Ausschreibung / Bestellung T-Wagen

  • Man kann sich ja die anderen Deutsch Städte anschauen. ;)


    Meiner Meinung nach sollte man genau deswegen bei SVB bleiben. Gefühlt vertraut jede zweite Stadt in Deutschland auf Rot-Weiß als Lackierung, das finde ich schon äußerst langweilig. SVB ist eine gelungene Abwechslung und soweit auch einzigartig, damit auch eindeutig dem Frankfurter Nahverkehr zuzuordnen. Zudem sieht dieser Farbton auf Neufahrzeugen stimmig aus und schafft eine starke Identität (welche mit Rot-Weiß nicht existieren würde).
    Ich könnte mich mit einem Avenio oder was auch immer in SVB anfreunden.

  • und schafft eine starke Identität (welche mit Rot-Weiß nicht existieren würde).


    Warum? Was hat SVB mit Frankfurt zu tun? Was könnte irgendjemanden - der mit Nahverkehr nichts zu tun hat - dazu veranlassen, von der Stadt Frankfurt, deren Umgebung, Bauwerken, Kulturgeschichte, ... auf das merkwürdige Türkis zu schließen? Das dreckige Mainwasser? SVB ist als Unternehmensfarbe sicher einzigartig, aber es hat nichts mit der Stadt zu tun.


    Nee, wenn man es richtig machen möchte, sollte man dringend einen Blick auf die ganzen Neubaubetriebe in Frankreich werfen. Dort hat die Farbgebung (und das restliche Design) immer etwas mit der Identität und dem Lebensgefühl der Stadt zu tun. Siehe Orleans, wo die Bahnen in der Farbe "Loiresand" rumfahren, in Montpellier z. B. blau als Hinweis auf das Meer oder rot für das Hinterland usw. Deswegen hat die Straßenbahn in diesen Städten einen deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, weil die sich mit ihren Bahnen identifizieren kann oder sich zumindest unterbewußt "ja, gehört hierher" einprägt.


    Tja, und Rot-Weiß sind nun einmal die Stadtfarben von Frankfurt. Insofern paßt das wesentlich besser zur Identität der Stadt als SVB.

  • Aber das SVB hat geschafft, was andere Farben vielleicht nicht geschafft hätten.
    Es ist in aller Munde, egal ob positiv oder negativ und somit ein absolutes Markenzeichen für Frankfurt.
    "Das ist doch die Stadt mit den verflixt grünen Straßenbahnen (Bsp.)"


    Ich vergleiche das gerne mit einem schlechten Werbespot, der sich genau deswegen in die Gehirne einbrennt...

    Der Bergwinkel....

    Endlose weiten....

    Berge, Täler und viel Natur....

    und spuren von ÖPNV

    einfach schööööön ;)

  • Also ich finde das SVB weder zeitlos noch modern. Es war Anfang der 90er modisch, aber sicherlich nicht modern. Und eine Unternehmensfarbe kann man ändern. Die VGF wäre nicht die erste Firma, die das macht. Und Rot-Weiß sind nun mal die Frankfurter Stadtfarben.


    Ich mochte das einst ausgewählte aber nie umgesetzte neue Designkonzept mit der Ellipse quer über eine Ecke des Daches, das zugunsten des SVB noch kurz vor der Umsetzung aufgegeben wurde. Am Ende finde ich aber auch wichtig, dass man auf ein einheitliches CD setzt. Übergangszeiten wie einst vom beige/orange auf SVB natürlich ausgenommen.


    Ungeachtet von all dem ist für mich allerdings der entscheidende KO-Faktor für das SVB die mehr als mangelhafte Sichtbarkeit. Gerade in Abschnitten, die recht dunkel sind (bspw. Erlenbruch) oder bei Regen und Nebel ind die Bahnen manchmal kaum zu erkennen. Ein wunderbares Beispiel war die U5-Eröffnung zur Eröffnung der Linie mit U5-Wagen. Die U2-Retro-Bahnen in rot-weiß sah man schon aus der Ferne anrauschen, die neuen U5 in SVB hingegen erst viel später. Testet es aus bei nächster Gelegenheit! Und dieser Sicherheitsgedanke ist mir 1000x wichtiger als jedes Design-Gedöns. Und das sage ich, der sonst immer auf ein gescheites Design im Frankfurter Nahverkehr pocht.

    3 Mal editiert, zuletzt von penultimo ()

  • Die (mangelnde ) Sichtbarkeit ist doch auch der Grund für die Dauernutzung des Fahrlichtes/Abblendlichtes?


    Wie wäre es SVB mit Lätzchen?


    Zum T(hema) zurück: Wie lange ist die Einspruchsfrist? Zwei Monate? Es wird sicherlich dann ein Presseinformation o.ä. folgend. Vielleicht auch schon mit Designstudien oder Grafiken.

  • Habe auch schon überlegt, ob man SVB mit weiß als Kontrastfarbe ergänzen sollte. Wie es teilweise in den SVB-Eigenwerbungen genutzt wird. Weißes Lätzchen oder Zierstreifen, evtl auch die Türen.


    M.M. dauert die Einspruchsfrist 10 oder 14 Tage. Zumidnest bei EVU-Streckenvergaben. Die Frage ist auch, wann die Entscheidung fiel in Bezug aufs Oesterlings Andeutung. Wurde an diesem Tage erst entschieden? Dann müssten wir evtl noch 2 Wochen warten. War die Entscheidung dort schon 5-6 Tage alt, könnten wir im Laufe der nächsten Woche etwas erfahren.


    Ich bin schon ganz "hibbelisch".
    Bin gespannt, habe eine persönliche Befürchtung/Vermutung was die Fahrzeuge angeht.

  • Ich mache mir keine großen Hoffnungen, daß da was tolles bei rum kommt. Der Buschfunk läßt das zweitschlimmste erwarten.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Stellt sich die Frage was das schlimmste und was das zweit schlimmste wäre?


    Bislang waren alle VGF-Beschaffungen im wahrsten Sinne des Wortes Zweckmäßig und pragmatisch.


    Wenn das zweitachlimnste Eintreten sollte, und Colaholiker denkt, wie ich vermute, und es der Fahrzeug Typ ist, den ich vermute, tritt meine Befürchtung ein.


  • M.M. dauert die Einspruchsfrist 10 oder 14 Tage. Zumidnest bei EVU-Streckenvergaben. Die Frage ist auch, wann die Entscheidung fiel in Bezug aufs Oesterlings Andeutung.


    Wenn intern eine Entscheidung gefallen ist, werden die unterlegenen Bieter über die Entscheidung informiert. Nach Zugang der Information haben sie 15 Tage Zeit, das Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer zu beantragen. Worauf sich Oesterling bezog, ob auf die interne Entscheidung oder auf die laufende 15-Tages-Frist, wissen wir nicht genau.

  • Nur noch mal kurz zur Farbe:


    Als ich heute mal wieder einen der ex-Innsbrucker Citaro gesehen habe, ist mir vor allem der Vorteil so einer "einteiligen" Farbe aufgefallen: Es ist schneller lackiert als z. B. das elfenbein-orange, wo man 3 Farbtöne hat und genau drauf achten muss, dass passend lackiert ist.



    Zum T:


    Ja, Solaris baut auch Straßenbahnen; in Deutschland trifft man sie in Jena und Braunschweig an. Hier in der Variante als normales Gelenkfahrzeug (in Poznan fährt die Tramino als Multigelenkfahrzeug). Bin mit beiden schon gefahren und könnte mir das auch vorstellen. (Mit dem Avenio bin ich noch nicht mitgefahren).


    Es könnte ja auch sein, dass Bombardier einen adäquaten Nachfolger präsentiert, sollte allerdings kein Fahrzeug "vom Reißbrett" sein, da hat man ja mit dem R genug Erfahrung.


    Warten wir's also einfach mal ab, lange kann es bis zur Verkündung ja nicht mehr dauern. ;)

    Viele Grüße, vöv2000

  • Die (mangelnde ) Sichtbarkeit ist doch auch der Grund für die Dauernutzung des Fahrlichtes/Abblendlichtes?

    Davon halte ich nicht viel, denn wer tagsüber eine lichtlose Straßenbahn nicht erkennt, sollte sich ernsthaft Gedanken machen, wie er am Straßenverkehr teilnimmt. Wer nur noch Lichter wahrnimmt, wird die vielen Verkehrsteilnehmer nicht sehen, die nicht leuchten. Daher back to the roots: Licht nur anschalten, um im Dunkeln was zu sehen und gesehen zu werden. Ausnahme: Nebel, tiefstehende Sonne, Superschauer, ganz arg bedeckter Himmel und Schneegestöber u.ä.)
    Die Aufmerksamkeitssinne dürfen nicht verlernt bzw. abgestumpft werden :!:


    ist mir vor allem der Vorteil so einer "einteiligen" Farbe aufgefallen: Es ist schneller lackiert

    Richtig :thumbup: Nur wenige Verkehrsunternehmen machen sich dabei die Mühe, beim Citaro Facelift den Sternhintergrund wieder schwarz zu färben. :(


    Beim Beispiel Teneriffa fällt mir ein:
    Wie viele Wagenkästen sollen die Frankfurter Bahnen haben? Oder ist nur die Gesamtlänge und Streckengeometrie vorgegeben worden?

    Vollkommen Großartiges Forum

    2 Mal editiert, zuletzt von SoundofN1 ()

  • Wie viele Wagenkästen sollen die Frankfurter Bahnen haben? Oder ist nur die Gesamtlänge und Streckengeometrie vorgegeben worden?


    Ich lehne mich mal aus dem Fenster und spekuliere mal, die Wagenlänge entspricht in etwa dem S (ggf. +/- 1 m oder so) verteilt auf 3 Wagenteile, diese wiederum auf 4 Drehgestelle aufgesetzt. Das ganze wäre mit der bestehenden Infrastruktur (Gleisnetz, Kurvenradien, Bahnsteiglängen, Werkstatt...) am ehesten kompatibel.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Bei 30m/60m Haltestellen brauchst du dich in diesem Punkte nicht weit hinauslehnen. Viel mehr dürfte an einigen Stellen kritisch werden (Hauptbahnhof beispielsweise), kürzer wäre suboptimal.

  • Stellt sich die Frage was das schlimmste und was das zweit schlimmste wäre?


    Bislang waren alle VGF-Beschaffungen im wahrsten Sinne des Wortes Zweckmäßig und pragmatisch.


    Wenn das zweitachlimnste Eintreten sollte, und Colaholiker denkt, wie ich vermute, und es der Fahrzeug Typ ist, den ich vermute, tritt meine Befürchtung ein.


    Ganz ehrlich... nennt das Kind beim Namen oder lasst es hier ganz bleiben :rolleyes: