Anbindung des neuen Stadtteils "Taunusblick"

  • Anderswo reicht es ja vielleicht aus, an einigen Stellen Überholgleise zu bauen, aber bei der notorischen Unpünktlichkeit der Züge im Rhein-Main-Gebiet schlage ich doch durchgehend getrennte Gleise vor, um nicht später auf der Taunusstrecke die gleichen Probleme wie auf der Main-Weser-Bahn zu erleben.

    Im Vergleich zur Main-Weser-Bahn hat die Homburger Bahn keinen Güter- und Fernverkehr und viel weniger Regionalverkehr, nur einzelne Taunusbahn-Leistungen im Berufsverkehr. Ein 4-Gleisiger Ausbau ist meiner Meinung nach viel zu übertrieben, außer man habe zu viel Geld und zu wenig andere offene Projekte. Viel sinnvoller wäre ein 4-Gleisiger Ausbau von Kelsterbach nach Wiesbaden, von Höchst nach Wiesbaden und ein 2-Gleisiger Ausbau von Langen nach Darmstadt bzw. von Offenbach Ost nach Höchst Hanau.

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  • Bei der Bürger-Infoveranstaltung heute Abend im Planungsdezernat hing auch eine Übersicht aus, wie die Erschließung der Quartiere des neuen Stadtteils mit der U7 erfolgen könnte. Ich habe sie mal per Händi für die Nachwelt gesichert:


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    Der Verkehrsplaner wies ausdrücklich darauf hin, dass das natürlich nichts Finales sei und die Linienführung angepasst werde, wenn die Planung der Quartiere konkret werde. Spannend finde ich aber, dass doch eine Verknüpfung mit der U3 im Bereich Krebsmühle eingezeichnet ist.

  • Eine Haltestelle an der Krebsmühle finde ich verwunderlich. Ich hatte erwartet, dass man nach Niederursel fährt, um dort die U3, U8 und U9 anzubinden. Das wäre eine interessante Anbindung für Studenten oder Uni-Mitarbeiter. Auch finde ich es schade, dass man keine Anbindung an die S5 und die RTW in Steinbach schafft. Wenn man wirklich einen geringen Auto-Anteil im Stadtteil haben will, dann ist das mit dieser U-Bahn-Strecke alleine nicht getan. Möchte man da auf Busse zurückgreifen mit all den Problemen, die Busse verursachen? Bei der Planung eines solchen neuen Stadtteils sollte man doch gleich Straßenbahnen planen. Wir sehen ja an vielen Stellen, wie schwierig es ist, Straßenbahnen nachträglich zu implementieren.

  • Eine Haltestelle an der Krebsmühle finde ich verwunderlich.


    Lies es als direkte Anbindung an den dort geplanten BB-Nord, der damit auch der C-Strecke zur Verfügung stünde. Welche Straßenbahn sollte dort fahren? Woher? Wohin? Das wäre eher ein Straßenbahninselbetrieb und mit einer Anbindung an S5/RTW auch keine rein Frankfurter Angelegenheit mehr, d.h. es alles wird ungemein komplizierter.

  • Es ist schon fast ärgerlich, dass man nicht auch von Hausen aus unter Praunheim durch dahin will.

    Das hatten wir schon an anderer Stelle, unabhängig von dem neuen Stadteil diskutiert.
    Die Kosten für einen erforderlichen Tunnel dürften dagegen sprechen.


    Die Anbindung an die A-Strecke finde ich spannend. Da könnte doch auch die RTW lang fahren?

    Denn mit der ursprünglichen Strecke wird es wohl nix, denn die Europäische Schule plant eine Erweiterung an dem bestehenden Stadort.

  • Auch finde ich es schade, dass man keine Anbindung an die S5 und die RTW in Steinbach schafft.

    Woher hast Du diese Informationen? Mir ist bisher nicht bekannt, dass auf eines oder beides verzichtet werden soll. Beides ist nicht auf dem U7-Plan eingezeichnet, ja, aber daraus traue ich mich beim jetzigen, sehr allgemeinen Planungsstand nicht zu schlussfolgern, dass beides nicht realisiert würde.


    Zumal die RTW ja im Genehmigungsverfahren ist, und die S-Bahn-Station Weißkirchen/Steinbach wird wohl nicht aufgelassen (auch wenn sie im Plan nicht eingezeichnet ist). Das Ergänzen um einen weiteren S-Bahn-Halt Steinbach-Süd dürfte wohl auch weiterhin Sinn ergeben.

  • Woher hast Du diese Informationen? Mir ist bisher nicht bekannt, dass auf eines oder beides verzichtet werden soll. Beides ist nicht auf dem U7-Plan eingezeichnet, ja, aber daraus traue ich mich beim jetzigen, sehr allgemeinen Planungsstand nicht zu schlussfolgern, dass beides nicht realisiert würde.

    Sorry, da habe ich mich undeutlich ausgedrückt. Ich bezog mich auf einen Halt der U7 neben einem angedachten Halt "Steinbach Süd" oder auch Weißkirchen/steinbach mit der Möglichkeit zum einfachen Umstieg. Die U7 in der Zeichnung hält deutlich Abstand von der S-Bahn-Trasse.

  • Die Anbindung an die A-Strecke finde ich spannend. Da könnte doch auch die RTW lang fahren?

    Schade dass man den Abschnitt zwischen Praunheim und Höchst nicht durchgehend mit 600 Volt Gleichstrom und zweigleisig plant, dann könnte man einfach von A- und C-Strecke Verstärker auf die RTW schicken ohne noch mehr teure Zweisystemer anschaffen zu müssen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Araali ()

  • Bei der Bürger-Infoveranstaltung heute Abend im Planungsdezernat hing auch eine Übersicht aus, wie die Erschließung der Quartiere des neuen Stadtteils mit der U7 erfolgen könnte. Ich habe sie mal per Händi für die Nachwelt gesichert:


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    Der Verkehrsplaner wies ausdrücklich darauf hin, dass das natürlich nichts Finales sei und die Linienführung angepasst werde, wenn die Planung der Quartiere konkret werde. Spannend finde ich aber, dass doch eine Verknüpfung mit der U3 im Bereich Krebsmühle eingezeichnet ist.

    Also in der Form ist das in meinen Augen eine komplette Schapsidee. RTW komplett vergessen, stattdessen will man alles mehr schlecht als recht von der U7 abklappern lassen. Diese Zick-Zack Linienführung ist aber eher was für eine Straßenbahn, definitiv nicht für die U-Bahn. Erschwerend kommt hinzu, dass so keine Möglichkeit mehr für ein schon lange überfälliges P+R-Parkhaus an der A5 T+R Taunusblick sowie eine Verlängerung der U7 nach Steinbach bestünde. Dieser Unfug verschwindet hoffentlich schnell wieder im Papierkorb und wird durch etwa anständig durchdachtes ersetzt.

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  • Die ersten beiden Haltestellen kommen *exakt* aus der Planung der angeblich vergessenen RTW. Es gibt keinen Grund, dass eine zukünftige Streckenführung nach Steinbach, wenn sich alle Argumente dagegen irgendwann in Luft auflösen würden, nicht von der heute geplanten Strecke abzweigen könnte.

  • Rohne : Erstens zeigt das Bild von Bernemer nur eine Variante. Die Numerierung "12.2" deutet darauf hin, dass es zumindest noch eine Varinate "12.1" gibt, vielleicht auch noch mehr. Zweitens könnte man die Anmerkung lesen: "Die RTW kann in beide Varianten sinnvoll eingebunden werden." Soviel zu "RTW komplett vergessen".

  • Lies es als direkte Anbindung an den dort geplanten BB-Nord, der damit auch der C-Strecke zur Verfügung stünde.

    BB-Nord war mir schon klar - aber das ist eine rein technische Entscheidung. Für Fahrgäste Richtung Riedberg oder NWZ bedeutet das zwei Mal umsteigen. Und häufiges Umsteigen macht Verbindungen unattraktiver. Um den BB-Nord zu nutzen muss man ja nicht zwingend auch dort die Linie enden lassen. Ich hoffe dann mal bis zum Beweis des Gegenteils, dass die Zeichnung nur die neu zu bauende Trasse und nicht den Linienverlauf darstellt.

    Welche Straßenbahn sollte dort fahren? Woher? Wohin? Das wäre eher ein Straßenbahninselbetrieb und mit einer Anbindung an S5/RTW auch keine rein Frankfurter Angelegenheit mehr, d.h. es alles wird ungemein komplizierter.

    Mein Verständnis war, dass die U-Bahn und die Straßenbahn in Frankfurt kompatibel sind. Könnte man nicht Betriebsfahrten der Straßenbahn über die U7-Strecke machen und am Industriehof dann auf die Tram-Gleise wechseln?


    Muss bei einer Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn die S-Bahn gefragt werden, ob man einen U-Bahn-Halt neben die S-Bahn-Station bauen darf? Natürlich macht es Sinn, sich bzgl eventueller Ausgänge der S-Bahn-Station nach Südosten abzustimmen, aber hätte die S-Bahn (DB, RMV) da ein Vetorecht?


    Der Stadtteil wird als möglichst autofrei beworben. Dafür ist mir das Konzept einfach nicht innovativ genug. Straßenbahn muss es ja nicht sein, aber die U-Bahn-Verlängerung ist zu dünn, auch mit rund 1km Stationsabstand und über 1.5 km von den Rändern zur U-Bahn ist das einfach nicht attraktiv. Wäre da nicht die Engstelle bei Schuchs, würde ich eine Verlängerung der U6 vorschlagen, Hausen -> Krankenhaus Nordwest -> Mosaikschule -> A5 -> Steinbach-Süd.

    [...] stattdessen will man alles mehr schlecht als recht von der U7 abklappern lassen. Diese Zick-Zack Linienführung ist aber eher was für eine Straßenbahn, definitiv nicht für die U-Bahn.

    Die U-Bahn in Frankfurt ist ja eh keine U-Bahn. Dort, wo sie oberirdisch fährt, dient sie häufig als Straßenbahnersatz. Das sieht man schon an den Stationsabständen, die oft ähnlich denen der Straßenbahn sind. Gerade am Ende einer Linie ist das sinnvoll, da man sich dann eine zusätzliche Buslinie sparen kann. Was mich vielmehr irritiert ist, dass das nordöstliche Quartier scheinbar keine Schienenanbindung bekommt, und auch nicht nahe einer bestehenden Station liegt.

  • Die ersten beiden Haltestellen kommen *exakt* aus der Planung der angeblich vergessenen RTW. Es gibt keinen Grund, dass eine zukünftige Streckenführung nach Steinbach, wenn sich alle Argumente dagegen irgendwann in Luft auflösen würden, nicht von der heute geplanten Strecke abzweigen könnte.


    Welche Argumente gibt es denn gegen die Verlängerung der U7 nach Steinbach?

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Die letzte von mehreren Stellungnahmen zu diesem Thema: klick 

    Das Fahrgastaufkommen von und nach Steinbach ist einfach zu gering. Das Örtchen hat gerade mal 10.000 Einwohner, und so richtig beliebt ist die Stadtbahnanbindung dort auch nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • "gerade einmal". Das ist schon sehr viel und Steinbach ist sehr dicht besiedelt, der Ort krankt aber schon seit Jahren an der fehlenden Anbindung nach Frankfurt.


    Mit einer U-Bahn nach Frankfurt könnte man perspektivisch den Stadtbus Steinbach einstellen und den Bahnhof Weißkirchen/Steinbach stilllegen, dann wären die S-Bahnen schneller in Frankfurt. Weißkirchen selbst hat schon eine Haltestelle an der U3 nach Oberursel, und der S-Bahnhof liegt "mitten im Nirgendwo" an einer Landstraße ohne Bebauung drumherum, die Erschließungsfunktion ist praktisch nicht vorhanden.

  • "gerade einmal". Das ist schon sehr viel und Steinbach ist sehr dicht besiedelt, der Ort krankt aber schon seit Jahren an der fehlenden Anbindung nach Frankfurt.


    Mit einer U-Bahn nach Frankfurt könnte man perspektivisch den Stadtbus Steinbach einstellen und den Bahnhof Weißkirchen/Steinbach stilllegen, dann wären die S-Bahnen schneller in Frankfurt. Weißkirchen selbst hat schon eine Haltestelle an der U3 nach Oberursel, und der S-Bahnhof liegt "mitten im Nirgendwo" an einer Landstraße ohne Bebauung drumherum, die Erschließungsfunktion ist praktisch nicht vorhanden.

    Weißkirchen Ost liegt jetzt auch nicht direkt im Ort. Und als ehemaliger Arbeitnehmer im Industriegebiet Steinbach kann ich dir versichern, dass der Bahnhof definitiv nicht im nirgendwo liegt.

  • Aus einem Bericht des Magistrats aus dem Jahr 2014:


    Zitat

    Die untersuchte Stadtbahnverlängerung bringt daher u. a. durch die neuen Haltestellen in Steinbach deutliche Qualitätsverbesserungen für bestehende ÖPNV-Nutzer in der Relation zwischen Steinbach (Taunus) und Frankfurt am Main. Der hierdurch erzielte Nutzen rechtfertigt aber die Kosten für die Realisierung der ortsfesten Infrastruktur von über 30 Mio. € - zzgl. der Kosten für die Anschaffung erforderlicher Züge - und die jährlichen Betriebskosten für die Stadtbahnverlängerung von rund 1,5 Mio. €/Jahr nicht. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis liegt mit rund -1,2 bis -1,3 deutlich im negativen Bereich.


    Quelle: B_62_2014 v. 3.3.2014

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()