einem ganzen Paket an Gutscheinen garniert werden - nein. Einfach nur: nein. Wie gesagt: die S-Bahn ist ein öffentliches Verkehrsmittel (kein Taxi und auch kein Limousinenservice), und die Fahrgäste haben neben ihren Rechten auch Pflichten. Beides ist konsequent durchzusetzen - aber eben wirklich konsequent und nicht im Nachhinein dann doch wieder aufgeweicht nach dem Motto "ach, brauchst dich nur beschweren, und schon landet die dicke fette Entschädigung bei dir".


    Da S-Bahnen häufig fahren (tagsüber mindestens alle 30, in der HVZ ja bis auf die S7 sogar alle 15 Minuten oder durch Überlagerung sogar noch öfter!), wird natürlich auch auf nichts und niemanden mehr gewartet - Abfahrtszeit, Ausfahrt steht, also Türen zu und ab dafür. Immerhin befinden sich bereits genug Leute IM Zug, die rechtzeitig da waren und die pünktlich ankommen und/oder ihrerseits wieder Anschlüsse erreichen wollen, und deren Interessen haben eindeutig Vorrang vor den Interessen jener, die nicht rechtzeitig zur Abfahrt da waren! Auch wenn das verspätete Anschlüsse betrifft - so bedauerlich es ist, aber in aller Regel kommen aus einem verspäteten Anschlußbus/-zug weniger Fahrgäste, als von einer verspäteten Weiterfahrt betroffen wären.


    Nochmal zur Zugabfertigung: innerhalb der Tunnelstammstrecke, wo der Fahrgastwechsel von örtlichen Aufsichten überwacht wird, muß der Einklemmschutz wirklich abgeschaltet werden können, damit die Türen konsequent schließen können. Außerhalb, wo der Tf alleine abfertigt bzw. den Serviceblick tätigt (Abfertigungsverfahren TAV), geht das natürlich nicht, dort muß der Einklemmschutz aktiv sein - aber auch hier eben durch Streifen Fehlverhalten konsequent geahndet werden.


    Natürlich muß den Fahrgästen auch zur Kenntnis gegeben werden, welcher Bereich der Türen von Rucksäcken, Fahrradreifen, ausladender Kleidung usw. freizuhalten ist, weil dort die Lichtschranken (Lichtgitter) verlaufen. Eine Lösung hierfür hat München schon seit Jahren parat: in deren S-Bahnen sind diese Bereiche in unübersehbarem Warn-Gelb markiert, und es gibt entsprechende Info-Aufkleber, daß diese Bereiche eben freizuhalten sind, damit die Türen schließen können.


    Als nächstes ist DB Netz in die Pflicht zu nehmen. Es kann nicht sein, daß immer und immer wieder pünktliche S-Bahnen in die Ecke gestellt werden, nur damit erst Minuten später irgendein anderer verspäteter Zug vorbei kann - "ei, gehst in Raunheim auf die Seite, da kommt erst noch der Schnelle, und dann kommt noch der andere von der Rennbahn, dann gehts für dich weiter, kann so 10 Minuten dauern" - bei solchen Äußerungen der Streckendispo könnte ich durch die Decke gehen. LEIDER gilt im DB-Netz immer noch diese "Hackordnung" der Züge; dem Fernverkehr wird rigoros alles untergeordnet, und wenn der verspätete Herr IC irgendwann geruht, herzuzukommen, hat alles andere auf die Seite zu gehen - auch wenn eine bis dato pünktliche S-Bahn damit heillos verspätet wird. Als nächstes kommt alles, was unter der Rubrik "RE" fährt (egal, welches EVU), dann kommt die RB, und dann vielleicht mal die S-Bahn - das tut es, gerade hier im Ballungsgebiet, nicht. Hier muß gelten: was einmal später ist, hat Pech gehabt, und wenn es eben der ICE ist - Pech! Es wird kein pünktlicher Zug kaputtgemacht und keinem pünktlichen Zug Verspätung reingekracht, nur damit der andere verspätete Zug fahren kann! Es ist nicht einzusehen, daß ständig immer nur die S-Bahn dran glauben muß, nur damit alles andere fahren kann! Langfristig ließe sich dieser Mißstand wohl nur durch "sortenreine" Strecken beheben, die aber sind leider nicht in Sicht - dazu wäre auf allen Mischbetriebs-Strecken durchgehend viergleisiger Ausbau nötig, das ist leider illusorisch.


    Disponiert Netz dann doch so, daß die S-Bahn das Nachsehen hat, muß es für die S-Bahn die Möglichkeit geben, Netz konsequent in Regreß zu nehmen - die Fahrplantrasse war so bestellt und zugesichert, wie es im Fahrplan steht, und nicht mit 10 Minuten Zwangsaufenthalt irgendwo, weil erst noch eine vlexx oder sonstwas gemütlich angeschnurchelt kommt!


    In der Tunnelstammstrecke sind die Ausfahrsignale (die an den Bahnsteigenden) nicht, wie sonst üblich, durch Vorsignale vorangekündigt, sondern es ist immer davon auszugehen, daß sie Rot anzeigen - so lange, bis man das Gegenteil sieht. Gesichert sind sie durch verschiedene Geschwindigkeitsprüfabschnitte, die zuvor kommen und am Bahnsteig verteilt liegen - wo genau und welche Geschwindigkeiten, hängt stets von den Gegebenheiten dessen ab, was hinter dem Ausfahrsignal kommt. - Leider sind diese Geschwindigkeitsprüfabschnitte noch auf das Bremsvermögen des ET 420 ausgelegt, dieser hatte aber ein deutlich schlechteres Bremsvermögen und langsameres Ansprechen der Bremsen bei einer Zwangsbremsung als die heute eingesetzten Fahrzeuge. Durch den vermehrten Einsatz von Langzügen muß auch öfter als früher der gesamte Bahnsteig abgefahren werden - leider meistes spätestens ab Bahnsteigmitte in "Uroma-Einschlaf-Geschwindigkeit", weil die Prüfabschnitte keine höhere Geschwndigkeit zulassen (das Ergebnis wäre dann eine Zwangsbremsung, bei der ein Teil des Zuges noch außerhalb des Bahnsteigbereiches stehen würde). Bei Vollzügen fällt das meist nicht auf, weil man sowieso deutlich früher anhält; beim Langzug hingegen schleicht man noch zum Bahnsteigende, während ein Vollzug bereits stehen und der Fahrgastwechsel laufen würde. Auch das kostet wertvolle Sekunden. Hier sollte dringend geprüft werden, ob die Prüfgeschwindigkeiten der vorhandenen Prüfabschnitte nicht, dem deutlich höheren Bremsvermögen der heute ausschließlich eingesetzten Fahrzeuge angepaßt, erhöht werden können, damit zügiger zum Halteplatz gefahren werden kann.


    Auch die Lokführer müssen entsprechend geschult werden, daß eben der Fahrplan Gesetz ist. Dazu gehört: beim Ablösen unterwegs wird eben nicht erst Kaffeeklatsch am Zug gehalten; und es wird auch nicht, wie ich es von manchen Kollegen kenne, "immer ne Minute später abgefahren, dann kommen alle noch mit, und ich brauch auf keinen Fahrplan gucken" - auch solche Äußerungen... reizen mich, vorsichtig gesagt. Außerdem muß anscheinend einigen Kollegen klargemacht werden, daß man im Berufsverkehr, wo der Fahrgastwechsel aufgrund höherer Anzahl an Fahrgästen naturgemäß länger dauert, eben deutlich straffer fahren MUSS als mitten in der Nacht, wo fast keiner unterwegs ist und man kaum Zeit für den Fahrgastwechsel braucht. Da hat dann auch "Energie-Sparen" hintenan zu stehen - und wenn der Teamleiter dreimal nach Luft schnappt: "ei, so viel verbraucht!" Spielt keine Rolle, darf keine Rolle spielen! Pünktlichkeit geht vor! Natürlich auch nicht sinnlos rasen; in der NVZ dann drei Minuten an jedem Halt rumstehen ist genauso unsinnig, wie in der HVZ dem Fahrpaln hinterherzubummeln.



    Ein schönes Beispiel für funktionierenden Nahverkehr auch im Ballungsraum liefert meiner Ansicht nach Prag. Es gibt dort drei Metro-Linien (jede auf vollständig eigener Trasse, keine Linienwegüberschneidungen), die in der HVZ alle 2 - 3 Minuten fahren. Damit das klappt, MUSS natürlich konsequent pünktlich gefahren werden - und siehe da, trotz riesigen Fahrgastansturms zur HVZ klappt das! Dito Straßenbahnen und Stadtbusse - es wird abgefertigt, und das konsequent. In Prag kennt man selbst bei Neubaufahrzeugen an den Türen weder Lichtschranken noch Einklemmschutz. In der Metro fertigt der Tf grundsätzlich mittels Monitor selbst ab (was keine Schwierigkeit ist, da sich die Zuglänge nie ändert und die Zuglänge überschaubar ist); in den mit Aufsicht besetzten Stationen hört und sieht man von dieser, solange alles läuft, nichts. Versucht aber jemand, Türen festzuhalten, oder benimmt sich sonstwie daneben, schreitet die Aufsicht sofort ein: erst mit Lautsprecheransage, falls das nichts bringt, ist sofort der Sicherheitsdienst da und geleitet den Fahrgast hinauf ans Tageslicht. Dort hat der Fahrplan absolute Priorität - gewartet wird auf nichts und niemanden; nein: der Fahrgast erwartet das Beförderungsmittel, nicht umgedreht! Dasselbe gilt für die "S-Bahn" (Esko), auch dort ist der Fahrplan Gesetz. Mir erschien bei meinen Besuchen dort die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit deutlich besser als hier in Frankfurt - zum einen fehlt weitgehend der "Frankfurter Egoismus", zulaufende Türen werden akzeptiert, generell verhalten sich die Fahrgäste wesentlich disziplinierter; zum anderen ist dort eben der Fahrplan Gesetz - für alle Beteiligten.


    Nun gibt es ja gelegentlich Bauprojekte, die der Allgemeinheit zugute kommen, wie etwa neue Stationen oder zusätzliche Gleise. Auch da scheint man in Prag wesentlich durchsetzungsstärker zu sein. Hierzulande klagen und prozessieren ja ständig alle möglichen NIMBYs (Marke "Bürgerinitiative Grüner Grashalm e.V.", "wir sind gegen jeden Ausbau!!!!!") ausnahmslos jedes Projekt kurz und klein und verzögern es um Jahre bis Jahrzehnte (siehe "2statt4" im Bereich Frankfurt - Friedberg; völlig resistent gegen Argumente!), dort ist man offensichtlich durchsetzungsstärker. Bei meinem Besuch 2015 fuhr ich eine bestimmte Strecke, auf der es keinen Haltepunkt gab und auch nichts darauf hindeutete, daß einer gebaut werden würde; nur ein Jahr später war zwischen Praha-Vršovice und Praha-Krč auf einmal der neue Haltepunkt Praha-Kačerov in Betrieb (noch dazu in einem vorhandenen Geländeeinschnitt neu angelegt)! Auch hier sollte Einfluß genommen werden, daß Projekte, die der Allgemeinheit zugute kommen, schneller durchgesetzt werden können.


    Allgemein kann ich zum Thema "Effektives Betreiben von ÖPNV in Großstadt und Ballungsraum" eine Reise zum Erfahrungsaustausch mit ROPID (dem örtlichen Verkehrsverbund), dem DP hl.m. Prahy (dem Verkehrsbetrieb, entspricht für Frankfurt der VGF) und der ČD (Betreiber der Eisenbahnen) nach Prag nur sehr empfehlen.



    Noch kurz zu den "Fahrgastsprechstellen" in der S-Bahn: diese werden von mir wie auch vielen anderen Kollegen mittlerweile ignoriert. Grund: die Anforderungen sind in aller Regel Fehlauslösungen durch ungünstig angebrachte und allzu leichtgängige Taster, und: wir dürfen uns bei unseren betrieblichen Aufgaben nicht ablenken lassen; die sichere Durchführung der Zugfahrt hat Vorrang. Heißt im Klartext: wir sind für das sichere und pünktliche Fahren der Züge da, nicht als Conferencier der Fahrgäste! Denkbar sind hier zwei Lösungsansätze: entweder man versieht die Anforderungstaster mit (plombierten) Deckeln; wie das aussieht, ist in Berlin bei der Baureihe 481 zu betrachten (kein Online-Foto gefunden): dort ist ein Deckel auf den Anforderungstastern; auf diesem steht deutlich HELP NOTRUF, und die Deckel sind verplombt - Fehlbedienungen sind damit ausgeschlossen; für allgemeine Anliegen der Fahrgäste sind sie sichtbar nicht gedacht. - Andere Lösungsmöglichkeit: in jeden ET wird eine SIM-Karte eingebaut, und eine Sprechstellenanforderung löst eine Verbindung in ein Call-Center aus. Die Mitarbeiter dort können sich dann um die Anliegen der Fahrgäste kümmern und sind nicht daran gebunden, ob der Zug gerade steht oder nicht. Die Aufgabe des "Anrufbeantworters" auf den Lokführer abwälzen ist jedenfalls für keine Seite eine zufriedenstellende Lösung!



    Ich weiß, daß manche Vorschläge dem einen oder anderen zu extrem sind und viel zu weit gehen und daß ich damit anecken WERDE - aber eingangs wurde ja ausdrücklich aufgefordert: keine Denkverbote! Und würden sich alle an meine Ideen halten, würde das die Pünktlichkeit der S-Bahnen enorm steigern - und damit Nutzen und Attraktivität des gesamten ÖPNV in und um Frankfurt.

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

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  • in der Tunnelstammstrecke sollen wir ja generell nur mit Zwangsschließen fahren


    Mir ist neulich aufgefallen, dass das Zwangsschließen sehr schnell (etwa unter 10 Sekunden) kam, obwohl der Fahrgastwechsel mit den Personen, die vor Einfahrt des Zuges schon am Bahnsteig waren, noch gar nicht beendet war. Ich, als 4. einsteigender war gerade in der Tür, als es losging. Wie der 5. (und letzte) hinter mir reinkam, kannst Du Dir ja denken ;)


    Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Wo ich die Türproblematik nicht sehe, ist bei der Sky-Line am Flughafen und bei der automatischen U-Bahn in Nürnberg. Ich denke, durch den sehr dichten Takt, dem Bewusstsein der sich durchsetzenden Technik, habe ich bisher keine Türaufhalter gesehen. Aber meine Stichprobe ist vermutlich nicht repräsentativ.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Tatrafans Ärger über türaufhaltende Fahrgäste kann ich gut verstehen, aber hier einmal die Fahrgastseite:


    1. Automaten-Suchspiel
    Ich komme zum Bahnhof und darf erst einmal suchen "ei, wo gibt es denn das Kärtche´. Manchmal ist es einfach, da fallen mehrere Kisten gleich ins Auge. Manchmal sind sie aber auch erst auf dem Bahnsteig, und da noch möglichst vom Zugang ein Stück entfernt. Oder - weniger bei der S-Bahn, aber gelegentlich im Regionalverkehr - vor, hinter oder im Bahnhofsgebäude, dem man auch nicht mehr immer seinen Zweck ansieht. Damit geht auch dem pünktlichkeitsbewussten Fahrgast wertvolle Zeit verloren. Dann am Automaten selbst: An schönen Wochenenden drängen sich auch schon mal 5 Ausflügler vor dem guten Stück - und jeder braucht bekannterweise eine Weile, um das Kärtche´ zu kaufen. Auch selbst - als erfahrener Nutzer - brauche ich eine Weile; denn als Besitzer von Job-Ticket für Zone 50 und BahnCard50 teste ich aus, was günstiger ist. Hatte ich neulich in Darmstadt Hbf (da gibt es genug Automaten, die auch gut zu finden sind, und 10 Minuten Zeit). Anschluss-Fahrschein kostete 5,35 €, BahnCard 6,25 € und Einzelfahrt bis Louisa 4,80 €. Habe dann trotzdem den Anschlussfahrschein genommen und genoss für 55 Cent die deutlich schnellere RB, die eben nicht in Louisa hält.


    Und die eigentlich günstige Tageskarte ist auch keine Lösung, weil ich die für das benötigte Gebiet erst am Grenzbahnhof - z.B. Frankfurt-Louisa oder Frankfurt-Zeilsheim - kaufen kann.


    2. Mit Rad, Kinderwagen etc. unterwegs
    Gerade auf Regionalstrecken habe ich oft das Rad mit. Entweder, weil ich gerade eine Fahrradtour gemacht habe und mit der Bahn heimfahre, oder weil es am Zielort als Anschlussverkehrsmittel wesentlich schneller und sicherer ist als die im Umland nur relativ selten fahrenden Busse. Das gilt sogar schon für den Frankfurter Westen. Entsprechend dem Ausstieg am Zielort positioniere ich mich hinten oder vorne. Aber wo ist das, und wo sind - bei Voll- oder Langzügen - die Zwischeneingänge ? Gerade, wenn viele mit Rad und Kinderwagen unterwegs sind, sind die Zwischeneingänge ein gute Lösung: Ist der eine Mehrzweckraum voll, ist der nächste nicht weit.


    3. Mit Freund, Freundin unterwegs
    Ist man zu zweit, dritt etc. unterwegs, will man natürlich zusammen fahren. Sind wir dann auch noch mit Fahrrädern unterwegs, können Sichtung eines nutzbaren Mehrzweckraums und Einsteigen schon mal dauern, und dann halten wir dem anderen auch schon mal die Tür auf - vor allem, wenn noch ein Kind dabei ist.


    4. Taktfolge
    Wenn die nächste Bahn in 5 Minuten kommt, kann man auch schon mal zurückbleiben, wenn es knapp ist. Bei 30-60 Minuten Wartezeit mag man das nicht - zumal gerade die S- und Regionalbahnhöfe im Rhein-Main-Gebiet alles andere als einladende Aufenthaltsorte sind.


    Also meine Vorschläge dazu:
    zu 1.) Am Besten - wie es in Berlin, im VRR, in Paris und Barcelona auch geht, Vorverkaufskarten wieder einführen. Ob mit Entwertung oder mit frei wählbaren Abfahrtszeiten und -orten, könnt Ihr Euch überlegen - ich rege beides an :-). IN frankreich und Spanien sind sogar die Eisenbahnen aufs Entwerten ausgerichtet. :) . Dann ein einfacher Tarif - ein paar Ideen dazu hatte ich schon an anderer Stelle genannt. Und / oder ein "Bestpreis-Option" für den Automaten. Der Nutzer gibt an, ob er BahnCard oder Zeitkarte oder beides hat, und der Automat übernimmt die Suche für ihn. Noch besser, aber vorerst Utopie: Landes- oder bundesweites Bürgerticket für den gesamten ÖPNV, das aus einer Haushaltsabgabe wie die Mediennutzung finanziert wird, ergänzt durch Abgaben von Firmen, Einzelhandel und Gastgewerbe und Großveranstaltern.


    Und für Automaten (und ggf. Entwerter) feste Basis-Standorte an den Zugängen "draußen" und auf dem Bahnsteig, am liebstzen auch im Zug (das funktioniert ja anderswo auch)


    2. Gepäckmitnahme:
    Generell dürfte das Fahrrad steigende Bedeutung gewinnen, also sollten künftige Fahrzeuge mehr Mitnahmeplätze bieten. Die sind ja auch für Reisende mit Kinderwagen, großen Koffern und Rollstühlen etc. nötig. Dann diese deutlich als Mehrzweckräume kennzeichnen und gestalten - z.B. große Fahrrad-Piktogramme auf den Fenstern wie bei der Berliner S-Bahn. Und zu überlegen wäre auch, die Klappsitze wegzulassen. Dann kommt gar nicht erst die Notwendigkeit einer Diskussion mit uneinsichtigen Fahrgästen auf :D . In Katalonien klappte übrigens das Miteinander wesentlich harmonischer als hier. :)


    Dann: Frühzeitige Anzeige, ob die einlaufende Bahn ein Kurz-, Voll- oder Langzug ist. Das sollte auch schon bei der Voranzeige der nächsten 3 Züge möglich sein, wenn hinter dem Zielnamen eine "1", "2" oder "3" angezeigt wird. Das ist auch für "normale" Fahrgäste hilfreich. Denn damit verliert Ihr viel Zeit, wenn die Fahrgäste einen Vollzug erwarten, sich entsprechend positionieren und dann zurücklaufen und sich dann eine ganze Traube vorne durch den ersten Eingang drängt.


    Dann: Piktogramme auf dem Bahnsteig, wo die Eingänge zu den Mehrzweckräumen sind. Selbst, wenn der Zug dann einen halben Meter weiter steht, ist es schon eine große Hilfe, sich wenigstens ungefähr richtig aufgestellt zu haben.


    3. Für Menschengruppen hilft nur: Aufenthaltszeiten entsprechend kalkulieren. Sowohl Zeiten wie Haltestellen sind ja meist vorhersehbar - also Berufsverkehr, Großveranstaltungen, Spätverkehr - wenn eben die letzte Bahn noch erreicht werden muss, und große Umsteige-Haltestellen.


    4. Taktfolge:
    Öfter wäre besser. In Hamburg und Berlin fährt die S-Bahn alle 10 - 20 Minuten, hier alle 30 - 60 Minuten.


    5. Weiteres:
    Es wäre schön für mich als Fahrgast, bereits an den Bahnhofs-Zugängen die Fahrplan-Infos zu finden und nicht erst nach 100 m Weg auf dem Bahnsteig. Negativbeispiele sind da Nied und Zeilsheim. "Oben" wäre dann auch der Fahrplan der die Haltestelle bedienenden Busse hilfreich - die sind bei längerer Wartezeit dann nämlich eine schnellere Alternative.


    Und die Bahnhöfe sollten so gestaltet werden, dass ein zurückgebliebener Fahrgast die halbe Stunde Wartezeit inmitten von Dreck, pöbelnden Alkis und kalter Zugluft nicht als Tortur empfindet. Also: Regelmäßige Reinigung, ausreichende Anzahl wettergeschützter Unterstände mit Sicht auf Fahrplan-Info und ggf. auch Sicherheitsdienste, die sich unangemessen verhaltende Menschen auch der Haltestelle verweisen.


    Vorletzter Punkt wäre auch die Verlässlichkeit des Fahrplans :D : Zeitweise war gerade auf der Frankfurter "Westbahn" S 1 / S 2 der Fahrplan so unzuverlässig, dass man nur wusste, dass ein Zug kommt, wenn gerade einer zu sehen war. Ob der nächste dann nach 10 Minuten oder in 2 Stunden kommt, war nicht klar. Also halte ich in so einer Situation auch einem zum Zug rennenden Fahrgast die Tür auf, auch wenn ich damit die Verspätungsorgie verstärke. Aber so ist das halt im Rhein-Main-Gebiet eingerissen.


    6. Da wäre doch noch was:
    Nach meiner Ansicht resultieren die Verspätungen insgesamt weniger aus uns "bösen" Fahrgästen oder aus "bösen" Bahn-Leuten, sondern schlichtweg aus der unzureichenden Infrastruktur. Die Rhein-Main S-Bahn ist eben keine richtige S-Bahn wie in Hamburg oder Berlin, sondern nur ein "Regionalverkehr im angenäherten Takt" :thumbsup: . Also brauchen wir eine vollständige Trenung der S-Bahn vom übrigen Bahnverkehr. Und was die Umsetzung angeht, schließe ich mich Tatrafan voll an. Ganz langfristig brauchen wir auch eine 2. Stammstrecke. Und wir brauchen zusätzliche Tangenten - die RTW ist da nur ein erster Schritt. Der Flughafen ist Ziel für Tausende von S-Bahn-Fahrgästen täglich und hat bald genauso viele Arbeitsplätze wie die Frankfurter City. Die S-Bahn-Anbindung ist aber kümmerlicher als zum wesentlöich kleineren Hamburger Flughafen, der alle 10 Minuten angefahren wird.


    Also brauchten wir zusätzliche Direkt-Strecken zum Flughafen:
    Eine West-Schiene von Wiesbaden / Niedernhausen - Höchst via Grieheim. Eine Nordschiene vom Taunus / Friedberg - Westbahnhof - Gallus -Main-Neckar-Brücke, die natürlioch ausgebaut werden müsste. Eine Ostschiene vom Südbahnhof, auf der heute schon die RB im 2-Stunden-Takt fährt. Und eine Südschiene von Darmstadt und Groß Gerau. Die könnte auch von Westen reinkommen und liefe Darmstadt - Groß Gerau - Raunheim - Flughafen und ließe sich dann mit den anderen Strecken kombinieren.
    Die würde der RTW wenig Konkurrenz machen; denn wer z.B. von Flörsheim kommt und in Höchst umsteigen muss, wird wahrscheinlich auch weiterhin den gewohnten Weg über Hbf bzw. Taunusanlage (dort ohne Bahnsteigwechsel!) nehmen.

  • In Hamburg fährt die S-Bahn in dem dichten Takt nicht so weit ins Umland.
    Die ist eher vergleichbar mit U2/3 in Frankfurt.


    Und mal grundsätzlich zum Thema (Reise)Zeit: wir haben durch Arbeitszeitverkürzungen
    im vergangen halben Jahrhundert deutlich mehr Freizeit wie früher und Zweck des ganzen
    ist es sich zu erholen und nicht da auch noch durch den Tag zu hetzen. Fährt halt ein
    Anschlussbus an einer 2 Minuten Takt U-Bahn-Strecke nur alle 15 Minuten, dann kann man
    auch mal diese Zeit einfach warten und muss nicht optimiert sofort auf einen Drahtesel hüpfen.
    Teils werden diese zu Halten mitgenommen wo man weiß daß auf Grund der Größe des Gewerbe-
    gebeites das hinteste Eck in 10 Minuten erlaufbar ist.
    Hauptgrund wieso man mit PKW über weite Strecken schnell vorankommt sit der Bau des Auto-
    bahnnetzes. Fährt man man tagsüber mal eine längere Strecke ohne Autobahn/Schnellstrassen
    so schafft man bei sehr wenigen Orten im Flachland eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 55 km/h
    und bei einer Kette an Orten ist man kaum schneller als der ÖPNV auf eigener Trasse. Einzig was
    wegfällt sind die Wartenzeiten bei einem Umstieg.


    http://www.gewerkschaftsjugend….de/uploads/pics/1956.jpg

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


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    powered by US government


  • Als nächstes ist DB Netz in die Pflicht zu nehmen. Es kann nicht sein, daß immer und immer wieder pünktliche S-Bahnen in die Ecke gestellt werden, nur damit erst Minuten später irgendein anderer verspäteter Zug vorbei kann - "ei, gehst in Raunheim auf die Seite, da kommt erst noch der Schnelle, und dann kommt noch der andere von der Rennbahn, dann gehts für dich weiter, kann so 10 Minuten dauern" - bei solchen Äußerungen der Streckendispo könnte ich durch die Decke gehen. LEIDER gilt im DB-Netz immer noch diese "Hackordnung" der Züge; dem Fernverkehr wird rigoros alles untergeordnet, und wenn der verspätete Herr IC irgendwann geruht, herzuzukommen, hat alles andere auf die Seite zu gehen - auch wenn eine bis dato pünktliche S-Bahn damit heillos verspätet wird. Als nächstes kommt alles, was unter der Rubrik "RE" fährt (egal, welches EVU), dann kommt die RB, und dann vielleicht mal die S-Bahn - das tut es, gerade hier im Ballungsgebiet, nicht. Hier muß gelten: was einmal später ist, hat Pech gehabt, und wenn es eben der ICE ist - Pech! Es wird kein pünktlicher Zug kaputtgemacht und keinem pünktlichen Zug Verspätung reingekracht, nur damit der andere verspätete Zug fahren kann! Es ist nicht einzusehen, daß ständig immer nur die S-Bahn dran glauben muß, nur damit alles andere fahren kann! Langfristig ließe sich dieser Mißstand wohl nur durch "sortenreine" Strecken beheben, die aber sind leider nicht in Sicht - dazu wäre auf allen Mischbetriebs-Strecken durchgehend viergleisiger Ausbau nötig, das ist leider illusorisch.


    Disponiert Netz dann doch so, daß die S-Bahn das Nachsehen hat, muß es für die S-Bahn die Möglichkeit geben, Netz konsequent in Regreß zu nehmen - die Fahrplantrasse war so bestellt und zugesichert, wie es im Fahrplan steht, und nicht mit 10 Minuten Zwangsaufenthalt irgendwo, weil erst noch eine vlexx oder sonstwas gemütlich angeschnurchelt kommt!



    So würde ich das allerdings nicht stehen lassen!
    In gefühlt 60% der Fällen schleicht man mit dem Fernverkehr von Mainz kommend spätestens ab Rüsselsheim der S-Bahn hinterher, weil diese eben ihre obligatorischen 2-3 Minuten Verspätung hat.
    Würde es tatsächlich so sein, wie Du es schilderst, dann müsste die S-Bahn ja grundsätzlich ab einer Verspätung von 90 Sekunden im Opelwerk an die Seite genommen werden...

  • tatrafan:

    Zitat

    Als nächstes ist DB Netz in die Pflicht zu nehmen. Es kann nicht sein, daß immer und immer wieder pünktliche S-Bahnen in die Ecke gestellt werden, nur damit erst Minuten später irgendein anderer verspäteter Zug vorbei kann


    Das kommt auf der Kinzigtalbahn wohl regelmäßig vor:


    Verspäteter RE sorgt für Verspätung von pünktlichem RB

  • TouchandTravel wieder einführen - diesmal deutschlandweit und einheitlich, damit die kritische Masse erreicht wird.


    TouchAndTravel hatte alles, was ein modernes Ticketsystem braucht, nur wurde es durch die Kleinstaaterei der Verbünde in Deutschland kaputtgemacht!

  • Mir würde es schon reichen, wenn E-Tickets anderer Verbünde. wenn schon nicht mit dem dort bezahlten Guthaben, dann doch wenigstens mit mehreren Verbundsguthaben genutzt werden könnten - dann muss ich nur noch eine Karte mit mir herumtragen, die halt in jedem regelmäßig genutzten Gebiet geladen wird

  • Ein Vorschlag: die Kurzpendel des n5 könnten auf dem Rückweg von der Eschweger zur KW Fahrgäste mitnehmen statt eine Leerfahrt zu machen. Es ist immer umständlich die riesen Runde über Enkheim zufahren.

  • Das Problem mit dem Server scheint weiterhin zu bestehen:


    Was meiner Meinung nach kurzfristig verbessert werden könnte:


    Zeitkarten (Wochen- und Monatskarten) wieder auf Papier ausgeben.
    Warum?
    1. Die Dinger (Chipkarten) werden häufig nicht vom Automaten erkannt, wenn doch, dauert es häufig über 15 Sekunden. So musste ich schon einige Einzeltickets kaufen, um mit Fahrschein mitfahren zu können. Jeweils 2,90€ in den Sand gesetzt - führt auch dazu, dass sich Wochenkarten nicht mehr lohnen
    2. Es wird kein Papier gespart - ich bekomme 3 (!) Belege nach dem Kauf einer Wochenkarte
    3. Kontrollen dauern ewig - es könnten mehr Fahrgäste in der selben Zeit ohne das zeitaufwändige Auslesen der Karte kontrolliert werden.
    4. Karte löscht sich manchmal - merkt man immer beim Einlösen der 10-Minuten-Garantie. Wurde zum Glück noch nicht mit gelöschter Karte in einer Fahrscheinkontrolle angetroffen.
    5. Dieses System kostet sicherlich auch etwas Geld, das in meinen Augen sinnvoller eingesetzt werden könnte
    6. Es werden Hemmschwellen zur Nutzung des ÖPNV geschaffen - diese Barrieren sollten aber so niedrig wie irgend möglich sein
    7. Verfügbarkeit der Karten - es ist nicht möglich, relativ spontan eine Zeitkarte zu kaufen. Beispielsweise bei Zugankünften nach 22 Uhr - einige Wochenendpendler dürften in Ihrer Anfangszeit dieses Problem gespürt haben


    Wenn an diesem System festgehalten wird, wenn auch nur optional, wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, das Bedienmenü nach Erkennen der Chipkarte anzupassen - dass dann auf der ersten Seite die e-Tickets angezeigt werden, die aufgeladen werden können und nicht Einzeltickets, die nicht geladen werden können.


    Im Bereich der U-Bahn wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, Ampelschaltungen dahingehend zu verbessern, dass die Signale bereits bei Annäherung der U-Bahn gestellt werden. Spart Zeit, steigert die Betriebsstabilität und spart Energie wenn nicht mehr beschleunigt und gebremst werden muss. Es gibt Kreuzungen, vor denen jede U-Bahn anhält...

  • Ein Vorschlag: die Kurzpendel des n5 könnten auf dem Rückweg von der Eschweger zur KW Fahrgäste mitnehmen statt eine Leerfahrt zu machen.

    Das wird nicht funktionieren, weil die Strecke Seckbach - KW nur als Leerfahrt in 10 Minuten zu schaffen ist und der einzige Kurs sonst zum Ende des Dienstes ewig verspätet wäre.


    Das Problem mit dem Server scheint weiterhin zu bestehen:

    Das wird eine Falschmeldung von Avira sein, trotz wirklich gutem Viren-Schutzprogramm hatte ich weder anfangs noch jetzt ein Problem mit der Seite (ESET Smart Security).

  • Zum Vorschlag von 8-9-29 eine Ergänzung:
    Eine andere Lösung wäre, dass die elektronischen Basiskarten auch von Automaten ausgegeben werden uzd man nicht extra zu einem der paar Service-Center muss. Ist vor allem für Touristen, die länger bleiben, und Gelegenheits-Pendler (die sonst Rad oder Auto fahren etc.) interessant. Das funktioniert z.B. in Shanghai.


    Häufig sind ja Zeitkarten unpersönlich, da braucht man ohnehin nur die Leerhülle und den Chip, die aufgeladen werden.


    Persönliche Basis-Karten könnten z.B. via elektronischem Perso oder BahnCard legitimiert werden.

  • Schön wäre es auch, an der Hauptwache richtige Fahrkarten kaufen zu können - auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schalter. Mit richtigen Fahrkarten meine ich DB Fahrkarten für den Fernverkehr, z.B. aus einem DB-Automaten.


    Ost-West-Express : Wenn die Automaten auch ein Speichermedium für Zeitkarten ausgeben könnten, wäre ein Teilproblem gelöst. Sehe ich auch so. Vermutlich dürfte es aber technisch einfacher sein, Fahrkarten auf Papier zu drucken - denn das sollte ja schon heute in jedem Fahrkartenautoamten vorhanden sein...

    Einmal editiert, zuletzt von 8-9-29 ()

  • Liebe Nutzer des Nahverkehrsforums,


    die Croudsourcing Seite ist sauber und wurde professionell aufgesetzt. Uns wurde versichert, dass ein Antivirenprogramm dafür sorgt, dass kein Virus draufkommt. Die Plattform gibt es ja als englische, holländische, griechische und deutsche Variante und wird von allen CIPTEC Projektpartnern betreut.


    Vielen Dank für den Screenshoot. Wir versenden keine Malware. Ich kann mir die Einstufung von Antivir nur dadurch erklären, dass manche Partner auch einen Newsletter über die Webseite an ihre Kontakte verschickt haben. Wir haben unseren Partner gebeten diesbezüglich Antivir zu kontaktieren.

    Die Plattform wurde als http Varainte aufgesetzt, weil es nicht vorgesehen war, sensitive Daten auf der Crowdsourcing Plattform auszutauschen. Wer deswegen Bedenken hat sich dort anzumelden, kann trotzdem mitmachen, wenn er den Hinweisen von Darkside folgt. Vielen Dank dafür Darkside. Ich kann hier nur beteuern, dass ich dafür sorgen werde, die dort hinterlegten Accounts nach dem Projekt / Gewinnspiel zu löschen.


    Wir freuen uns, wenn ihr rege mitmacht, eigene Ideen einstellt oder andere bewertet und kommentiert.


    Mittlerweile sind darauf weitere Ideen online, die mit dem Fahrgastbeirat in einem Workshop entwickelt wurden. Wir fänden es toll, wenn jemand die hier beschriebenen Ideen auch auf der Crowdsourcing Webseite einstellt.


    Vielen Dank

  • Habe mich gerade registriert und angemeldet. Da erscheint nach dem Klicken des Registrierungslinks die Meldung: "Warnung - Registrierungscode konnte nicht gefunden werden", aber anscheinend hat das LogIn doch geklappt ?( .