Bahn frei für die Brennstoffzelle

  • Heißt der neue Betreiber der Linien muss die Fahrzeuge "nur noch durch die Gegend fahren "?

    Dieses Konzept ist das sogenannte Verfügbarkeitsmodell.


    Da dem später betreibenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) die Übernahme von Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der neuen Antriebs-Technologie nicht zugemutet werden bzw. von diesen nicht oder nur sehr schwer kalkuliert werden kann, soll das sog. „Verfügbarkeitsmodell“ angewandt werden. Das bedeutet, dass der Hersteller neben der Lieferung der Fahrzeuge auch für die Instandhaltung und Bereitstellung schadensfreier und funktionstüchtiger Fahrzeuge für die Dauer von 25 Jahren verantwortlich ist. Außerdem wird der Fahrzeughersteller sich vertraglich verpflichten, eine Betankungsinfrastruktur zu erstellen und über die Vertragsdauer zu betreiben sowie die Wasserstoffversorgung sicherzustellen.

  • Hallöchen,


    heute scheint die Ausschreibung der Taunusschienen veröffentlicht worden zu sein.

    Link zum TED

    Zitat (nur zum Teil):


    Gegenstand dieser Vergabe sind Verkehrsdienstleistungen im SPNV im Zuständigkeitsbereich des Auftraggebers. Die Leistungen sind mit 25 Brennstoffzellentriebfahrzeugen (davon eines als Betriebsreserve) des Typs Alstom Coradia iLINT 54 zu erbringen, die dem erfolgreichen Bieter (Auftragnehmer) durch den Auftraggeber über die fahma verpflichtend zur Verfügung gestellt werden.

    Die zu vergebenden Leistungen sind im Teilnetz Taunus auf folgenden Strecken zu erbringen:

    - RMV-Linie RB11: Bad Soden – Sulzbach – Frankfurt-Höchst (– Kelkheim);

    - RMV-Linie RB12: Königstein – Kelkheim – Frankfurt-Höchst – Frankfurt (Main) Hbf;

    - RMV-Linie RB15: Brandoberndorf – Usingen (– Friedrichsdorf – Bad Homburg – Frankfurt (Main) Hbf);

    - RMV-Linie RB16: Friedberg – Friedrichsdorf – Bad Homburg.

    Die zu vergebenden Leistungen umfassen in der Vorstufe ab dem Fahrplanjahr 2023 insgesamt ca. 2,12 Mio. Zugkilometer/Jahr und in der Zielstufe insgesamt ca. 1,80 Mio. Zugkilometer/Jahr.

    Das o.g. Teilnetz wird nur als Gesamtleistung vergeben.


    Beginn: 11/12/2022

    Ende: 09/12/2034


    Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge

    Tag: 11/10/2021
    Ortszeit: 12:00


    Bleibt doch gespannt, ob es denn weiterhin noch die HLB bleibt oder ob jemand anderes auf den Schienen fährt.

    An der Streckenführung gibt es ja nichts Neues, 16 nach Bad Homburg und 11 nach Kelkheim war ja schon länger in Diskussion.

    Interessant ist auch, dass nur von einem Reservewagen gesprochen wird. Die Zahl 25 kommt mir in dem Zuge auch komisch vor, da ich 27 Fahrzeuge im Kopf hatte. Verstehe ich es richtig, dass es generell zwei Wagen als Reserve und ein Wagen als "schnelle" Reserve bereitstehen soll?


    Schönen Abend!

  • .

    Interessant ist auch, dass nur von einem Reservewagen gesprochen wird. Die Zahl 25 kommt mir in dem Zuge auch komisch vor, da ich 27 Fahrzeuge im Kopf hatte. Verstehe ich es richtig, dass es generell zwei Wagen als Reserve und ein Wagen als "schnelle" Reserve bereitstehen soll?


    Schönen Abend!

    In der Leistungsbeschreibung wird das Thema aufgeklärt. Es werden 27 Fahrzeuge geliefert. 2 Fahrzeuge stehen dem Fahrzeughalter (Alstom) für die betriebsnahe Instandhaltung zur Verfügung. Ein Fahrzeug steht dem EVU als Reservefahrzeug zur Verfügung, die zu jedem Zeitpunkt eingesetzt werden kann.


    Die Aufteilung in Reservefahrzeuge und Fahrzeuge in der planmäßigen Instandhaltung ist bei Ausschreibungen des RMV keine Seltenheit, war beim Mittelhessenexpress bereits gefordert und jetzt auch bei Main Weser und im Kinzigtal.

  • Also ist es den Verantwortlichen nicht auszureden, auf der Sodener Bahn den elektrischen Zug unter Oberleitung durch einen Wasserstoffzug zu ersetzen. Komisch, für die Verlängerung nach Kelkheim natürlich notwendig (Batteriezug wäre wohl geeigneter)

  • Wann ist denn dort zuletzt ein elektrischer Zug im Regelbetrieb unterwegs gewesen?

    Aktuell wird die Linie von der HLB mit einem 1440 des Südhessennetzes bedient, da die VT2E immer häufiger defekt sind und die Ersatzteilversorgung immer schwieriger wird. Die 1440 sind deswegen möglich, da im Rahmen des Südhessennetzes 5 Züge, vor allem für die RE 9, zusätzlich beschafft worden sind.

  • RE9 ist derzeit aber genau ein Umlauf. Wenn da nicht noch große Ausweitungen geplant sind... Ich denke eher die 5 Züge sind für die Verlängerung der 58 nach Wiesbaden Hbf gedacht, die derzeit an fehlenden Trassen in Bischofsheim scheitert (und ein Fahrzeug mehr Reserve)

    Derzeit ist mW ja sogar einer als "Dauerleihgabe" in Nordhessen um dort den Fahrzeugmangel etwas zu drücken...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Beitrag von Ole ()

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