Bombenfund im nördlichen Westend - Evakuierung im 1,5 km Umlreis am Sonntag, 3.9.

  • Es wäre m.E. sinnvoll gewesen, die dicht am Rand liegende Bockenheimer Warte noch so lange mit U4, U6 und 16 anzufahren, bis das Ende der Evakuierung absehbar war. Das hätte einiges an Verbindungsbrüchen geschlossen.

    Eine über die Hügelstraße umgeleitete BL34 hätte die wesentlichen Knoten-/Endpunkte wie Bf. Rödelheim (S3-5), Industriehof (U6), Ginnheim (U1/U9), Hügelstraße (U1/U2), Marbachweg (U5), Friedberger Warte (18 ) und Bornheim (U6/U7) verbunden.

  • Eine über die Hügelstraße umgeleitete BL34 hätte die wesentlichen Knoten-/Endpunkte wie Bf. Rödelheim (S3-5), Industriehof (U6), Ginnheim (U1/U9), Hügelstraße (U1/U2), Marbachweg (U5), Friedberger Warte (18 ) und Bornheim (U6/U7) verbunden.

    Da der Sperrbereich bis vor die Brücke über die A66 an der Ginnheimer Landstraße heran reicht, muss man keinen Gedanken daran verschwenden. Eine "Never-come-back-line" (die nur in eine Richtung verkehren kann) nützt auch keinem etwas.


    Abgesehen davon dürfte es ja wohl zumutbar sein, solch kleine Einschränkungen der Lebensqualität während eines Ausnahmezustandes wie diesem an einem Sonnta (!!) mal hinzunehmen, meine Eltern und Großeltern mussten während des Krieges Einschränkungen ganz anderer Art hinnehmen, da waren Fußwege noch das kleinste Übel.

  • Da der Sperrbereich bis vor die Brücke über die A66 an der Ginnheimer Landstraße heran reicht, muss man keinen Gedanken daran verschwenden. Eine "Never-come-back-line" (die nur in eine Richtung verkehren kann) nützt auch keinem etwas.

    Nach dem verfügbaren Kartenansichten sollte die Durchfahrt möglich (gewesen) sein. :(

  • Hallo.


    Seit 19:40 sind alle gesperrten Schienenbahnstrecken wieder frei. Beispiel: Die U6, Kurs 07, die am Tag als Solowagen 667 zwischen Zoo und Ostbahnhof pendelte, ist - jetzt als Drei-Wagen-Zug 667 - 689 - 685 um 19:53 am Industriehof in Fahrtrichtung Heerstraße eingetroffen.


    Die erste U7, Kurs 01, ist am Industriehof um 20:00 schon in Richtung Eissporthalle unterwegs.


    Damit ist alles so weit gut gegangen.


    Das Entschärferteam hat einen guten Job gemacht.


    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut ()

  • So lange die Entschärfung nicht begonnen hat, spricht ja auch nichts dagegen die U7 als Leerzug durch den Tunnel zu schicken.

    Soweit verständlich. War die Leerfahrt jetzt betrieblich nun besser, als der Ablauf während der Entschärfung?



    Es wäre m.E. sinnvoll gewesen, die dicht am Rand liegende Bockenheimer Warte noch so lange mit U4, U6 und 16 anzufahren, bis das Ende der Evakuierung absehbar war.


    Wenn diese zur Sperrzone gehörte, dann ist es ungünstig, dass ständig noch Personen dort aussteigen könnten. Hätte man wohl zu sehr bewachen müssen. Und das Personal war bestimmt knapp.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Nach dem verfügbaren Kartenansichten sollte die Durchfahrt möglich (gewesen) sein.

    Wozu, um die Leute ungehindert in den Gefahrenbereich einfahren zu lassen?


    Von der Kreuzung Ginnheimer Landstraße/Franz-Rücker-Allee könnte man sowohl über die Ditmarstraße als auch über Zeppelinallee in Richtung Grüneburgpark und Palmengarten gelangen. Außerdem über Ginnheimer Landstraße - Wilhelm-Epstein-Straße in Richtung Fernsehturm, der nebenbeibemerkt im unmittelbaren Gefahrenbereich lag, gerade mal 1 km vom Fundort der Bombe entfernt. Glaubst Du als Verantwortlicher würde man das Risiko eingehen wollen, dass dort im Eventualfalle einem Radfahrer Metall- oder Betonteile auf den Kopf fallen könnten? Sicher nicht. Bei dem ohnehin erforderlichen, hohen Personalaufwand für so eine Aktion muss man schon vermeiden einen Extra-Polzisten für jede Straßeneinmündung abzustellen, wenn es möglich ist mehrere Fliegen auch mit einer Klappe zu schlagen.

  • Also ich kann nicht ganz verstehen, warum sich hier manche so sehr über den nicht vorhandenen Verkehr aufregen.


    Erstens hat die Traffiq sicher keinen Plan fix und fertig in der Scublade liegen, wenn bei der Schwarzburgstraße 17 z. B. eine Bombe liegt.
    Zweitens wird die Traffiq auch erst, recht spät informiert, wo die Bombe gefunden wurde und was für eine Größe die Sperrzone hat. Es wird ja schließlich von den Bauarbeitern nicht die Traffiq sondern wohl die Feuerwehr/Polizei nach einem Bombenfund angerufen.
    Drittens kann die VGF/ICB auch nicht binnen drei Tagen tausend zusätzliche Fahrer und Fahrzeuge bereitstellen, denn trotz Bombenfund haben die Fahrer immer noch ihre Lenk- und Ruhezeiten und am Sonntag verkehren auf vielen Linien nur die Hälfte des Werktag-Auslaufes.


    PS: Der Sonntag wird auch deshalb zur Bombenentschärfung gewählt, da viele Firmen da zu haben und es somit keinen Berufsverkehr gibt. Es muss also viel weniger evakuiert werden.

  • Sonntags vor allem wegen den vielen benötigen Hilfskräften.Das war nicht nur Berufsfeuerwehr und Berufsrettungsdienst.
    Die Frankfurter FF'en waren seit Freitag Abend aktiv involviert. THW, DRK usw mit Sicherheit auch.

  • Zum Thema Busse: es waren die Unternehmen ICB, Sippel und HLB im Einsatz.
    Während der Evakuierung standen ICB/ Sippel Busse auf der A66 beim Koordinationszentrum der Feuerwehr. Ein Teil im Rebstock, teil an der Messe.

  • war eigentlich irgendjemand im westen an der ballsport-/jahrhunderthalle?
    oder haben die da erst gar nicht aufgemacht?


    Gegen 20 Uhr standen am Parkplatz der Jahrhunderthalle noch einige Gelenkbusse von der ICB. Mindestens 4 Citaro C2 G, einige Lion's City G und auch ein Solaris Urbino 18. Vom weiten konnte man auch eine weiße Anzeige erkennen, also wahrscheinlich einer der ganz neuen Solarisse. An der Ballsporthalle war nicht viel los.

  • Als mein Hauptkritikpunkt bleibt als Fazit eigentich nur die total überzogene Sperrfrist nach erfolgter Entschärfung für PKWs.


    Es war um 20:00 Uhr absolut tote Hose innerhalb der Zone, die Fußgänger konnte man an einer Hand abzählen - Einsatzfahrzeuge hab ich den Abend über ein paar gehört, gesehen überhaupt nicht.
    Vor den Polizeisperren bildeten sich aber ab bekanntgabe der beschränkten Freigabe die ersten Autoschlangen die bis halb neun mehr oder weniger zum Erliegen des Verkehrs rund um den gesperrten Bereich geführt haben - aber wie gesagt nicht etwa weil alle gedrängt nach Hause wollten sondern schlicht und ergreifend deshalb weil keiner reingelassen worden ist.
    Die angeführten Rettungs- und Transportwagen standen natürlich mit im Stau...


    Das einzelne kleinere Nebenstraßen schon gar nicht mehr überwacht worden sind und munter Privatautos durch die Sperrzone huschten setzte dem dann ein bißchen die Krone auf...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Es wäre m.E. sinnvoll gewesen, die dicht am Rand liegende Bockenheimer Warte noch so lange mit U4, U6 und 16 anzufahren, bis das Ende der Evakuierung absehbar war.


    Reinhard : die 16 hätte das Problem, das ihre Wendemöglichkeiten an der BoWarte doch arg beschränkt sind...


    Ich habe gemeint, die 16 bis Ginnheim fahren zu lassen, ohne Ein- und Ausstieg an der Juliusstraße und evtl. Frauenfriedenskirche. Sie fuhr ja die gesamte Strecke so dicht am Rand der Evakuierungszone, dass ggf. eine liegen gebliebene Straßenbahn problemlos in wenigen Minuten zu Fuß geräumt wäre.


    Zitat


    Die C-Strecke hätte meiner Meinung nach in Betrieb bleiben sollen. Gefahr besteht ja eigentlich nur an der Oberfläche und durch Sichern der nördlichen Ausgänge an BoWarte und Alteoper und Schließen mit Durchfahrt von Westend wäre alles überschaubar geblieben.


    Ich habe irgendwo gehört, es gebe Unsicherheit, wie sich die Druckwelle im Boden verbreiten würde.



    Wenn diese [Bockenheimer Warte] zur Sperrzone gehörte, dann ist es ungünstig, dass ständig noch Personen dort aussteigen könnten. Hätte man wohl zu sehr bewachen müssen. Und das Personal war bestimmt knapp.


    Wie gesagt, die Ausgänge Richtung Uni-Campus führen aus der Sperrzone heraus, so wie ich es erkenne. Richtung Carlo-Schmid-Platz und Dantestraße hätte man komplett dicht machen können. Richtung Bockenheimer Landstraße wäre wohl als Fluchtweg nötig gewesen, also nur Absperrbänder möglich, d.h., ja, eine Person zur Bewachung hätte man dort in die B-Ebene stellen müssen.


    Charly und DUEWAG-IBK : Es soll weder ein Aufregen noch ein Vorwurf sein. Es war nur etwas, was mir als verbesserungswürdig aufgefallen war.

    Forbetter your English: What hold you from the doublestickdare of the German Lane?

  • Ich habe gemeint, die 16 bis Ginnheim fahren zu lassen, ohne Ein- und Ausstieg an der Juliusstraße und evtl. Frauenfriedenskirche. Sie fuhr ja die gesamte Strecke so dicht am Rand der Evakuierungszone, dass ggf. eine liegen gebliebene Straßenbahn problemlos in wenigen Minuten zu Fuß geräumt wäre.

    Nope, Franz-Rücker Allee, Sophienstraße, Gräfstraße waren mitten im Sperrgebiet.

  • Nope, Franz-Rücker Allee, Sophienstraße, Gräfstraße waren mitten im Sperrgebiet.


    Gemäß der veröffentlichten Karte war die Franz-Rücker-Allee auf der Grenze, die übrigen von dir genannten Straßen maximal 200 m Fußweg von der Grenze entfernt. Um es noch einmal klarzustellen: Mir schwebte kein Betrieb während der Bombenentschärfung vor, sondern, um mich selbst zu zitieren, "bis das Ende der Evakuierung absehbar war".

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    Einmal editiert, zuletzt von Reinhard ()

  • Nachtrag: Für die Straßenbahnhaltestelle BoWa greift wohl doch das Argument "zu viel Überwachungsaufwand". Aber selbst wenn man auch dort durchgefahren wäre, wäre die Verbindung nützlich gewesen. Für mehr Planungssicherheit von allen Seiten hätte man statt des spontanen Ende-Kriteriums "bis das Ende der Evakuierung absehbar war" auch eine feste Uhrzeit nehmen können, z.B. 11 Uhr.


    Ideal wäre gewesen, nach Einstellung des U-Bahn-Betriebs an der BoWa eine Ptb-Verbindung Hausen-Hbf zu betreiben. Aber das wäre wohl doch zu viel Vorbereitungsaufwand, falls überhaupt noch genügend fahrbereite Ptb vorhanden sind. Man braucht ja Fahrer, die noch Ptb fahren können, und die Haltestellen Schönhof und Kurfürstenplatz sind auch nicht von jetzt auf gleich nutzbar. Als Busverbindung wäre es einfacher zu organisieren gewesen, aber dem stand entgegen, dass alle verfügbaren Busfahrer zur Evakuierung abgezogen waren.

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