Nachdem ich diese Diskussion mit Blick auf andere Baustellen im In- und Ausland verfolgt habe, fiel mir dieser Artikel des SRF über die Anwendung des Notrechts im Wallis auf:
https://www.srf.ch/news/schwei…-per-notrecht-beschlossen
Einiges davon möchte ich gar nicht infrage stellen, aber beim Riedbergtunnel bei Gampel ist sowohl die Bauzeit inklusive Planungs- und Stillstandsphase als auch die Kostensteigerung bemerkenswert.
Spatenstich war 2004, doch kurz darauf Baustopp bei bereits existierenden Problemen:
ZitatDer Ausbau der A9 im Oberwallis wurde in den 1970er-Jahren beschlossen. Bereits in den 1980er-Jahren haben Kritiker gewarnt und ihre Bedenken geäussert: Ist der Riedbergtunnel in diesem Umfeld tatsächlich sinnvoll und realisierbar? Ja, fanden die Behörden. Und um alle Zweifel aus der Welt zu schaffen, liessen sie in den Jahren 1988 bis 89 auf dem Trassee der geplanten Südröhre einen 100 Meter langen Sondierstollen vortreiben.
Weil der Vortrieb ohne Probleme verlief, wurde der Tunnelbau definitiv umgesetzt.
Quelle: https://www.blick.ch/schweiz/r…r-schweiz-id17051881.html vom 16.12.2021, 07:33 Uhr, abgerufen am 07.09.2025, teilweise Paywall.
Bei einer Länge von ca. 500 Metern (lt. Blick) und bekannten Problemen jetzt Notrecht anzuwenden, wird im SRF-Artikel kritisch hinterfragt.
Ich finde das deshalb spannend, weil wir gerne neidisch auf die Schweiz blicken, aber auch die haben gewisse Probleme und Laufzeiten.
Jede Baustelle, jedes Bauvorhaben hat seine individuellen Tücken, die eine Vergleichbarkeit erschweren. Und wenn uns der Schutz des Grundwassers hierzulande wichtiger ist als anderswo, dann sollten wir das nicht als Ärgernis, sondern als Errungenschaft sehen, denn Wasser wird in Zukunft eine Ressource sein, die nicht überall selbstverständlich sein wird. Gleiches gilt für saubere Luft, Feinstaubbelastung, Mikroplastik...